Regensburger Domspatzen
Die Kirchenväter und die Angst
Die Eltern der Domspatzen sind erschüttert über die Missbrauchsfälle. Doch das größte Hindernis ist ihr Bischof. Der regiert mit harter Hand – nur mit pädophilen Priestern ist er nachsichtiger.von Philipp Gessler
Leserkommentare
11.12.2010 13:18 Uhr
von Heribert:
Und so verfährt das Bistum Regensburg mit den Opfern die sich melden:
http://www.regensburg-digital.de/ex-domspatz-fragt-wo-bleibt-der-missbrauchsbericht-der-diozese/08122010/
15.03.2010 21:50 Uhr
von Ministrant:
Bischof Müller ist bekanntermaßen schwul. Und, liebe taz, Homosexualität ist leider (siehe Volker Beck und seine gottlob mittlerweile korrigierten Ansichten zum Kindersex) ein Risikofaktor. Es paßt nicht so ganz, gegen die Kirche zu wettern, aber die Schwulen-Subkultur zu feiern.
Etwas anderes: In Regensburg ist es schon lange bekannt, dass im Internat noch vor wenigen Jahren ältere, schon erwachsene Jungs mit kleineren Jungs Dinge angestellt haben, die strafbar sind. Das wurde vertuscht. Lachhaft also, daß das Bistum davon angeblich nichts weiß.
15.03.2010 19:41 Uhr
von Daniel:
Einerseits sprechen Sie davon, der Bischof habe ein fast psychopatisches Verhältnis zur Presse, andererseits schreiben Sie von "beklemmenden Bildern im Kopf", wenn Sie ein Kind in der Nähe eines Bischofs sehen.
Wer hat hier wozu ein fast psychopathisches Verhältnis ?
15.03.2010 18:14 Uhr
von joHnny:
...und wo sind die kirchenmütter?!...
15.03.2010 17:41 Uhr
von Horst Elbrecht:
In der DDR wäre soetwas nicht möglich gewesen
15.03.2010 17:24 Uhr
von Horst:
Im Rahmen der vielen Diskussionen liest man immer wieder die Aufforderung aus der Kirche auszutreten und damit dieses Treiben nicht auch noch zu finanzieren. Dabei wird vergessen, dass neben der Kirchensteuer, der Staat jedes Jahr mit Milliarden diese Institution finanziert. Wen das interessiert kann sich in der Studie von Carsten Frerk:
"Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland"
darüber näher informieren. Bevor Sie sich damit beschäftigen sollten Sie sich aber einen Vorrat an Beruhigungspillen beschaffen.
15.03.2010 16:27 Uhr
von Berta Sonne:
Einer meiner akademischen Lehrer, der Kantianer Manfred Zahn, sagte, man könne schon am Prinzip einer Ideologie das Resultat dieser Ideologie erkennen. In diesem Sinne meine ich zur Ideologie des Vatikan:
Ein Gott ohne Göttin, Priester ohne Priesterinnen - in seinen seinen mythisch formulierten Prinzipien und in seiner sinnfälligen organisatorischen Praxis ist die Ideologie des Vatikans einseitig.
Ein monopolischer Denkansatz (Gott ohne Göttin) produziert der Logik nach Autismus, Totalitarismus und die lebensfeindliche Unfähigkeit, sich auf alternative eigenursprüngliche Denkansätze einzulassen. Aus eingübter Scheu vor einem anderen Denken wenden sich die von der vatikanischen Ideologie Beherrschten eher wehrlosen Kindern zu als mehr oder weniger selbstbewusst-souveränen erwachsenen Menschen.
Frauenfeindlichkeit ist ebenso eine offenkundige Folge der monopolischen vatikanischen Ideologie wie der Hang, auf übermächtige Führergestalten zu setzen, wie etwa bei der Zustimmung der vatikanischen Zentrumspartei zum Ermächtigungsgesetz am 23.3.1933.
Wegen einseitig monopolischer Ideologie der Psyche nach Ungeborene entwickeln außerdem einen zwangsneurotischen Hang zum "ungeborenen Leben", während sie das geborene Leben im Grunde gar nicht ertragen können, ja es dem Missbrauch ausliefern, nicht nur sexuell, auch in der Ökonomie durch Ausbeutung oder im Krieg durch Verheizung.
Margot Kässmann ist wegen einer strafrechtlichen Lappalie zurückgetreten, aber wer von den vatikanischen Priestern ist wegen Kindesmissbrauch oder wegen Sympathisantentum mit dem Faschismus zurückgetreten? Manche Manager und Minister sind in jüngster Zeit zurückgetreten, denn sie haben Verantwortung für ihre verhängnisvollen Vorgaben übernommen, auch wenn sie nicht unmittelbar Täter waren. Im Vatikan steht die Übernahme von Verantwortung noch aus.
Diese Verantwortung wird vermutlich vom Vatikan nie wirklich übernommen werden, denn Leute mit kategorialer Blindheit sind in ihrer autistischen Naivität gar nicht fähig, zu erkennen, was sie anrichten.
Daher kann nur jede/r selber handeln und die Mitgliedschaft in einer vom Denkansatz her lebensfeindlichen Organisation beenden.
Ich kann ich nicht verstehen, wie eine Frau überhaupt Mitglied der offenkundig frauenfeindlichen vatikanischen Organisation sein kann. Ich kann auch nicht verstehen, wieso Eltern ihre Kinder an Einrichtungen des Vatikan ausliefern. Und noch weniger verstehe ich, wieso Männer in einer doch irgendwie unmännlichen Organisation Mitglied sein können, wo jedes mannhaft-mutige Auftreten (z.B. Jan Hus, Giordano Bruno, H.Küng, E. Drewermann) unerwünscht ist, bis hin zur Todesstrafe.
15.03.2010 15:05 Uhr
von Horst:
Filmtip zum aktuellen Thema:
Agora - die Säulen des Himmels
seit Donnerstag im Kino
15.03.2010 14:19 Uhr
von Christian:
Wolfgang, Tote schweigen.
Aber zum Artikel, sollen mich furchtbare Sätze wie „In Regensburg an der Donau, da liebt man seine toten Bischöfe, und seine Kinder liebt man wie überall auf Gottes weiter Welt.“ zum Weiterlesen animieren? Im Wesentlichen habe ich nur weitergelesen um herauszufinden, ob das wirklich ernst gemeint war.
15.03.2010 14:12 Uhr
von Sperling:
Hallo Domtauben-Freund,
dort steht, dass Bischof Müller Anzeige gegen die Domtauben wegen dieses treffenden Bilds erstattet hat.
Dann dürfte das der taz auch blühen, auch wenn ich die Aussage: "Doch das größte Hindernis ist ihr Bischof. Der regiert mit harter Hand – nur mit pädophilen Priestern ist er nachsichtiger." für absolut zutreffend halte!
15.03.2010 13:18 Uhr
von Wolfgang:
In den USA haben sich nach heutigen Nachrichten ARD 4400 Priester an Kindern vergangen. Dafür muß der Vatikan schon reichlich zahlen. Geht man noch mal von der gleichen Dunkelziffer aus, sind ja fast alle Priester "nicht normal". Aber das geht dem Müller von Regensburg sichtlich am A.. vorbei. Um am Katholizismus festhalten zu können, muß man schon über ein unnormales Denken verfügen, krank sein und auch noch die Sicherheit des Staates geniesen.
"...so wahr mir Gott helfe!" Grausamer gehts nimmer!
Aber "lieber Gott," warum schweigst du zu allem?????
15.03.2010 13:02 Uhr
von Domtauben-Freund:
Die Regensburger Domtauben haben schon vor Jahren auf das große Herz des Regensburger Bischofs für Pädophile aufmerksam gemacht:
http://domtaube.wordpress.com/2007/09/08/bravo-bischof-muller/