• 23.08.2008

Russisches Militär bleibt in Georgien

Symphonie im Ausnahmezustand

Waleri Gergijew, Stardirigent und Leiter der Londoner Symphoniker, gibt in der südossetischen Hauptstadt ein Solidaritätskonzert.von Klaus-Helge Donath

  • 24.08.2008 20:38 Uhr

    von Jewgenij:

    Dem Kommentar von Herrn Peter Meyer kann ich nur anschließen. Doch im Grunde ist Klaus-Helge Donath nicht so schlecht im Schreiben, z.B. seinen Artikel über die russische Armee fand ich persönlich sehr gut dargestellt. Nur in in diesem Krieg als Autor hat Herr Donath keine Objektive Meinung, sondern macht nur Russland schlecht. Nicht in allem ist Russland in diesem Konflikt schlecht. Russland ist nicht in Georgien mit Panzern einmarschiert.
    Sondern Georgien! Beim Lesen -nicht nur von Donath- Artikeln hat man einen Eindruck, dass das kleine Georgien überfallen wurde von dem bösen und starken Russland. Nein, so ist das nicht! In den Westlichen Medien entwickelt sich regelrecht Hass auf Russland.

  • 23.08.2008 14:06 Uhr

    von Peter Meyer:

    Donath bleibt bei seiner Linie ... auch wenn er im kriegerisch überfallen Gebiet ist.

    Die Parteinahme des Dirigenten Gergijew für die Südosseten gereicht ihm immer noch zur (hier nur versteckten) Verurteilung der russischen Regierung, für deren Verhalten zum Schutz dieser Ethnie.

    Wie man es von ihm kennt, setzt er sich für die Ziele der CDU und deren neuer Außenpolitik ein, wenn er kein Wort über die tatsächlichen Leiden der dortigen Bevölkerung allgemein schreibt. Stattdessen diskreditiert er die "korrupte Regierung Koikoty" ohne Belege zu bringen. Schließlich ist die dortige Bevölkerung ja von ausschließlichem russischen TV verhetzt.

    Die Schwierigkeiten und Widersprüchlichkeiten eines Vielvölkergebiets im Nebeneinander sind nur minimal zuletzt angedeutet.

    Kein kritisches Wort über die Wirkung von Nationalismus und deren Instrumentalisierung im Interesse der herrschenden - globalisiert handelnden - Kräfte. Selbstverständlich nichts über den kriegerischen Nationalisten Saakaschwili, der dieses Fiasko zuerst zu verantworten hat.

    Im überfallen Gebiet zu sein und kein Wort darüber zu verlieren, das dort keine Hilfslieferungen des Westens ankommen, finde ich auch nicht toll.

    Wes Brot ich esse, des Lied ich singe (unterstelle ich), daß ist die Devise dieses Schreiblings, der sich deshalb auch in Rußland aufhält, weil er dort am meisten Kohle für seine Mission absahnen kann.

    Wer sich bei einem Besuch zum jetzigen Zeitpunkt in Zchinwali nicht mit der Wirkung von Nationalismus befaßt und so an der Oberfläche bleibt ist das Reisegeld nicht wert.

    Das ist kein guter Berichterstatter (nichts investigatives) für die taz. So Jemand sollte lieber gleich bei der "Welt" und/oder ihm sonst näher stehenden Zeitungen schreiben.

    P. Meyer

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