Rette die Umwelt, zieh in die Großstadt
Das Mini-Impact-Haus
Effektive Nutzung des Raumes: Auf einer Fläche von 29 Quadratmetern in Frankfurt Sachsenhausen steht ein Passivhaus mit 145 Quadratmetern Wohnfläche. Die Zukunft der großstädtischen Architektur?von Sebastian Eder
Leserkommentare
31.07.2010 10:15 Uhr
von nico:
Der Trend in die Stadt ist längst da.
Viele Dörfer emtleeren sich.
Innerörtliche Wohnbebauungsmöglichkeiten gibt es
in diesen Ortschaften genügend.
Wir brauchen die Sardinenbüchse für Menschen nicht.
Wer das will soll das machen.
Eine besonders wünschenswerte Zielvorstellung ist das nicht.
Nicht alles was nach Öko riecht ist gesellschafts-
politisch notwendig oder erstrebenswert.
Die Zukunft stelle ich mir mit mehr Wohnfläche pro
Kopf vor nicht mit weniger.
Der Urökopapst Erhard Eppler hat immmer im Einfamilienhaus mit goßem Garten gelebt, das ist
auch gut so und artgerecht.
29.07.2010 15:24 Uhr
von Gloria:
Die Idee finde ich fantastisch! In die Höhe zu bauen ist in der Stadt sehr wertvoll, wenn es gut umgesetzt ist. Wenn man nicht im Wohnzimmer furzen möchte, kann man sich ja auch noch eine Rigipswand einziehen. Große Fenster sind doch optimal! Viel Höhe = viel Licht in der schmalen Bude. Ellen: nochmal genau nachlesen ... es sind 145 bewohnbare qm.
Meine Bedenken dabei:
1. Barrierefreiheit. Siehe Joachim.
2. Der Preis. Ein Haus wie das hier beschriebene ist auf eine Miet-/Wohnpartei ausgelegt ... Das mag sich vielleicht der jüngst erfolgreiche Architekt leisten können.
3. Brandschutz. Ein Haus aus Holz? Oh lala.
Also, das Konzept ist wie gesagt brilliant, aber in der Form riecht es unheimlich nach Prenzlauer Berg. Ich würde da gerne mal "von unten" rangehen und schauen, wie man denn günstigen Wohnraum so gestalten könnte. Dann würde es nämlich auch in Zukunft wesentlich mehr solcher Häuser geben :)
21.07.2010 21:55 Uhr
von Bob der Baumeister:
Gäbe es doch nur mehr Menschen welche sich Gedanken machen und für ihr Bedürfnisse durchdachte Lösungen entwickeln! Die Kommentare zeigen leider vorwiegend, dass es kritisieren und bemängeln weit leichter fällt als solche Ideen in eigene Konzepte zu integrieren.
Ich finde diese Lösung super! Wo andere sagen "das geht doch nicht" (29m2 Baufenster!!), findet ein anderer eine Lösung, thats it und nicht ob mir jemand beim kacken zuschaut...
20.07.2010 21:55 Uhr
von Allan Wegan:
Die Idee mit dem nachhaltigen Bauen ist gut (und alt).
Die Umsetzung der optimalen Flächennutzung ist in erster Linie unpraktisch. Statt eine einzelne Wohnung in die Höhe zu bauen, kann man doch auch einfach mehrere Wohnungen übereinander bauen. Klassische Hochhäuser sollte eigendlich jeder kennen.
Der ergraute Alte wird es auch leichter haben, wenn er den Fahrstuhl nur zum Betreten und Verlassen seiner Wohnung braucht, anstatt für jeden Zimmerwechsel...
Apropos Zimmerwechsel: Der Single braucht selbst tatsächlich keine Räume, sondern eigendlich nur einen Raum. Er könnte alleine sicher mit Bad, Küche und Wohnen/Schlafen in einem Raum gut leben.
Wenn da nicht der soziale Aspekt wäre. Auch Singles laden mal wen nach Hause ein (manche behaupten, dass sie sogar viel mehr Leute zu sich einladen, als andere Personengruppen).
Für wen wäre es wirklich überraschend, wenn sich Besucher nicht gerne beim Klogang im selben Raum wie der Gastgeber befänden. Das müssen nicht mal nur Kumpels oder Partygäste sein. Selbst Leute, die miteinander Sex haben, gehen oft gerne alleine aufs Klo.
Die Küche, das Schlafzimmer und das Wohnzimmer zu vereinigen - ja sogar die Dusche oder Badewanne mit zu integrieren - ist dagegen kein Problem. - Bei einem Single.
Die meisten Menschen brauchen Rückzugsräume. Spätestens Kinder brauchen eigene Zimmer, wenn sie sich nicht ständig von den Eltern und umgekehrt diese von ihnen beobachtet und genervt fühlen sollen.
Die großen Fenster in den Wänden sind dagegen überhaupt kein Problem: Gardinen gibt es schon länger.
Die Fenster im Boden wären bei einem Mehrfamilienhaus natürlich ein No-Go. Sowas kann man sich nur bei Architekturstudien leisten, deren praktischer Wert nicht im Vordergrund steht.
Es braucht weniger revolutionäre neue Wohnkonzepte, als eine konsequentere Nutzung bereits bekannter "Patterns". Hochhäuser sind nichts neues. Neu wäre, wenn diese so umgesetzt würden, dass man nicht jeden Pfurz des Nachbarn hört, die Wohneinheiten leicht belüftbar sind und das Gebäude selbst eine positive Energiebilanz hätte.
Machen wir uns nichts vor: Umweltschutz nur für Einfamilienhausbesitzer kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Es ist schön, dass man sich mit genug Geld Positivenergiehäuser und E-Autos leisten und damit das eigene Gewissen beruhigen kann. Aber das Einfamilienhaus, egal ob in der Stadt oder im Grünen, verblasst gegenüber der Wohnrealität der Massen. Die leben nämlich immer noch in Türmen. Man sollte sich also eher darauf konzentrieren, diese Türme menschenwürdiger und umweltverträglicher zu gestalten. Bei der Raumausnutzung sind die Türme jedenfalls auch jetzt schon spitze...
20.07.2010 14:25 Uhr
von Ellen:
Ich finde die Idee und auch die Umsetzung irgendwie sehr sympathisch.
Was ich allerdings weniger sympathisch finde ist sicherlich der Preis solch einer Wohnung. Ist ja immer schön und gut das nachhaltig und bedacht gebaut wird, aber wer kann sich das leisten?
Auf 29 qm wohnt sicherlich keine kleine Familie, sowas wäre wunderbar für Singles, Studenten usw. Diese allerdings haben kein Geld und werden in verwarzte, umweltunfreunliche und sanierungsbedürftige Wohnungen gesteckt (..wenn sie überhaupt wie in Hamburg eine Wohnung bekommen).
20.07.2010 09:32 Uhr
von Greg:
Man kann manchmal nicht alles in ein Haus packen, was es so gibt auf der Welt. Es ist eben eins von vielen Angeboten in einer Stadt. Falls der Besitzer nämlich einen Rasenmäher hat, muss er sich auch entscheiden, ob er auf die grüne Wiese zieht oder "ohne" Privatsphäre urban leben will... Usw.
19.07.2010 22:48 Uhr
von Stefan:
okay, man muss es wohl mögen.
ich habe mich auch schon immer gefragt, was daran umweltfreundlich ist, wenn man den ganzen tag in der stadt arbeitet, die blagen hin und her fährt und auf dem land seine schlafstätte hat.
19.07.2010 15:27 Uhr
von Helmut:
Ein Bad ohne räumliche Abtrennung vom Wohnzimmer? Wenn ich also meinen Geburtstag feiere, gucken mir 20 Leute beim Stuhlgang zu?
Super Idee! Und so umweltfreundlich.
15.07.2010 16:48 Uhr
von Joachim:
Das Problem dürfte allerdings die Barrierefreiheit sein. Von so einem Haus sollte sein Besitzer so lange wie möglich etwas haben.
Dies geht nur, wenn auch an Barierrefreiheit gedacht, falls der Besitzer so alt wird, dass er nicht mehr gut Treppensteigen kann.
Das müsste hier noch berücksichtigt werden.
Außerdem sollte an Privatsspäre gedacht werden. Nicht jeder mag große Fenster oder ein Bad ohne Abtrennung zu den anderen Räumen.