Rechtsradikale greifen Staat an
Weniger Rassismus-Morde in Russland
Erstmals nach sechs Jahren ist die Zahl der Morde aus fremdenfeindlichen Motiven in Russland gesunken. Doch Neo-Nazi-Gruppen greifen jetzt auch Staatseinrichtungen an.von Bernhard Clasen
Leserkommentare
29.01.2010 07:22 Uhr
von K.N.:
Ich finde den Artikel viel zu optimistisch. Nur noch 70 statt 100 registrierte(!) rechte Morde. Das ist wirklich ein Grund zum Feiern.
Rassistisches und nationalistisches Gedankengut hat in Russland zur Zeit leider Hochkonjunktur. Während Neonazis, wie bereits erwähnt, erst im November vergangenen Jahres den 26-jährigen Antifaschisten Iwan Chutorskoi in seinem Hauseingang ermordeten ( tinyurl.com/ye36yxj ), versuchte die Regierung am 19. Januar eine Demonstration zum Gedenken an den ermordeten Anwalt Stanislaw Markelow und die anarchistische Journalistin Anastasia Baburowa mit Gewalt zu verhindern.
Die wenigen Antifaschist_innen in Russland werden konsequent kriminalisiert und wer Hoffnung in die Regierung setzt, sollte sich das Verbot der für Mai geplanten "Gay Parade" auf der Zunge zergehen lassen.