• 30.07.2008

Schauspieler Max Tidof klagt gegen Rauchverbot

"Rauchen ist ein Kulturgut"

Am Mittwoch fällt das Verfassungsgericht die Entscheidung über das Rauchverbot. Auch der Schauspieler Max Tidof hat in Karlsruhe geklagt. Ein Gespräch über die Freiheit, sein Leben zu verkürzen.

  • 10.03.2010 07:44 Uhr

    von Rungger Elisabeth:

    Hallo Hr. Tidof, vor einer Weile stand ein Bericht in der Freizeitwoche, über Geschmacks- u. Geruchsverlust. Ist dieses Problem inzwischen aufgehoben? Ich leide seit 2 Jahren an diesem Übel. (Anosmie)Welche Erfahrungen konnten Sie machen? Ich habe schon sehr viel ausprobiert, leider vergebens. Bitte Sie, um kurze Antwort.
    Mit freundlichem Gruß.
    Elisabeth Rungger

  • 17.03.2009 23:12 Uhr

    von Kai-Uwe Hein:

    Diese ganzen militanten Nichtraucher und Exraucher sind die Schlimmsten, wenn es darum geht, das Rauchen zu verbieten. Ich fühle mich tatsächlich in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt, viele mir bekannte Gastwirte übrigens auch. Für Herrn Tidof empfinde ich Hochachtung für seine Courage. Die Abwertung zum C-Promi sollte er nicht persönlich nehmen, von wem kommt denn sowas?

  • 27.01.2009 10:40 Uhr

    von Holger:

    Bravo Carolus Magnus!
    Endlich jemand, der die Wahrheit erkannt hat. So lässt man die Herrschar Millionen verwirrter Nichtraucher vor die Wand laufen. Ein Vorschlag zur Namensänderung: Brainus Minimus!

  • 21.01.2009 18:35 Uhr

    von Hermann Mahr:

    Zum Thema Rauchen: Hat schon einer mal daran gedacht, daß das Rauchen stinkt? Wer es wagen würde, in unserem Hause zu rauchen, würde sofort des Hauses verwiesen. Notfalls mit körperlicher Gewalt.

  • 26.10.2008 10:44 Uhr

    von Carolus Magnus:

    Bei der TAZ gibt es Unmengen an Antiraucher-Artikel und jetzt meckert man, wenn eine Zeitung endlich den Mut hat -> ausgewogen zu berichten.

    Wer schreit denn denn hier nach Zensur? Es sind die militanten Anti-Raucher, so wie es die frustrierten Weiber in den 1920ern waren, die die Alkoholprohibition wollten. Erst war man für "Temperence" (Mässigung) dann kam das Alkoholverbot.

    Solange beide Seiten beleuchtet werden und auch darüber berichtet wird, finde ich es gut. Leider sind - nicht nur bei der TAZ - solche Beiträge massiv unterrepräsentiert und müssen deshalb als Perlen des Journalismus bezeichnet werden.

    TAZ, bitte stellen Sie wieder die Ausgeglichenheit her, die den Journalismus einst so wertvoll machte. Solche Beiträge sind das beste Mittel dazu.

    Kaum einer liest noch die seit Jahren über uns hereinprasselnde Gesundheits-Medienpropaganda über angebliche Passivrauchschäden, denn es hat sich dermaßen ausgeleiert, dass die Leser reflexartig weiterblättern, im Wissen, dass bisher noch kein einziger Pasivrauchtoter weltweit mit Namen genannt werden kann. (Anfrage Geofrey Bloom MEP (GB) an die EU-Kommission)

    Quelle:
    http://www.godfreybloommep.co.uk/news.php?subaction=showfull&id=1216651248&archive=&start_from=&ucat=3&TB=home3

  • 02.08.2008 13:42 Uhr

    von Amir:

    Ich bin seit meinem 3.Lebensjahr Asthmatiker (jetzt 50). Meine Eltern und meine Großeltern (bis auf Oma) haben geraucht. Wir mußten den Tag einige Jahre zusammen in der Küche verbringen, da es nur Schlafzimmer und Küche gab. Meine Mutter hat aufgehört, sie fing wohl an, nachzudenken, ob ihr Rauchen etwas mit meiner Krankheit zu tun haben könnte. Ich erinnere mich heute noch voll Qual an diese Situation, eine vollgequalmte Küche, kein Entkommen (Kindergarten? Gab´s nicht für uns (mich und meine Schwester), oder überhaupt nicht?).
    Mein Opa hörte dann irgendwann auch auf, mein Vater nicht (wurde aber zum Glück, in meinem 8.Lebensjahr ungefähr entlassen, wegen Unfähigkeit.
    Dann kam die Erwachsenenzeit in den ´80ern. WG, Hausbesetzerszene, Musikerszene, Nachtszene und Parties bis zum Abwinken.
    Keiner ausser mir war Nichtraucher (auch Freundinnen nicht).
    Ich bin ca.15 Jahre im Rauchertaxi gefahren, Nichtraucher gab es ja nicht.
    Jetzt habe ich den Zustand erreicht, wo es absolut nicht mehr mit Kneipengängen, und auch mit Restaurants nur bedingt, geht. Die Lunge läßt es nicht mehr zu.
    Bin dann mal gespannt, wie alt ich noch werde..hahaha

  • 01.08.2008 00:29 Uhr

    von Steffi:

    Rauchen gehört ÜBERALL verboten.
    Früher hab ich mir sehnlichst gewünscht, dass Rauchen am Arbeitsplatz und in Kneipen verboten wäre! Hätte es einfacher gehabt, mir das Rauchen abzugewöhnen. Nun ja, ich habe es auch ohne Verbote geschafft. Mit eisernem Willen. Ist brutal schwer.

  • 31.07.2008 22:44 Uhr

    von 3Lagig:

    Was heißt überhaupt Kulturgut? Ein Lehrer sagte mal : ein Kulturmensch ist einer, der nicht mehr übern Balken scheißt. Somit sind Scheißhäuser Kulturgut. Aber sowieso egal. Legal – illegal – scheißegal. Ist mir doch egal, ob Rauchen Kulturgut ist oder nicht. Ich rauche, saufe, kiffe und nasche noch andere Genussmittel nebenbei. Und wenn ich dabei autofahre, bin ich auch kriminell. Na und. Es kommt wie es kommt. Ich mach was mir gefällt. Ich mach auf hartz IV - ich lasse also machen, und das bekommt mir gut. Und aufs Kulturgut scheißt der Hund! Basta. Vielleicht war das Rauchen ja mal Kulturgut und die Zeit geht nun vorbei, weil sich Dummheit wieder mal durchsetzt. Ist mir auch egal. Ich pfeif auf euch Kulturmenschen., ich guck euch durch den Lack , ich spuck euch aufs Gewölbe – Pack! Und auf die Olympiade scheißt der Hund auch! Coubertin war ein Idiot. Fußball, Fanmeile, Deutschlandfähnchen – alles Scheiße! Blödes Volk! Scheiß Welt!
    Leben mmuß trotzdem spaß machen; man muß eben für die Sünde und den Tod leben; alles andere ist Beschiss. Geld ist nicht wichtig, aber Spaß muss sein - sonst kommt keiner zur Beerdigung ...


  • 31.07.2008 22:42 Uhr

    von ole berger:

    tja - was man nicht alles als "Kultur" missbrauchen kann! Massenbesäufnisse sind "Fußballkultur" oder "Partykultur", Jagdkultur, Einkaufskultur und und und - lässt sich damit irgendwas begründen? Nee. Genau so ein Quark wie das "Freiheit für freie Bürger", "... für Autofahrer", "...für Waffenbesitzer"-Geschrei. Als zentrale Requisiten für Filme sind Waffen ja noch wichtiger als Fluppen - und Mord! und Sex! Und das wollen wir als bekennende Dreckspatzen, bekennende Dumm- und Sabbelbacken, bekennende Sexbomben, bekennende Umweltverschmutzer und Rücksichtslose, bekennende Künstler und Wichtigtuer jetzt bitte ab sofort auch Tag und Nacht in Eckkneipen machen und inner Disse - weil darin schließlich individuelle Freiheit liegt.

    Was folgt aus dem Kulturgequatsche überhaupt? Wär "Kultur" unangreifbar, würde sie ein bisschen ernster genommen, würde gerade im Fernsehen mehr auf Qualität geachtet, würden ihre selbsternannten Vertreter nicht so debil daherkommen, oder?

    Wie weich muss die Birne eigentlich sein, damit ein Viertelpromi ausgerechnet Rauchen ein ganzes Interview lang zu seiner wesentlichen "Kulturleistung" und einzigen Fähigkeit hochzujazzen? Kann der Herr Tidoff NOCH was? Wähnt der sich in der gleichen Liga wie Monroe, Bogart, Belmondo & Co., weil die rauchen "konnten"? Wir werdens ja nun nicht mehr erfahren, weil er in seinem pseudopolitischen Akt Deutschland mit seiner Talkshowabwesenheit straft. Is doch schön - da hat sich an dieser unseligen Debatte ja doch was gelohnt: Wichtigtuer aller Fronten weg vom Fenster!

    Ich rauche und provoziere gerne, bin bekennender Dreckspatz, Künstler und bekennender Schwachsinnleser - und bei Licht besehen kein wirklicher Umweltschützer: Aber muss ich mit diesen Macken und Lässlichkeiten nu die Weltgeschichte zunerven?

    Da rotzt ein notorischer Wichtigtuer seine Sucht zum politischen oder künstlerischen Akt hoch! Armselig.

  • 31.07.2008 18:16 Uhr

    von Robson Paul:

    Es ist schon sehr bedenklich, wie Sie - Herr Tidof - für sich Freiheit interpretieren. Es klingt ja fast so, Sie sähen sich und Ihresgleichen als bedrohte Art an. Das können Sie ja wohl vergessen. Die persönliche Freiheit - auf die Sie ja so abheben - geht immer so weit, wie es das Leben Ihrer Mitmenschen nicht beeinträchtigt. RaucherInnen reklamieren da für sich stets größt mögliche öffentliche Akzeptanz – am Ende sei es sogar so etwas wie ein Kulturgut (was andere zu beurteilen haben) und deshalb müsse man doch all die RaucherInnen verstehen, wenn sie öffentlich und eben überall rauchen möchten. Sie machen sich das Leben aber leicht, und vergessen, dass schlicht die Mehrheit dieser Gesellschaft darauf keinen Bock hat. Solange RaucherInnen sich darum einen Dreck scheren, was sie da anrichten, solange sie ihren Rauchermüll hinfeuern, wohin sie wollen – meistens nämlich in unser aller Wohnstube unsere Natur, schnipp und weg – solange halten Sie sich bitten mit Ihrem verbalen Unsinn zurück und geben nicht vor, sich für Verfassungsbelange einzusetzen. Wenn Sie schon den Vergleich mit den Überwachungskameras ziehen, dann stellt sich mir die Frage: warum kümmern Sie sich um dieses Thema nicht genauso engagiert. Denn das ist wahrhaftig eine Einschränkung der persönlichen Freiheit.

  • 31.07.2008 14:32 Uhr

    von Martin:

    Warum wurde er nicht gefragt, wie es mit den KellnerInnen aussieht, weshalb er meint, diese vergiften zu dürfen?

    Vermutlich weil er dann nur eine gestammelte oder freche Antwort gewußt hätte.

  • 31.07.2008 13:00 Uhr

    von Rudolf Speth:

    Idioten sind auch ein Kulturgut.
    Na ja, eigentlich muss man mit diesem schwerstabhängigen Mitleid haben. Hab ich aber nicht!
    "... eine Marlene Dietrich oder Humphrey Bogart ohne Zigarette... Oder später Jean-Paul Belmondo in "Außer Atem" - da ist die Zigarette doch die halbe Miete gewesen!"
    Ja was wären denn diese netten Filmchen ohne Zigarette gewesen. Sie wären keine zur Psydokultur stilisierte Webeplattformen einer mafiosen Zigarettenindustrie gewesen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Ich hoffe nur, dass das liebe Mäxchen seine 40 Glimmstengel in Ausübung seiner persönlichen Freiheit nicht den anderen vor die Füße schmeißt.
    Leider muss man davon ausgehen, dass er es mit mindestens 30 davon macht. Das ist dann einfach nur eine Schweinerei. Nicht mehr und nicht weniger. Prost Mahlzeit!

  • 31.07.2008 12:39 Uhr

    von Santhosh:

    Bezüglich der angeblichen finanzielen Belastung, die wir Raucher durch Lungenkrebs etc. der Gesellschaft aufbürden wollte ich etwas anmerken.
    Die letzten Jahre sind immer die teuersten für die Krankenkasse. Auch Nichtraucher erkranken dann meistens. Wir Raucher sterben wenigsten sozialverträglich früher, entlastet die Pensionskassen, und zahlen ein Vemögen an Tabaksteuern.

  • 31.07.2008 10:56 Uhr

    von Frank Hertel:

    Es gab früher mal eine Werbung für HB, die hieß, wer wird den gleich in die Luft gehen? Dass man als Nicht- oder Ex-Raucher tendenziell unentspannter wird, kann man an den bisherigen Kommentaren zum Interview mit Herrn Tidof gut erkennen. Es will eben nicht jeder im Kinderkuscheldisneyparadies leben. Wo bleibt die Gelassenheit? Dieses Thema Rauchverbot ist doch ein Nullthema in Anbetracht der wirklichen globalen Probleme.

  • 30.07.2008 15:32 Uhr

    von Bark Wind:

    Ich stimme Benjamins Kommentar vom 29.07.2008 um 14:18 h zu. Noch aggressiver reagieren viele Deutsche, wenn es um Beschränkungen des Autofahrens geht, welches ja ebenfalls die Umwelt und damit auch andere Menschen schädigt.

    Ich habe 'mal zwischenzeitlich ab und zu geraucht, weil eine/r tatsächlich oft subtil in verschiedenen Gruppen diskriminiert wird, wenn er/sie nicht raucht - bis heute.

    Zwar schmeckt guter Tabak (für die Person, die selbst raucht), aber trotzdem ist es das nicht wert. Würde ich wieder rauchen, dann aber nur Pfeife, denn Zigaretten, noch schlimmer Zigarren, stinken oft noch mehr als 10 Meter weit!

    Tabakanbau & -trocknung ist davon abgesehen meistens - vgl. http://www.unfairtobacco.org - weder menschen- noch umwelt-freundlich.

  • 30.07.2008 12:51 Uhr

    von Ekkaia:

    Seltsam, wie dieser Mensch es als Freiheit empfindet, keine Stunde ohne Zigarette auszukommen.

  • 30.07.2008 12:07 Uhr

    von Jörg:

    Ich schließe mich den Fürsprechern des Rauchverbotes voll an, auch ich (seit 10 Jahren "trockener" Raucher nach 20 Jahren des Lasters) genieße endlich wieder Restaurant- und Lokalbesuche, bei denen Getränk und das Essen wieder nach dem schmeckt , nach dem es aussieht und nicht nach Rauch, Tabak und Asche.
    Auch der Gesundheitsschutz der Angestellten ist ein absolutes Argument.
    Und was Herr Tidorf (und all die anderen Nichtrauchergegner) vergessen: die Freiheit, die eigene Gesundheit zu schädigen müßte dann nach sich ziehen, das derjenige auch die Freiheit hat, die Krebstherapie aus eigener Tasche zu zahlen. Das machen sie aber nicht, da wird dann wieder nach der Solidargemeinschaft gerufen und verlangt, dass die Krankenkasse die Behandlung übernehmen soll. Und zwar bitte möglichst ohne (oder nur mit geringer) Zuzahlung - das Geld braucht man hinterher dann nämlich wieder für die nächste Packung Zigaretten.

  • 30.07.2008 11:47 Uhr

    von Andreas Bauer:

    Toll!! Wirklich Toll, da sieht man wie einzelne Menschen nur für sich entscheiden. Da Herr Tidof sicher Medizin studiert hat, kann er sicher die Folgen von Passivrauchen einschätzen. "Lieber Herr Tidof, irgendwer muss Sie auch bedienen-". Der hat leider keine Wahl, braucht aber seinen Job. Also nur weiter so...

  • 30.07.2008 10:52 Uhr

    von Thomas:

    Eine ganze Seite für Nichts, für die Kultur, die Ästhetik. Gibt es wichtigeres in der Welt? Vielleicht.
    There´s no business like showbusiness. "Cool" aussehen soll es, das Rauchen; laut Herrn Tidof, der seinen Töchtern rät lieber nicht zu rauchen, da das in die gesellschaftliche Ächtung führt. Aufgepasst, angepasst! Ganz in der schauspielerischen Tradition.
    Hallo! es gibt noch eine andere Welt als die visuelle. Seine Rechtfertigung des Rauchens basiert auf tradierten, kitschigen Stereotypen von verrauchten Bars und dümmlicher Coolness. Die bourgeoise Existentialistennummer hat er ja drauf, der Herr Schauspieler. Ästhetisches Kulturgut soll es also sein, das Rauchen?! Ich lasse demnächst auch mal meine Spritzen auf dem Spielplatz liegen...und erkläre das hinnach zum Kulturgut.
    Wer nicht rauchen darf ist also in seinem Persönlichkeitsrecht eingeschränkt, aha. Wer raucht, begeht vorsätzliche Körperverletzung gegenüber Nichtrauchern.
    Herr Tidof verkörpert mit seinen Aussagen denjenigen Teil der Bevölkerung, der arriviert und wohlhabend ist, seine Pfründe gesichert sehen möchte und die Verantwortlichkeit für das individuelle Dasein bei dem Einzelnen sucht. Und natürlich sind alle Raucher Gutmenschen, die auch dem Schaffner freiwillig ihre Fahrkarten zeigen, wow!
    Mich freut, dass ich nach dem Ausgehen, meine Kleider nicht mehr zwangsweise auslüften oder sofort waschen muss.

  • 30.07.2008 10:15 Uhr

    von el antifascista:

    Diese ganze Raucher- / Nichtraucher Diskussion ist mit mittlerweile einfach zuwider. Allerdings ist die Abschaffung der Raucherabteile in Zügen wirklich eine unverständliche Maßnahme, ebenso wie die Einschränkung die Taxifahrern aufgelegt worden ist. Als Raucher komme ich mit dem Rauchverbot in Kneipen und Clubs gut klar. Aber wenn ich mir dann doch mal eine anstecke, braucht auch nicht gleich die Staatssicherheit vorbei zu kommen, denn es fällt ja keiner sofort tot um.

  • 30.07.2008 09:30 Uhr

    von Terry Amos:

    Vier Worte:
    was für ein Vollidiot!

  • 30.07.2008 07:25 Uhr

    von heiribido:

    "Sie haben einmal gesagt, Sie seien "bekennender Raucher". Ist es inzwischen so weit, dass man sich dazu "bekennen" muss wie zu einer Straftat?"

    Das ist niedlich, wenn man bedenkt, dass die taz voll ist von "bekennenden Widerstandskämpfern", "bekennenden Schwulen", "bekennenden Fußballfans", "bekennenden Hamburger (o.ä.)".

  • 30.07.2008 07:16 Uhr

    von Antje:

    Die Raucher tun mir sehr leid.

  • 30.07.2008 00:43 Uhr

    von tranist:

    Krebs als Kulturgut. Leberzirrhose als ergänzendes Kulturgut. TAZ-Artikel als Kulturgut.
    Hm, nichts für ungut. Schönen Tag noch.

    transit

  • 30.07.2008 00:41 Uhr

    von vic:

    "Nichtraucher sehen gerne Rauch, Aschenbecher und mondäne Damen"
    Und wenn er dort nicht rauchen darf, geht er in keine Talkshow. Wollte den bisher irgendwer haben?
    Jetzt wird er wohl doch noch eingeladen mit seinen kruden Ansichten.

    Wird in der taz jetzt eigentlich jeder C-Promi befragt?

  • 30.07.2008 00:41 Uhr

    von polyphem:

    "...die Freiheit, sein Leben zu verkürzen." ...
    SEIN Leben. Nicht mein Leben. Immer noch nicht begriffen, dass es nicht um Rauchverbot geht? Es geht um Gesundheitsschutz von Nichtrauchern. Rauchen ein Kulturgut? Was war nicht schon alles Kulturgut?

    Das "Rauchverbot" wird übrigens flächendeckend in Deutschland mit Wonne missachtet. Bild-unterstützt werden die letzten Bastionen der Freiheit in Deutschland – Rauchen und Rasen – verteidigt. Mit vorsätzlichem Rechtsbruch fühlen sich Kleingeister als Michael Kohlhaas. Das Risiko der Gefährdung anderer Menschen nehmen sie dabei in Kauf.

    Aber über die täglich voranschreitende Einschränkung von Freiheiten z.B. in der Telekommunikation und über die zu erwartende Onlinedurchsuchung von Computern regt sich niemand mehr auf. Das dient ja alles unserer Sicherheit. Geifernd stürzen sie sich "Freiheitskämpfer" auf abgenagte Knochen, die ihnen zugeworfen werden, wittern große Beute und bemerken den Hundefänger nicht, der schon das Netz über sie wirft

  • 30.07.2008 00:11 Uhr

    von Michael Fraenkel:

    Lieber Herr Tidoff, ich finde es sehr respektabel, dass Sie sich nicht durch diesen Schwachsinn, der zur Zeit durchs Land gescheucht wird, beeindrucken lassen und bei Ihrer - meiner Meinung nach absolut richtigen und gut begründeten - Haltung bleiben!

    Ich bin auch seit 35 Jahren Raucher (und jetzt 50 Jahre alt) - zwar sind es keine 40, sondern nur die Hälfte - aber ich glaube, mir schmecken sie genauso gut wie Ihnen.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen in Karlsruhe vernünftige Menschen - und keine Gesundheitsapostel - als Richter.

    Michael Fraenkel

  • 29.07.2008 20:50 Uhr

    von Georg:

    Heute morgen habe ich es schon mal versucht - aber da war mein Kommentar wohl zu "kritisch"? Also 2. Vesuch:

    taz lass das jammern und heulen (bzw. jammern und heulen lassen) wegen des Rauchverbots - das ist einfach nur peinlich! Herr Tidof kann seine Suchtbefriedigung doch einfach draussen vor der Tür tätigen - dann kann ich mit meiner kleinen Tochter die Pizza rauchfrei geniessen. Ich vermisse seine "Freiheitsäusserungen" jedenfalls überhaupt nicht. Und die Schmollnummer mit den abgesagten Fernsehauftritten ist wirklich total lächerlich.

    Berichtet doch lieber mal über die Machenschaften der Tabakindustrie und all deren Schuftigkeiten beim Tabakanbau oder der Medienbeeinflussung. Ach, ist Euch zu kritisch? Na dann - schreibt es eben die FAZ :)

  • 29.07.2008 18:55 Uhr

    von R.A.:

    Und als nächstes behauptet der Herr noch, dass auch das Alkoholverbot für Autofahrer gegen seine Grundrechte verstößt.

    Ich hoffe, daß irgendwann mal diese Deppen einsehen, daß das Recht auf Unversehrtheit in allen öffentlichen Räumen höher anzusiedeln ist als das Recht auf grenzenlose Dummheit.

  • 29.07.2008 18:00 Uhr

    von jean-gert nesselbosch:

    wenn etwas quakt wie eine ente, watschelt wie eine
    ente und aussieht wie eine ente, dann isses auch eine ente. Max Tidof ist demnach eine ente : siehe
    das tuetelige foto, der "Churchill ohne zigarre" - quatsch und der restliche bloedsinn. nur weil man von doofen nichtrauchern schikaniert wird, muss man ja nicht gleich insselbe trottelhorn blasen. herr Tidof hat bloss noch das rauchverbot in fahrstuehlen vergessen : auch so'n skandal. oder das michel-piccoli-maessige mundwinkel-quarzen beim tranchieren der ente : eigentlich ebenfalls ein aesthetisches muss. merke : das aergerliche ist nicht das rauchverbot, sondern die
    leute, die das rauchverbot nutzen, um andere aus hass oder sonstwelchen kleinbuerger-"ich-misch-mich-in-allles-ein-was-mich-nix-angeht"-gruenden zu schikanieren. ebenso aergerlich ist allerdings diese ueberhoehung des quarzens zu einer menschenrechts-, kultur-, wasweissich-frage. am ende isses bloss quarzen: mal lecker, oft belastend fuer sich und andere, ungesund, und oft eklig. und : ja, herr Tidof, es sieht locker aus wenn man raucht, besonders wenn man nen schwarzen rolli dabei anhat (die "Sartre-nummer", verstehste ?). (btw: bin selber raucher und werde mich ziemlich sicher totrauchen. aber ich mache nicht son theater drumherum)

  • 29.07.2008 15:19 Uhr

    von KDB:

    Dann soll er seinem "Kulturgut" halt so frönen, daß er nicht andere damit belästigt oder gar schädigt. Demnächst klagt einer gegen das Folterverbot, weil die Folter ja eine ungleich längere "Kulturgeschichte" hat als das Rauchen.

  • 29.07.2008 15:15 Uhr

    von torsten heydrich:

    ich teile die Auffassung und den Standpunkt von Max Tidorf 100 %ig und möchte an dieser Stelle der Aussage widersprechen (die findet man speziell in den letzten Tagen in diversen Printmedien!), dass sich der Normalverbraucher bereits lange mit dem Rauchverbot abgefunden hat. Das ist definitiv nicht der Fall, ich meine damit bei mir!

  • 29.07.2008 14:58 Uhr

    von georg:

    ach taz - wann ist denn endlich mal schluss mit den jammerundheul-artikeln wegen des rauchverbots?

    das der arme max jetzt sooo ausgegrenzt ist - ich muss heulen... allerdings nicht so echt ... dazu bin ich viel zu froh, dass wenigstens ein paar wenige berliner restaurants sich an das rauchverbot halten und ich mit meiner kleinen tochter pizza essen gehen kann ohne dass ein nikotinjunkie am nachbartisch seine freiheit ausleben muss.

  • 29.07.2008 14:52 Uhr

    von Michael hein:

    Die eigene Abhängigkeit zur Kulturform zu erklären - zur Kunst wäre noch schöner gewesen - ist eine feine Idee! Die eigene Freiheit hört dort auf, wo die der anderen eingeschränkt wird. Wir genießen jetzt wieder einen schönen Abend bei gutem Essen im Restaurant und freuen uns darüber, dass wir unkontaminiert wieder zu Hause ankommen. Der Füllgrad der besuchten Lokalitäten zeigt deutlich, dass es nicht nur uns so geht.

  • 29.07.2008 14:18 Uhr

    von Benjamin:

    Ich finde es ja schon faszinierend, wie ausgerechnet das Rauchverbot die Deutschen auf die Barikaden bringt. Kein Asylrecht, keine DNA Datenbank, kein Lauschangriff erzeugt so viel "zivilen Ungehorsam" wie das Rauchverbot, als ob das die groesste Ungerechtigkeit waere, die uns je zugestossen ist. Als mittlerweile Nichtraucher muss ich sagen, dass mir die Raucherei in Gaststaetten, Bars und Clubs nicht nur den Spass verdirbt, sondern ich auch deutlich haeufiger krank werde. Selbiges gilt fuer diverse Bekannte von mir, die als KellnerIn arbeiten. Ich kann also wirklich nicht verstehen, wie sich Raucher als "Opfer" gerieren, anstatt einzusehen, das der Rauch eben auch andere um sie herum beeintraechtigt. Ich lebe seit einiger Zeit in England, hier gab es praktisch keinen Widerstand gegen das Rauchverbot und die Pubs und Restaurants sind voll wie eh' und je, hier und da steht ein Raucher vor der Tuer, und innen ist die Luft ertraeglich.

    Also, bitte, koennten wir uns vielleicht mal wieder fuer wirklich gerechte und wichtige Dinge einsetzen, anstatt das oeffentliche Rauchen als den Gipfel des freien Buergerrechts zu mystifizieren. Danke.

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