• 24.08.2010

Schweizer Volksinitiative

Giftspritze für Sexualmörder

Eine Volksinitiative will die Todesstrafe wieder einführen. Doch das verstößt gegen die entsprechenden Zusatzprotokolle der Europäischen Menschenrechtskonvention.von Andreas Zumach

  • 25.08.2010 10:12 Uhr

    von Hans Peter:

    Wenn die Schweiz es wirklich will, dann kann sie natuerlich diese Form der Strafe wieder einfuehren. Vertraege die geschlossen wurden koennen auch wieder gekuendigt werden, so dass wenn die (grosse) Mehrheit der Schweizer dies will es auch umgesetzt wird.
    Vermute jedoch stark, dass sogar das Erreichen der ersten 100.000 Unterschriften schwer wird. So viele Stammtische gibts da auch nicht.

  • 25.08.2010 10:06 Uhr

    von Tobias:

    Das Ganze scheint sich bereits erledigt zu haben.

    http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/initiative_todesstrafe_1.7324489.html

    http://www.todes-strafe.ch/

  • 25.08.2010 09:27 Uhr

    von Richard:

    Die Initiative wurde von den Initianten heute zurückgezogen. Es ging ihnen mit dem Tabubruch offenbar darum, die Diskussion über eine ihrer Meinung nach täterfreundliche Justiz in der Schweiz zu lancieren.

  • 25.08.2010 08:59 Uhr

    von Hans Dampf:

    Macht sich denn keiner die Mühe, genauer zu recherchieren?

    Die Initiative wurde wieder zurückgezogen!
    Nachzulesen auf www.todes-strafe.ch.
    Oder auf Schweizer Nachrichtenseiten wie z.B. hier: http://bazonline.ch/schweiz/standard/Initiative-fuer-Todesstrafe-zurueckgezogen/story/21220981

    ;)

  • 25.08.2010 05:22 Uhr

    von Matthias Mersch:

    Die NZZ meldete am Sonntag, den 22. August, also zwei Tage vor der Veröffentlichung des Artikels von Andreas Zumach:
    "SVP-Vordenker Christoph Blocher sagt, er sei gegen die Abschaffung der Todesstrafe für Landesverrat im Kriegsfall gewesen und sei es heute noch. «Aber für die Einführung selbst bei Mord mit sexuellem Missbrauch bin ich nicht.» Dennoch sei die Initiative «auf jeden Fall als gültig zu erklären», hält Blocher fest."

  • 24.08.2010 22:41 Uhr

    von Jay:

    Für die Schweizer ist ein Mord aus "sexuellen Gründen" also niederträchtiger als ein anderer Mord, sagen wir, ein Mord bei dem eine Person wegen zwanzig Euro, einer verweigerten Zigarette oder wegen Einmischens in eine Schlägerei umgebracht wird? Verrückt! Der ermordeten Person wird es höchst egal sein, wegen was es nun war.

  • 24.08.2010 22:24 Uhr

    von Patrik Jacob:

    Keine Minarette, aber das alte "Aug um Aug", das auch in der Scharia penibel angewendet wird? Krass...

    Echte Rückentwicklung in der Schweiz, aber leider nicht nur dort.

    Kann mal jemand mitdenken, auf Basis der Möglichkeiten die wir seit ca. 2000 Jahren kennen? Hat nix mit sogenannter Kirche zu tun oder mit Überlegenheitsgefasel.


  • 24.08.2010 21:00 Uhr

    von Theoretiker:

    Nachdem was man auf diversen anderen Seiten liest, finden immer noch genug Deutsche, dass diese Barbarei wieder eingeführt werden muss.

    Da die Todesstrafe die Verbrechensrate nicht senkt (Beispiel USA) bleibt als Motiv dafür nur primitive Rache. Dann wären wir aber wieder bei unseren Urinstinken, die Definition des Menschen wäre dahin, wir wären nichts weiter als ein Haufen Tiere.

    Aber halt, Tiere töten nicht aus Rache, Entschuldigung.

  • 24.08.2010 19:46 Uhr

    von lala:

    Ja auch in der Schweiz leben ein paar populistische Schmalspurhirne die gerne mal den Mund weit aufreissen.
    Bis jetzt ist nur die Möglichkeit zum Unterschriften sammeln gegeben. Dann müssen sie erst mal die nötigen Unterschriften zusammen bekommen und wenn das dann passiert ist wird irgendwann dikutiert und informiert und abgestimmt.
    Das kann in der Schweiz eine Weile dauern - eine ziemlich lange Weile.
    Und dann leben neben den paar Schmalspurhirnen noch ganz viele ganz logisch denkende Schweizer die auch noch zum allergrössten Teil zum Abstimmen und hoffentlich überstimmen gehen.

    "S chunnt und es chunnt scho guet!"

  • 24.08.2010 19:07 Uhr

    von Direktdemokrat:

    FAKT ist: Die Initiative hat KEINE Chance auf Erfolg. Eine Mehrheit für die Wiedereinführung der Todesstrafe wird es im Schweizervolk NIEMALS geben.

    Noch mal zum Mitschreiben für alle: Die Todesstrafe ist und bleibt abgeschafft, es gibt keinen Grund, dieses absurde und chancenlose Volksbegehren als Vorwand zu mißbrauchen, um gegen die direkte Demokratie zu hetzen.

    Es ist richtig und es ist gut, daß die Schweizer über fast alles abstimmen dürfen. Das ist Demkratie, das muß auch in Deutschland kommen.

    Übrigens: Ich vertraue der großen Mehrheit meiner Mitbürger und bin davon überzeugt, daß verrückte und absurde Bestrebungen auf Dauer chancenlos bleiben!

    Politiker und Lobbyisten - die sind es, denen mit Recht mißtraut wird, denn die verraten regelmäßig die Interessen des Volkes!

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