• 11.03.2009

SPD-Abgeordneter Tauss

"Wollte Kinderporno-Ring sprengen"

Der SPD-Politiker Jörg Tauss gibt den Besitz von kinderpornographischem Material zu. Er habe "szenetypisch" recherchiert. Sein Mandat will Tauss dennoch behalten.von Christian Rath

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Mora:

    Interessante Info zum Fall Tauss:
    Der Vorsitzende des perlamentarischen Ausschusses, der Tauss' Immunität aufgehoben hat ist Innenminister Schäubles Schwiegersohn!

    Ob Stasi-zensur -Schäuble wohl dahinter steckt? Jemand von höherer Stelle muß Tauss den Medien zum Fraß hingeworfen haben, weil dieser doch der einzige war, der sich gegen Internet Zensur in Deutschland stark gemacht hat...

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Sven Schmidth:

    Originalwortlaut ist hier: http://www.t-blog.de/41902/ich-bin-kein-padophiler

    Zumindest fragwürdig an der Erklärung bleiben zwei Punkte: Warum hat Tauss das Material, das ihn in seinen Recherchen nicht weiter brachte, nicht der Polizei übergeben?

    Er schreibt: "Ich habe die gesamte Recherche, die ich ungefähr ein Jahr intensiv geführt habe, daher zwar als erkenntnisreich aber zumindest insoweit als unergiebig bewertet, das erhaltene Material in einen Koffer verpackt und in meiner Dienstwohnung weggeräumt und danach keine weiteren Recherchen mehr in diesem Bereich gestartet."

    Und weiterhin: Wieso hat er niemanden seines Vertrauens, der ihn jetzt entlasten könnte, z.B. sein Anwalt, seine Frau, andere Politiker? Er schreibt lediglich: "Über meine Erkenntnisse berichtete ich in der Folge immer wieder im politischen und öffentlichen Raum im Detail und aller Ausführlichkeit. Denn ich habe dabei in der Überzeugung gehandelt, als zuständiger Fachpolitiker im Bundestag zu solchen Recherchen berechtigt gewesen zu sein und mich dabei auch im Rahmen des nach § 184 b Absatz 5 StGB Erlaubten verhalten zu haben." Wann und wo hat er wie berichtet? Hätte er bei diesen Gelegenheiten konkret über seine Erkenntnisse gesprochen, würde die Erklärung jetzt nicht so bemüht klingen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Christian D.:

    Manchmal trifft das Wahrscheinlichste auch zu: Schon mal daran gedacht, dass der Gute auf KiPo steht? Auch Kämpfer gegen die Internetzensur (wobei dieser Kampf dann auch nicht ..äh..selbstlos ist) haben sexuelle Vorlieben. Ich halte sein Vorgehen und seine Erklärung für (Überlebens-)Strategie, und einige hier helfen ihm dabei, weil es ihnen besser ins Weltbild passt. Paranoide und KiPo-Freaks aller Länder, vereinigt euch!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Tom:

    Wenn das wirklich alles stimmt, ist das Traurige am Ende, dass die wahren Täter davonkommen und der Abgeordnete wahrscheinlich verurteilt wird.

    Denn sicherlich will die Staatsanwaltschaft erwirken, dass sich private Personen nicht als Ermittler aufspielen und wird hier ein Exempel statuieren.
    Eigentlich ist gerade bei solchen Sachen gerade Zivilcourage erforderlich.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Vollstreckung ohne Aufschub:

    Eisbärgeschichten, kann man nur noch im Osten loswerden...

    123
    alles vorbei
    Mandat hängt am Nagel....
    nicht mehr länger haltbar!

    Gute Nacht Jörg Tauss

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Peter Niebert:

    Unterstellen wir mal allen Seiten, Polizei, Staatsanwaltschaft und Jörg Tauss selbst guten Willen. Interessant sind die zu ziehenden Schlussfolgerungen :

    (a) Tauss, falls er aufrichtig ist, hat sich mindestens ziemlich dumm benommen mit seinem Alleingang, der keine klaren Beweise für seine Intentionen hinterläßt. Nachahmen ist nicht empfohlen.

    (b) Die Polizeiarbeit funktioniert, denn sie hat einen Anbieter und einen "Kunden" (Tauss) gefunden und führt sie der Justiz zu.

    (c) Laut Tauss ist der Zugang zu Kinderpornografie auf dem Internet nicht frei, und das klingt plausibel: sonst hätte er ja auch nicht 100 EUR bezahlen müssen, SMS versenden und so Beweismaterial gegen sich selbst erzeugen müssen. In dem Moment, wo der Internetanbieter aber der Polizei bekannt ist, ist die Durchsuchung beim Kunden auch schon geschehen.

    (d) Als Schlussfolgerung der Anekdote bleibt, dass Seitensperrung bezogen auf Kinderpornografie weder notwendig noch nützlich ist. Welche Seite hätte denn gesperrt werden sollen, um Tauss etwa von seinem ungeschickten Handel abzuhalten?!

    Damit erweist sich wenigstens die aktuelle Debatte um Seitensperrung als trauriges politisches Manöver im Wahlkampf: Eine Pseudomassnahme, die dem Wahlvolk möglicherweise ebenso einleuchtet wie zuvor die Terrorismusgefahr. Ein Problem ist ausgemacht (und nicht umsonst handelt es sich um ein "extremes" Problem, wer möchte da dessen Wichtigkeit leugnen) und eine neue technische Massnahme dazu vorgeschlagen. Eine Politikerin profiliert sich auf einem Terrain, welches der Gegenseite das Argumentieren schwierig macht (denn die Gefahr für die Demokratie ist subtiler und schwerer nachvollziehbar als die Gefahr für Kinder). Der Durchschnittswähler fühlt sich von der Massnahme nicht negativ betroffen, denn er ist ja weder Kinderpornokonsument (noch war er, als das Thema Mode war, Terrorist) und fühlt sich "etwas sicherer".

    Dass dabei Mechanismen teuer finanziert werden und eine Infrastruktur geschaffen wird, die für das genannte Problem nutzlos ist, andererseits aber irgendwann einer politischen Zensur dienen kann und damit die Demokratie beschädigt, das ist die Konstante der Politik, nicht neu, sondern von Wahl zu Wahl reproduziert von den großen Parteien und mit dem gleichen Ergebnis und das in allen westlichen Demokratien. Das ist keine Verschwörung sondern ein politischer Prozess, den es zu verstehen gilt. Wie der Prozess umgekehrt werden könnte, weiß der Himmel.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von wespe:

    Ich kann mir vorstellen, dass Tauss die Wahrheit sagt: "Recherche in der Pädophilen-Szene", "Kinderpornoring sprengen".
    Unverständlich ist, warum er nach dem Verlust von 100_€ aufgegeben hat. Bei seinem Gehalt hätte er, bei ernsthaftem Interesse, auch 10.000_€ verschmerzen können. Und wenn er sich vom BKA schlecht informiert fühlt, dann ist es richtig, es im Alleingang zu machen. Aber nicht so!
    Warum hat er sich nicht mit einem Anwalt zusammengesetzt, um eine Strategie zu entwickeln, wie er 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt?
    (a) Zerschlagung eines Pornorings.
    (b) Persönliche Absicherung.
    Die deutsche Gesetzgebung unterstützt anscheinend nicht eine gesicherte Untersuchung der Kinderporno-Szene.
    Ebenso wenig wie die Verhinderung von Schulmassakern effektiv von der deutschen Politik realisiert wird.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Sven:

    "Ich wollte auf die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam machen", erklärte Bankräuber Heinz P. nach seiner Verhaftung.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Jörg Rupp:

    man fasst es nicht, mit welcher Unkenntnis der "Medienexperte" Tauss hier vorgegangen ist. Hätte er sich vor seinen Ermittlungen sachkundig gemacht - und dazu gibt es eine ganze Reihe von Quellen im Netz - hätte er sich einiges ersparen können.
    Mehr dazu im albgau.blog.de

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von H. Hindringer:

    Ich staune nicht schlecht. So ein rechtschaffener Mann. Oh, jetzt ist mir schlecht.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Susi:

    Schade, ich kann mir nicht vorstellen, dass Tass so naiv ist und ohne juristische Beratung den Supermann spielen wollte. Also klingts eher nach einer unglaubwürdigen Ausrede.
    Mal sehen wie sich die Sache weiter entwickelt.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von http://www.ich.waehlepiraten.de:

    jetzt mal ehrlich wer soll diesen mist glauben, bestimmt kam die idee von der höchste stelle(image-retten-wahl-2009)


  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Eisvogel:

    Die Standardausrede.

    Wenn ich Leuten das Telefon anzapfe kann ich mich auch nicht damit rausreden, privat Verbrechen aufzuklären. Dazu hab ich nämlich überhaupt kein Mandat.

    Das weiß doch jeder, was passiert wenn sowas auffliegt. Also bunkert man das nicht mal eben auf seiner Festplatte, es sei denn irgendwas treibt einen dazu. Was stärkeres als Vernunft.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Stefan Müller:

    "Tauss gab an, er habe beweisen wollen, dass kinderpornographische Inhalte nicht frei im Internet zugänglich seien, sondern nur in abgeschlossenen Nutzergruppen gehandelt werden. Deshalb sei eine Zensur des Internets auch unnötig, so Tauss Ausgangsthese, die er bestätigt sah."

    Was ist denn das für ein Käse? Wie will er denn das beweisen? Dadurch dass er selbst angeblich nichts findet? Selten so einen Quatsch gehört.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von jhcsirjohnson:

    Sein Ruf wird auf ewig beschädigt sein. Schade eigentlich, da er immer für die Rechte von Internetnutzern eingetreten ist.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Sven:

    Also entweder er lügt, oder er ist ziemlich naiv. So scheint es mir jedenfalls.
    Anfangs hatte ich ja die Vermutung, dass man Herrn Tauss die Vorwürfe nur in die Schuhe schieben wollte, aber er gibt sie ja zu. Wie naiv muss man denn als Politiker sein, zu glauben, man könnte in so einer Form, in so einem Milieu selbständig Ermittlungen anstellen? Das ist doch sowas von klar, dass es eine Menge Leute gibt, die ihm daraus sofort einen Strick drehen. Es ist halt verboten und ein unglaublich brisantes Thema. Wer da seine Hände so rein hält, muss sich doch nicht wundern, wenn er sich verbrennt. Egal welche Absichten er hatte. Ein Privatmensch muss ja schon Angst vor Strafverfolgung haben, wenn er versehentlich auf so eine Seite stößt und diese der Polizei melden will. Also für mich ist das Verhalten von Herrn Tauss total unverständlich.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von custodes:

    Alles sehr sehr fadenscheinig,
    ich gebe nur zu bedenken das sich Herr Tauss mehrmals gegen zweiterwerbe von Abgeordneten und die momentan noch durchzusetztenden Überwachungs und Internetsperren-Gesetze geäussert hat und sein iPhone keinerlei MMS Funktion hat.
    Herr Tauss scheint mir der Parteiführung oder gar der Regierung gegenüber in ungnade gefallen zu sein und müsse nun schnellstmöglich entfernt werden.
    KiPo ist da natürlich das mittel der Wahl Korruption u.ä. gehört ja zum guten Ton in der Politik und den Vorwurf der Kinderpornographie wird man nie mehr los, auch wenn es sich hinterher als Unterstellung o.ä. herausstellt.
    Komisch nur warum Herr Tauss sich wenn er sich äussert derart plump vorgeht.

  • 04.04.2011 19:08 Uhr

    von Jürgen Siepmann:

    Es wäre wünschenswert, wenn die TAZ einen Link zur Erklärung von Herrn Tauss vom 11.03.2009 anbringt und es dem Leser selbst ermöglicht, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, anstatt nur auf die Interpretationen der TAZ angewiesen zu sein.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Mora:

    Interessante Info zum Fall Tauss:
    Der Vorsitzende des perlamentarischen Ausschusses, der Tauss' Immunität aufgehoben hat ist Innenminister Schäubles Schwiegersohn!

    Ob Stasi-zensur -Schäuble wohl dahinter steckt? Jemand von höherer Stelle muß Tauss den Medien zum Fraß hingeworfen haben, weil dieser doch der einzige war, der sich gegen Internet Zensur in Deutschland stark gemacht hat...

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Sven Schmidth:

    Originalwortlaut ist hier: http://www.t-blog.de/41902/ich-bin-kein-padophiler

    Zumindest fragwürdig an der Erklärung bleiben zwei Punkte: Warum hat Tauss das Material, das ihn in seinen Recherchen nicht weiter brachte, nicht der Polizei übergeben?

    Er schreibt: "Ich habe die gesamte Recherche, die ich ungefähr ein Jahr intensiv geführt habe, daher zwar als erkenntnisreich aber zumindest insoweit als unergiebig bewertet, das erhaltene Material in einen Koffer verpackt und in meiner Dienstwohnung weggeräumt und danach keine weiteren Recherchen mehr in diesem Bereich gestartet."

    Und weiterhin: Wieso hat er niemanden seines Vertrauens, der ihn jetzt entlasten könnte, z.B. sein Anwalt, seine Frau, andere Politiker? Er schreibt lediglich: "Über meine Erkenntnisse berichtete ich in der Folge immer wieder im politischen und öffentlichen Raum im Detail und aller Ausführlichkeit. Denn ich habe dabei in der Überzeugung gehandelt, als zuständiger Fachpolitiker im Bundestag zu solchen Recherchen berechtigt gewesen zu sein und mich dabei auch im Rahmen des nach § 184 b Absatz 5 StGB Erlaubten verhalten zu haben." Wann und wo hat er wie berichtet? Hätte er bei diesen Gelegenheiten konkret über seine Erkenntnisse gesprochen, würde die Erklärung jetzt nicht so bemüht klingen.

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Christian D.:

    Manchmal trifft das Wahrscheinlichste auch zu: Schon mal daran gedacht, dass der Gute auf KiPo steht? Auch Kämpfer gegen die Internetzensur (wobei dieser Kampf dann auch nicht ..äh..selbstlos ist) haben sexuelle Vorlieben. Ich halte sein Vorgehen und seine Erklärung für (Überlebens-)Strategie, und einige hier helfen ihm dabei, weil es ihnen besser ins Weltbild passt. Paranoide und KiPo-Freaks aller Länder, vereinigt euch!

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Tom:

    Wenn das wirklich alles stimmt, ist das Traurige am Ende, dass die wahren Täter davonkommen und der Abgeordnete wahrscheinlich verurteilt wird.

    Denn sicherlich will die Staatsanwaltschaft erwirken, dass sich private Personen nicht als Ermittler aufspielen und wird hier ein Exempel statuieren.
    Eigentlich ist gerade bei solchen Sachen gerade Zivilcourage erforderlich.

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Jörg Rupp:

    man fasst es nicht, mit welcher Unkenntnis der "Medienexperte" Tauss hier vorgegangen ist. Hätte er sich vor seinen Ermittlungen sachkundig gemacht - und dazu gibt es eine ganze Reihe von Quellen im Netz - hätte er sich einiges ersparen können.
    Mehr dazu im albgau.blog.de

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von http://www.ich.waehlepiraten.de:

    jetzt mal ehrlich wer soll diesen mist glauben, bestimmt kam die idee von der höchste stelle(image-retten-wahl-2009)


  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Josef:

    Kartofeln! alle.

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Jürgen Siepmann:

    Es wäre wünschenswert, wenn die TAZ einen Link zur Erklärung von Herrn Tauss vom 11.03.2009 anbringt und es dem Leser selbst ermöglicht, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, anstatt nur auf die Interpretationen der TAZ angewiesen zu sein.

  • 26.03.2009 02:39 Uhr

    von Mora:

    Interessante Info zum Fall Tauss:
    Der Vorsitzende des perlamentarischen Ausschusses, der Tauss' Immunität aufgehoben hat ist Innenminister Schäubles Schwiegersohn!

    Ob Stasi-zensur -Schäuble wohl dahinter steckt? Jemand von höherer Stelle muß Tauss den Medien zum Fraß hingeworfen haben, weil dieser doch der einzige war, der sich gegen Internet Zensur in Deutschland stark gemacht hat...

  • 24.03.2009 20:52 Uhr

    von Sven Schmidth:

    Originalwortlaut ist hier: http://www.t-blog.de/41902/ich-bin-kein-padophiler

    Zumindest fragwürdig an der Erklärung bleiben zwei Punkte: Warum hat Tauss das Material, das ihn in seinen Recherchen nicht weiter brachte, nicht der Polizei übergeben?

    Er schreibt: "Ich habe die gesamte Recherche, die ich ungefähr ein Jahr intensiv geführt habe, daher zwar als erkenntnisreich aber zumindest insoweit als unergiebig bewertet, das erhaltene Material in einen Koffer verpackt und in meiner Dienstwohnung weggeräumt und danach keine weiteren Recherchen mehr in diesem Bereich gestartet."

    Und weiterhin: Wieso hat er niemanden seines Vertrauens, der ihn jetzt entlasten könnte, z.B. sein Anwalt, seine Frau, andere Politiker? Er schreibt lediglich: "Über meine Erkenntnisse berichtete ich in der Folge immer wieder im politischen und öffentlichen Raum im Detail und aller Ausführlichkeit. Denn ich habe dabei in der Überzeugung gehandelt, als zuständiger Fachpolitiker im Bundestag zu solchen Recherchen berechtigt gewesen zu sein und mich dabei auch im Rahmen des nach § 184 b Absatz 5 StGB Erlaubten verhalten zu haben." Wann und wo hat er wie berichtet? Hätte er bei diesen Gelegenheiten konkret über seine Erkenntnisse gesprochen, würde die Erklärung jetzt nicht so bemüht klingen.

  • 13.03.2009 11:15 Uhr

    von Christian D.:

    Manchmal trifft das Wahrscheinlichste auch zu: Schon mal daran gedacht, dass der Gute auf KiPo steht? Auch Kämpfer gegen die Internetzensur (wobei dieser Kampf dann auch nicht ..äh..selbstlos ist) haben sexuelle Vorlieben. Ich halte sein Vorgehen und seine Erklärung für (Überlebens-)Strategie, und einige hier helfen ihm dabei, weil es ihnen besser ins Weltbild passt. Paranoide und KiPo-Freaks aller Länder, vereinigt euch!

  • 13.03.2009 08:33 Uhr

    von Tom:

    Wenn das wirklich alles stimmt, ist das Traurige am Ende, dass die wahren Täter davonkommen und der Abgeordnete wahrscheinlich verurteilt wird.

    Denn sicherlich will die Staatsanwaltschaft erwirken, dass sich private Personen nicht als Ermittler aufspielen und wird hier ein Exempel statuieren.
    Eigentlich ist gerade bei solchen Sachen gerade Zivilcourage erforderlich.

  • 12.03.2009 12:19 Uhr

    von Vollstreckung ohne Aufschub:

    Eisbärgeschichten, kann man nur noch im Osten loswerden...

    123
    alles vorbei
    Mandat hängt am Nagel....
    nicht mehr länger haltbar!

    Gute Nacht Jörg Tauss

  • 12.03.2009 11:44 Uhr

    von Islenski Hesturinn:

    Um das für eine Demokratie immens wichtige Prinzip der Unschuldsvermutung zu stärken und auch um eventuellen diffamierenden Absichten von politischen Gegnern keine Angriffsfläche zu bieten, sollte Herr Tauss, öffentlich unsterstützt von der SPD, weiterhin deutlich machen, dass es bis heute keinen guten Grund für eine Niederlegung seiner Ämter gibt.

  • 12.03.2009 10:49 Uhr

    von Beinbruch:

    Warum kommt diese Aussage erst jetzt??? Musste er erst mit Anwälten und Imageberatern sprechen, die er bezahlt???

    Er ist für sein Amt untragbar und fügt der politischen Landschaft einen weiteren großen Schaden zu.

  • 12.03.2009 10:20 Uhr

    von Peter Niebert:

    Unterstellen wir mal allen Seiten, Polizei, Staatsanwaltschaft und Jörg Tauss selbst guten Willen. Interessant sind die zu ziehenden Schlussfolgerungen :

    (a) Tauss, falls er aufrichtig ist, hat sich mindestens ziemlich dumm benommen mit seinem Alleingang, der keine klaren Beweise für seine Intentionen hinterläßt. Nachahmen ist nicht empfohlen.

    (b) Die Polizeiarbeit funktioniert, denn sie hat einen Anbieter und einen "Kunden" (Tauss) gefunden und führt sie der Justiz zu.

    (c) Laut Tauss ist der Zugang zu Kinderpornografie auf dem Internet nicht frei, und das klingt plausibel: sonst hätte er ja auch nicht 100 EUR bezahlen müssen, SMS versenden und so Beweismaterial gegen sich selbst erzeugen müssen. In dem Moment, wo der Internetanbieter aber der Polizei bekannt ist, ist die Durchsuchung beim Kunden auch schon geschehen.

    (d) Als Schlussfolgerung der Anekdote bleibt, dass Seitensperrung bezogen auf Kinderpornografie weder notwendig noch nützlich ist. Welche Seite hätte denn gesperrt werden sollen, um Tauss etwa von seinem ungeschickten Handel abzuhalten?!

    Damit erweist sich wenigstens die aktuelle Debatte um Seitensperrung als trauriges politisches Manöver im Wahlkampf: Eine Pseudomassnahme, die dem Wahlvolk möglicherweise ebenso einleuchtet wie zuvor die Terrorismusgefahr. Ein Problem ist ausgemacht (und nicht umsonst handelt es sich um ein "extremes" Problem, wer möchte da dessen Wichtigkeit leugnen) und eine neue technische Massnahme dazu vorgeschlagen. Eine Politikerin profiliert sich auf einem Terrain, welches der Gegenseite das Argumentieren schwierig macht (denn die Gefahr für die Demokratie ist subtiler und schwerer nachvollziehbar als die Gefahr für Kinder). Der Durchschnittswähler fühlt sich von der Massnahme nicht negativ betroffen, denn er ist ja weder Kinderpornokonsument (noch war er, als das Thema Mode war, Terrorist) und fühlt sich "etwas sicherer".

    Dass dabei Mechanismen teuer finanziert werden und eine Infrastruktur geschaffen wird, die für das genannte Problem nutzlos ist, andererseits aber irgendwann einer politischen Zensur dienen kann und damit die Demokratie beschädigt, das ist die Konstante der Politik, nicht neu, sondern von Wahl zu Wahl reproduziert von den großen Parteien und mit dem gleichen Ergebnis und das in allen westlichen Demokratien. Das ist keine Verschwörung sondern ein politischer Prozess, den es zu verstehen gilt. Wie der Prozess umgekehrt werden könnte, weiß der Himmel.

  • 12.03.2009 10:17 Uhr

    von wespe:

    Ich kann mir vorstellen, dass Tauss die Wahrheit sagt: "Recherche in der Pädophilen-Szene", "Kinderpornoring sprengen".
    Unverständlich ist, warum er nach dem Verlust von 100_€ aufgegeben hat. Bei seinem Gehalt hätte er, bei ernsthaftem Interesse, auch 10.000_€ verschmerzen können. Und wenn er sich vom BKA schlecht informiert fühlt, dann ist es richtig, es im Alleingang zu machen. Aber nicht so!
    Warum hat er sich nicht mit einem Anwalt zusammengesetzt, um eine Strategie zu entwickeln, wie er 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt?
    (a) Zerschlagung eines Pornorings.
    (b) Persönliche Absicherung.
    Die deutsche Gesetzgebung unterstützt anscheinend nicht eine gesicherte Untersuchung der Kinderporno-Szene.
    Ebenso wenig wie die Verhinderung von Schulmassakern effektiv von der deutschen Politik realisiert wird.

  • 12.03.2009 07:56 Uhr

    von Sven:

    "Ich wollte auf die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam machen", erklärte Bankräuber Heinz P. nach seiner Verhaftung.

  • 12.03.2009 07:33 Uhr

    von FRANK, Raum KO:

    Das soll wohl ein Witz sein. Der selbst ernannte 007 wollte also zeigen was allgemein bekannt ist? Zunächst einmal gilt bis zum Urteil die Unschuldsvermutung. Aber wenn das einer aus deutschlands Führungsriege ist, dann ist es wahrlich dunkel in D-Land. Schuldig ist er in jedem Fall und zwar der ausgesprochenen Dummheit ...
    PS. Wenn ich demnächst privat u. undercover eine Bank überfalle wollte ich nur beweisen das Banken doch noch Geld im Tresor haben. Also bitte liebe Staatsanwaltschaft keine Anklage für mich ;-)

  • 12.03.2009 07:29 Uhr

    von Sonja Rothweiler:

    Eindeutig die beste Rechtfertigung, die ich in den letzten Tagen gehört habe.

  • 12.03.2009 07:19 Uhr

    von Jörg Rupp:

    man fasst es nicht, mit welcher Unkenntnis der "Medienexperte" Tauss hier vorgegangen ist. Hätte er sich vor seinen Ermittlungen sachkundig gemacht - und dazu gibt es eine ganze Reihe von Quellen im Netz - hätte er sich einiges ersparen können.
    Mehr dazu im albgau.blog.de

  • 12.03.2009 00:16 Uhr

    von guy incognito:

    sorry, aber man muß echt sagen: diese Geschichte klingt dermaßen unglaubwürdig.

  • 12.03.2009 00:13 Uhr

    von H. Hindringer:

    Ich staune nicht schlecht. So ein rechtschaffener Mann. Oh, jetzt ist mir schlecht.

  • 11.03.2009 21:12 Uhr

    von Susi:

    Schade, ich kann mir nicht vorstellen, dass Tass so naiv ist und ohne juristische Beratung den Supermann spielen wollte. Also klingts eher nach einer unglaubwürdigen Ausrede.
    Mal sehen wie sich die Sache weiter entwickelt.

  • 11.03.2009 20:49 Uhr

    von http://www.ich.waehlepiraten.de:

    jetzt mal ehrlich wer soll diesen mist glauben, bestimmt kam die idee von der höchste stelle(image-retten-wahl-2009)


  • 11.03.2009 19:19 Uhr

    von Eisvogel:

    Die Standardausrede.

    Wenn ich Leuten das Telefon anzapfe kann ich mich auch nicht damit rausreden, privat Verbrechen aufzuklären. Dazu hab ich nämlich überhaupt kein Mandat.

    Das weiß doch jeder, was passiert wenn sowas auffliegt. Also bunkert man das nicht mal eben auf seiner Festplatte, es sei denn irgendwas treibt einen dazu. Was stärkeres als Vernunft.

  • 11.03.2009 19:11 Uhr

    von Bert:

    Wenn Tauss recht hat, dann müssen einige voreilige Massenmedien-Schmierfinken nebst Staatsanwalt wegen Verleumdung hinter Gitter.

  • 11.03.2009 19:05 Uhr

    von Stefan Müller:

    "Tauss gab an, er habe beweisen wollen, dass kinderpornographische Inhalte nicht frei im Internet zugänglich seien, sondern nur in abgeschlossenen Nutzergruppen gehandelt werden. Deshalb sei eine Zensur des Internets auch unnötig, so Tauss Ausgangsthese, die er bestätigt sah."

    Was ist denn das für ein Käse? Wie will er denn das beweisen? Dadurch dass er selbst angeblich nichts findet? Selten so einen Quatsch gehört.

  • 11.03.2009 18:59 Uhr

    von jhcsirjohnson:

    Sein Ruf wird auf ewig beschädigt sein. Schade eigentlich, da er immer für die Rechte von Internetnutzern eingetreten ist.

  • 11.03.2009 17:50 Uhr

    von Sven:

    Also entweder er lügt, oder er ist ziemlich naiv. So scheint es mir jedenfalls.
    Anfangs hatte ich ja die Vermutung, dass man Herrn Tauss die Vorwürfe nur in die Schuhe schieben wollte, aber er gibt sie ja zu. Wie naiv muss man denn als Politiker sein, zu glauben, man könnte in so einer Form, in so einem Milieu selbständig Ermittlungen anstellen? Das ist doch sowas von klar, dass es eine Menge Leute gibt, die ihm daraus sofort einen Strick drehen. Es ist halt verboten und ein unglaublich brisantes Thema. Wer da seine Hände so rein hält, muss sich doch nicht wundern, wenn er sich verbrennt. Egal welche Absichten er hatte. Ein Privatmensch muss ja schon Angst vor Strafverfolgung haben, wenn er versehentlich auf so eine Seite stößt und diese der Polizei melden will. Also für mich ist das Verhalten von Herrn Tauss total unverständlich.

  • 11.03.2009 17:09 Uhr

    von Josef:

    Kartofeln! alle.

  • 11.03.2009 17:06 Uhr

    von custodes:

    Alles sehr sehr fadenscheinig,
    ich gebe nur zu bedenken das sich Herr Tauss mehrmals gegen zweiterwerbe von Abgeordneten und die momentan noch durchzusetztenden Überwachungs und Internetsperren-Gesetze geäussert hat und sein iPhone keinerlei MMS Funktion hat.
    Herr Tauss scheint mir der Parteiführung oder gar der Regierung gegenüber in ungnade gefallen zu sein und müsse nun schnellstmöglich entfernt werden.
    KiPo ist da natürlich das mittel der Wahl Korruption u.ä. gehört ja zum guten Ton in der Politik und den Vorwurf der Kinderpornographie wird man nie mehr los, auch wenn es sich hinterher als Unterstellung o.ä. herausstellt.
    Komisch nur warum Herr Tauss sich wenn er sich äussert derart plump vorgeht.

  • 11.03.2009 17:01 Uhr

    von Jürgen Siepmann:

    Es wäre wünschenswert, wenn die TAZ einen Link zur Erklärung von Herrn Tauss vom 11.03.2009 anbringt und es dem Leser selbst ermöglicht, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, anstatt nur auf die Interpretationen der TAZ angewiesen zu sein.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder