• 29.07.2010

Rücktrittsforderungen wegen Loveparade

Demo gegen Duisburger Bürgermeister

Adolf Sauerland will nichts mit den Entscheidungen zur Technoparty zu tun gehabt haben. Der Beamtenbund erwartet Konsequenzen.von Pascal Beucker

  • 31.07.2010 13:07 Uhr

    von Passagier:

    Dass solch eine Katastrophe einfach passieren kann, ohne dass es einen "Schuldigen" gibt, den man lynchen darf, dass es bei Massenaufläufen zu Panik und zu Toten kommen kann, sollte man wissen. Das kommt z.B. in Indien und Mekka jährlich vor. Das läuft unter dem, was Juristen "allgemeines Lebensrisiko" nennen - dem sich jeder aussetzt, der zu solchen Massenveranstaltungen geht.

    Hat der Duisburger Oberbürgermeister persönlich durch irgendein Handeln die Ursache für diese Katastrophe gesetzt? Falls nicht - warum sollte der Duisburger Bürgermeister zurücktreten?

    Die Rücktrittsforderungen, der politische Druck, die öffentliche Hetzjagd bis hin zu Morddrohungen erinnert mich an die amerikanischen Südstaaten der 1950er Jahren. Kam es dort zu einer Vergewaltigung, wurde der nächstbeste Schwarze gelyncht - es musste einfach irgendjemand büßen, damit sich die empörten Wallungen des Volkes beruhigen konnten.

  • 30.07.2010 16:34 Uhr

    von Lars:

    Welchen Grund hat es bei dieser Demo, eine Deutschlandfahne rumzuschwenken?

  • 29.07.2010 23:53 Uhr

    von Marino:

    Sehr geehrter Herr Sauerland,

    sie werden aufgrund der dramatischen und bedauerlichen Geschehnisse auf der Loveparade auf jeden Fall zurücktreten müssen. Dies aus mehreren Gründen:

    1. Als Leiter der Verwaltungsbehörde Duisburg werden sie sehr wohl in die Entscheidungsprozesse einbezogen und haben die Verantwortung für gefällte Entscheidungen (auch ohne ihre persönliche Unterschrift).

    2. Sollte dieses dann doch nicht der Fall gewesen sein, dann füllen sie ihr Amt sehr mangelhaft aus und sollten dieses schnellstmöglich niederlegen.

    3. Mag sein das ihnen das fremd ist, es gibt auch so etwas wie eine moralische Verantwortung und diese moralische Verantwortung wäre schon ein Rücktrittsgrund.

    4. Ein weiterer Rücktrittsgrund für sie sind ihre unverschämten und verletzenden Äußerungen nach der Tragödie in ihrer Stadt.



  • 29.07.2010 23:49 Uhr

    von Nikolini:

    Herr Sauerland klammert sich an seinem Amt.In der Planungsphase aussen vor, in der Genehmigungsphase aussen vor, und...., wo noch aussen vor ?
    Herr Sauerland hat das Direktionsrecht inklusive der
    Verpflichtungen die in diesem Amt inkludiert sind und
    das gilt insbesondere für diesen Megaevent !
    Fazit:Der Duisburger OB muss seinen Platz räumen,je schneller desto besser!

  • 29.07.2010 23:30 Uhr

    von rolf:

    rolf
    die gründe liegen doch viel viel tiefer.
    So ein Sauerland-Biertischler, was denkt er denn über raver, schwule und lesben - oder alle, die nicht seiner "ebene" entsprechen. Alles doch nur dreck.
    Und wenn man sie schon feiern lassen will, doch dann höchstens hinter starken Mauern und zäune, am besten vielleicht sogar stacheldraht? Und so war es.
    Eingezäunt auf dem alten Bahnhofsgelände und kontrolliert durch schmale einlässe sollten sie sich doch austoben. Das Geld allerdings, dass sie der pleitestadt bringen sollte - und das image - das wollte man allerdings gerne mitnehmen.
    Ich habe noch eine persönliche frage an den OB. Durften vielleicht seine kinder auf das fest - oder hätten sie dürfen, wenn er welche hätte? (ich weiss es nicht).
    ... und nun lege ich dem OB noch in den mund - so beim nächsten stammtisch "da reisst man sich ein bein aus, damit diese schlampen feiern können, und danach machen sie einen solchen zoff....!"

  • 29.07.2010 18:09 Uhr

    von Peter Schneider:

    Die Duisburger haben da keine Chance. Erfahrungsgemäß tritt ein Adolf nie freiwillig zurück.

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