• 04.09.2010

Regisseur Kamerun über Theaterbetrieb

"Das fühlt sich fast an wie Zensur"

Der Musiker und Regisseur Schorsch Kamerun über die Verquickung kommerzieller und künstlerischer Interessen im Theaterbetrieb.von Till Briegleb

  • 04.09.2010

Regisseur Kamerun über Theaterbetrieb

"Das fühlt sich fast an wie Zensur"

Der Musiker und Regisseur Schorsch Kamerun über die Verquickung kommerzieller und künstlerischer Interessen im Theaterbetrieb.von Till Briegleb

  • 04.09.2010 23:10 Uhr

    von David Danys:

    Sehr interessanter, richtiger Artikel.

    Wohin die Entwicklung führen kann (ich erinnere an Herr Kameruns Idee, Waffen der Bundeswehr sponsern zu lassen), ist das russische U-Boot TK-20, das 2000 durch einen "Partnerschaftsvertrag" der Russischen Föderation mit einem Stahlgiganten, auf dessen Namen "SeverStal" getauft wurde.

    http://de.wikipedia.org/wiki/TK-20

  • 04.09.2010 15:43 Uhr

    von Harald Hamburg:

    Mal ehrlich, Schorsch,

    wenn Deine Projekte zu wenig Menschen dazu bewegen können, die Früchte ihrer (zuweilen sehr harten) Arbeit für diese auszugeben, dann musst Du (!!!) und Deine Kunst eben von Sponsoren finanziert werden.

    Sehe den Tatsachen einfach mal in die Augen: Du stehst auf der Payroll von Banken! Hahahaha

  • 04.09.2010 13:14 Uhr

    von Ludo K.:

    Über genau dieses Thema hat sich auch der Journalist Daniel Fallenstein während einer Diskussion im 'Kunsthaus Tacheles' ausgelassen ( http://www.youtube.com/watch?v=lvvplq7K6gs - ab ca. 3:45 Min ). Und das VOR Mitarbeitern des Tacheles, die staatlicher Förderung von Kunst sicher auch nicht abgeneigt sind. Das Berliner Kunsthaus erhielt und erhält allerdings keinerlei staatliche Unterstützung - muss man fairerweise anmerken.

  • 04.09.2010 10:17 Uhr

    von Seb g.:

    klar vertraege binden und des ganze ist komplieziert aber geld spielt leider auch bei kultur eine rolle ... aber eigentlich sollte klar sein das inhalt werbe banner uebertrumpft... kuenstler sollten aber schon selber bestimmen welche sachen sie bewerben und wie... aber auch das is einfacher geschrieben als gemacht... ironI is wohl das stichwort bei kunst und werbung... oder aber auswahl \ gegenseitige beeinflussung...

  • 04.09.2010 08:58 Uhr

    von Eisvogel:

    Dann sprich auch über die andere Seite: den Wunsch (die Erwartung?) von Künstlern nach Einkommensverhältnissen, die diese Berufe eigentlich nicht hergeben. Natürlich inklusive Schieflagen - da bekommt der Regiestar wirklich gutes Geld, ein Dramaturg steht ihm auf einer kleinen BAT-Stelle zur Seite, dessen de-facto Assistent darf sich -als Praktikant tituliert- gnädigerweise für lau seinen lebenslauf aufhübschen und der Kulissenmalocher lebt in geregelter Prekarität.

    Wirklich frische junge Leute könnten mit dem, was den klassischen Häusern immer noch an Staatsknete bleibt, sicherlich Theater auf höchstem Niveau machen.

    Natürlich sollte der Staat sich nicht so zurück ziehen wie er es tut. Eine Kunst aber, die statt der eigenen Ausgabenverteilung lieber gleich die Bank anguckt...naja.

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