Etwas undifferenzierte Sichtweise auf die Flora und deren Sympathisanten, meiner Meinung nach. Die reine Reduzierung auf gewalttätige Konflikte rund um das alte Theater werden dem Projekt Rote Flora nicht gerecht. Eine undifferenzierte Auslegung, die ihr Hauptaugenmerk nahezu ausschließlich auf die Anomie im Umfeld legt, genügt nicht aus, um von einer fehlenden oder nicht vorhandenen Alternative zu sprechen. Für mich stellt es im Kosumkontext definitiv eine Alternative dar, dass ich regelmäßig, für sehr kleines Geld, fantastische Konzerte sehen kann. Eine wirkliche Alternative zu völlig überteuerte Konzerte in Hamburg. Ob ein Konsens zum Begriff der Alternative allerdings möglich ist, mag ich bezweifeln, dafür bedarf es einer Auseinandersetzung über die Definition des "Normalen", als Ausgang einer "Alternativdebatte".
28.07.2010 18:27 Uhr
von Dirk Kähler:
Es ist gut, dass mal über dieses Haus gesprochen wird. Ich bin FÜR alternative Stadtmodelle und sympatisiere sehr mit Hausbesetzern, die dem neoliberalen Stadtbild etwas entgegen setzen. Die Rote Flora tut das nicht. Jedenfalls ist das für mich nicht erkennbar. Ich spreche mich ausdrücklich gegen autonome Gewalt aus und ich bin sicher nicht allein und ganz bestimmt kein Prophet, wenn ich vorhersage, dass es in jedem Fall zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Vertretern dieses angeblich so alternativen Stadtteilzentrums kommen wird, wenn es dort zu grundlegenden Veränderungen kommen sollte und zwar so, wie wir es noch nie gesehen haben. Dem und der vergangenen Gewalt kann und darf man sich nicht beugen. Schön wäre es, wenn an dieser Stelle mal wirklich etwas Alternatives entstünde. Etwas mit Strahlkraft und nicht etwas, auf das die neoliberalen Stadtväter und Mütter mit dem Finger zeigen.
Leserkommentare
02.08.2010 18:07 Uhr
von Boojakasha:
Etwas undifferenzierte Sichtweise auf die Flora und deren Sympathisanten, meiner Meinung nach. Die reine Reduzierung auf gewalttätige Konflikte rund um das alte Theater werden dem Projekt Rote Flora nicht gerecht. Eine undifferenzierte Auslegung, die ihr Hauptaugenmerk nahezu ausschließlich auf die Anomie im Umfeld legt, genügt nicht aus, um von einer fehlenden oder nicht vorhandenen Alternative zu sprechen. Für mich stellt es im Kosumkontext definitiv eine Alternative dar, dass ich regelmäßig, für sehr kleines Geld, fantastische Konzerte sehen kann. Eine wirkliche Alternative zu völlig überteuerte Konzerte in Hamburg. Ob ein Konsens zum Begriff der Alternative allerdings möglich ist, mag ich bezweifeln, dafür bedarf es einer Auseinandersetzung über die Definition des "Normalen", als Ausgang einer "Alternativdebatte".
28.07.2010 18:27 Uhr
von Dirk Kähler:
Es ist gut, dass mal über dieses Haus gesprochen wird. Ich bin FÜR alternative Stadtmodelle und sympatisiere sehr mit Hausbesetzern, die dem neoliberalen Stadtbild etwas entgegen setzen. Die Rote Flora tut das nicht. Jedenfalls ist das für mich nicht erkennbar. Ich spreche mich ausdrücklich gegen autonome Gewalt aus und ich bin sicher nicht allein und ganz bestimmt kein Prophet, wenn ich vorhersage, dass es in jedem Fall zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Vertretern dieses angeblich so alternativen Stadtteilzentrums kommen wird, wenn es dort zu grundlegenden Veränderungen kommen sollte und zwar so, wie wir es noch nie gesehen haben. Dem und der vergangenen Gewalt kann und darf man sich nicht beugen. Schön wäre es, wenn an dieser Stelle mal wirklich etwas Alternatives entstünde. Etwas mit Strahlkraft und nicht etwas, auf das die neoliberalen Stadtväter und Mütter mit dem Finger zeigen.