Das niedersächsische Schulgesetz verhindert Gesamtschulen und kappt die Lernzeit um ein Jahr. Nun wollen Eltern das Gesetz per Volksentscheid kippen.von Anna Lehmann
@Carsten: Wenn Sie sich die Welt so einfach machen wollen - bitte. Aber darum geht es hier nicht.
07.09.2010 20:33 Uhr
von K. Schramm:
Die Eltern werden doch verarscht. Es ist leicht, schöne Reden von sich zu geben wie es der Kultusminister tut, was die Gesamtschulen angeht, aber beim Abitur Klasse 13 bleibt er hart. So geht das. Man sagt, "ja, liebe Eltern, ich bin bei euch" wohl wissend, dass das Begehren der Eltern sowohl für die Gesamtschulen als auch Klasse 13 nicht durchgeht. Wie verlogen ist das denn ?
Dahinter steckt nämlich auch eine "ganz natürliche Auslese". Die Schüler/innen werden mit sich selbst genug zu tun haben und können dann gar nicht mehr anderen helfen. Frei nach dem Motto: Jeder denkt doch sowieso an sich selbst zu erst. Echt, ein guter, gemeiner, hinterhältiger Trick. Die Berliner machen es vor. Politik nur noch eine grosse Trickserei.
07.09.2010 16:56 Uhr
von Franz Josef Neffe:
Wenn das mal keine erfolgreiche Bildungspolitik ist, mit der man das ganze Volk über Jahre mit Kämpfen beschäftigen kann! Als Ich-kann-Schule-Lehrer tät ich die Ablenkung der Aufmerksamkeit zwar als einen alten Taschenspielertrick sehen, aber die Ich-kann-Schule ist allenfalls ein Geheimtip, wegen der machen nur wenige die Augen auf. Wenn die Kräfte nur erst erschöpft sind, kann man erst richtig loslegen. Wenn man kann. Ich grüße freundlich. Franz Josef Neffe
07.09.2010 16:48 Uhr
von Klaus H:
Lieber Mario, darf ich Sie zu den "Schlechtmenschen" zählen?
06.09.2010 22:45 Uhr
von Wolfgang Kuert:
Derbe Klatsche für Einheitsschulmissionare
02.09.2010
Auszug Rede Wolfgang Kuert am Bad Harzburger Werner-von-Siemens-Gymnasium
Volksbegehren Niedersachsen
Und wie schnell man auf die Verliererstraße geraten kann, erlebt nach der Hamburger GEW zur Zeit die GEW in Niedersachsen. Das von ihr intensiv unterstütze Volksbegehren mit dem Hintergrundziel der Einheitsschule hat nach drei Viertel der Laufzeit gerade mal rund ein Viertel der erforderlichen Stimmen eingesammelt.
06.09.2010 15:29 Uhr
von Hahahaha:
Im linken Göttingen wird also ein weiteres Kapitel im heiligen Krieg der einen Einheitsschullehre abgeliefert. Ausgang ungewiss. Statt bundesweit aufgrund von statistischen Vergleichen eine Schulform zur optimalen Vorbereitung auf das Berufsleben bei gleichzeitiger Vorbereitung zum selbstständigem gesellschaftlichem Denken und Debattieren wird also der ideologische Grabenkrieg fortgesetzt. Um gute ihnen gewogene Frontberichtserstattung brauchen sich die Einheitsschulkämpfer nicht zu sorgen. Die Dogmen der 70/80er müssen verteidigt werden, auf beiden Seiten brigens. Das Gegenmodel zum linken Gesammtschuleinheitsbildungsmodel der 68er bildet das Hauptschule-für-Assikinder-und Moslems-Model der Gegenseite. Immerhin muß man zugeben, daß die Bildungsergebnisse des alten Models besser sind als die der altlinken Gesammschulkirche. Normalerweise arbeitet man beim Vorhandensein zweier Systeme an dem mit den geringeren Mängeln. Das geht allerdings bei Bildungsreligionen nicht.
06.09.2010 15:24 Uhr
von gert:
In Hamburg engagieren sich die Eltern in einem Volksbegehren gegen das "Möglichst lange gemeinsam Lernen" in Niedersachsen engagieren sich die Eltern in einem Volksbegehren für Ebendieses.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Wähler einfach immer das für progressiv, demokratisch, ihren Interessen entsprechend einfach für ganz besonders toll halten, was die jeweiligen Politiker gerade nicht vertreten; und zwar scheißegal, worum es sich dabei rein inhaltlich handelt.
Was das Reifeniveau angeht, bewegt sich dieses Verhalten auf dem Niveau der Trotzphase.
06.09.2010 15:21 Uhr
von vantast:
Ist schon beschämend, wie dämlich die sogenannte "Elite" ist. Für ihren Klassenkampf opfern sie die letzten Reste ihres bißchen Intelligenz und die Zukunftschancen von so vielen jungen Leuten. Von einem "Philologenverband" sollte man etwas Aufgeklärtheit erwarten, stattdessen nur reaktionäres Gestammel und Besitzstandswahrung. Ist schon erschreckend, wie tief Deutschland gesunken ist.
06.09.2010 15:13 Uhr
von Mario:
Ah, da hat sich ja mal wieder die "Creme de la Creme" der antiautoritären Gutmenscheneltern versammelt, die natürlich stets wissen, was für Carl-Friedrich und Anne-Christine am Besten ist.
Hoffentlich knickt das niedersächsische Kultusministerium vor diesen Bionade-Gutmenschen nicht ein...
06.09.2010 13:55 Uhr
von Wolfgang Banse:
Alle Schultypen haben ihren Bestand Alle Schultypen haben ihren Bestand,so auch die Gesamtschulen in Niedersachsen. Es sollte nicht der Elterliche wille ins Abseits gestellt werden,was die Forderung von Gesamtschulen anbetrifft. Das beste für den Nachwuchs sollte auch im Bundesland Niedersachsen ,hier im Bildungsbereich Geltung haben. Wir sind das Volk,dessen Wille sollte auch im Bildungswesen,hier die Gesamtschulen zum tragen kommen. Wolfgang Banse
06.09.2010 13:34 Uhr
von Carsten:
Wir lernen: Eltern in Hannover lieb, Eltern in Hamburg böse. So einfach ist die Welt.
Leserkommentare
08.09.2010 10:13 Uhr
von Anna Lehmann:
@Carsten: Wenn Sie sich die Welt so einfach machen wollen - bitte. Aber darum geht es hier nicht.
07.09.2010 20:33 Uhr
von K. Schramm:
Die Eltern werden doch verarscht. Es ist leicht, schöne Reden von sich zu geben wie es der Kultusminister tut, was die Gesamtschulen angeht, aber beim Abitur Klasse 13 bleibt er hart. So geht das. Man sagt, "ja, liebe Eltern, ich bin bei euch" wohl wissend, dass das Begehren der Eltern sowohl für die Gesamtschulen als auch Klasse 13 nicht durchgeht. Wie verlogen ist das denn ?
Dahinter steckt nämlich auch eine "ganz natürliche Auslese". Die Schüler/innen werden mit sich selbst genug zu tun haben und können dann gar nicht mehr anderen helfen. Frei nach dem Motto: Jeder denkt doch sowieso an sich selbst zu erst.
Echt, ein guter, gemeiner, hinterhältiger Trick.
Die Berliner machen es vor. Politik nur noch eine grosse Trickserei.
07.09.2010 16:56 Uhr
von Franz Josef Neffe:
Wenn das mal keine erfolgreiche Bildungspolitik ist, mit der man das ganze Volk über Jahre mit Kämpfen beschäftigen kann! Als Ich-kann-Schule-Lehrer tät ich die Ablenkung der Aufmerksamkeit zwar als einen alten Taschenspielertrick sehen, aber die Ich-kann-Schule ist allenfalls ein Geheimtip, wegen der machen nur wenige die Augen auf. Wenn die Kräfte nur erst erschöpft sind, kann man erst richtig loslegen. Wenn man kann. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
07.09.2010 16:48 Uhr
von Klaus H:
Lieber Mario, darf ich Sie zu den "Schlechtmenschen" zählen?
06.09.2010 22:45 Uhr
von Wolfgang Kuert:
Derbe Klatsche für Einheitsschulmissionare
02.09.2010
Auszug Rede Wolfgang Kuert am Bad Harzburger Werner-von-Siemens-Gymnasium
Volksbegehren Niedersachsen
Und wie schnell man auf die Verliererstraße geraten kann, erlebt nach der Hamburger GEW zur Zeit die GEW in Niedersachsen. Das von ihr intensiv unterstütze Volksbegehren mit dem Hintergrundziel der Einheitsschule hat nach drei Viertel der Laufzeit gerade mal rund ein Viertel der erforderlichen Stimmen eingesammelt.
06.09.2010 15:29 Uhr
von Hahahaha:
Im linken Göttingen wird also ein weiteres Kapitel im heiligen Krieg der einen Einheitsschullehre abgeliefert. Ausgang ungewiss. Statt bundesweit aufgrund von statistischen Vergleichen eine Schulform zur optimalen Vorbereitung auf das Berufsleben bei gleichzeitiger Vorbereitung zum selbstständigem gesellschaftlichem Denken und Debattieren wird also der ideologische Grabenkrieg fortgesetzt. Um gute ihnen gewogene Frontberichtserstattung brauchen sich die Einheitsschulkämpfer nicht zu sorgen. Die Dogmen der 70/80er müssen verteidigt werden, auf beiden Seiten brigens. Das Gegenmodel zum linken Gesammtschuleinheitsbildungsmodel der 68er bildet das Hauptschule-für-Assikinder-und Moslems-Model der Gegenseite. Immerhin muß man zugeben, daß die Bildungsergebnisse des alten Models besser sind als die der altlinken Gesammschulkirche. Normalerweise arbeitet man beim Vorhandensein zweier Systeme an dem mit den geringeren Mängeln. Das geht allerdings bei Bildungsreligionen nicht.
06.09.2010 15:24 Uhr
von gert:
In Hamburg engagieren sich die Eltern in einem Volksbegehren gegen das "Möglichst lange gemeinsam Lernen" in Niedersachsen engagieren sich die Eltern in einem Volksbegehren für Ebendieses.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Wähler einfach immer das für progressiv, demokratisch, ihren Interessen entsprechend einfach für ganz besonders toll halten, was die jeweiligen Politiker gerade nicht vertreten;
und zwar scheißegal, worum es sich dabei rein inhaltlich handelt.
Was das Reifeniveau angeht, bewegt sich dieses Verhalten auf dem Niveau der Trotzphase.
06.09.2010 15:21 Uhr
von vantast:
Ist schon beschämend, wie dämlich die sogenannte "Elite" ist. Für ihren Klassenkampf opfern sie die letzten Reste ihres bißchen Intelligenz und die Zukunftschancen von so vielen jungen Leuten. Von einem "Philologenverband" sollte man etwas Aufgeklärtheit erwarten, stattdessen nur reaktionäres Gestammel und Besitzstandswahrung. Ist schon erschreckend, wie tief Deutschland gesunken ist.
06.09.2010 15:13 Uhr
von Mario:
Ah, da hat sich ja mal wieder die "Creme de la Creme" der antiautoritären Gutmenscheneltern versammelt, die natürlich stets wissen, was für Carl-Friedrich und Anne-Christine am Besten ist.
Hoffentlich knickt das niedersächsische Kultusministerium vor diesen Bionade-Gutmenschen nicht ein...
06.09.2010 13:55 Uhr
von Wolfgang Banse:
Alle Schultypen haben ihren Bestand
Alle Schultypen haben ihren Bestand,so auch die Gesamtschulen in Niedersachsen.
Es sollte nicht der Elterliche wille ins Abseits gestellt werden,was die Forderung von Gesamtschulen anbetrifft.
Das beste für den Nachwuchs sollte auch im Bundesland Niedersachsen ,hier im Bildungsbereich Geltung haben.
Wir sind das Volk,dessen Wille sollte auch im Bildungswesen,hier die Gesamtschulen zum tragen kommen.
Wolfgang Banse
06.09.2010 13:34 Uhr
von Carsten:
Wir lernen: Eltern in Hannover lieb, Eltern in Hamburg böse. So einfach ist die Welt.