Die Bauern brauchen Pflanzen, die Wärme und Trockenheit vertragen. Der Saatguthersteller KWS arbeitet an neuen Sorten – mit Gentechnik von Stephan Kosch
(...) Völlig unklar ist nach wie vor, ob dieser Ansatz am Ende überhaupt von Erfolg gekrönt sein wird, denn: Wie zum Beispiel Eric Holt-Giménez und Annie Shattuck von der Initiative Food First aus den USA beschreiben, ist es unwahrscheinlich, dass Pflanzen mit einer einzigen bestimmten Eigenschaft, zum Beispiel Trockenheits-Toleranz, bei der Bewältigung der Klimafolgen hilfreich sind. Wahrscheinlicher ist ihrer Meinung nach, dass mehrere verschiedene, extreme Klima- oder Wetter-Ereignisse - Trockenheit und starke Regengüsse und sonstiges - auf einmal auf die Pflanzen einwirken. Food First zufolge sind die „Ein-Problem - ein-Gen -Technologien arm(selig)e Optionen, um die Probleme zu lindern”. (...) Dringend vonnöten seien weniger einzelne Designer-Saaten als vielmehr integrierte agrar-ökologische Managementsysteme, die angesichts komplexer und nicht vorhersagbarer klimatischer Gefahren auf mehr Elastizität gegenüber Umweltfaktoren setzen. (...) Von den Pflanzen, die derzeit entwickelt werden, wird berichtet, dass sie zwar unter ungünstigen Umständen, das heißt in trockenen Jahren, bessere Erträge bringen als die entsprechenden Nicht-gv-Sorten. In „normalen Jahren“ gedeihen sie jedoch nicht gut. Dies scheint wissenschaftlichen Berichten eines Kongresses in Australien zufolge für eine trockenheitstolerante gv-Weizensorte des International Maize and Wheat Improvement Center (CIMMYT) ebenso zuzutreffen wie für den gv-Mais von Monsanto mit der gleichen Eigenschaft. (...) Weiterlesen? http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/197/potthof/klima-rettende-pflanzen
Leserkommentare
19.08.2010 17:19 Uhr
von Christof Potthof:
Klima-rettende Pflanzen?
(...) Völlig unklar ist nach wie vor, ob dieser Ansatz am Ende überhaupt von Erfolg gekrönt sein wird, denn: Wie zum Beispiel Eric Holt-Giménez und Annie Shattuck von der Initiative Food First aus den USA beschreiben, ist es unwahrscheinlich, dass Pflanzen mit einer einzigen bestimmten Eigenschaft, zum Beispiel Trockenheits-Toleranz, bei der Bewältigung der Klimafolgen hilfreich sind. Wahrscheinlicher ist ihrer Meinung nach, dass mehrere verschiedene, extreme Klima- oder Wetter-Ereignisse - Trockenheit und starke Regengüsse und sonstiges - auf einmal auf die Pflanzen einwirken. Food First zufolge sind die „Ein-Problem - ein-Gen -Technologien arm(selig)e Optionen, um die Probleme zu lindern”. (...) Dringend vonnöten seien weniger einzelne Designer-Saaten als vielmehr integrierte agrar-ökologische Managementsysteme, die angesichts komplexer und nicht vorhersagbarer klimatischer Gefahren auf mehr Elastizität gegenüber Umweltfaktoren setzen. (...)
Von den Pflanzen, die derzeit entwickelt werden, wird berichtet, dass sie zwar unter ungünstigen Umständen, das heißt in trockenen Jahren, bessere Erträge bringen als die entsprechenden Nicht-gv-Sorten. In „normalen Jahren“ gedeihen sie jedoch nicht gut. Dies scheint wissenschaftlichen Berichten eines Kongresses in Australien zufolge für eine trockenheitstolerante gv-Weizensorte des International Maize and Wheat Improvement Center (CIMMYT) ebenso zuzutreffen wie für den gv-Mais von Monsanto mit der gleichen Eigenschaft.
(...)
Weiterlesen?
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/197/potthof/klima-rettende-pflanzen