• 29.12.2008

Samuel Huntington gestorben

Wir gegen sie

Der konservative Denker Samuel Huntington lieferte mit seinem Theorem vom "Kampf der Kulturen" die einflussreichste Weltdeutung der Post-89er-Ära. Nun starb er mit 81 Jahren.von Robert Misik

  • 30.12.2008 16:52 Uhr

    von hokl:

    Ein höchst lesenswerter Artikel von Robert Misik, ohne alle ideologischen Barrieren.

  • 29.12.2008 01:04 Uhr

    von T. Jakob:

    "wer den Kampf der Kulturen lange genug beschwört, bekommt ihn auch" [sinngemäß]

    Ein sehr kluger Satz und ein sehr schöner Beitrag über einen der wohl gefährlichsten Akademiker unserer Zeit:
    Denn dadurch, dass Huntington verkennt, dass Konfliktlinien auf Grund von Ressourcenkämpfen konstruiert sind und durchaus gegenläufig zu seien 7 Kulturen laufen können, hat er Legitimation und ein gefährliches Einfallstor für geostrategische, militärische Außenpolitik geschaffen.
    Ähnlich wie mit den Nuklearwaffen aus dem Kalten Krieg - in dem Huntington seine Karriere begann - muss die Welt nun daran arbeiten, Altlasten zu beseitigen und Brücken zu bauen. der Tod Huntingtons ist - so makaber dies auch klingt - mit einem Aufatmen derer verbunden, die eben diese Brücken seit Jahren zu bauen versuchen.

  • 28.12.2008 22:40 Uhr

    von Mein Name:

    Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und schon garnicht um 23.55 am Tag davor...

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