• 11.09.2009

Rechtsextremismus in Ostdeutschland

Der Klempner als Neonazi

In Ostdeutschland siedeln sich Neonazis gezielt in Kleinstädten an und geben sich als Biedermänner. Die Strategie ist erfolgreich, wie das thüringische Pößneck beweist.von Paul Wrusch

  • 11.02.2011 17:57 Uhr

    von almabu:

    Vielleicht könnte der Bertelsmann-Konzern, zu dessen Sparte Arvato der wohl größte Arbeitgeber in Pößneck, die Groß-Druckerei GGP gehört, seine Möglichkeiten nutzen um aufklärend und vorbeugend in Pößneck zu wirken?

  • 11.02.2011 17:57 Uhr

    von Geneigter Leser:

    Und wieso zieht da kein linker Klemptner hin ???

    Solange keine eigene WIRKLICHE Alternative geschaffen wird, ist dieses 'rumheulen' nur Heuchelei!

    Besser machen sollte die Devise sein - dann erledigen sich viele Probleme von selbst.

  • 11.02.2011 17:57 Uhr

    von Hardy Funk:

    Meinse Erachtens hat das viel mit Arbeitslosigkeit und Persepktivlosigkeit zu tun. Habe das bei Freunden oft selber mitbekommen: wenn die Eltern arbeitslos sind, fällt ganz schnell der Spruch "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg." Dann wird dazu noch aufgezählt, was Ausländer "alles in den Arsch gesteckt bekommen" - Wohnungsgeld, Geld für Möbel (? Ich weiß gar nicht, ob sie das bekommen, aber so was wurde ständig genannt).

    Meistens sieht es in so einem Elternhaus dann auch nicht besonder gut aus. Da beitet sich die rechte Szene dann halt an - starkes Gemeinschaftsgefühl, auch stärkers Selbstwertgefühl, wenn man in so einer Gruppe rumläuft..

    Will das hier nicht verteidigen, es ist ja troztdem eine bewusste Entscheidung eines Menschen, da mitzumachen oder nicht. Und die NPD ist der letzte Dreck. Will damit nur sagen, dass das Problem längst nicht so groß wäre, wenn die Leute in diesen Regionen Arbeit hätten, oder zumindest die Aussicht auf eine Arbeit..

    Peace.

  • 11.02.2011 17:57 Uhr

    von Drei Fragezeichen:

    Und was ist mit diesen Nazis? Sind die besser? Weniger rassistisch?

    http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/erststimme-nur-fuer-deutschtuerken/

  • 11.02.2011 17:57 Uhr

    von PerditaDolorosa:

    Es ist also undemokratisch wenn Politiker unterschiedlicher Parteien miteinander kommunizieren aber es ist gut wenn antirassistische Organisationen jemanden "dämonisieren" können. Ich habe nix mit der NPD am Hut aber ich bin auch gegen das antidemokratische Verhalten der Mainstreamparteien gegen ihre politischen Gegegner.

  • 13.09.2009 03:38 Uhr

    von vic:

    Nazis werden nur unter Gleichgesinnten groß.
    Soviel zu den "engagierten Bürgern" dieser Städte und Gemeinden. Inklusive der jeweiligen Bürgermeister und "Ordnungskräfte".

  • 13.09.2009 01:13 Uhr

    von Klaus a.:

    @hpd

    die historische Kontinuität in Ostdeutschland war, dass die braunen Trommeln rot gestrichen wurden, dass aus der HJ die FDJ wurde und der sozialistische Geist unter anderer Fahne weiterlebte. Es war eher die Fortführung die die Wurzel bildete, nicht die ignoranz der Vergangenheit.

  • 12.09.2009 11:00 Uhr

    von almabu:

    Vielleicht könnte der Bertelsmann-Konzern, zu dessen Sparte Arvato der wohl größte Arbeitgeber in Pößneck, die Groß-Druckerei GGP gehört, seine Möglichkeiten nutzen um aufklärend und vorbeugend in Pößneck zu wirken?

  • 11.09.2009 23:10 Uhr

    von Geneigter Leser:

    Und wieso zieht da kein linker Klemptner hin ???

    Solange keine eigene WIRKLICHE Alternative geschaffen wird, ist dieses 'rumheulen' nur Heuchelei!

    Besser machen sollte die Devise sein - dann erledigen sich viele Probleme von selbst.

  • 11.09.2009 16:17 Uhr

    von hpb:

    Ein Faktor wird regelmäßig unterschätzt: Es gibt historische Kontinuitäten. Nazis fallen nicht vom Himmel, sondern die NS-Einstellungen werden in erheblichem Umfang innerhalb eines Familien- und Milieu-Zusammenhangs tradiert und gelernt. In weiten Gebieten der Ex-DDR kommen daher 2 Dinge zusammen: es handelt sich um alte Nazi-Hochburgen und die DDR-Gesellschaft hat sich um die Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit 60 Jahre lang gedrückt. (Für gewisse Gebiete gilt dies auch in Westdeutschland, aber in abgeschwächter Form.)

  • 11.09.2009 12:21 Uhr

    von Neukölln:

    Ich hoffe auf einen immer stärker wachsenden Bevölkerungsschwund und die Versteppung weiter Teile dieses Landes.

    ...Nein, mal ernst: die Leute sind Rassisten. Sie wählen die NPD, weil sie Rassisten sind, und weil sie sich als ein organisches ganzes fühlen, was ihnen auch von den vorangegangenen zwei Systemen nicht anders beigebracht wurde. Da braucht man die Anderen als Feind. Kurzum, weiß ja jeder: das ist Rassismus (übrigens, "PerditaDolorosa": das nennt man dämonisieren)

    Das ist jetzt aber kein Grund zu sagen: "der Osten ist halt so", weil es vom Rassismus insgesamt ablenkt, der ja auch im Westen verbreitet ist. Dort konnten sich aber freiheitliche Initiativen viel länger entfalten, und das Faschistenrevival fand dort in dem Ausmaß viel früher statt. Wehren dagegen kann man sich aber jetzt überall im Land. Deshalb wünsche ich dem Aktionsbündnis Courage und allen, die gegen die Rassismus - Schau in Pößneck und wie die ganzen Löcher heißen, viel Erfolg!! Meine Unterstützung habt Uhr!!!

  • 11.09.2009 11:50 Uhr

    von Hardy Funk:

    Meinse Erachtens hat das viel mit Arbeitslosigkeit und Persepktivlosigkeit zu tun. Habe das bei Freunden oft selber mitbekommen: wenn die Eltern arbeitslos sind, fällt ganz schnell der Spruch "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg." Dann wird dazu noch aufgezählt, was Ausländer "alles in den Arsch gesteckt bekommen" - Wohnungsgeld, Geld für Möbel (? Ich weiß gar nicht, ob sie das bekommen, aber so was wurde ständig genannt).

    Meistens sieht es in so einem Elternhaus dann auch nicht besonder gut aus. Da beitet sich die rechte Szene dann halt an - starkes Gemeinschaftsgefühl, auch stärkers Selbstwertgefühl, wenn man in so einer Gruppe rumläuft..

    Will das hier nicht verteidigen, es ist ja troztdem eine bewusste Entscheidung eines Menschen, da mitzumachen oder nicht. Und die NPD ist der letzte Dreck. Will damit nur sagen, dass das Problem längst nicht so groß wäre, wenn die Leute in diesen Regionen Arbeit hätten, oder zumindest die Aussicht auf eine Arbeit..

    Peace.

  • 11.09.2009 09:55 Uhr

    von Harald Schmitt:

    Mir ist die Argumentation mit den armen, verführten Bürgern zu einfach.

    Diese Leute leben nicht im Tal der Ahnungslosen.
    Jeder weiss, was Nazis sind, was sie im Schilde führen.

    Und selbst wenn der Fahrlehrer und der Klempner den netten Onkel geben, bekommt JEDER mit, was bei den Glatzen und den Kameradschaften abgeht.

    Jeder, der NPD wählt, weiss sehr wohl, wen und was er da wählt. Und selbst wenn sich Teile der Rechten noch so bieder geben.

  • 11.09.2009 09:42 Uhr

    von bichette:

    mit den nazis ins bett?

    "Ich habe nix mit der NPD am Hut aber ich bin auch gegen das antidemokratische Verhalten der Mainstreamparteien gegen ihre politischen Gegegner."

    dieses teutsch-tummbe geschwätz ist unerträglich. sehenden auges gehen wir mit hilfe von geistigen trittbrettfahrern in den neuen nazi-staat. dann wird perditdolorosa vergeblich suchen müssen, wo toleranz für demokraten und andersdenkende begragen liegt, nämlich auf dem müllplatz oder in neuen besonderen lagern, die diese "demokratie-"freunde ankündigen. die nazis nützen die schwächen unserer verfassung und kippen sie anschließend in ein dreckloch.

  • 11.09.2009 09:04 Uhr

    von Hain Pissflitsche:

    Möchte mich "theOrbitter" anschließen. NPD "normale" Partei? Hätte ich nicht gedacht. Beim Wahlomat hat auch bei mir die Linke gewonnen, vor Piraten und Grünen. Vierter war die NPD! Ich war schockiert. Aber gut, wenn man gegen Atomkraft ist, hat man die NPD auf seiner Seite, wie auch bei anderen "normalen" Themen. Die heiklen, die NPD als rechtsextrem entlarvenden Themen, werden nicht abgefragt. Ist man dann noch gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei, wenn auch aus völlig anderen Gründen, ist man laut Wahlomat weit rechts - bei der normalen NPD. CDU und SPD waren abgeschlagen letzter. So schafft es auch die NPD mit freundlicher Unterstützung von Wahlomat in die Mitte...
    Herzlichen Glückwunsch. Ich gehe vomieren.

  • 11.09.2009 07:47 Uhr

    von Ihr NameMensch:

    Freiheit statt Demokratie, das ist eine Satire. In Deutschland gibt es zur Zeit uneingeschränkt weder Freiheit noch Demokratie. Das im Osten die NPD so viele Anhänger hat liegt am vorherigen System und dieses wurde von den Ostparteigenossen der CDU mitgetragen. Es wundert also nicht das es mit der BRD nun so systematisch abwärtsgeht. Das ist von dieser durch Merkel geführten Regierung so gewollt. Denn schließlich sind die Ostdeutschen dazu erzogen, bzw. geschult worden. Das hat die West-CDU auch bewußt in Kauf genommen.
    Also Aufwärts zurück ins Reich!

  • 11.09.2009 03:03 Uhr

    von vic:

    Ich bin Atheist. Aber wer weiß...
    Wenn es einen Gott gibt, so soll er bitte Pößneck zuscheissen wenn die alle dort sind.

  • 10.09.2009 23:55 Uhr

    von Anna Arthur:

    Die Pößnecker Bürgerinnen und Bürger habe noch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie sie mit Neonazis heute und in Zukunft umgehen wollen und wie ihre Stadt in der Öffentlichkeit gesehen wird. Sie selbst stehen in der Verantwortung, einer Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen aktiv entgegenzutreten. Eine Haltung des Wegsehens und Totschweigens nutzt nur den Faschisten, die so die Möglichkeit bekommen, kontinuierlich und relativ unbemerkt ihre Strukturen auszubauen und neue Anhänger zu ködern. Gefragt sind nicht nur die Politiker, sondern auch die Unternehmen, die Vereine, der Fußballklub und der 15 Uhr-Kaffeekranz. Viel zu oft kommt es vor, dass sich Jugendliche, die nicht in das das schmale Weltbild der Rechten passen, allein mit diesen herumschlagen müssen. Nicht selten gelten sie dann als Nestbeschmutzer und Unruhestifter. Das darf nicht sein. Sie verdienen alle Unterstützung, denn Rechtsextremismus ist kein reines Jugendphänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches. In Pößneck gibt es dafür einige hoffnungsvolle Ansätze, zum Beispiel das „Aktionsbündnis Courage“, dessen Engagement ein äußerst verdienstvolles ist. Gelingt es den PößneckerInnen der NPD-Veranstaltung „Fest der Völker“ am Samstag mehr entgegen zu setzten, als nur ein „Bratwurstessen gegen Rechts“ – zum Beispiel ihren Hintern auf die Zufahrtswege der anreisenden Neonazis - könnten sie damit ein Beispiel geben für andere Kleinkommunen in Ostdeutschland. Zu gewinnen gibt es nicht nur ein besseres Image für die Stadt, sondern auch die Gewissheit der eigenen Handlungsfähigkeit im demokratischen Miteinander.

  • 10.09.2009 22:24 Uhr

    von Anna Luehse:

    @ TheOrbitter: Korrekt. Lechzrinx: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte! (Volksmund)

    "Wahlkampf" zw. Merkelsteinmeier und Zypries-Zensursula? Das ich nicht lache. @taz, wg. VS-Nazi-Nebelkerze, investigativer wäre eine Betrachtung des obersten NRW-Neonazi-Führers und Dienstherren.

    "In einem Strafverfahren gegen Torsten Lemmer wegen Volksverhetzung vor dem Landgericht Düsseldorf räumte gestern der in Oberhausen praktizierende Arzt Dr. Robert Nagels vor Gericht ein, seit 1988 für den Verfassungsschutz tätig gewesen zu sein. Der aus Wesel stammende Mediziner war nicht nur der Finanzier der von Lemmer betriebenen Verlagsgemeinschaft Rheinland GmbH (VGR), sondern trat bereits im April 1988 in die Partei Die Republikaner ein, wo er aufgrund seiner extremen Ansichten auffiel. Im Jahr 1993 versuchte Nagels, die Partei mit einer undurchsichtigen Kampfsportorganisation in Solingen in Verbindung zu bringen. Später verließ er die Partei, weil sie ihm nicht rechts genug war und seine provozierenden Auffassungen keinen Anklang fanden.

    Nagels machte vor Gericht geltend, daß er keine Aussagegenehmigung des Innenministers habe. ... "
    Für Profane: Ingo Wolf (FDP NRWsdap)

  • 10.09.2009 22:20 Uhr

    von anke:

    Die etablierten Parteien und nicht zuletzt die Medien haben den Boden, in dem die Rechten jetzt wurzeln, selbst mit aller Kraft beackert. Sie alle propagieren den durchsetzungsstarken Führer (neuerdings auch die dito Führerin), sie alle spielen virtuos auf dem Emotionsklavier, sie alle provozieren mit dummen Sprüchen, die sie nachher so nicht gemeint haben wollen und sie alle wollen unbedingt in die Mitte. Der untere "Rand" der Gesellschaft ist ihnen bestenfalls egal. Im schlimmsten Fall machen sie ihn zum Kanonenfutter der Mächtigen. Wenn nun die Rechten in die Parlamente einziehen, werden sie zwangsläufig an dem gemessen, was aus diesen Parlamenten bekannt geworden ist in den vergangenen Jahren. Und mal ganz ehrlich: Es ist nicht sonderlich schwer für einen Neuzugang, weniger schlimm zu wirken als die, die schon da sind. Auf den ersten Blick, meine ich. Davon allerdings, dass eine ernst zu nehmende Zahl an Menschen mehr als nur einen Blick werfen möchte auf die, von denen sie sich regieren lassen, wettet momentan kaum jemand in der Politik. Auch die nicht, die das "Duell" Merkel gegen Steinmeier vorbereiten. Es heißt, die wüssten, was sie tun...

  • 10.09.2009 22:09 Uhr

    von bürgerlicher Antifaschist:

    Geht's noch jungs? Habt ihr schon mal mit Austeigern aus der NPD-Szene gesprochen? Also ich komm aus einem westdeutschen Landkreis und weiß wie diese "Biedermeier" drauf sind , wenn sie unter sich sind. Wehrsportübung, Hitlervereherung und die ganze Scheiße. Wenn das Gedankengut der NPD wieder normal wird, dann bin ich wohl bei den ersten die in kuscheligen Kellerlöchern landen. Also ich werde die auf jeden Fall weiter dämonisieren!

  • 10.09.2009 21:31 Uhr

    von via fora:

    den wahl-o-mat kann kein vernünftiger mensch als qualifizierte grundlage für eine entscheidung derartiger wichtigkeit nehmen, wie die nach der zu wählenden partei es ist. dort werden lediglich ein paar (zum teil sehr ungenaue) thesen aufgestellt und die parteienantworten zum teil vage aufgestellt. zur ersten übersicht und zum spaß sicherlich nicht schlecht, man sollte sich schon genauer informieren.
    die gefahr kommt mit sicherheit eher von einer faschistischen seite als aus der christlich-konservativen. die plakate der npd ("gute heimreise", "keine schwarzen schafe") versinnbildlichen dies.

  • 10.09.2009 21:28 Uhr

    von Tommy:

    @TheOrbitter: den gleichen Spaß mit dem Wahl-O-Mat habe ich mir auch gemacht. Das fast schon witzige dabei ist, dass sich bei mir NPD und CDU die gleichen Plätze teilen ... naja gut !

    ...und...

    @fragender Demokrat: ganz ehrlich, wer die NPD-Mitglieder als NationalDemokraten bezeichnet, hat die Realität verschlafen !!!

  • 10.09.2009 20:44 Uhr

    von Klaus Arno:

    Also ich halte von einer Dämonisierung der rechten nichts. Ich finde man sollte ihnen inhaltlich begegnen. Durch das permanente Nazi, Nazi Geschrei stumpft der Begriff ganz schön ab. Ich glaube auch, dass der Nazi Begriff in Folge als immer harmloser wargenommen wird weil der sogenante NPD Klempner etc. eventuell als engagierter dem Gemeinsinn verpflichteter Bürger daher kommt. Wenn dieser dann ein Nazi sein soll, kann Nazi nicht so schlimm sein... Wenn man Jugendliche fragt was ein Nazi ist, wissen die das teilweise gar nicht mehr geschichtlich und ideologisch einzuordnen. Da kommen Plattheiten und Verallgemeinerungen das einen schwindelig wird. Des weiteren kann man insbesondere bei Aktivisten der Antifa beobachten, dass sie sich bei Ihrem Engagement gegen die Rechten einer Methodik und Mitteln bedienen das man äußerlich nicht mehr erkennen kann wer denn nun die Faschisten sein sollen. Da werden Existenzrechte abgesprochen, da werden Verbalattacken gefahren, wie man sie nur von den Nazis gegen die Juden kannte. Ich finde das Hilft nicht und läst gerade Junge Leute irritiert mit der Frage zurück, wer denn nun eigentlich die Idioten sind?

  • 10.09.2009 20:42 Uhr

    von Drei Fragezeichen:

    Und was ist mit diesen Nazis? Sind die besser? Weniger rassistisch?

    http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/erststimme-nur-fuer-deutschtuerken/

  • 10.09.2009 20:38 Uhr

    von hermit:

    genau, PerditaDolorosa! die unerträgliche Selbstgerechtigkeit, die nur die eigene Meinung gelten lassen möchte - das ist der erste Schritt in den totalen Staat! die DDR war wunderschön!!!

  • 10.09.2009 19:48 Uhr

    von tageslicht:

    @PerditaDolorosa

    Nazis sind keine politischen Gegner sondern Verbrecher. Schade, dass das eine angeblich demorkatische Partei anders sieht.

    @fragender Demokrat:

    Bitte wirf nicht mit komplexen Satzstrukturen und Fremdwörtern um Dich, wenn Du nicht mal Herr der Grammatik bist.

    Generell fällt mir auf, dass sich Nazis im Internet gerne intellektuell geben. Jedenfalls versuchen sie es. Außerdem ist nicht nur die kommunale Verankerung der Nazis auffällig. Sie versuchen auch linke Medien und Portale zu infiltrieren. Und keiner ist im Stande etwas dagegen zu unternehmen, so scheint es.

    Und am allerschlimmsten ist die Tatsache, dass viele Politiker von Kommunaler bis Bundesebene dieses Nazi-Problem leugnen. Sie denken, das was man ausblendet existiert auch nicht mehr. Leider ist das ein Trugschluss und wie der Artikel richtig erwähnt, tragen die demokratischen Parteien eine Mitschuld an diesem braunen Desaster.

    VERBIETET DIE NPD!

  • 10.09.2009 19:42 Uhr

    von Tanja:

    Wenn sich die Faschisten so offensichtlich präsentieren wie auf dem Foto in diesem Artikel, ist das eigentlich nur gut. Mir machen die weitaus mehr Sorgen, die mir unauffällig folgen und mich dann an der Bahn anpöbeln und bedrohen.

  • 10.09.2009 19:20 Uhr

    von Bruder John:

    @ TheOrbitter:

    Aber du, wenn man so ein super Gedöns oder vielmehr noch auf Deutsch ausgesagt, so einen Scheiß wie du hier schreibst, dann darfts du dich auch nicht wundern, wenn bei deinem wahl-o-schwachmat CDU/ CSU letztendlich bei dir dabei herauskommt... . Dass die rechtsaußen Abteilung jener sogeannten Volksparteien CDU/ CSU normativ gesehen, eine Schnittmenge einzelner PolitikerInnen zum Rechtsextremismus haben, wissen wir doch längst seit Filbinger, Kissinger, Hans-Martin-Schleyer, Strauß, Schönhuber, Hohmann und Konsorten - der Nationalist der CSU Gauweiler schreibt regelmäßig im politisch-journalistischen Pendant dieser Zeitung, nämlich in der rechtsradikalen "Jungen Freiheit" oder viele Burschenschaftler sind selbstverständlich auch in der CDU/ CSU!

    Die Merkel im Amt und Geschoss in seinem Lauf - hält weder Ochs noch Esel auf!

  • 10.09.2009 18:55 Uhr

    von Anna Arthur:

    Die Pößnecker Bürgerinnen und Bürger habe noch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie sie mit Neonazis heute und in Zukunft umgehen wollen. Sie selbst stehen in der Verantwortung, einer Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen aktiv entgegenzutreten. Eine Haltung des Wegsehens und Totschweigens nutzt nur den Faschisten, die so die Möglichkeit bekommen, kontinuierlich und relativ unbemerkt ihre Strukturen auszubauen und neue Anhänger zu ködern. Gefragt sind nicht nur die Politiker, sondern auch die Unternehmen, die Vereine, der Fußballklub und der 15 Uhr-Kaffeekranz. Viel zu oft kommt es vor, dass sich Jugendliche, die nicht in das das schmale Weltbild der Rechten passen, allein mit diesen herumschlagen müssen. Nicht selten gelten sie dann als Nestbeschmutzer und Unruhestifter. Das darf nicht sein. Sie verdienen alle Unterstützung, denn Rechtsextremismus ist kein reines Jugendphänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches. In Pößneck gibt es dafür einige hoffnungsvolle Ansätze, zum Beispiel das „Aktionsbündnis Courage“, dessen Engagement ein äußerst verdienstvolles ist. Gelingt es den PößneckerInnen der NPD-Veranstaltung „Fest der Völker“ am Samstag mehr entgegen zu setzten, als nur ein „Bratwurstessen gegen Rechts“ – zum Beispiel ihren Hintern auf die Zufahrtswege der anreisenden Neonazis - könnten sie damit ein Beispiel geben für andere Kleinkommunen in Ostdeutschland. Zu gewinnen gibt es nicht nur ein besseres Image für die Stadt, sondern auch die Gewissheit der eigenen Handlungsfähigkeit im demokratischen Miteinander.

  • 10.09.2009 18:10 Uhr

    von TheOrbitter:

    So gerne man solchen Typen, wie im Foto zu diesem Artikel abgelichtet, gerne auf die Schnauze hauen wollte, meine Sorge sind diese rechten nicht mehr. Warum:
    ich habe den wahl-o-mat zur Bundestagswahl genutzt und was kommt raus? Ich soll entweder grün, oder links wählen, was mich nicht überrascht. Was mich aber erschüttert hat ist, daß beim Vergleich mit den anderen Parteien nicht die offensichtlich rechten Parteien am Ende meiner Liste stehen - nein, nein - ganz am Schluß und noch hinter DVU, NPD und Republikanern stehen da CDU und CSU.
    Toll. Und diese miese Bande regiert also ab Oktober weiter? Auf diese elenden Neonazis mit dem Finger zeigen und selber noch asozialer sein? Na prima, ich freu mich schon sehr ...

  • 10.09.2009 17:47 Uhr

    von Wirr ling:

    Warum gibt es NPD Werbezettel mit der Aufschrift
    "Freiheit statt Demokratie?"

    Warum ist ein schwarzer Politiker von der NPD bedroht worden nur weil er angetreten ist?

    Warum feuert ihr einen iranischen Diktator bei seiner Zensur an, wenn ihr in Deutschland nichts ähnliches aufziehen wollt?

    Warum leugnet ihr, das der Holocaust stattgefunden hat obwohl ihr in euren Hassreden genug Bereitschaft demonstriert selbst einen auszulösen?

  • 10.09.2009 16:41 Uhr

    von fragender Demokrat:

    Warum sollen nationale Demokraten als Nationalsozialisten sein?
    Wie im Artikel suggeriert mit dem Nazi-Begriff im Zusammenhang mit der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD).

    Das ist doch ein unverschämter Vorwurf bei bekennenden Nationaldemokraten.

  • 10.09.2009 16:31 Uhr

    von PerditaDolorosa:

    Es ist also undemokratisch wenn Politiker unterschiedlicher Parteien miteinander kommunizieren aber es ist gut wenn antirassistische Organisationen jemanden "dämonisieren" können. Ich habe nix mit der NPD am Hut aber ich bin auch gegen das antidemokratische Verhalten der Mainstreamparteien gegen ihre politischen Gegegner.

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