• 01.07.2009

Rehabilitierung der "Kriegsverräter"

SPD kommt auf Zickzackkurs ins Ziel

Die SPD will nun doch die NS-Urteile gegen "Kriegsverräter" aufheben. Die Union ebenso. Das ist auch ein Erfolg für die Linkspartei, die die Rehabilitierung betrieb.von Stefan Reinecke

  • 11.02.2011 17:55 Uhr

    von Lazertis:

    Alle diese Werte wie Treue, Kameradschaft, Patrio-
    tismus sie wurden von Mördern und Verbrechern ein-
    gefordert und für diese geleistet, nicht immer
    freiwillig aber auch keineswegs erzwungen.
    Es ist doch Quatsch, wenn jemand auf Moral und
    Ehre pocht, der z.B. Verantwortung für die Mafia
    trägt oder für die Nazis trug, für eine Gruppe
    von Kriminellen die Millionen von Menschen gemor-
    det haben.
    Es sind doch alle diese "aufrechten" patrioti-
    schen und kameradlich gesinnte Erfüllungsgehilfen
    die sich mitschuldig gemacht haben. Da erscheint
    mir einfach davonlaufen als das Harmlosere. Aber
    all diese Mitläufer die waren eben die Mehrzahl.
    Und so hat Demokratie nicht unbedingt etwas mit
    Moral zu tun.
    Nachbemerkung: einige Beiträge die ich hier lese,
    haben meiner Ansicht nach nichts mit Meinungs-äußerung zu tun sondern hier bricht sich eher
    geistige Verblendung Bahn. Ich vermisse den Re-
    spekt vor dem anderen.
    So widerfährt ihnen in diesem Forum mehr Frei-
    heit, als sie anderen zugestehen! Bleibt die
    Hoffnung, dass der eine oder andere daraus lernt.

  • 11.02.2011 17:54 Uhr

    von 08/15:

    Wie will das eigentlich die spd ihren Wählern erklären ?
    Wie will man da allen Ernstes die spd überhaupt noch wählen ? Von CDU ganz zu schweigen, wobei die Linke auch nicht wirklich eine Lösung ist, und Grün ist für mich eh raus. Habe ich einen vergessen. Nein, habe ich nicht !
    Echt ein ganz tolles Land, mit absoluten Spitzenleuten, komisch nur, daß die Sieger, in Form der USA, diese bescheuerten NS-Urteile gegen "Kriegsverräter" schon kurz nach dem Krieg aufhoben.
    Stellt sich nun die Frage, ist es der spd bisher egal gewesen, oder konnten und wollten sie diesen Unsinn nicht einsehen ?

    "So wuchs in der SPD-Fraktion langsam das Bewusstsein, dass es ein Fehler war, 2002 nur die NS-Urteile gegen Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aufzuheben, die "Kriegsverräter" aber auszunehmen."

    Aufgrund der langen Zeit nach dem Krieg, frage ich mich, ob denn da überhaupt Bewußtsein ist, oder ob das nicht alles schon mit zum Wahlkampf gehört ? Oder ganz spitz formuliert, die Entnazifizierung wurde äußerst schlampig durchgeführt. Oder noch anders gesagt, wenn man z.B. durch so manche Innenstadt geht, die im Krieg nur kaum zerstört wurde -
    schlampig gebombt liebe Amis, es hätte ruhig etwas mehr sein dürfen, und wenn man es ganz genau betrachtet, nicht die Japaner hatten die Atombombe verdient, nicht sie !
    Und genauso schlampig wurde und wird immernoch die Vergangenheit der Deutschen aufgearbeitet, wenn überhaupt.

    "Des iss ja nur soon wohlfühlgesetz. ich fragemich warum die cdu überhaupt dagegen war.....

    jetzt stimmen sie ja nur zu weil es sonst schelcht aussehn würde."

    Auch son Mist !
    Naja, typisch die Christen könnte man jetzt süffisant sagen. Die Rolle des Papstes damals war ja auch ziemlich komisch, um nicht zu sagen weicheimäßig. Stichwort Sippenhaft. Macht ja Deutschland heute immernoch so, wenn ein asylsuchender Vater bei einem amtlichem Dokument lügt und das dann rauskommt, wird die ganze Familie abgeschoben, egal ob die Kinder ein Top-Abitur haben, oder sie nicht die Muttersprache der Eltern sprechen, sondern nur Deutsch, sogar bei weitem besseres Deutsch, als so mancher aus Bayern, der Pfalz oder Hessen.
    Typisch deutsch eben - zum Glück kann ich sagen, daß meine Wurzeln nicht nur in Deutschland liegen.

  • 11.02.2011 17:54 Uhr

    von indiajo:

    Unfasslich. Diese windelweiche Umfaller SPD, den Linken zu Kreuze kriechend.
    Sie vermanscht, des klaren Denkens unfähig und abseits jeder Moral das "ius in bello" mit dem "ius ad bellum" und sanktioniert pauschal den Kameradenverrat. Aber wen wundert das noch bei der Yps-Partei.
    Sie würde damit gleichzeitig sanktionieren, würde ein BW Soldat zu den Taliban überlaufen und seine Kameraden ans Messer liefern.
    Sollte da jemand einen Unterschied sehen möge er sich sehr viel Mühe mit der Begründung geben.
    Die Geschichte mit der Parlamentsarmee reicht dafür nicht aus.

  • 11.02.2011 17:54 Uhr

    von hto:

    Die Aufhebung der Urteile wird nun ja kaum bis keine finanziellen Konsequenzen für das System und seine Steigbügelhalter haben - Nibelungentreue findet sich somit, wenn auch zeitgeistlich-stumpfsinnig reformiert, auch weiterhin im Kreislaufs des Wettbewerbs um die Hierarchie in materialistischer "Absicherung" von "WER SOLL DAS BEZAHLEN?", und der Krieg in leichtfertiger Kapitulation zur gepflegten Bewußtseinsschwäche geht weiter!?

  • 21.07.2009 21:06 Uhr

    von Lazertis:

    Alle diese Werte wie Treue, Kameradschaft, Patrio-
    tismus sie wurden von Mördern und Verbrechern ein-
    gefordert und für diese geleistet, nicht immer
    freiwillig aber auch keineswegs erzwungen.
    Es ist doch Quatsch, wenn jemand auf Moral und
    Ehre pocht, der z.B. Verantwortung für die Mafia
    trägt oder für die Nazis trug, für eine Gruppe
    von Kriminellen die Millionen von Menschen gemor-
    det haben.
    Es sind doch alle diese "aufrechten" patrioti-
    schen und kameradlich gesinnte Erfüllungsgehilfen
    die sich mitschuldig gemacht haben. Da erscheint
    mir einfach davonlaufen als das Harmlosere. Aber
    all diese Mitläufer die waren eben die Mehrzahl.
    Und so hat Demokratie nicht unbedingt etwas mit
    Moral zu tun.
    Nachbemerkung: einige Beiträge die ich hier lese,
    haben meiner Ansicht nach nichts mit Meinungs-äußerung zu tun sondern hier bricht sich eher
    geistige Verblendung Bahn. Ich vermisse den Re-
    spekt vor dem anderen.
    So widerfährt ihnen in diesem Forum mehr Frei-
    heit, als sie anderen zugestehen! Bleibt die
    Hoffnung, dass der eine oder andere daraus lernt.

  • 03.07.2009 07:46 Uhr

    von 08/15:

    Wie will das eigentlich die spd ihren Wählern erklären ?
    Wie will man da allen Ernstes die spd überhaupt noch wählen ? Von CDU ganz zu schweigen, wobei die Linke auch nicht wirklich eine Lösung ist, und Grün ist für mich eh raus. Habe ich einen vergessen. Nein, habe ich nicht !
    Echt ein ganz tolles Land, mit absoluten Spitzenleuten, komisch nur, daß die Sieger, in Form der USA, diese bescheuerten NS-Urteile gegen "Kriegsverräter" schon kurz nach dem Krieg aufhoben.
    Stellt sich nun die Frage, ist es der spd bisher egal gewesen, oder konnten und wollten sie diesen Unsinn nicht einsehen ?

    "So wuchs in der SPD-Fraktion langsam das Bewusstsein, dass es ein Fehler war, 2002 nur die NS-Urteile gegen Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aufzuheben, die "Kriegsverräter" aber auszunehmen."

    Aufgrund der langen Zeit nach dem Krieg, frage ich mich, ob denn da überhaupt Bewußtsein ist, oder ob das nicht alles schon mit zum Wahlkampf gehört ? Oder ganz spitz formuliert, die Entnazifizierung wurde äußerst schlampig durchgeführt. Oder noch anders gesagt, wenn man z.B. durch so manche Innenstadt geht, die im Krieg nur kaum zerstört wurde -
    schlampig gebombt liebe Amis, es hätte ruhig etwas mehr sein dürfen, und wenn man es ganz genau betrachtet, nicht die Japaner hatten die Atombombe verdient, nicht sie !
    Und genauso schlampig wurde und wird immernoch die Vergangenheit der Deutschen aufgearbeitet, wenn überhaupt.

    "Des iss ja nur soon wohlfühlgesetz. ich fragemich warum die cdu überhaupt dagegen war.....

    jetzt stimmen sie ja nur zu weil es sonst schelcht aussehn würde."

    Auch son Mist !
    Naja, typisch die Christen könnte man jetzt süffisant sagen. Die Rolle des Papstes damals war ja auch ziemlich komisch, um nicht zu sagen weicheimäßig. Stichwort Sippenhaft. Macht ja Deutschland heute immernoch so, wenn ein asylsuchender Vater bei einem amtlichem Dokument lügt und das dann rauskommt, wird die ganze Familie abgeschoben, egal ob die Kinder ein Top-Abitur haben, oder sie nicht die Muttersprache der Eltern sprechen, sondern nur Deutsch, sogar bei weitem besseres Deutsch, als so mancher aus Bayern, der Pfalz oder Hessen.
    Typisch deutsch eben - zum Glück kann ich sagen, daß meine Wurzeln nicht nur in Deutschland liegen.

  • 02.07.2009 20:18 Uhr

    von The Stiffmaster:

    Im Schützengraben geht es nicht mehr um Ideologien, sondern ums nackte Überleben. Wenn jemand im Gefecht seinen Posten verlässt um die eigene Haut zu retten, dann gibt er seine nächsten Kameraden u.U. dem Tod preis.
    Desateure verraten nicht die Sache für welche sie kämpfen sollen, sondern sie verraten die Soldaten, die sich auf sie verlassen. Damit ist jeder Desateur ein Schwein. Ich war selber Soldat und würde keinen Moment zögern denjenigen, der seinen Posten verlässt und somit auch mich im Stich lässt umgehend zu erschießen.

  • 02.07.2009 15:36 Uhr

    von indiajo:

    Unfasslich. Diese windelweiche Umfaller SPD, den Linken zu Kreuze kriechend.
    Sie vermanscht, des klaren Denkens unfähig und abseits jeder Moral das "ius in bello" mit dem "ius ad bellum" und sanktioniert pauschal den Kameradenverrat. Aber wen wundert das noch bei der Yps-Partei.
    Sie würde damit gleichzeitig sanktionieren, würde ein BW Soldat zu den Taliban überlaufen und seine Kameraden ans Messer liefern.
    Sollte da jemand einen Unterschied sehen möge er sich sehr viel Mühe mit der Begründung geben.
    Die Geschichte mit der Parlamentsarmee reicht dafür nicht aus.

  • 01.07.2009 12:57 Uhr

    von grego:

    At least in my jurisdiction, making military comradeship sacred could be see as the first step towards disobeying unfair orders. Unfortunately in the case of the wehrmacht the 'comradeship' and 'betrayal' seems towards hierarchy rather than being horizontal. Maybe the SPD made a 'freudian slip.'..

  • 01.07.2009 12:11 Uhr

    von Lars:

    Man sollte die Leute nicht nur rehabilitieren sondern sie im Gegenzug sogar für ihren Mut und ihre Entschlossenheit ehren. Ich würde mir wünschen, daß in heutigen Zeiten, wo der Kampf gegen die braune Pest nicht mehr so gefährlich ist wie damals, sich mehr Leute ein Beispiel an diesen Helden nehmen.

    Das die CDU hingegen sich lange gesträubt hat, diese Menschen zu rehabilitieren ist wohl keine große Überraschung, denn wer einen Hans Filbinger als Minister in seinen Reihen führte hat an sowas natürlich kein Interesse.

  • 01.07.2009 11:35 Uhr

    von name:

    naja sowirklich passiert ja nichts.

    Des iss ja nur soon wohlfühlgesetz. ich fragemich warum die cdu überhaupt dagegen war.....

    jetzt stimmen sie ja nur zu weil es sonst schelcht aussehn würde.

    Mann kann bei unseren Parteien nur zwischen Bonzen und Nazis wählen iss schon irgendwie ärgerlich.

  • 01.07.2009 11:14 Uhr

    von Dummer Junge^^:

    Entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber was bringt das? Ich habe mich ehrlich gesagt nie mit dem Thema beschäftigt, wenn ich es aber richtig verstanden habe, sollen die alten Urteile des NS-Regime aufgehoben werden im Bezug auf Kriegsverräter. Sind denn nicht durch den Fall des NS-Regime sowieso alle Urteile ungültig und verlieren somit ihre Rechtkräftigkeit? Wem soll dieses ganze Verfahren nutzen? Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Politik sich mit der Zukunft, statt mit der Vergangenheit beschäftigt? Ich kann eben keinen Sinn in dem ganzen erkennen, oder sitzt noch jemand in Gefangenschaft und kann somit in Freiheit gelangen, dann würde ich es verstehen. Wieviel Kosten verursacht eigentlich dieses ganze Verfahren? Werden hier evtl. Steuergelder für neue Geschichtsbücher verbrannt? Bitte klärt mich auf, es interresiert mich wirklich und ich will hier auch nicht provozieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dummer Junge

  • 01.07.2009 10:35 Uhr

    von katzengoldfisch:

    von der sachlichen Ebene getrennt betrachtet,ist das doch alles Kinderkacke! "Die CDU will der LINKS-Partei keine Erfolg schenken" - wenn ich das schon wieder lese, könnte ich kotzen. Ich habe das Gefühl mittlerweile jeden zu verstehen, der nicht mehr wählen gehen will. Bei einem solchen Zirkus der Eitelkeiten, fragt man sich doch echt was die Politik darstellen soll.

    Auch der Sachebene: schön, dass zumindest irgendwas in Deutschland passiert.

  • 01.07.2009 10:18 Uhr

    von Gott:

    Die CDU ist eigentlich dagegen, wenn die SPD will aber doch dafür, aber nicht wenn der Antrag von den Linken unterstützt wird? Kann man den Typen nicht mal klar machen, dass sie Politik machen sollen und keine Theatervorführungen?!?

  • 01.07.2009 09:55 Uhr

    von bichette:

    im umkehrschluss bedeutet diese aufhebung der unrechtsurteile, dass alle ehemaligen soldaten zumindest potentielle straftäter sein könnten. eine diskussion darüber wäre interessant und würde sicher nachträglich so manche weitere schandtat ans licht bringen, die im namen der deutschen begangen wurde.dass die neonazis die wehrmachtsausstellungen so vehement bekämpfen, ist dadurch begründet.

  • 01.07.2009 09:45 Uhr

    von hto:

    Die Aufhebung der Urteile wird nun ja kaum bis keine finanziellen Konsequenzen für das System und seine Steigbügelhalter haben - Nibelungentreue findet sich somit, wenn auch zeitgeistlich-stumpfsinnig reformiert, auch weiterhin im Kreislaufs des Wettbewerbs um die Hierarchie in materialistischer "Absicherung" von "WER SOLL DAS BEZAHLEN?", und der Krieg in leichtfertiger Kapitulation zur gepflegten Bewußtseinsschwäche geht weiter!?

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