• 01.02.2010

Rio Reisers Residenz

Nichts als Scherben

Die ehemalige Residenz von Rio Reiser in der nordfriesischen Gemarkung Fresenhagen steht zum Verkauf – weil den Erben die Kosten über den Kopf wachsen.von Klaus Irler

  • 04.02.2010 02:17 Uhr

    von Sanne:

    Guten Abend Herr W aus HH,

    ihre Bedenken in allen Ehren, aber möchte es mir nicht nehmen lassen; für einen Traum zu kämpfen!

    Ich habe zwar kein Geld, aber ich würde mit Leib und Seele gern dort oben leben wollen. Gern wäre ich Gastgeberin dieser wunderbaren multikulturellen Begegnungsstätte. Dieses Interesse habe ich bereits Herrn Möbius bekundet.

    Fresenhagen habe ich erst nach Rios Tod lieben gelernt. Es hat mich beeindruckt, was für wunderbare Menschen sich um Rio gescharrt haben(...). Es wäre traurig, wenn diese Menschen nun nicht mehr zusammen kämen.
    Das möchte ich mir nämlich auch nicht mehr nehmen lassen!
    Um Fresenhagen als solches am Leben zu erhalten; kämpfe ich. Dabei geht es mir nicht vorrangig um Rio, sondern um den Geist der nach Rios Tod dort entstanden ist. Aus vielen Sternchen sind ja mittlerweile richtige Stars geworden; da kann ich mir gut vorstellen, dass der Eine oder die Andere zu spenden bereit ist.
    Oder wie wäre es mit einer CD: zusammengestellt von Künstlern, denen der Erhalt von Fresenhagen wichtig ist?! -Aber das ist wahrscheinlich nicht profitabel genug.

    Ich danke soweit....

  • 03.02.2010 09:50 Uhr

    von Hamburgermünsterländer:

    Liebe Sanne und alle anderen, die sich verärgert fühlen,
    Fresenhagen liegt leider am Arsch der Welt. Es gab unzählige Veranstaltungen, zu der wenige Leute ausserhalb der näheren Umgebung gekommen sind. Die Wege sind einfach zu lang. Selbst aus Flensburg oder Kiel. Konzepte gab es auch schon sehr viele, das Rad umzulenken. Aber die Größe des Hauses und die vielen Köche, die an der Suppe mitrühren wollen, machen es schier unmöglich, profitabel zu arbeiten.

    Den von Sanne angesprochen guten Geist kann ich nur bestätigen. Es ist ein magischer Ort, wenn man ihm entgegnet und ihn auf sich zukommen lässt.

    Von meiner Seite aus möchte ich zum Abschluss noch erwähnen, dass dieses Gebäude eine Altlast hat. Egal ob Rio umgebettet wird oder nicht. Egal wer dort zukünftige wohnen wird. Die Zeit wird nicht stillstehen. Das wird viele von uns aber hoffentlich nicht davon abhalten, auch in Zukunft zu diesem Ort zu fahren - bspw. zum Todestag von Rio, am 20.08., auch wenn der dann schon in Berlin verschüttet liegt.
    Was aus meiner Sicht zählt sind die Erlebnisse, die Freunde, die ich dort gefunden habe und weiterhin um mich weiss und treffe. Es ist die Lebenseinstellung und - vor allem - die Lebensfreude, die einem an dem Ort immer zuteil wurde. Das kann mir keiner nehmen!

    Sollte sich ein vermögender Künstler wie bspw. Udo Lindenberg (im übrigen ja auch Wahlhamburger und Münsterländer) finden und das Haus übernehmen, stehen wieder viele Köche bereit, Salz, Kochlöffel, Petersilie, Chilli, Knoblauch, Lauch, Möhren... in die Suppe zu packen. Und wieder mal sind viele Köche dabei, die es anscheinend besser wissen. Ich für meinen Teil werde dann auch zukünftig gerne mal wieder dort aufräumen, saubermachen, umräumen oder sonstige Arbeit verrichten. Entscheidungen zu treffen obliegt dem Eigentümer.

    So, jetzt ist auch gut gewesen.
    Wir sehen uns in Fresenhagen!!!
    Herr W aus HH

  • 03.02.2010 02:30 Uhr

    von Sanne:

    Seit ca.2Wochen weiß ich, dass Fresenhagen verkauft werden soll! Diese Tatsache beunruhigt mich sehr. Es wäre sehr traurig wenn Rios Geist so völlig verschwinden würde. Jeder, der einmal in Fresenhagen war, weiß dass da ein guter Geist vorherrscht. Vielleicht täte dem Hof mal eine neue Bewirtung gut?! Ich habe mir schon viele Gedanken daran verschwendet, wie man der Künstlerstätte wieder beleben könnte (…).
    Aber mich fragt ja keiner!

  • 03.02.2010 01:03 Uhr

    von Nurich:

    @Herrn Sommerfeldt

    ...aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird!

  • 02.02.2010 18:51 Uhr

    von rds1960:

    Schade, dass sich niemand findet - z.B.von staatlicher Seite - das ganze Anwesen als Museum und Kulturzentrum zu erhalten. Mittlerweile sollte -wegen der nicht geringen kulturellen Bedeutung für die deutschsprachige Kunstszene - doch eine Art Denkmalschutz für diese Stätte gelten. Aber dies wird vielleicht erst in späteren Zeiten bewusst.

  • 02.02.2010 15:56 Uhr

    von Stuckradkracht:

    Ich lebe nur wenige Kilometer entfernt. Es
    wäre sehr schade. Auch für die ganze Gegend
    hier. Mit den Finanzen sieht es in Schleswig-
    Holstein so schlecht aus, daß von dieser Seite
    keine Hilfe zu erwarten ist. Es wird lieber
    Geld in dubiose Banken gesteckt. Auch wenn
    viele Ansichten aus der 68er-Zeit heute merk-
    würdig erscheinen. Auf lange Sicht hatten die
    Scherben und ihre Mitstreiter recht.

  • 02.02.2010 00:59 Uhr

    von vic:

    Carstensen und Kulturbeauftragte werden angestrengt weghören bei weiteren Anfragen. Rios ehemaliges Domizil ist nicht gerade das, was sich diese Leute unter Kultur vorstellen.

  • 01.02.2010 19:02 Uhr

    von karl sommerfeld:

    Gibt es ein Land auf der Erde,
    wo der Traum Wirklichkeit ist?
    Ich weiß es wirklich nicht.
    Ich weiß nur eins und da bin ich sicher,
    dieses Land ist es nicht. Dieses Land ist es nicht.

    (Der Traum ist aus
    von Ton Steine Scherben, 1972
    T/M: Rio Reiser und R.P.S. Lanrue )

  • 01.02.2010 17:49 Uhr

    von Beppi:

    Ich glaube, Rio würde nicht gerne nach Berlin umgebetet werden wollen.

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