• 22.05.2009

Schliessung von Guanténamo

Obama überzeugt Kritiker nicht

Ex-Vizepräsident Cheney greift Obama unmittelbar nach dessen Rede zur Schließung des Gefangenenlagers an. Der Krieg in Afghanistan ist erstmals teurer als der im Irak.von Ralf Sotscheck

  • 23.05.2009 13:35 Uhr

    von Pas Materski:

    ...there is certainly conspiracies, no doubt,they have the advantage to be much more straight forward than the cons.-theories,they are doing what you might them expect to do, for the reasons they said they gonna do them.
    (or so) quote by Author and journalist David Aaronovitch
    @Frost over the World - Conspiracy theories - 15 May 09
    wert noch mal drch die abschriften von cheneys reden zu gehen, nochmal gegenlesen und ein paar kommata verschiebe, linke studiosos interpretieren doch sonst alles hinundher.
    büüdeeh !

  • 23.05.2009 09:05 Uhr

    von Joachim Bovier:

    Das Ende vom Anfang Obamas

    Nach der verlorenen Präsidentschaftswahl vom vergangenen November ist die Republikanische Partei allzu lang desorientiert und konzeptlos der Politik von Präsident Obama begegnet, schwankend und mit erkennbarer Tendenz zur Anpassung an die vermeintlich neue Zeit.

    Nun fasst sie langsam wieder Tritt. Dem früheren Vizepräsidenten Cheney ist es nun gelungen, in der Frage von Terrorbekämpfung und Nationaler Sicherheit eine der illusionistischen Lebenslügen der neuen Administration augenfällig als weltfremd naiv und gefährlich zu offenbaren. Dermassen realitätsfern, dass selbst die Senatoren von des Präsidenten eigener Partei die praktischen Konsequenzen fürchten und nicht bereit sind, bisherige Guantanamo-Häftlinge auf amerikanischem Boden zu dulden.

    Die Demokratischen Kongreßmitglieder haben ihrem Präsidenten spektakulär die Gefolgschaft versagt und eine peinlich herbe Niederlage bereitet. Das gilt insbesondere, weil die Behandlung Terrorverdächtigter im Wahlkampf einen der populistischsten Angriffspunkte gegen die frühere Bush-Administration darstellte, mit dem der Amtsvorgänger pauschal mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger pauschal abqualifiziert wurde.

    Die jetzt erfolgte 90 zu 10 Niederlage im Senat kann daher in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: nach europäischen Masstäben wäre den Rücktritt des Präsidenten unvermeidlich. Auch wenn das nicht geschehen wird, so ist doch eine neue Situation geschaffen: der alte Haudegen Cheney hat seinen Republikanern erkennbar die Offensive zurück erobert. Täuschen wir uns nicht, das ist noch längst nicht das Ende des vermeintlichen Heilsbringers, es ist noch nicht einmal der Anfang von Ende, aber es ist das Ende vom Anfang. Obamas Ablösung 2012 ist möglich, das aber heißt Konfrontation in harter Oppositionarbeit - aber es ist zu schaffen.

  • 22.05.2009 19:50 Uhr

    von Bernd Goldammer:

    Toll, diese schamlose Nummer hätte hätte Cheney keiner zugetraut. Nützen wird es allerdings nichts. Der eigene Staatshaushalt wird die Amerikaner erneut zwingen sich aus Afghanistan und dem Irak davon zu stehlen. Es wird ein würdeloser Abzug sein. Amerikanische Demokraten und Republikaner haben in der Bush- Ära gemeinsam das Rest- Ansehen der USA zerstört, indem sie fast alle Menschenrechte pervertiert haben. Gemeinsam haben sie die Vorwände getragen, um Afghanistan und den Irak anzugreifen. Ergebnis: Vor dem Angriff waren die Ex-US- Waffenbrüder "Taliban" fast am Ende.Jetzt erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Mehr als eine Million tote Irakis stehen neben 5.000 toten Amerikanern in der bisherigen Bilanz des Irak- Krieges. Dessen Grundstory baut auf dem 11.September auf. Auch hier häufen sich die Widersprüche nun schon eklatant. Obama wird die gesamte US- Army brauchen, um seine Amtszeit zu überleben. Er wird sich auch vor seinen "Demokraten" schützen müssen. Es ist sehr traurig, ansehen zu müssen, wie eine Weltmacht der Menschenrechte an der Gier ihrer politischen Eliten verkommt.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder