• 03.11.2010

Rekordergebnisse für die Grünen

Umfrage-Hoch nur schöner Schein?

Dass die Grünen im Bund vermeintlich vor der SPD liegen, ist ein großes Thema. Was oft vergessen bleibt: Zu diesem Ergebnis kommt nur ein einziges Umfrage-Institut.von Andreas Griess

  • 05.11.2010 16:32 Uhr

    von Quatsch:

    Die angeblichen Umfragewerte, die die Grünen weit vorn sehen, wird durch nichts bestätigt, was man so auf der Straße hört. Da zeigt man sich - gelinde gesagt - genervt von der Anbiederei der Grünen. Die Grünen sind höchstens das hinzunehmende Übel in der Parteienlandschaft. Aber Frau Roth gibt höchstens Anlass sich stilvoll wegzudrehen und Özdemir nervt nur.

  • 04.11.2010 12:41 Uhr

    von Steffen:

    Trotz "kometenhaftem" Aufstieg der Grünen bei Forsa kamen die Grünen zb. in Potsdam zusammen mit CDU, FDP gerade mal auf 20%.

    Soviel bleibt in der Realität von solch getürkten Umfragen übrig.

    Dieses Umfragehoch dient einzig und alleine dem Zweck die Grünen im Gespräch zu halten und Wahlwerbung zu betreiben.

    Dabei wird dann auch gerne vergessen das die Grünen in % die kleinste Oppositionspartei darstellen. Hier aber gehandelt werden als ob sie bereits alle anderen Parteien überflügeln.

    Hier braucht es langsam keine Wahlen mehr in Deutschland, das übernehmen ab jetzt sonderbare und bizarre Umfrageinstitute die alles andere als neutral und objektiv sind.

    Laut Güllner zb. scheint es garkeine Linke mehr zu geben, der redet nur noch von den anderen 4 wennn man dessen Aussagen aufmerksam verfolgt.

    Auch finde ich es unverschämt das div. Grüne hier auf den Protestzug aufspringen und sich als Rädelsführer ausgeben obwohl sie in den meisten Fällen weder an Organisation noch sonstwas beteiligt waren.

    Kenne zb. einige Leute die nicht mehr gegen Stuttgart 21 protestieren weil sie sich nicht vor den Grünen Karren spannen lassen wollen in den Medien.

    Diese Meinungsmache und gezielte Manipulation wird hier garnicht thematisiert.

    Meine abschliessende Meinung ist, die Grünen werden gar von konservativen Blättern als Ersatz-FDP für die CDU aufgebaut, man weiss das im Ernstfall die Grünen zur CDU/FDP tendieren wie auf Länderebene tagtäglich von den Grünen bewiesen wird.

    Stehen ja einige Wahlen an wo div. Annäherungen schon stattfinden.

    Bin jedenfalls dankbar in diesem Wust von politischer Wahlwerbung und dem Hype für die Grünen mal einen kritischen Kommentar/Bericht zu finden wo einem nicht langsam schlecht wird bei der derzeitigen Einseitigkeit.

  • 04.11.2010 12:30 Uhr

    von tuga:

    Die Ergebnisse solcher Umfragen sind keineswegs irrelevant. Es gibt Studien darüber, dass die frühzeitige Veröffentlichung von Wahlprognosen Wähler durchaus beeinflußen kann. In dem Sinn 'wer vorab zum Sieger erklärt wird - der wird auch gewählt'.

  • 04.11.2010 10:52 Uhr

    von abacus:

    Diese Umfragen sind in meinen Augen eh Humbug. Beim letzten Anruf bei mir wollten die wissen wie ich im Moment wählen würde sagte ich die Piraten. Daraufhin kam nur das er die nicht im System hat ich soll doch eine der etablierten Parteien nehmen. Soviel zur Relevanz der Umfragen

  • 04.11.2010 10:21 Uhr

    von Andi:

    Vor der Abstimmung über den neuen CDU-Landesvorsitzenden in NRW hat FORSA/Güllner Herrn Laschet weit vorne gesehen. Und wer ist dann von den CDU-Mitgliedern gewählt worden? Herr Röttgen. Soviel zu den Prognosekräften von FORSA/Güllner.

  • 04.11.2010 01:45 Uhr

    von Vale:

    Ach? Da habt ihr aber was bemerkt!
    Ich glaube keiner Umfrage mehr, seit sie kurze Zeit vor der Wahl 2005 die Union irgendwo bei 45% und die SPD jenseits der 25% gesehen haben und sie am Ende jeweils bei 35% landeten.
    2002 war das ganz ähnlich.

    Das hinter Umfragen herhecheln von Politik und v.a. Medien ist peinlich und destruktiv

  • 03.11.2010 22:33 Uhr

    von Anno Nüm:

    Wer weiß, wie die Umfragen ausgeführt werden, wundert sich sowieso warum sie noch einigermaßen stimmen.
    Ich selbst habe während meines Studiums für mehrere Institute gearbeitet. Im Laufe der Zeit lernt man, wie man Kontrollen der Institute umgehen kann. Ich (und alle anderen Miatarbeiter die ich kennengelernt habe), haben zeitweise alle Fragebögen selbst ausgefüllt. Wir hatten alle Scheinadressen und/oder Bekannte die gesagt haben:"füll man aus und gib unsere Adresse an. Wenn ne Kontrollkarte kommt, sagen wir dir Bescheid und du sagst uns was wir ankreuzen sollen."
    O.k. wir waren wenigstens so kreativ, dass wir uns versucht haben in andere Menschen reinzuversetzen (arm / reich, alt / jung, Stammwähler / Wechselwähler etc.). Vielleicht kommt dadurch ja auch ein repräsenter Durchschnitt heraus :-)

  • 03.11.2010 21:38 Uhr

    von EnzoAduro:

    Forsa sollte man mit Vorsicht genießen. Die haben keinen guten Ruf.

  • 03.11.2010 20:00 Uhr

    von R. Stüben:

    Güllner und die SPD sind seit Schröder`s Abgesang wie Hund und Katz.
    Auch Sarrazin ist ( noch ) SPD-Mitglied, und gleiches gilt wohl auch für Güllner.
    Zumindest bekommt er weder von der Ebert-Stiftung noch direkt von der SPD Aufträge seit Abwahl der Rot-Grünen im Bund.
    Das schmerzt , und so " rächt " man sich - trotz aller heftigen Dementis - mit solchen Horror-Zahlen.
    "Aufmerksamkeit ist ihm sicher, da die geneigten "Auftraggeber" RTL und Stern auch noch gut dafür bezahlen.Wes`Brot ich eß , des Lied ich sing.

  • 03.11.2010 17:50 Uhr

    von ösizecke:

    Ich glaube Forsa - denn dass der Herr Güllner rechnen kann, zeigt sich doch an der Bezahlung der Leute, die die Umfragen machen müssen. Nach Angaben von verdi 7 Euro/Stunde. Brutto. Dazu keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und der Gang zum Pott wird nicht bezahlt. Weitere Infos hier: http://publik.verdi.de/2010/ausgabe-10/gewerkschaft/gewerkschaft/seiten-4-5/A3 .

  • 03.11.2010 17:38 Uhr

    von Josef Riga:

    Egal ob zwanzig oder dreissig Perzent. Dass Die Bündnisgrünen so hoch gehandelt werden, zeigt nur an, dass ihre Verspiesserung entscheidend gelungen ist. Wer dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan nicht v e h e m e n t widerspricht, wer seine Stimme in der Friedensbewegung unterdrückt, für wenn die Schenkung atomwaffenfähiger U-Boote an Israel kein Problem darstellt, der ist vielleicht irgendwie "grün"; aber dieses armselige Bionade-Biedermeier kann keinen Anspruch auf eine neue, menschengerechtere Politik mehr erheben. Es ist bereits jetzt als Handlanger des Kapitals und nützlicher Idiot des "common sense" gescheitert.

  • 03.11.2010 16:34 Uhr

    von Thorsten:

    „Diese Prognose ist allerdings innerhalb der vergangenen zwei Wochen nicht eingetreten.“

    Das ist zumindest im Schnitt nicht richtig:
    http://urs-lesse.de/images/pollofpolls-forsa_en650.gif
    (Quelle der Daten ist Wahlrecht.de).

    Neben dem statistischen Fehler sollte beachtet werden, dass die einzelnen Institute für Ihre „Projektionen“ die ermittelten und gewichteten Daten noch einmal anpassen. Wer da großen Parteien (immer noch) einen Bonus einräumt, gerät leicht aus der Bandbreite der fehlerbedingten Streuung.

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