Ihr erstes Spiel in der Saison gegen den HSV gewinnt Holstein Kiel 1:2. Das tröstet aber nicht über die Turbulenzen der Vergangenheit hinweg. Deswegen wollen die Kieler jetzt alles neu machen.von Roger Repplinger
Sehr geehrter Roger Repplinger, Ich habe Ihren Artikel über Holstein Kiel als Kieler mit Interesse verfolgt. Meine Stimmungslage wandelte sich allerdings im Laufe der Lektüre von "freudig erwartend" zu "kopfschüttelnd". Was soll Ihr Artikel explizit ausdrücken? Dass Holstein Kiel ein künstlich von Großmarkt-Milliardären am Leben gehaltenes Konstrukt ist, das nur mit Hilfe von Mauscheleien, Betrug und Korruption überhaupt am Leben gehalten werden kann? Dieser Eindruck entsteht und lässt, vorsichtig formuliert, Zweifel an Ihrer Objektivität (sowie - mit Verlaub - an Ihrem Sachverstand) zu. Zu behaupten, dass der "Fall Götz" nur außerhalb Kiels zu einem objektiven Urteil bzw. zu einem Sieg Götz´ führen könne, grenzt an Rufmord und unterstellt nicht nur Holstein, nein, der gesamten Landeshauptstadt Kiel Korruption und Schattenwirtschaft. Wie können Sie, Herr Repplinger, sich dieses Urteil erlauben? Stammen Sie aus Kiel? Waren Sie JEMALS im Holsteinstadion oder dessen Umfeld ? Ihr Artikel lässt daran Zweifeln. Ich bitte darum, beim nächsten Versuch ein wenig mehr Objektivität zu wahren - oder es zu lassen.
Gruß, Julian Lutzebäck
09.08.2010 11:39 Uhr
von Burkhard Leo:
Der Artikel erweckt den falschen Eindruck, Götz sei zunächst beurlaubt worden und erst später sei der Vorwurf, er habe einen Spieler geschlagen, erhoben worden, um eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen und auf diese Weise die Abfindung zu sparen. Das stimmt jedoch defintiv nicht. In der KN-Online-Ausgabe vom 16. September 2009, in der die Gründe für die Beurlaubung geschildert werden, heißt es: "Selbst ein außergewöhnlicher Vorfall am 8. August in Braunschweig hatte die Mannschaft nicht bewogen, auf Distanz zu ihrem Trainer zu gehen. Unmittelbar nach der Niederlage hatte Götz in der Kabine Marco Stier attackiert, wie KN-Online aus mehreren Quellen bestätigt wurde. Ein Augenzeuge erklärte: 'Der Trainer hat Marco erst angeschrien und dann mit der flachen Hand an die Stirn geschlagen.' Im Berufsleben gilt eine solche Handgreiflichkeit als Grund für eine fristlose Entlassung." Holstein Kiel hat nach dem 16. September versucht, mit Götz eine Einigung zu erzielen, denn natürlich lag es auch nicht im Interesse der Verantwortlichen bei Holstein, in der Öffentlichkeit "schmutzige Wäsche zu waschen". Erst, nachdem eine Einigung mit Götz nicht zu erzielen war, wurde die fristlose Kündigung ausgesprochen - was selbstverständlich notwendig war, um die Rechtsposition von Holstein zu wahren. Denn bekanntlich muss innerhalb von zwei Wochen die fristlose Kündigung ausgesprochen werden, wenn der Arbeitgeber Kenntnis von Umständen erlangt, die zur Kündigung berechtigen, andernfalls verfällt das Kündigungsrecht. Holstein Kiel hat also durch die Beurlaubung und den einstweiligen Verzicht auf eine fristlose Kündigung Kündigung nur versucht, den Schaden für alle Beteiligten möglichst klein zu halten. Erst, nachdem dies gescheitert war, wurde die fristlose Kündigung ausgesprochen. Leider liest sich das in Ihrem Kommentar völlig anders.... Und einen Kommentar zu der Aussage, Götz habe nur vor einem Gericht, das "weit weg von Kiel" sei, spare ich mir. Nur soviel: Es ist schon starker Tobak, der Richterin am Arbeitsgericht zu unterstellen, sie habe aus Lokalpatriotismus das Recht gebeugt.
09.08.2010 03:33 Uhr
von M. Drews:
Haben sie sich eigentlich mal durchgelesen was sie da schreiben?
Herr Götz wurde beurlaubt weil die Tätlichkeit bekannt wurde, die Vorwürfe gab es also vor der Beurlaubung, nicht danach.
Sehr interessant ist auch das sie allen Kieler und unmittelbarer in der Nähe liegenden Gerichten die objektivität absprechen.
Leserkommentare
09.08.2010 12:21 Uhr
von Julian Lutzebäck:
Sehr geehrter Roger Repplinger,
Ich habe Ihren Artikel über Holstein Kiel als Kieler mit Interesse verfolgt. Meine Stimmungslage wandelte sich allerdings im Laufe der Lektüre von "freudig erwartend" zu "kopfschüttelnd".
Was soll Ihr Artikel explizit ausdrücken?
Dass Holstein Kiel ein künstlich von Großmarkt-Milliardären am Leben gehaltenes Konstrukt ist, das nur mit Hilfe von Mauscheleien, Betrug und Korruption überhaupt am Leben gehalten werden kann?
Dieser Eindruck entsteht und lässt, vorsichtig formuliert, Zweifel an Ihrer Objektivität (sowie - mit Verlaub - an Ihrem Sachverstand) zu.
Zu behaupten, dass der "Fall Götz" nur außerhalb Kiels zu einem objektiven Urteil bzw. zu einem Sieg Götz´ führen könne, grenzt an Rufmord und unterstellt nicht nur Holstein, nein, der gesamten Landeshauptstadt Kiel Korruption und Schattenwirtschaft.
Wie können Sie, Herr Repplinger, sich dieses Urteil erlauben? Stammen Sie aus Kiel? Waren Sie JEMALS im Holsteinstadion oder dessen Umfeld ? Ihr Artikel lässt daran Zweifeln.
Ich bitte darum, beim nächsten Versuch ein wenig mehr Objektivität zu wahren - oder es zu lassen.
Gruß,
Julian Lutzebäck
09.08.2010 11:39 Uhr
von Burkhard Leo:
Der Artikel erweckt den falschen Eindruck, Götz sei zunächst beurlaubt worden und erst später sei der Vorwurf, er habe einen Spieler geschlagen, erhoben worden, um eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen und auf diese Weise die Abfindung zu sparen. Das stimmt jedoch defintiv nicht. In der KN-Online-Ausgabe vom 16. September 2009, in der die Gründe für die Beurlaubung geschildert werden, heißt es: "Selbst ein außergewöhnlicher Vorfall am 8. August in Braunschweig hatte die Mannschaft nicht bewogen, auf Distanz zu ihrem Trainer zu gehen. Unmittelbar nach der Niederlage hatte Götz in der Kabine Marco Stier attackiert, wie KN-Online aus mehreren Quellen bestätigt wurde. Ein Augenzeuge erklärte: 'Der Trainer hat Marco erst angeschrien und dann mit der flachen Hand an die Stirn geschlagen.' Im Berufsleben gilt eine solche Handgreiflichkeit als Grund für eine fristlose Entlassung."
Holstein Kiel hat nach dem 16. September versucht, mit Götz eine Einigung zu erzielen, denn natürlich lag es auch nicht im Interesse der Verantwortlichen bei Holstein, in der Öffentlichkeit "schmutzige Wäsche zu waschen". Erst, nachdem eine Einigung mit Götz nicht zu erzielen war, wurde die fristlose Kündigung ausgesprochen - was selbstverständlich notwendig war, um die Rechtsposition von Holstein zu wahren. Denn bekanntlich muss innerhalb von zwei Wochen die fristlose Kündigung ausgesprochen werden, wenn der Arbeitgeber Kenntnis von Umständen erlangt, die zur Kündigung berechtigen, andernfalls verfällt das Kündigungsrecht.
Holstein Kiel hat also durch die Beurlaubung und den einstweiligen Verzicht auf eine fristlose Kündigung Kündigung nur versucht, den Schaden für alle Beteiligten möglichst klein zu halten. Erst, nachdem dies gescheitert war, wurde die fristlose Kündigung ausgesprochen. Leider liest sich das in Ihrem Kommentar völlig anders....
Und einen Kommentar zu der Aussage, Götz habe nur vor einem Gericht, das "weit weg von Kiel" sei, spare ich mir. Nur soviel: Es ist schon starker Tobak, der Richterin am Arbeitsgericht zu unterstellen, sie habe aus Lokalpatriotismus das Recht gebeugt.
09.08.2010 03:33 Uhr
von M. Drews:
Haben sie sich eigentlich mal durchgelesen was sie da schreiben?
Herr Götz wurde beurlaubt weil die Tätlichkeit bekannt wurde, die Vorwürfe gab es also vor der Beurlaubung, nicht danach.
Sehr interessant ist auch das sie allen Kieler und unmittelbarer in der Nähe liegenden Gerichten die objektivität absprechen.