Die meisten Deutschen sind gegen den Krieg in Afghanistan - aber demonstrieren will fast niemand. Das Land ist zu weit weg und durch die Wirtschaftskrise haben viele andere Sorgen.von Felix Lee
Die Afghanen haben es auch verdient frei zu sein, der "Krieg" dort wird nicht zum Spaß geführt oder weil es um Öl geht sondern um die Taliban niemals wieder an die Macht zu lassen.
Versuchen sie mal unter der Sharia zu leben bevor sie den Einsatz dort als einen Fehler brandmarken.
Zitat: "Die meisten Deutschen sind gegen den Krieg in Afghanistan".
Ich jedenfalls bin NICHT gegen den Afghanistan-Krieg.
Ich war gegen den Irak-Krieg, den Krieg in Afghanistan jedoch fand ich 2001 und auch heute noch durchaus gerechtfertigt und sinnvoll.
21.02.2010 00:25 Uhr
von Manfred Fenn:
Der Untersuchungsausschuss möge feststellen:
1) dass die Fahrer der Tanklastzüge (Deutsche Staatsbürger afghanischer Herkunft) bewusst und vorsätzlich in Lebensgefahr gebracht wurden.
2) ob eventuell Geiseln im Inferno bei Kundus getötet wurden. Es steht nicht fest, ob 2 Fahrer oder auch die 2 Beifahrer entführt wurden. Die ARD-Tagesschau vom 07.09.09 berichtete von 4 entführten Personen.
3) dass im Falle einer Entführung deutscher Soldaten, Mitarbeiter oder ziviler Aufbaukräfte diese nicht von den eigenen Streitkräften getötet werden dürfen.
4) dass die Bundeswehr sich nicht auf eine Stufe mit den Taliban stellen darf, die ihre Kämpfer zu Selbstmordattentaten anstiften. Die Bundeswehr darf nicht entführen lassen, um daraus einen militärischen Erfolg zu erzielen.
Wir wollen unsere Kinder lebendig und gesund aus Afghanistan wieder. Und es bleiben unsere Kinder, solange wir, die Eltern der Soldaten und Soldatinnen hier auf Erden weilen.
20.02.2010 23:03 Uhr
von Otton Bexaron:
In allen Euro-Nato Laendern sind die Mehrzahl der Menschen gegen den Afghanistan-Einsatz ihrer Truppen und waren auch gegen den Einsatz ihrer Truppen in Irak: Die Regierungen in Nato-Europa sind vollkommen von "de facto Agenten" der USA "besetzt". Die selben Regierungen welche das Geld ihrer Buerger an die New York und London Bankschwindler geschleust haben und jetzt wie in USA die Sozialrenten und Krankenversicherung erwuergen... Es ist wie 1845 und Heinrich Heine merkte schon was in spaeteren Zeiten kommen wuerde: "Oben noch glaenzende Feste, aber man hoert schon das jemand in Keller ein Messer schleift!"
20.02.2010 17:59 Uhr
von Klaus A.:
@wolfgang ..."politischen Profiteure der Kriege...etc." Also diese WischiWaschi Kommentare bringen die Diskussion nicht weiter. Da sollte Wolgang schon mal konkreter werden. Im übrigen sehe ich auf politischer Seite keine Profiteure. Weder konnte Rot/Grün durch den Jugoslavien Krieg noch durch den Afghanistan Einsatz Punkten. Auch die derzeitige Nachfolgeregierung schwaz/gelb macht den Eindruck, das Sie lieber Heute als Morgen diese Kriegsbeteiligung los wäre. Zumindest profitieren sie nicht. Auch bei den Linken und der NPD als Anti Afghanistan Kriegsparteien kann ich keinen Profit dieser erkennen. Also was ist mit diesem Kommentar gemeint?
19.02.2010 20:39 Uhr
von Hase:
@Flo Die gibt es werden aber nicht wahrgenommen. Es gibt ganze Organisationen in Deutschland. Solange es aber nicht irgendwie nationalistisch angehaucht ist bleibt das leider so (Fußballmentalität). In den USA ist das im übrigen nicht anders.
19.02.2010 16:31 Uhr
von AndyCGN:
@von Flo: ganz meine Meinung. Schon mal ne "Massen"demo gegen den Völkermord in Dafur gesehen, gegen das Füsilieren von Tamilen auf Sri Lanka. Wo war die Friedensbewegung bei Ruanda? Das lässt sich beliebig fortsetzen. Heraus kommt am Ende immer mehr: den Friedensbewegten sind die Menschen am Ende scheißegal!
19.02.2010 16:24 Uhr
von Dennis :
Das Problem liegt besonders auch in der komplizierten Lage Afghanistans. Ein sofortiger Abzug würde nicht zwangsweise die Situation nachhaltig verbessern. Die Option den Einsatz (wirklich) in einen humanitären Aufbaueinsatz umzuwandeln, der mit einem Minimum an militärischer Unterstützung auskommt. Wird von der Mehrheit soweit untersützt, sodass eine Demonstration zum sofortigen Abzug nicht hinreichend mobilisieren kann.
Ich würde gegen "Krieg" in Afghanistan demonstrieren, aber nicht für einen sofortigen Abzug aller Truppen aus dem Land.
19.02.2010 15:44 Uhr
von Flo:
Achjaaaa...
...die *Friedensbewegung*...
Wie stellt ihr euch eigendlich viele Sachen vor, wenn man jetzt mal in der realen Welt bleibt, und nicht in Utopien lebt? Und nach welchem Schema sucht ihr euch eigendlich "Friedensproteste" aus? Warum demonstriert niemand gegen die xxx Kriege und Konflikte in Afrika? Darauf sollte mensch mal aufmerkram machen. Ebenfalls sinnvoller wären mal ein paar Solidaritätsaktionen für die Menschen die auf den Straßen Teherans ständig ihr Leben riskieren. Ich glaub ihr demonstriert prizipell nur, wenn entweder die USA oder Israel in den Konflikt verwickelt ist. Denn dann hat man ja die Standart-Sündenböcke/ Feindbilder...
19.02.2010 15:00 Uhr
von Martin:
Vielleicht ist auch einfach mehr Deutschen klar, wem Sie mit einem fadenscheinigen "Anti-Kriegsprotest" in die Hände spielen, als gemeinhin geglaubt wird.
19.02.2010 14:26 Uhr
von Wolfgang:
Die meisten Menschen sind (nur) verbal gegen den Krieg (auch nur verbal gegen den Faschismus). Mit dieser falschen (geistigen) Einstellung und Verhaltensweise rechnen auch stets die Kriegstreiber - die ökonomischen und politischen Profiteure der Kriege. Diese falschen 'persönlichen' und gesellschafts-politischen Einstellungen sind von den Aggressions- und Kriegstreibern erwünscht. Kriegsgegnerschaft erfordert aktiven gesellschaftspolitischen Widerstand, Teilhabe und Teilnahme auf allen Ebenen der Gesellschaft. Die geografische "Entfernung" und "viele andere Sorgen", rechtfertigen kein "kann nichts tun" und den "Kopf in den Sand" stecken. Anmerkung: Die Quellen der Kriege finden sich auch in der deutschen Gesellschaft: Wirtschaft, Politik und Ideologie - in Geschichte und Gegenwart. In den ökonomischen und geopolitischen (-stets auch gesellschaftspolitischen-) Interessen: Rohstoff-, Energie-, Absatz-, Gewinn- und Profitinteressen; Sicherung von Gegenwarts- und Zukunftsinteressen der Industrie (Eigentümer und Aktionäre etc.); des realen us-amerikanischen, deutsch-europäischen Kapitals: Finanz- und Monopolgruppen (Wirtschaftsverbände und -Konzerne etc.) ...
19.02.2010 14:24 Uhr
von Hoast:
Die Schwierigkeiten bei der Mobilisierung gegen den Krieg in Afghanistan liegen nicht in der Abstraktheit und Ferne. Ist das Problem nicht vielmehr die Ignoranz, die -egal welchen - Demonstrationen entgegen gebracht wird? Ob gegen Krieg, für die Legalisierung von Hanf, gegen (schwachsinnige)Internetsperren, für ein anderes Bildungssystem... man wird nicht ernst genommen. Schade, so kann Demokratie nicht funktionieren. Schade auch, dass wir von ner Horde Anwälten regiert werden - so von wegen Parlament = Querschnitt der Bevölkerung.
Leserkommentare
24.02.2010 19:27 Uhr
von Peter Wenner:
Und was machen die Menschen in Afghanistan dann?
Wieder unter Talibanherrschaft leben?
Die Afghanen haben es auch verdient frei zu sein, der "Krieg" dort wird nicht zum Spaß geführt oder weil es um Öl geht sondern um die Taliban niemals wieder an die Macht zu lassen.
Versuchen sie mal unter der Sharia zu leben bevor sie den Einsatz dort als einen Fehler brandmarken.
21.02.2010 22:06 Uhr
von "blattkritik":
"blattkritik" im netz gefunden nebenan.
"blattkritik"-wortmeldung.
21.02.2010 07:44 Uhr
von ich:
Zitat: "Die meisten Deutschen sind gegen den Krieg in Afghanistan".
Ich jedenfalls bin NICHT gegen den Afghanistan-Krieg.
Ich war gegen den Irak-Krieg, den Krieg in Afghanistan jedoch fand ich 2001 und auch heute noch durchaus gerechtfertigt und sinnvoll.
21.02.2010 00:25 Uhr
von Manfred Fenn:
Der Untersuchungsausschuss möge feststellen:
1) dass die Fahrer der Tanklastzüge (Deutsche Staatsbürger afghanischer Herkunft) bewusst und vorsätzlich in Lebensgefahr gebracht wurden.
2) ob eventuell Geiseln im Inferno bei Kundus getötet wurden. Es steht nicht fest, ob 2 Fahrer oder auch die 2 Beifahrer entführt wurden. Die ARD-Tagesschau vom 07.09.09 berichtete von 4 entführten Personen.
3) dass im Falle einer Entführung deutscher Soldaten, Mitarbeiter oder ziviler Aufbaukräfte diese nicht von den eigenen Streitkräften getötet werden dürfen.
4) dass die Bundeswehr sich nicht auf eine Stufe mit den Taliban stellen darf, die ihre Kämpfer zu Selbstmordattentaten anstiften. Die Bundeswehr darf
nicht entführen lassen, um daraus einen militärischen Erfolg zu erzielen.
Wir wollen unsere Kinder lebendig und gesund aus Afghanistan wieder. Und es bleiben unsere Kinder, solange wir, die Eltern der Soldaten und Soldatinnen hier auf Erden weilen.
20.02.2010 23:03 Uhr
von Otton Bexaron:
In allen Euro-Nato Laendern sind die Mehrzahl der Menschen gegen den Afghanistan-Einsatz ihrer Truppen und waren auch gegen den Einsatz ihrer Truppen in Irak: Die Regierungen in Nato-Europa sind vollkommen von "de facto Agenten" der USA "besetzt". Die selben Regierungen welche das Geld ihrer Buerger an die New York und London Bankschwindler geschleust haben und jetzt wie in USA die Sozialrenten und Krankenversicherung erwuergen... Es ist wie 1845 und Heinrich Heine merkte schon was in spaeteren Zeiten kommen wuerde: "Oben noch glaenzende Feste, aber man hoert schon das jemand in Keller ein Messer schleift!"
20.02.2010 17:59 Uhr
von Klaus A.:
@wolfgang ..."politischen Profiteure der Kriege...etc." Also diese WischiWaschi Kommentare bringen die Diskussion nicht weiter. Da sollte Wolgang schon mal konkreter werden. Im übrigen sehe ich auf politischer Seite keine Profiteure. Weder konnte Rot/Grün durch den Jugoslavien Krieg noch durch den Afghanistan Einsatz Punkten. Auch die derzeitige Nachfolgeregierung schwaz/gelb macht den Eindruck, das Sie lieber Heute als Morgen diese Kriegsbeteiligung los wäre. Zumindest profitieren sie nicht. Auch bei den Linken und der NPD als Anti Afghanistan Kriegsparteien kann ich keinen Profit dieser erkennen. Also was ist mit diesem Kommentar gemeint?
19.02.2010 20:39 Uhr
von Hase:
@Flo
Die gibt es werden aber nicht wahrgenommen. Es gibt ganze Organisationen in Deutschland. Solange es aber nicht irgendwie nationalistisch angehaucht ist bleibt das leider so (Fußballmentalität). In den USA ist das im übrigen nicht anders.
19.02.2010 16:31 Uhr
von AndyCGN:
@von Flo: ganz meine Meinung. Schon mal ne "Massen"demo gegen den Völkermord in Dafur gesehen, gegen das Füsilieren von Tamilen auf Sri Lanka. Wo war die Friedensbewegung bei Ruanda? Das lässt sich beliebig fortsetzen. Heraus kommt am Ende immer mehr: den Friedensbewegten sind die Menschen am Ende scheißegal!
19.02.2010 16:24 Uhr
von Dennis :
Das Problem liegt besonders auch in der komplizierten Lage Afghanistans. Ein sofortiger Abzug würde nicht zwangsweise die Situation nachhaltig verbessern. Die Option den Einsatz (wirklich) in einen humanitären Aufbaueinsatz umzuwandeln, der mit einem Minimum an militärischer Unterstützung auskommt. Wird von der Mehrheit soweit untersützt, sodass eine Demonstration zum sofortigen Abzug nicht hinreichend mobilisieren kann.
Ich würde gegen "Krieg" in Afghanistan demonstrieren, aber nicht für einen sofortigen Abzug aller Truppen aus dem Land.
19.02.2010 15:44 Uhr
von Flo:
Achjaaaa...
...die *Friedensbewegung*...
Wie stellt ihr euch eigendlich viele Sachen vor, wenn man jetzt mal in der realen Welt bleibt, und nicht in Utopien lebt? Und nach welchem Schema sucht ihr euch eigendlich "Friedensproteste" aus? Warum demonstriert niemand gegen die xxx Kriege und Konflikte in Afrika? Darauf sollte mensch mal aufmerkram machen. Ebenfalls sinnvoller wären mal ein paar Solidaritätsaktionen für die Menschen die auf den Straßen Teherans ständig ihr Leben riskieren. Ich glaub ihr demonstriert prizipell nur, wenn entweder die USA oder Israel in den Konflikt verwickelt ist. Denn dann hat man ja die Standart-Sündenböcke/ Feindbilder...
19.02.2010 15:00 Uhr
von Martin:
Vielleicht ist auch einfach mehr Deutschen klar, wem Sie mit einem fadenscheinigen "Anti-Kriegsprotest" in die Hände spielen, als gemeinhin geglaubt wird.
19.02.2010 14:26 Uhr
von Wolfgang:
Die meisten Menschen sind (nur) verbal gegen den Krieg (auch nur verbal gegen den Faschismus). Mit dieser falschen (geistigen) Einstellung und Verhaltensweise rechnen auch stets die Kriegstreiber - die ökonomischen und politischen Profiteure der Kriege. Diese falschen 'persönlichen' und gesellschafts-politischen Einstellungen sind von den Aggressions- und Kriegstreibern erwünscht. Kriegsgegnerschaft erfordert aktiven gesellschaftspolitischen Widerstand, Teilhabe und Teilnahme auf allen Ebenen der Gesellschaft. Die geografische "Entfernung" und "viele andere Sorgen", rechtfertigen kein "kann nichts tun" und den "Kopf in den Sand" stecken.
Anmerkung: Die Quellen der Kriege finden sich auch in der deutschen Gesellschaft: Wirtschaft, Politik und Ideologie - in Geschichte und Gegenwart. In den ökonomischen und geopolitischen (-stets auch gesellschaftspolitischen-) Interessen: Rohstoff-, Energie-, Absatz-, Gewinn- und Profitinteressen; Sicherung von Gegenwarts- und Zukunftsinteressen der Industrie (Eigentümer und Aktionäre etc.); des realen us-amerikanischen, deutsch-europäischen Kapitals: Finanz- und Monopolgruppen (Wirtschaftsverbände und -Konzerne etc.) ...
19.02.2010 14:24 Uhr
von Hoast:
Die Schwierigkeiten bei der Mobilisierung gegen den Krieg in Afghanistan liegen nicht in der Abstraktheit und Ferne.
Ist das Problem nicht vielmehr die Ignoranz, die -egal welchen - Demonstrationen entgegen gebracht wird? Ob gegen Krieg, für die Legalisierung von Hanf, gegen (schwachsinnige)Internetsperren, für ein anderes Bildungssystem... man wird nicht ernst genommen. Schade, so kann Demokratie nicht funktionieren. Schade auch, dass wir von ner Horde Anwälten regiert werden - so von wegen Parlament = Querschnitt der Bevölkerung.