• 10.02.2010

SPD-Chef über Ministerpräsident Mappus

"Eher ein Wadenbeißer "

Am Mittwoch wurde in Stuttgart Stefan Mappus (CDU) zum Ministerpräsidenten gewählt. SPD-Chef Nils Schmid hält ihn für einen "Mann ohne Eigenschaften" und lobt in der Rückschau Oettinger.von Ingo Arzt

  • 13.02.2010 00:23 Uhr

    von Andreas:

    Meiner Meinung nach fehlt es Herrn Schmid etwas an Sinn für die Realität. BaWü ist wie Bayern erzkonservativ, es wird hier niemals zu einer linken Mehrheit im Landtag kommen.
    Aber falls doch: Herr Schmid glaubt wohl nicht allen Ernstes, dass die FDP sich zu einer Dreier- oder gar Viererkoalition unter SPD-Führung überreden lässt. Wie schnell sich die Grünen zu einem Jamaica-Bündnis überreden lassen, wenn man ihnen ein paar Scheine zuschiebt, hat man doch im Saarland gesehen.
    Mein persönlicher Wusch wäre, dass die Republikaner wieder in den Landtag einziehen und es dann zu einer Koalition CDU/REP kommt.

  • 10.02.2010 12:55 Uhr

    von Tamara:

    Eine NULLNUMMER geht und die andere NULLNUMMER kommt.
    Gut Nacht!

  • 10.02.2010 12:23 Uhr

    von Ich:

    Wenn ich Fotos des mir bisher unbekannten Mappus ansehe, wird mir ganz anders: Ein typischer Vertreter der feisten, schwäbischen Maultaschen-Doppelhälse.

    Und ja, man mag es kaum glauben:
    Oettinger wird vermisst werden. Trotz seiner viiiielen Fehler (unsägliche Filbinger-Rede, mafia-verdächtige Freunde, Eitelkeit, Sprachfehler, profilneurotischer Einsatz für einen sinnlosen, milliardenteuren Bahnhof).
    Mir wurde er erst vor ca. einem halben Jahr sympathisch, als der SPIEGEL ein Oettinger-Interview veröffentlichte, das einfach nur dumm-dreist und ultra-peinlich für die Spiegel-Redaktion war und in dem Oettinger sich achtbar schlug.


    PS: Auch als aufgeklärter Liberaler kann man sich gegen den EU-Beitritt der Türkei aussprechen, ohne gleich konservativer CDU-Wähler zu sein.

  • 10.02.2010 08:49 Uhr

    von likewise:

    Man glaubt es kaum, aber in der Tat, der Oettinger hatte auch seine guten Seiten: Nachdem man lange plakatiert hatte, die Leute aus dem "Ländle" könnten alles au0er Deutsch, bewies er , daß Menschen aus der Region noch erheblich viel mehr nicht können. Insofern: Schade, daß sie geht, die "ehrliche Haut" Oettinger!

  • 10.02.2010 02:18 Uhr

    von Bert Botzig:

    "...gemeinsames Lernen bis Klasse 10 einzuführen. Allerdings schrittweise, ohne den Menschen ein neues Schulsystem überzustülpen. Das führt nur zu ideologischen Gräben."

    Gibt es in Deutschland etwa Klassentrennung nach Ethnie?! Offiziell ja wohl nicht. Und wenn ja, dann nur auf Grund des miserablen dreigliedrigen Schulsystems.

    Aber das will der ehrlich gesagt auch ziemlich bieder und konservativ anmutende Herr Schmid ja auch nicht abschaffen.

    Oettinger war eine Katastrophe, Teufel hat seinem Namen alle Ehre gemacht und Mappus wird ebenfalls ein Schuss in den Ofen.

    Bei dieser SPD sehe ich aber leider keine viel besseren Perspektiven. Wenn's so weiter geht: Gute Nacht, Sozialdemokratie!

  • 09.02.2010 23:20 Uhr

    von Dr. Ludwig Paul Häußner:

    SPD ohne Mumm und ohne klare Koalitionsperspektive
    --------------------------------------------------

    Interessant was Nils Schmid zur Schule sagt.

    Die SPD hat 2007 einen äußerst passablen Gesetzenwurf für eine längere gemeinsame Schulzeit gemacht .

    Hierzu ein Auszug aus einer Presseerklärung vom


    "Sofortmaßnahme 2: Dreigliedrigkeit überwinden - Länger gemeinsam lernen

    Den Schlüssel für bessere Bildungschancen für alle sieht Vogt in einem integrativen Schulsystem, in dem Kinder länger miteinander und voneinander lernen können. Nach den Reformplänen der SPD soll die Grundschule zunächst auf sechs Jahre verlängert und darauf aufbauend die 4- jährige Gemeinschaftsschule mit einem neuen pädagogischen Konzept eingeführt werden. Dies sei "ein erster, pragmatischer Reformschritt" auf dem Weg zur 10- jährigen gemeinsamen Schule für alle. "Längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung müssen sich wie ein roter Faden durch das Bildungswesen in Baden- Württemberg ziehen", so Vogt.

    Das SPD- Reformkonzept decke sich mit den Wünschen zahlreicher Schulträger und Schulpraktiker vor Ort. Auch Verbände aus Wirtschaft und Handwerk hätten sich für Reformen ausgesprochen, die in die Richtung der SPD- Vorschläge wiesen. Vogt nannte es "ein ermutigendes Signal", dass immer mehr Schulpraktiker längere gemeinsame Lernzeiten forderten, im Interesse einer besseren Förderung aller Kinder. Die Landesregierung dürfe sich diesem "Bildungsaufbruch von unten" nicht selbstgefällig widersetzen."

    Quelle: 06. 09. 2007

    http://www.spd-bw.de/index.php?nr=5627&menu=1


    Die Grünen im Ländle und sogar auch die FDP ist für eine längere gemeinsame Schulzeit. Die FDP ist mit dem CDU-Kultusminister völlig unzufrieden - es gäbe theoretisch eine Ampel-Mehrheit für eine zumindest sechsjährige Grundschule.

    Und was macht die SPD? Saft- und kraftlos agiert sie in Sachen Schule, obwohl die rückwärts orientierte Schulpolitik d i e Schwachstelle der CDU ist.

    Nils Schmid müsste hier wirklich deutlich werden und die FDP in Zugzwang bringen, ob es diese mit einer modernen Schulstruktur wirklich ernst nimmt.

    Realistisch betrachtet hat die SPD in Baden-Württemberg nur einen Machtopition in Form einer Ampel - und wahrscheinlich mit den GRÜNEN als stärkstem Koalitionspartner. Ich frage mich, weshalb das Nils Schmid nicht ganz klar sagt, damit die BürgerInnen im Ländle wissen woran sie sind.

    L.P. Häußner, Mitglied der Bündnisgrünen in Karlsruhe-Stadt





  • 09.02.2010 20:07 Uhr

    von guate:

    wenn M. gegen den Türkei - Beitritt ist, dann hat er von mir als BWberger meine Stimme !

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