• 01.02.2010

Schweiz fodert Zurückhaltung

Berlin soll Steuerdaten nicht kaufen

Die Schweizer Regierung fordert Deutschland auf, keine Geschäfte mit Kriminellen zu machen. Doch Berlin könnte sogar alle deutschen Kontodossiers anfordern - und sich auf eine Zusage berufen.

  • 03.02.2010 10:01 Uhr

    von Mike Santana:

    Das Problem hat die Schweiz. Wenn das alles so gewesen sein soll, dass man sich Bankdaten kopieren, auf CD-Rohlinge brennen und mit nach Hause hat nehmen können, dann ist das nur ein weiteres negatives Kapitel in der Integrität der Schweiz als sicheres Steuerparadies.

    Deutschland kann natürlich die Daten kaufen. Warum nicht? Solange der Verkäufer nur deutsche Daten verkauft und die Abgaben des Erlöses auch ordentlich abführt.

    Hier wurden die Straftaten begangen. Hier wurde das Geld genommen und hier, und nicht in der Schweiz, erfolgte die Geldwäsche, denn wenn man einen Betrag vom Konto nimmt, um es in die Schweiz zu bringen, dann muss man dafür Gegenbelege für deutsche Behörden vorlegen, sprich Scheinrechungen = Geldwäsche. Auch wenn das Geld aus so genannten schwarze Kassen stammte - die füllen sich nicht von alleine.

    Einziges Manko: die Bundesregierung wird wahrscheinlich einen zu hohen Preis für Daten zahlen, die nicht den erhofften Erlös bringen werden. Es ist unwahrscheinlich, dass Kaufleute mit Erfahrung im iternationalen Finanzsektor sich auf diese Art und Weise erwischen lassen. Und die sind es, die nennenswerten Summen bewegen.

  • 02.02.2010 15:57 Uhr

    von elmar:

    huch! pfui, wie gemein. das mit dem kauf darf nicht sein! denn das geld findet es bei den zwergen hinter den vielen bergen tausend mal schöner als hier . . .

  • 02.02.2010 03:35 Uhr

    von Klingelhella:

    Leute, die Schweiz braucht die Piepen von den Günter Netzers, Michael Schumachers etc. nicht, das liegt eh auf Privatbanken. Ihr allerdings redet hier gegen das Bankgeheimnis an, ein wesentlicher Teil der Privatsphäre. Ich versteh nicht, wieso ihr das aufgeben wollt; vielleicht vertraut ihr dieser Regierung oder der kommenden, aber wenn die Privatsphäre erst weg ist, kommt spätestens die übernächste Regierung auf dumme Gedanken.

    @Martin: Deutschland, Schweiz, eigentlich alle westlichen Länder machen Geschäfte mit Kriminellen. Überhaupt ist diese ganze Diskussion wie auch bei Afghanistan vom Grundgedanken geprägt, dass sich die Deutschen überall einmischen können und sollen. Das kotzt mich an.

  • 02.02.2010 00:19 Uhr

    von Diva:

    Schon lustig wie hier viele meinen Deuschland würde sich strafbar machen wenn es "Hehlerware" kaufen würde... Erstmal im Fall Lichtenstein hat das doch ganz gut geklappt . Für mich ist das auch keine Hehlerware sondern ganz einfach Beweis Marterial .
    Ich kann sie schon riechen die Flut von Selbstanzeigen ^^

    Ein herrlilcher Gedanke den -Tad Baste- da schon aufgegriffen hat ...wenn die Gier nach Geld einfach übermächtig wird und es eine Kettenreaktion geben würde ... naja so schön wirds nicht werden ...aber viele "Bürger" werden in nächster Zeit sicher sehr unruhig schlafen .

  • 01.02.2010 21:46 Uhr

    von il_grande_cuny:

    die SVP gibt den anwalt für kriminelle ausländer!? ha, das ich das noch erlebe. einfach köstlich!

  • 01.02.2010 15:38 Uhr

    von SportsFan:

    Wenn ich keine Steuererklärung abgebe und nix zahle überprüft das Finazamt ohne meine Erlaubnis alles, was es sehen will. Und hier sollen wieder mal Millionäre durchkommen und alle faseln plötzlich von Datenschutz? Nix da. Ansonsten lege ich mein Sparbüchlein mit 53,63 € drauf auch in die Schweiz und zeig euch ne Nase.

  • 01.02.2010 15:12 Uhr

    von Tad Baste:

    Dass Bern da der A..... auf Grundeis geht, kann man gut verstehen.

    Das gesamte Geschäftsmodell des Schweizer Bankenplatzes gerät ins Wanken, wenn der deutsche Steuerhinterzieher sich nicht mehr auf die Diskretion seiner Komplizen bei dieser "honorigen" Form von organisierter Kriminalität verlassen kann. Das "scheue Reh" Geld wandert dann schnell weiter.

    Auch die Versuchung für andere Mitarbeiter von Schweizer Banken dürfte enorm sein. Ein kleiner Datenabzug aus den dispositiven Datenbeständen, auf Datenträger gebrannt. Das geht einfach und schnell und schon kann der Ruhestand mit 30 beginnen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Interessengemeinschaft der Schweizer Nutznießer mit den spendengetriebenen Klientelvertretern in Deutschland diesmal richtige Probleme bekommt!

  • 01.02.2010 14:39 Uhr

    von Martin:

    Deutschland soll keine Geschäfte mit Kriminellen machen, fordert die Schweiz, die Geschäfte mit Kriminellen macht.

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