• 26.10.2009

Schwarz-gelbe Pläne

Biobauern kritisieren Koalitionsvertrag

Mehr Gentechnik, kostenlose Emissionsrechte für die Industrie, keine Nährwert-Ampel: viele Pläne der neuen Regierung stoßen bei Ökobauern, Verbraucher- und Umweltschützern auf Widerstand.von H. Gersmann & J. Maurin

  • 27.10.2009 14:54 Uhr

    von Oliver K.:

    Sehr geehrter Herr H.,

    ich hätte mir gewünscht, dass Sie Ihre Aussagen mal untermauern. Mit ein bisschen Recherche im Netz finden sich reichhaltige Untersuchungen, die einen Mehrwert an bestimmten Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, etc. aufweisen (Bei mir liegen sie jedenfalls auf dem Rechner).

    Über die Hintergründe, wie "Geschmack" entsteht, welche neurologischen Prozesse beteiligt sind und wie "Geschmack" trainierbar ist, und damit auch die Fähigkeit, Bio und Nicht-Bio geschmacklich zu unterscheiden, lasse ich mich jetzt hier nicht aus, empfehle aber auch da eine weitergehende Lektüre.

    Und dann würde ich mich über eine Untersuchung freuen, die bestätigt, das Bio/Öko nicht weniger Pestizide enthält. Wenn Sie mir bitte eine Quelle nennen könnten?


    Ihr Zitat: "Aber ohne Innovationen lassen sich nunmal keine 7 MILLIARDEN Menschen ernähren!" implementiert, dass Gentechnink eine dieser Innovationen sein soll? Dazu liegen bisher leider keine Nachweise vor. Wohl aber Hinweise aus Tierversuchen, dass ein GenMais maligne Gewebeveränderungen hervorruft. Oder die GenBaumwolle, die in Afrika Kleinbauern in den Ruin treibt...Wobei die im Artikel erwähnte Gen-Kartoffel nicht mal als Nahrungsmittel sondern als Stärke-Lieferant vorgesehen ist...Aber vielleicht habe ich Sie ja falsch verstanden.

    Ihr Zitat: "In unserer Marktwirtschaft wird der Preis ja durch Angebot und Nachfrage gebildet."... berücksichtigt nicht die eben im Artikel angesprochenen Subventionen, oder internationale Zollfreiheiten und / oder Handelsbeschränkungen, mit denen Preise künstlich niedrig oder überhöht werden (siehe z.B. Zuckerindustrie).
    Fragen Sie dazu einfach mal einen Ökonomen.

    Mich wundert, dass Sie scheinbar in Bausch und Bogen den Verbraucherzentralen, dem BUND, und Experten die Kompetenz absprechen.
    Arbeiten Sie doch einfach mal eine Woche auf einem mittelständischen Bauernhof mit, vielleicht erkennen Sie dann die Zeichen der Zeit :-)

    Herzliche Grüße.

  • 27.10.2009 14:18 Uhr

    von Tom:

    Ich würde eher sagen, dass der Bauer dafür Geld bekommen soll was er leistet. Und wenn das im Allgäu Landschaftspflege oder CO2-Reduktion durch Wiesen ist, dann soll er dafür Geld bekommen, und nicht für die Milch. Die Wiesen sind sicher auch noch ein touristischer Faktor. Diese Bauern sind wichtiger als die industriell herstellenden Großbetriebe mit ihren über-züchteten Hochleistungskühen.

  • 27.10.2009 09:50 Uhr

    von Andreas H.:

    Wie vielleicht der eine oder andere schon weiß, sind viele Argumente der Bio/Öko-Lobby rein imaginär:
    - Mehr Vitamine
    - Besserer Geschmack
    - Weniger Pestizide
    - ...
    Dass es besser für die Umwelt ist, will ich hier aber nicht bestreiten!

    Aber ohne Innovationen lassen sich nunmal keine 7 MILLIARDEN Menschen ernähren!

    Und zum Thema Milchbauern: In unserer Marktwirtschaft wird der Preis ja durch Angebot und Nachfrage gebildet. Wenn ein Bauer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, habe ich herzlich wenig Mitleid. Aber diese 500 Millionen können sicher einigen helfen, um sich anderweitig zu orientieren.

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