Die FDP bedient ihre Klientel. Mit der Erhöhung des "Schonvermögens" für Arbeitslosengeld-II-Empfänger soll die Absturzangst der Mittelschicht gemildert werden.von Barbara Dribbusch
Man wird also gezwungen den "Notgroschen" für's Alter Privatversicherern in ihren gierigen Rachen zu werfen. Na danke, das ist ja dann wirklich mal ein tolles "Geschenk"!
11.02.2011 18:00 Uhr
von Maik:
zur erinnerung: hartz 4 ist eine erfindung von spd und grünen. durch rot/grün blieben den hartz 4 lern 2/3 weniger. wenigstens für einige ist das nun mehr als vorher. wer nun cdu/fdp deswegen attackiert, hätte bei rot/grün lauter nein schreien müssen.
11.02.2011 18:00 Uhr
von Juergen K.:
BTW:
Die Jobboerse der Arbeitsagentur weist am heutigen Tage ganze 200 000 Arbeitsstellen aus.
1. Gerade FDP und CDU haben bei der Einführung von Hartz IV für die drastisch niedrigen Freibeträge gesorgt - sie wollten damals sogar schärfere Regeln durchsetzen. Insofern korrigieren sie ihre eigenen Fehler.
2. Ein 50jähriger, der jahre bzw. jahrzehntelang gearbeitet hat, vielleicht kein neues Auto und keine Wohnung besitzt und nur 7500 Euro auf dem Konto hat und nur 37.500 Euro für die Rente angespart hat - um die erwartbaren Einbrüche bei der Rentenversicherung abzufedern, hat eigentlich noch viel zu wenig auf die hohe Kante gelegt. Dieses sogenannte Schon"Vermögen" ist immer noch viel zu gering.
Sorry, aber 7.500 Euro verdienen Facharbeiter, Lehrer etc. in 2-3 Monaten. Jeder Bankberater wird einem vernünftigen Menschen ein höheres Polster empfehlen. (Ackermann & Co. brauchen nur einmal vornehm zu hüsteln, um in dieser Zeit soviel Geld zu erhalten.)
Für 7.500 Euro konnte man sich nichtmal einen Neuwagen leisten um für eine alte Schrottmühle eine Abwrackprämie abzugreifen.
Es muss endlich Schluß sein mit dem Lohndumping und eine ordentliche Besteuerung der Hochvermögenden erfolgen, die wirklich nicht mehr wissen, in welche Investmentblase sie ihr sich ständig akkumulierendes Kapital pusten sollen.
11.02.2011 18:00 Uhr
von vic:
Kaum kursiert die Botschaft, dass auch "Besserverdiener" gefährdet sind, wird auch schon das gesamte verharzte Gefüge auf den Kopf gestellt. FDP - Wir machen den Weg frei!
11.02.2011 18:00 Uhr
von Chris de Mayence:
Oh, Mann, man kann natürlich alles unter dem Unterstellungsaspekt sehen. Aber schonmal daran gedacht, dass die Politik Signale für ein VERNÜNFTIGES Miteinander der Gruppe namens Gesellschaft geben sollte? Dazu gehört eben auch, dass es logisch ist, Verdienste im Sinne von erbrachten Leistungen zu belohnen, v.a. wenn diese zum Zwecke der unsubventionierten Lebensführung im Alter eingesetzt werden sollen. Der, der rumhurt, soll dann eben auch weniger in der Tasche haben als der, der eine seiner ARBEIT angemessen Existenz sichert. Wiederum ein Signal, dass Fleiß und VERNÜNFTIGES Haushalten sich lohnt. Übrigens waren es nicht nur Fdp-Wähler, die durch die alte Regelung gef... wurden. Jeder Familienvater, der mit 55 keinen Job mehr gefunden hatte, musste seine Ersparnisse auf den Tisch legen, das Haus, das er evtl.selbst gebaut hatte, verksufen. Logik heißt nicht gleich Klientelpolitik. Richtige Entscheidungen sind auch richtig, wenn sie von der anderen Seite getroffen werden...
11.02.2011 18:00 Uhr
von iBot:
"Kommen höhere Freigrenzen, ist es für Unternehmen noch leichter, sich Niedriglöhne quasi vom Staat und damit den Steuerzahlern subventionieren zu lassen."
Unternehmen sind auch Steuerzahler.
11.02.2011 18:00 Uhr
von Schulz:
Na das ist ja eine echte Frechheit. Wie unsozial, dass die Mittelschicht, die dieses Land am Leben hält, vorm Absturz geschützt werden soll. Wirklich eine Frechheit. Wie böse und menschenverachtend von der zukünftigen neoliberalen Regierung. [sarcasm off]
Ganz ehrlich: das ist ein so unnützer Artikel
19.10.2009 14:03 Uhr
von Jojo:
Man wird also gezwungen den "Notgroschen" für's Alter Privatversicherern in ihren gierigen Rachen zu werfen. Na danke, das ist ja dann wirklich mal ein tolles "Geschenk"!
18.10.2009 20:13 Uhr
von Maik:
zur erinnerung: hartz 4 ist eine erfindung von spd und grünen. durch rot/grün blieben den hartz 4 lern 2/3 weniger. wenigstens für einige ist das nun mehr als vorher. wer nun cdu/fdp deswegen attackiert, hätte bei rot/grün lauter nein schreien müssen.
17.10.2009 02:15 Uhr
von Juergen K.:
BTW:
Die Jobboerse der Arbeitsagentur weist am heutigen Tage ganze 200 000 Arbeitsstellen aus.
"Die bundesweite Montagsdemonstrationsbewegung lädt für den 24. Oktober zur ersten bundesweiten Demonstration gegen die neue Regierung nach Berlin im 11.00 Uhr auf den Alexanderplatz ein. Sie bekräftigt ihre Haltung, dass es keinen Frieden mit Armut und Massenarbeitslosigkeit geben kann und bleibt bei ihrer Forderung: „Weg mit Hartz IV, das Volk sind wir!“..."
http://www.bundesweite-montagsdemo.com/
16.10.2009 17:47 Uhr
von Juergen K.:
Tja ja, die Mittelschicht !
Offensichtlich gibt es sie. Und sie kriegt ANGST, pure ANGST.
Vor dem Absturz.
Denn hat nicht genau die MITTELSCHICHT definiert, "wer wann wieviel und wieviel nicht", wenn "der" der Sozialschmarotzer ist?
Waren die Jahrzehnt-langen Talk Shows nicht voll von Mittelschichtlern ?
Dort, in denen auf 5 Hockern gefühlte 300 000 Euro pro Monat Einkommen darüber diskutierten,
ob der Preis für eine Schachtel Zigaretten nicht doch eher für 5 Personen und nicht nur für 2 am Tage ausreicht ?
Dort, wo die Preisgekrönten hart aber fair sozialgemeinschaftsgebührenfinanziert den eigenen Ausstieg aus der Finanzierung der Gesundheitsversorgung der AOK Versicherten feierten und lobhudeln liesen;
Die Illners das Podest der Rüttgerschen "Nie wieder DDR" Kampagnen ?
Angst hat er, der "Laumann", davor, dass die Armut im Mittelstand ankommt.
Eine solche Angst ist ihm nicht einmal im Angesicht 800 000 Armutskinder in NRW über die Lippen gekommen. In Jahren nicht, nicht einmal aus taktischem Kalkül oder Propagandagründen.
Die Zahlen auf den Depot-Auszügen schmelzen dahin! Und wie beim Weltklima ist hier erst der Anfang.
Und wenn man 35 ist, in der Blüte wie die Guttenbergs, braucht man in der Tat die neuen Zähne nicht.
Das kommt erst später, wenn das Geld weg ist.
Und ist das Auto erst mal weg, dann konzentrieret sich die Jobsuche in der eigenen Strasse.
Und da spart man und spart man in die gesicherte HARTZ-Vorsorge, damit sie nachher gegen die Sozialrente gerechnet wird.
Jetzt zahlt sich die Bildungslücke aus. Keine Sau merkt was.
Der Wähler lacht noch und straft sie immer noch ab: die 4 Millionen Jobs, die die SPD vrsprochen hat.
Lächerlich ! In der Tat-
anzunehmen, dass der Aufschwung morgen kommt und zu glauben, er reicht bis zu Deiner Rente.
Er reicht doch nicht mal zum Monatsende.
Der Aufschwung geht doch auch ohne Dich. Sagen jedenfalls die Zahlen. Die tröpfelnden -5%.
Iss Du nur ein Brötchen in der unbezahlten Überstunde. Die zieht man Dir schon noch ab.
Jetzt musst Du Angst haben. Dein Leben lang.
Dass alles, was man Dir schön erzählt Lug und Trug ist.
Anderes glaubst Du eh nicht, eher, dass DU mit der nächsten Nachrichtensendung wegkalkuliert bist.
16.10.2009 13:46 Uhr
von P. U. Baer:
@ibot: Ja, viele Unternehmen zahlen auch Steuern. Aber gerade die Unternehmer, die ihre Mitarbeiter anständiger bezahlen, als es ihre Wettbewerber tun, subventionieren mit ihren Steuern die eigene Lohn-Dumpende Konkurrenz. Ein Skandal, daß das die anständig agierenden Mittelständler immer noch mitmachen. Aber sie haben vermutlich mit dem eigenen Überlebenskampf genug zu tun.
Firmen, die ihre Mitarbeiter zu Skandal-Löhnen versklaven und sich von der Konkurrenz subventionieren lassen, verstehen es in der Regel auch bestens, Steuersparmodelle und Steueroasen so auszunutzen, daß sie möglichst wenig Steuern zahlen.
16.10.2009 13:39 Uhr
von P. U. Baer:
1. Gerade FDP und CDU haben bei der Einführung von Hartz IV für die drastisch niedrigen Freibeträge gesorgt - sie wollten damals sogar schärfere Regeln durchsetzen. Insofern korrigieren sie ihre eigenen Fehler.
2. Ein 50jähriger, der jahre bzw. jahrzehntelang gearbeitet hat, vielleicht kein neues Auto und keine Wohnung besitzt und nur 7500 Euro auf dem Konto hat und nur 37.500 Euro für die Rente angespart hat - um die erwartbaren Einbrüche bei der Rentenversicherung abzufedern, hat eigentlich noch viel zu wenig auf die hohe Kante gelegt. Dieses sogenannte Schon"Vermögen" ist immer noch viel zu gering.
Sorry, aber 7.500 Euro verdienen Facharbeiter, Lehrer etc. in 2-3 Monaten. Jeder Bankberater wird einem vernünftigen Menschen ein höheres Polster empfehlen. (Ackermann & Co. brauchen nur einmal vornehm zu hüsteln, um in dieser Zeit soviel Geld zu erhalten.)
Für 7.500 Euro konnte man sich nichtmal einen Neuwagen leisten um für eine alte Schrottmühle eine Abwrackprämie abzugreifen.
Es muss endlich Schluß sein mit dem Lohndumping und eine ordentliche Besteuerung der Hochvermögenden erfolgen, die wirklich nicht mehr wissen, in welche Investmentblase sie ihr sich ständig akkumulierendes Kapital pusten sollen.
16.10.2009 00:50 Uhr
von vic:
Kaum kursiert die Botschaft, dass auch "Besserverdiener" gefährdet sind, wird auch schon das gesamte verharzte Gefüge auf den Kopf gestellt. FDP - Wir machen den Weg frei!
15.10.2009 23:52 Uhr
von Chris de Mayence:
Oh, Mann, man kann natürlich alles unter dem Unterstellungsaspekt sehen. Aber schonmal daran gedacht, dass die Politik Signale für ein VERNÜNFTIGES Miteinander der Gruppe namens Gesellschaft geben sollte? Dazu gehört eben auch, dass es logisch ist, Verdienste im Sinne von erbrachten Leistungen zu belohnen, v.a. wenn diese zum Zwecke der unsubventionierten Lebensführung im Alter eingesetzt werden sollen. Der, der rumhurt, soll dann eben auch weniger in der Tasche haben als der, der eine seiner ARBEIT angemessen Existenz sichert. Wiederum ein Signal, dass Fleiß und VERNÜNFTIGES Haushalten sich lohnt. Übrigens waren es nicht nur Fdp-Wähler, die durch die alte Regelung gef... wurden. Jeder Familienvater, der mit 55 keinen Job mehr gefunden hatte, musste seine Ersparnisse auf den Tisch legen, das Haus, das er evtl.selbst gebaut hatte, verksufen. Logik heißt nicht gleich Klientelpolitik. Richtige Entscheidungen sind auch richtig, wenn sie von der anderen Seite getroffen werden...
15.10.2009 23:51 Uhr
von Chris de Mayence:
Oh, Mann, man kann natürlich alles unter dem Unterstellungsaspekt sehen. Aber schonmal daran gedacht, dass die Politik Signale für ein VERNÜNFTIGES Miteinander der Gruppe namens Gesellschaft geben sollte? Dazu gehört eben auch, dass es logisch ist, Verdienste im Sinne von erbrachten Leistungen zu belohnen, v.a. wenn diese zum Zwecke der unsubventionierten Lebensführung im Alter eingesetzt werden sollen. Der, der rumhurt, soll dann eben auch weniger in der Tasche haben als der, der eine seiner ARBEIT angemessen Existenz sichert. Wiederum ein Signal, dass Fleiß und VERNÜNFTIGES Haushalten sich lohnt. Übrigens waren es nicht nur Fdp-Wähler, die durch die alte Regelung gef... wurden. Jeder Familienvater, der mit 55 keinen Job mehr gefunden hatte, musste seine Ersparnisse auf den Tisch legen, das Haus, das er evtl.selbst gebaut hatte, verksufen. Logik heißt nicht gleich Klientelpolitik. Richtige Entscheidungen sind auch richtig, wenn sie von der anderen Seite getroffen werden...
15.10.2009 19:37 Uhr
von axel:
Zur weiteren Information: "»Das belebt die Geschäfte der Versicherungen« Von der Erhöhung des »Schonvermögens« Arbeitsloser profitieren die Hauptspender der FDP. Ein Gespräch mit Christoph Butterwegge" siehe: Junge Welt, Online, 16.10.09 http://www.jungewelt.de/2009/10-16/037.php
15.10.2009 18:35 Uhr
von Wolfgang Hanspach:
GEschenke fürs Hochprkariat
das würde derjenige (sagen wir ich )der wie in diesem Fall diese regelung wirklich als Erleichterung Verbesserung empfindet nie so nennen. Und es schmerzt ohne dass man sich wehren kann, einem Hochprekariat zugerechnet zu werden. wir selber sehen uns als solche die sich anstrengen, weswegen wir nicht Besseres sind, es ist einfach nur gerecht, wenn wir Erspartes auch ansammeln/behalten dürfen.
Es ist widerlich sich vorzustellen dass Sie implizit ein Niederprekariat evozieren.
Wo waren eigentlich die vorschläge der von mir gewählten SPD zur Veränderung der H4-Gesetze
Wolfgang
15.10.2009 18:19 Uhr
von iBot:
"Kommen höhere Freigrenzen, ist es für Unternehmen noch leichter, sich Niedriglöhne quasi vom Staat und damit den Steuerzahlern subventionieren zu lassen."
Unternehmen sind auch Steuerzahler.
15.10.2009 17:49 Uhr
von Bodo Bender:
Nun werden die Meinungsführer in den Medien wieder einmal tönen, die Sozialdemokratisierung habe nun auch die FDP erreicht. Ein geschickter Schachzug fürwahr - und damit hat man das Thema Hartz IV beiseite geräumt. Die Sozialdemokraten werden nicht schlecht staunen - aber die verpennen derzeit ohnedies so ziemlich alles.
Substantiell wird sich nahezu nichts ändern. Nur 0.5% der Hartz IV-Anträge werden wegen Überschreitung der Schonvermögensgrenze abgelehnt. Bisher durfte ein 65-Jähriger von seiner Lebensversicherung 17.000 EUR behalten, der Rest ging futsch. Jetzt wird der Betrag also verdreifacht. Den meisten Hartz-IV-Empfängern ist das wurscht, sie haben eh keine Lebensversicherung (mehr). Die von der FDP allemal bediente Versicherungswirtschaft (seit Lambsdorffs Zeiten) freut's. Die Anhebung der Schonvermögensgrenze macht Lebensversicherungen wieder attraktiv.
Also wird mit viel Lärm eine Regelung hinausposaunt, die kaum jemandem nützt, die kaum etwas kostet und die der Versicherungswirtschaft hilft. Man macht Eindruck, vor allem den, dass das Herz der FDP links schlage, das der CDU sowieso. Und die SPD steht betröppelt dabei und bereitet sich darauf vor, bei der nächsten Bundestagswahl mit der FDP als der Partei des neu ernannten sozialen Gewissens um Platz 2 zu kämpfen. Derzeit ist der Stand 20 (SPD) zu 16 (FDP).
15.10.2009 16:48 Uhr
von Schulz:
Na das ist ja eine echte Frechheit. Wie unsozial, dass die Mittelschicht, die dieses Land am Leben hält, vorm Absturz geschützt werden soll. Wirklich eine Frechheit. Wie böse und menschenverachtend von der zukünftigen neoliberalen Regierung. [sarcasm off]
Leserkommentare
11.02.2011 18:00 Uhr
von Jojo:
Man wird also gezwungen den "Notgroschen" für's Alter Privatversicherern in ihren gierigen Rachen zu werfen.
Na danke, das ist ja dann wirklich mal ein tolles "Geschenk"!
11.02.2011 18:00 Uhr
von Maik:
zur erinnerung: hartz 4 ist eine erfindung von spd und grünen. durch rot/grün blieben den hartz 4 lern 2/3 weniger. wenigstens für einige ist das nun mehr als vorher. wer nun cdu/fdp deswegen attackiert, hätte bei rot/grün lauter nein schreien müssen.
11.02.2011 18:00 Uhr
von Juergen K.:
BTW:
Die Jobboerse der Arbeitsagentur weist am heutigen Tage ganze 200 000 Arbeitsstellen aus.
( http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseite.html?kgr=as&m=1&aa=1&kgr=as )
11.02.2011 18:00 Uhr
von P. U. Baer:
1. Gerade FDP und CDU haben bei der Einführung von Hartz IV für die drastisch niedrigen Freibeträge gesorgt - sie wollten damals sogar schärfere Regeln durchsetzen. Insofern korrigieren sie ihre eigenen Fehler.
2. Ein 50jähriger, der jahre bzw. jahrzehntelang gearbeitet hat, vielleicht kein neues Auto und keine Wohnung besitzt und nur 7500 Euro auf dem Konto hat und nur 37.500 Euro für die Rente angespart hat - um die erwartbaren Einbrüche bei der Rentenversicherung abzufedern, hat eigentlich noch viel zu wenig auf die hohe Kante gelegt.
Dieses sogenannte Schon"Vermögen" ist immer noch viel zu gering.
Sorry, aber 7.500 Euro verdienen Facharbeiter, Lehrer etc. in 2-3 Monaten. Jeder Bankberater wird einem vernünftigen Menschen ein höheres Polster empfehlen. (Ackermann & Co. brauchen nur einmal vornehm zu hüsteln, um in dieser Zeit soviel Geld zu erhalten.)
Für 7.500 Euro konnte man sich nichtmal einen Neuwagen leisten um für eine alte Schrottmühle eine Abwrackprämie abzugreifen.
Es muss endlich Schluß sein mit dem Lohndumping und eine ordentliche Besteuerung der Hochvermögenden erfolgen, die wirklich nicht mehr wissen, in welche Investmentblase sie ihr sich ständig akkumulierendes Kapital pusten sollen.
11.02.2011 18:00 Uhr
von vic:
Kaum kursiert die Botschaft, dass auch "Besserverdiener" gefährdet sind, wird auch schon das gesamte verharzte Gefüge auf den Kopf gestellt.
FDP - Wir machen den Weg frei!
11.02.2011 18:00 Uhr
von Chris de Mayence:
Oh, Mann, man kann natürlich alles unter dem Unterstellungsaspekt sehen.
Aber schonmal daran gedacht, dass die Politik Signale für ein VERNÜNFTIGES Miteinander der Gruppe namens Gesellschaft geben sollte?
Dazu gehört eben auch, dass es logisch ist, Verdienste im Sinne von erbrachten Leistungen zu belohnen, v.a. wenn diese zum Zwecke der unsubventionierten Lebensführung im Alter eingesetzt werden sollen.
Der, der rumhurt, soll dann eben auch weniger in der Tasche haben als der, der eine seiner ARBEIT angemessen Existenz sichert.
Wiederum ein Signal, dass Fleiß und VERNÜNFTIGES Haushalten sich lohnt.
Übrigens waren es nicht nur Fdp-Wähler, die durch die alte Regelung gef... wurden.
Jeder Familienvater, der mit 55 keinen Job mehr gefunden hatte, musste seine Ersparnisse auf den Tisch legen, das Haus, das er evtl.selbst gebaut hatte, verksufen.
Logik heißt nicht gleich Klientelpolitik. Richtige Entscheidungen sind auch richtig, wenn sie von der anderen Seite getroffen werden...
11.02.2011 18:00 Uhr
von iBot:
"Kommen höhere Freigrenzen, ist es für Unternehmen noch leichter, sich Niedriglöhne quasi vom Staat und damit den Steuerzahlern subventionieren zu lassen."
Unternehmen sind auch Steuerzahler.
11.02.2011 18:00 Uhr
von Schulz:
Na das ist ja eine echte Frechheit. Wie unsozial, dass die Mittelschicht, die dieses Land am Leben hält, vorm Absturz geschützt werden soll. Wirklich eine Frechheit. Wie böse und menschenverachtend von der zukünftigen neoliberalen Regierung. [sarcasm off]
Ganz ehrlich: das ist ein so unnützer Artikel
19.10.2009 14:03 Uhr
von Jojo:
Man wird also gezwungen den "Notgroschen" für's Alter Privatversicherern in ihren gierigen Rachen zu werfen.
Na danke, das ist ja dann wirklich mal ein tolles "Geschenk"!
18.10.2009 20:13 Uhr
von Maik:
zur erinnerung: hartz 4 ist eine erfindung von spd und grünen. durch rot/grün blieben den hartz 4 lern 2/3 weniger. wenigstens für einige ist das nun mehr als vorher. wer nun cdu/fdp deswegen attackiert, hätte bei rot/grün lauter nein schreien müssen.
17.10.2009 02:15 Uhr
von Juergen K.:
BTW:
Die Jobboerse der Arbeitsagentur weist am heutigen Tage ganze 200 000 Arbeitsstellen aus.
( http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseite.html?kgr=as&m=1&aa=1&kgr=as )
16.10.2009 18:06 Uhr
von axel:
"Die bundesweite Montagsdemonstrationsbewegung lädt für den 24. Oktober zur ersten
bundesweiten Demonstration gegen die neue Regierung nach Berlin im 11.00 Uhr auf
den Alexanderplatz ein. Sie bekräftigt ihre Haltung, dass es keinen Frieden mit Armut
und Massenarbeitslosigkeit geben kann und bleibt bei ihrer Forderung: „Weg mit Hartz
IV, das Volk sind wir!“..."
http://www.bundesweite-montagsdemo.com/
16.10.2009 17:47 Uhr
von Juergen K.:
Tja ja, die Mittelschicht !
Offensichtlich gibt es sie.
Und sie kriegt ANGST, pure ANGST.
Vor dem Absturz.
Denn hat nicht genau die MITTELSCHICHT definiert, "wer wann wieviel und wieviel nicht", wenn "der" der Sozialschmarotzer ist?
Waren die Jahrzehnt-langen Talk Shows nicht voll von Mittelschichtlern ?
Dort, in denen auf 5 Hockern gefühlte 300 000 Euro pro Monat Einkommen darüber diskutierten,
ob der Preis für eine Schachtel Zigaretten nicht doch eher für 5 Personen und nicht nur für 2 am Tage ausreicht ?
Dort, wo die Preisgekrönten hart aber fair sozialgemeinschaftsgebührenfinanziert
den eigenen Ausstieg aus der Finanzierung der Gesundheitsversorgung der AOK Versicherten feierten und lobhudeln liesen;
Die Illners das Podest der Rüttgerschen "Nie wieder DDR" Kampagnen ?
Angst hat er, der "Laumann", davor, dass die Armut im Mittelstand ankommt.
Eine solche Angst ist ihm nicht einmal im Angesicht 800 000 Armutskinder in NRW über die Lippen gekommen.
In Jahren nicht, nicht einmal aus taktischem Kalkül oder Propagandagründen.
Die Zahlen auf den Depot-Auszügen schmelzen dahin!
Und wie beim Weltklima ist hier erst der Anfang.
Und wenn man 35 ist, in der Blüte wie die Guttenbergs, braucht man in der Tat die neuen Zähne nicht.
Das kommt erst später, wenn das Geld weg ist.
Und ist das Auto erst mal weg, dann konzentrieret sich die Jobsuche in der eigenen Strasse.
Und da spart man und spart man in die gesicherte HARTZ-Vorsorge, damit sie nachher gegen die Sozialrente gerechnet wird.
Jetzt zahlt sich die Bildungslücke aus.
Keine Sau merkt was.
Der Wähler lacht noch und straft sie immer noch ab: die 4 Millionen Jobs, die die SPD vrsprochen hat.
Lächerlich ! In der Tat-
anzunehmen, dass der Aufschwung morgen kommt und zu glauben, er reicht bis zu Deiner Rente.
Er reicht doch nicht mal zum Monatsende.
Der Aufschwung geht doch auch ohne Dich.
Sagen jedenfalls die Zahlen. Die tröpfelnden -5%.
Iss Du nur ein Brötchen in der unbezahlten Überstunde. Die zieht man Dir schon noch ab.
Jetzt musst Du Angst haben. Dein Leben lang.
Dass alles, was man Dir schön erzählt Lug und Trug ist.
Anderes glaubst Du eh nicht, eher, dass DU mit der nächsten Nachrichtensendung wegkalkuliert bist.
16.10.2009 13:46 Uhr
von P. U. Baer:
@ibot:
Ja, viele Unternehmen zahlen auch Steuern. Aber gerade die Unternehmer, die ihre Mitarbeiter anständiger bezahlen, als es ihre Wettbewerber tun, subventionieren mit ihren Steuern die eigene Lohn-Dumpende Konkurrenz.
Ein Skandal, daß das die anständig agierenden Mittelständler immer noch mitmachen. Aber sie haben vermutlich mit dem eigenen Überlebenskampf genug zu tun.
Firmen, die ihre Mitarbeiter zu Skandal-Löhnen versklaven und sich von der Konkurrenz subventionieren lassen, verstehen es in der Regel auch bestens, Steuersparmodelle und Steueroasen so auszunutzen, daß sie möglichst wenig Steuern zahlen.
16.10.2009 13:39 Uhr
von P. U. Baer:
1. Gerade FDP und CDU haben bei der Einführung von Hartz IV für die drastisch niedrigen Freibeträge gesorgt - sie wollten damals sogar schärfere Regeln durchsetzen. Insofern korrigieren sie ihre eigenen Fehler.
2. Ein 50jähriger, der jahre bzw. jahrzehntelang gearbeitet hat, vielleicht kein neues Auto und keine Wohnung besitzt und nur 7500 Euro auf dem Konto hat und nur 37.500 Euro für die Rente angespart hat - um die erwartbaren Einbrüche bei der Rentenversicherung abzufedern, hat eigentlich noch viel zu wenig auf die hohe Kante gelegt.
Dieses sogenannte Schon"Vermögen" ist immer noch viel zu gering.
Sorry, aber 7.500 Euro verdienen Facharbeiter, Lehrer etc. in 2-3 Monaten. Jeder Bankberater wird einem vernünftigen Menschen ein höheres Polster empfehlen. (Ackermann & Co. brauchen nur einmal vornehm zu hüsteln, um in dieser Zeit soviel Geld zu erhalten.)
Für 7.500 Euro konnte man sich nichtmal einen Neuwagen leisten um für eine alte Schrottmühle eine Abwrackprämie abzugreifen.
Es muss endlich Schluß sein mit dem Lohndumping und eine ordentliche Besteuerung der Hochvermögenden erfolgen, die wirklich nicht mehr wissen, in welche Investmentblase sie ihr sich ständig akkumulierendes Kapital pusten sollen.
16.10.2009 00:50 Uhr
von vic:
Kaum kursiert die Botschaft, dass auch "Besserverdiener" gefährdet sind, wird auch schon das gesamte verharzte Gefüge auf den Kopf gestellt.
FDP - Wir machen den Weg frei!
15.10.2009 23:52 Uhr
von Chris de Mayence:
Oh, Mann, man kann natürlich alles unter dem Unterstellungsaspekt sehen.
Aber schonmal daran gedacht, dass die Politik Signale für ein VERNÜNFTIGES Miteinander der Gruppe namens Gesellschaft geben sollte?
Dazu gehört eben auch, dass es logisch ist, Verdienste im Sinne von erbrachten Leistungen zu belohnen, v.a. wenn diese zum Zwecke der unsubventionierten Lebensführung im Alter eingesetzt werden sollen.
Der, der rumhurt, soll dann eben auch weniger in der Tasche haben als der, der eine seiner ARBEIT angemessen Existenz sichert.
Wiederum ein Signal, dass Fleiß und VERNÜNFTIGES Haushalten sich lohnt.
Übrigens waren es nicht nur Fdp-Wähler, die durch die alte Regelung gef... wurden.
Jeder Familienvater, der mit 55 keinen Job mehr gefunden hatte, musste seine Ersparnisse auf den Tisch legen, das Haus, das er evtl.selbst gebaut hatte, verksufen.
Logik heißt nicht gleich Klientelpolitik. Richtige Entscheidungen sind auch richtig, wenn sie von der anderen Seite getroffen werden...
15.10.2009 23:51 Uhr
von Chris de Mayence:
Oh, Mann, man kann natürlich alles unter dem Unterstellungsaspekt sehen.
Aber schonmal daran gedacht, dass die Politik Signale für ein VERNÜNFTIGES Miteinander der Gruppe namens Gesellschaft geben sollte?
Dazu gehört eben auch, dass es logisch ist, Verdienste im Sinne von erbrachten Leistungen zu belohnen, v.a. wenn diese zum Zwecke der unsubventionierten Lebensführung im Alter eingesetzt werden sollen.
Der, der rumhurt, soll dann eben auch weniger in der Tasche haben als der, der eine seiner ARBEIT angemessen Existenz sichert.
Wiederum ein Signal, dass Fleiß und VERNÜNFTIGES Haushalten sich lohnt.
Übrigens waren es nicht nur Fdp-Wähler, die durch die alte Regelung gef... wurden.
Jeder Familienvater, der mit 55 keinen Job mehr gefunden hatte, musste seine Ersparnisse auf den Tisch legen, das Haus, das er evtl.selbst gebaut hatte, verksufen.
Logik heißt nicht gleich Klientelpolitik. Richtige Entscheidungen sind auch richtig, wenn sie von der anderen Seite getroffen werden...
15.10.2009 19:37 Uhr
von axel:
Zur weiteren Information:
"»Das belebt die Geschäfte der Versicherungen«
Von der Erhöhung des »Schonvermögens« Arbeitsloser profitieren die Hauptspender der FDP. Ein Gespräch mit Christoph Butterwegge"
siehe: Junge Welt, Online, 16.10.09
http://www.jungewelt.de/2009/10-16/037.php
15.10.2009 18:35 Uhr
von Wolfgang Hanspach:
GEschenke fürs Hochprkariat
das würde derjenige (sagen wir ich )der wie in diesem Fall diese regelung wirklich als Erleichterung Verbesserung empfindet nie so nennen. Und es schmerzt ohne dass man sich wehren kann, einem Hochprekariat zugerechnet zu werden. wir selber sehen uns als solche die sich anstrengen, weswegen wir nicht Besseres sind, es ist einfach nur gerecht, wenn wir Erspartes auch ansammeln/behalten dürfen.
Es ist widerlich sich vorzustellen dass Sie implizit ein Niederprekariat evozieren.
Wo waren eigentlich die vorschläge der von mir gewählten SPD zur Veränderung der H4-Gesetze
Wolfgang
15.10.2009 18:19 Uhr
von iBot:
"Kommen höhere Freigrenzen, ist es für Unternehmen noch leichter, sich Niedriglöhne quasi vom Staat und damit den Steuerzahlern subventionieren zu lassen."
Unternehmen sind auch Steuerzahler.
15.10.2009 17:49 Uhr
von Bodo Bender:
Nun werden die Meinungsführer in den Medien wieder einmal tönen, die Sozialdemokratisierung habe nun auch die FDP erreicht. Ein geschickter Schachzug fürwahr - und damit hat man das Thema Hartz IV beiseite geräumt. Die Sozialdemokraten werden nicht schlecht staunen - aber die verpennen derzeit ohnedies so ziemlich alles.
Substantiell wird sich nahezu nichts ändern. Nur 0.5% der Hartz IV-Anträge werden wegen Überschreitung der Schonvermögensgrenze abgelehnt. Bisher durfte ein 65-Jähriger von seiner Lebensversicherung 17.000 EUR behalten, der Rest ging futsch. Jetzt wird der Betrag also verdreifacht. Den meisten Hartz-IV-Empfängern ist das wurscht, sie haben eh keine Lebensversicherung (mehr). Die von der FDP allemal bediente Versicherungswirtschaft (seit Lambsdorffs Zeiten) freut's. Die Anhebung der Schonvermögensgrenze macht Lebensversicherungen wieder attraktiv.
Also wird mit viel Lärm eine Regelung hinausposaunt, die kaum jemandem nützt, die kaum etwas kostet und die der Versicherungswirtschaft hilft. Man macht Eindruck, vor allem den, dass das Herz der FDP links schlage, das der CDU sowieso. Und die SPD steht betröppelt dabei und bereitet sich darauf vor, bei der nächsten Bundestagswahl mit der FDP als der Partei des neu ernannten sozialen Gewissens um Platz 2 zu kämpfen. Derzeit ist der Stand 20 (SPD) zu 16 (FDP).
15.10.2009 16:48 Uhr
von Schulz:
Na das ist ja eine echte Frechheit. Wie unsozial, dass die Mittelschicht, die dieses Land am Leben hält, vorm Absturz geschützt werden soll. Wirklich eine Frechheit. Wie böse und menschenverachtend von der zukünftigen neoliberalen Regierung. [sarcasm off]
Ganz ehrlich: das ist ein so unnützer Artikel