• 23.10.2009

Schwarz-Gelbe Energiepolitik

Schattige Zeiten für Solarenergie

Schwarz-Gelb will "ökologische Fehlanreize" mit einem neuen "Energiekonzept" korrigieren. Die Vergütung beim Solarstrom soll gesenkt werden.von Nadine Michel

  • 26.10.2009 16:51 Uhr

    von Systemrelevant:

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    Die seit Monaten laufende Spitzgriffel-und PV-bashing Kampagne des RWI, dessen Nähe zur RWE augenfällig ist, ist letztendlich der gut bestallte aber sachlich kümmerliche Rettungsruf vom sinkenden Schiff der alten Energie-Versorger gen Polit-Ufer: SOZ ( Save Our Zähler )

  • 26.10.2009 10:06 Uhr

    von Jochen:

    Das RWI ist quasi im Besitz von RWE und wird immer und immer wieder als neutrales und objektives Institiut zitiert. Man muss nur die Internetseite lesen und schauen welche Historie die Führungsriege dort hinter sich hat und für welches Ziel dieses Institut gegründet wurde. Der regionale Standort ist schliesslich kein zufall! Und es ist immer und immer wieder das einzige Institut das gegen Solarenergie zu Felde zieht. Es kann doch nicht wirklich sein, dass unsere Journalisten und Politiker, die sich mit dem Thema beschäftigen, so blind und taub sind, dies nicht zu bemerken!
    Wenn unsere politische Führung endlich in der Lage ist aus dem ******* der vier großen Energiekonzerne herauszukriechen, dann werden sie die Sonne sehen!

  • 25.10.2009 15:42 Uhr

    von Kastell:

    Der Energiepreis ist immer politisch geformt. So Zahlt der Bürger immer verdeckte Kosten. Bei den Kohlebergwerken angefangen sind 500 Mio€ für die Erhaltung notwendig, damit es keine Bergbewegungen gibt. Das sind die sogenannten Ewigkeitskosten! Schaut man sich die Asse an da kommt ein gewaltiger Kostenblock auf uns zu. Aktuell will man Salzbeton dort verfüllen um die Fässer für immer dort zu binden. Wenn das Salz aus dem Beton gelöst ist dann kann man von einem porösen Betonsieb sprechen, die armen Stahlfässer. Für eine Lagerung in einer agressiven Salzlauge leigen bestimmt noch keine erfahrungen über 30000 Jahre vor. Kosten über Kosten, die wir der nächsten Generation mitgeben.
    Da sind die paar Cent Solarstromförderung echte Peanuts!

  • 24.10.2009 23:48 Uhr

    von MTK:

    Eigentlich ist die Einspeisevergütung viel zu NIEDRIG! PV-Anlagen liefern genau dann elektrische Energie, wenn viel davon gebraucht wird. Die Spitzenlast im Netz wird inzwischen zu einem erheblichen Teil von Klimaanlagen verursacht. Spitzenlaststrom kostet an der Strombörse schon mal bis zu 50 Euro pro kWh. Wirklich Euro, nicht Cent.

  • 24.10.2009 11:56 Uhr

    von Effizienz:

    Würden wir das ganze Geld das für die Solarsubventionen ausgegeben wird, in Windenergie stecken, hätten wir den Vielfachen Nutzen für den Klimaschutz. Aber Solarsubventionen sind ja gute Subventionen, da braucht der Staat auf Effizienz und Wirkung nicht zu achten.

  • 24.10.2009 01:34 Uhr

    von Neue Energie:

    Es ist verwunderlich, wie die Solarlobby geschafft hat uns beizubringen: hohe Förderung für Solarstrom ist gut fürs Klima.

    Was wäre denn, wenn wir jedes Kilo in Deutschland verkauften Bio-Reis ohne Mengenbegrenzung den weltweiten Herstellern mit fünf Euro subventionierten.... der Bio-Reis-Umsatz würde in Deutschland rasant steigen, die Hersteller, die Zwischenhändler, die Supermärkte, alle würden große Gewinne machen. Und ein Großteil der Weltproduktion an Bio-Reis würde nach Deutschland wandern. Die Agrarministerin wäre stolz, was wir in Deutschland alles für die Öko-Landwirtschaft täten. Doch: auch der Weltmarktpreis für Bio-Reis würde auf fünf Euro steigen. Und kein anderes Land der Welt würde sich leisten, Bio-Reis zu verkaufen, wäre denen allen zu teuer, eine ähnlich hohe F. Unter dem Strich würde die hohe deutsche Fördeörderung anzubieten (denn nur dann bekämen sie einen ebenfalls großen Teil der weltweiten Ernte ab).

    In Sachen Solarstrom: der Großteil der Weltproduktion an Solarmodulen landet in Deutschland - wegen der hierzulande hohen unbegrenzten Förderung. Daran verdienen deutsche Händler, Hersteller, Verkäufer viel Geld. Aber kein anderes Land leistet sich eine Solar-Förderung in diesem Umfang.

    Ist die deutsche Solar-Förderung gut für den weltweiten Klimaschutz? Warum setzt sich die deutsche Solarlobby so massiv dafür ein, dass die Förderung so hoch bleibt?

  • 23.10.2009 08:41 Uhr

    von Winfried Schneider:

    Noch zur Klarstellung: "Steuerzahler" sind alle. Spätestens die nächste Mehrwertsteuererhöhung wird das jeden spüren lassen.

  • 23.10.2009 08:38 Uhr

    von Winfried Schneider:

    Wir Steuerzahler tragen schließlich schon die Folgekosten der Atomenergie. Wie können wir da noch 2 cent je kWh für so'ne Spinnerei wie Sonnenstrom aufbringen ... prima Klima-Politik.

  • 23.10.2009 02:27 Uhr

    von vic:

    Aha, eine "Überförderungen bei der Fotovoltaik" haben sie ausfindig gemacht.
    Ich bin sicher das wurde von einer Expertenrunde festgestellt, namentlich der Vorstände aller Dreckstrom-Energiekonzerne, der Kanzlerin alter und neuer Energieberater.

  • 22.10.2009 19:46 Uhr

    von Georg Beyschlag:

    Inzwischen werden massiv Verbraucherschützer als Anwälte für Billigstrom in Stellung gebracht.
    Interessant ist, daß niemand wagt das Dogma,daß Energie immer bllig sein muß in Frage stellt.
    Dabei spricht einiges dafür, daß billige Energie uns auf lange Sicht teuer zu stehen kommt.

    Nur wenn Energie teuer ist wird ...

    - ...sparsam und effizient mit ihr umgegangen
    - ...gewährleistet sein, daß diese auch dort erzeugt wird, wo sie verbraucht wird.
    -... die Wertschöpfung aus der Energieerzeugung auch im Lande bleiben.
    - ... sich Forschung und Entwicklung an der Effizienssteigerung lohnen.

    Ergo: nicht nur über den Preis von Energie nachdenken, sondern mehr über deren Wert.

  • 22.10.2009 18:10 Uhr

    von Ökostrom statt Kohle:

    Die Überschrift ist falsch. "Schattige Zeiten für Solarlobby" wäre treffender. Wenn die Einspeisevergütung sinkt, ist das gut, dadurch wird Solarstrom preiswerter. Und das wollen wir ja. Mit Ökostrom für 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde brauchen wir nicht versuchen, Kohlestrom abzulösen.

    Lieber viel Solarstrom mit einer geringen Vergütung statt wie jetzt winzige ein Prozent Solarstrom in Deutschland mit einer viel zu hohen Vergütung.

  • 22.10.2009 18:03 Uhr

    von Freund erneuerbarer Energien:

    Der Bundesverband Solarwirtschaft will die Politiker für blöd verkaufen. Die Einspeisevergütung eines Jahres mit den Steuereinnahmen eines Jahres zu vergleichen...
    Die dieses Jahr installierten Solaranlagen bringen im Wesentlichen nur dieses Jahr Steuereinnahmen, Gewerbesteuern bei den Herstellern, Lohnsteuer der Angestellten usw. Die Kosten der Förderung fallen aber 20 Jahre lang an!!! Aber wenn man nur ein Jahr betrachtet, sieht die Rechnung sehr schön aus.

    Jeder der einigermaßen logisch denken kann, weiß dass Solaranlagen nur durch die Einspeisevergütung finanziert werden. Es wäre finanzmathematisch schon gar nicht möglich, dass die Steuereinnahmen durch eine Sache größer sind als die Ausgaben für eine Sache. Ich kaufe eine Sache für 2 Euro und der Staat bekommt dafür 3 Euro Steuern.

    Von einer taz-Redakteurin erwarte ich, sowas nicht einfach unreflektiert hinzuschreiben.

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