es geschieht doch alles zu unserem wohl . der euro verfällt, aus der union werden wieder jene nationalstaaten, die primär ihre eigeninteressen in den mittelpunkt der politik stellen . ein neuanfang : zurück in eine bessere zukunft und aufbruch in einen neuen zeitgeist. dauer-vergangenheitsbewältigung, internationaler humanismus, armenzuwanderung,bedingungsloser wohlstand sind dort überkommenes .weg von der utopie und hin zur realität des lebens. allen lesern der TAZ ein beschaulichen tag wünschend
dieLINKE
06.05.2010 14:09 Uhr
von Ron777:
Bald haben wir ganz andere Probleme, die auch Deutschland wieder in den tiefsten Sumpf reißen werden: Denn jetzt soll Deutschland auch noch für die Rettungspaketteile aufkommen, die eigentlich andere Länder für die Griechen bereit stellen sollten. Und unsere Regierung ist nicht mal Willens, das deutsche Volk und die Opposition darüber zu informieren!
So sieht das Rettungspaket also wirklich aus: Alle Euro-Südländer fordern zunächst Solidarität für Griechenland und verunglimpfen Deutschland als Zögerer und Mitverantwortlichen der Krise. Dann vereinbaren alle, dass die über 100 Mrd. Euro an Hilfskrediten nachrangig abgesichert werden, bei einer Staatstpleite oder Umschuldung von Griechenland in den nächsten Jahren also faktisch futsch sind. Jetzt kommt raus, dass die fordernden Südländer sich selbst aber an der Rettungsaktion am liebsten gar nicht beteiligen wollen. Der Trick: Sollten sie im eigenen Land höhere Marktzinsen bezahlen müssen als ihr ausgeliehenes Geld an Griechenland bezinst ist, brauchen sie sich gar nicht an den Maßnahmen beteiligen. Deutschland und die wenigen anderen solide finanzierenden Eurostaaten müssten ihren Anteil schultern. Damit steigt der deutsche Anteil dann schnell auf 40 bis 50 Mrd. Sind wir wahnsinnig, durchgeknallt und vom Schwachsinn befallen, dass wir sowas überhaupt ernsthaft diskutieren???
06.05.2010 12:54 Uhr
von Linksfaschist:
Tja, das kann sich doch jeder ausrechnen, was das bedeutet. Mindestens eine hohe Inflation, im Extremfall aber auch ein Auseinanderbrechen der Eurozone.
Stellen Sie sich vor, in einer großen WG mit einer "solidarischen" Gemeinschaftskasse lebt jeder über seine Verhältnisse, erwartet aber gleichzeitig, dass die Gemeinschaft im Notfall für seine Schulden einspringt.
Sanktionen gibt es quasi nicht, man hat schon vorher festgelegt, dass man niemandes Mietvertrag kündigen werden kann. Da kann einem ja schlecht werden...
06.05.2010 12:26 Uhr
von M. S.:
*lach*
Ist ja prima: Bußgelder für die, die eh kein Geld mehr haben - und wenn sie dann nicht zahlen können: kein Stimmrecht mehr.
Am Ende wird die EU dann von Luxemburg und Zypern geleitet oder löst sich gleich ganz selbst auf.
06.05.2010 11:29 Uhr
von Juergen K:
@ von von mth
meinen Sie mit "53 jährigen Rentnern" die ehemaligen Telekom und Postbeamten, die mit 45 Jahren verrentet wurden ?
06.05.2010 11:24 Uhr
von Bankster:
Schade, das hätte ein sehr guter und sachlicher Artikel werden können, wenn der Autorin dann nicht doch noch reflexartig der letzte Satz rausgerutscht wäre. Finanzmärkte sind kein handelndes graues Etwas. Auf dem Finanzmarkt treffen Millionen von Informationen und Meinungen von Individuen aufeinander, und zwar politisch unverfälscht und ideologiefrei. Darin unterscheiden sich Finanzmarktinformationen von denen, die uns Politiker und Medien liefern. Und genau deswegen hatte die Preisbildung auf Finanzmerkten das wahre Ausmaß des griechischen Defizits schon lange offenbart als die Politik noch an falsche Haushaltsstatistiken glaubte und die Medien von wilden Spekulanten sprachen.
Leserkommentare
07.05.2010 10:45 Uhr
von dieLINKE:
es geschieht doch alles zu unserem wohl .
der euro verfällt, aus der union werden wieder jene nationalstaaten, die primär ihre eigeninteressen in den mittelpunkt der politik stellen . ein neuanfang : zurück in eine bessere zukunft und aufbruch in einen neuen zeitgeist. dauer-vergangenheitsbewältigung, internationaler humanismus, armenzuwanderung,bedingungsloser wohlstand sind dort überkommenes .weg von der utopie und hin zur realität des lebens.
allen lesern der TAZ ein beschaulichen tag wünschend
dieLINKE
06.05.2010 14:09 Uhr
von Ron777:
Bald haben wir ganz andere Probleme, die auch Deutschland wieder in den tiefsten Sumpf reißen werden: Denn jetzt soll Deutschland auch noch für die Rettungspaketteile aufkommen, die eigentlich andere Länder für die Griechen bereit stellen sollten. Und unsere Regierung ist nicht mal Willens, das deutsche Volk und die Opposition darüber zu informieren!
So sieht das Rettungspaket also wirklich aus: Alle Euro-Südländer fordern zunächst Solidarität für Griechenland und verunglimpfen Deutschland als Zögerer und Mitverantwortlichen der Krise. Dann vereinbaren alle, dass die über 100 Mrd. Euro an Hilfskrediten nachrangig abgesichert werden, bei einer Staatstpleite oder Umschuldung von Griechenland in den nächsten Jahren also faktisch futsch sind. Jetzt kommt raus, dass die fordernden Südländer sich selbst aber an der Rettungsaktion am liebsten gar nicht beteiligen wollen. Der Trick: Sollten sie im eigenen Land höhere Marktzinsen bezahlen müssen als ihr ausgeliehenes Geld an Griechenland bezinst ist, brauchen sie sich gar nicht an den Maßnahmen beteiligen. Deutschland und die wenigen anderen solide finanzierenden Eurostaaten müssten ihren Anteil schultern. Damit steigt der deutsche Anteil dann schnell auf 40 bis 50 Mrd.
Sind wir wahnsinnig, durchgeknallt und vom Schwachsinn befallen, dass wir sowas überhaupt ernsthaft diskutieren???
06.05.2010 12:54 Uhr
von Linksfaschist:
Tja, das kann sich doch jeder ausrechnen, was das bedeutet. Mindestens eine hohe Inflation, im Extremfall aber auch
ein Auseinanderbrechen der Eurozone.
Stellen Sie sich vor, in einer großen WG mit einer "solidarischen" Gemeinschaftskasse lebt jeder über seine Verhältnisse, erwartet aber gleichzeitig, dass die Gemeinschaft im Notfall für seine Schulden einspringt.
Sanktionen gibt es quasi nicht, man hat schon vorher festgelegt, dass man niemandes Mietvertrag kündigen werden kann. Da kann einem ja schlecht werden...
06.05.2010 12:26 Uhr
von M. S.:
*lach*
Ist ja prima: Bußgelder für die, die eh kein Geld mehr haben - und wenn sie dann nicht zahlen können: kein Stimmrecht mehr.
Am Ende wird die EU dann von Luxemburg und Zypern geleitet oder löst sich gleich ganz selbst auf.
06.05.2010 11:29 Uhr
von Juergen K:
@ von von mth
meinen Sie mit "53 jährigen Rentnern"
die ehemaligen Telekom und Postbeamten, die mit 45 Jahren verrentet wurden ?
06.05.2010 11:24 Uhr
von Bankster:
Schade, das hätte ein sehr guter und sachlicher Artikel werden können, wenn der Autorin dann nicht doch noch reflexartig der letzte Satz rausgerutscht wäre.
Finanzmärkte sind kein handelndes graues Etwas. Auf dem Finanzmarkt treffen Millionen von Informationen und Meinungen von Individuen aufeinander, und zwar politisch unverfälscht und ideologiefrei. Darin unterscheiden sich Finanzmarktinformationen von denen, die uns Politiker und Medien liefern.
Und genau deswegen hatte die Preisbildung auf Finanzmerkten das wahre Ausmaß des griechischen Defizits schon lange offenbart als die Politik noch an falsche Haushaltsstatistiken glaubte und die Medien von wilden Spekulanten sprachen.