• 09.10.2009

Rechtsextreme Demo in Berlin-Mitte

Neonazis wollen auf den Alex

Nach dem Angriff auf das Szenelokal "Zum Henker" planen Neonazis am Samstag eine Demo auf dem Alexanderplatz. Die Antifa ruft zum Gegenprotest auf.von Gereon Asmuth

  • 09.10.2009 21:53 Uhr

    von Mutexx:

    Der berliner Zeitung zu Folge wurde der Anschlag nicht aus politischen motiven verübt, sonder war Racheaktion auf Rausschmiss - also naziintern.

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/141951/141952.php

  • 09.10.2009 17:07 Uhr

    von ahoi:

    @daniel: es gab von mehreren berliner antifa-gruppen, z.b. von der ALB (antifaschistische linke berlin) sehr eindeutige distanzierungen von dieser form der auseinandersetzung mit neonazis.

  • 09.10.2009 14:05 Uhr

    von glamorama:

    Ich bekomme bei solchen Artikeln immer Bauchschmerzen. Sicher: Leute umfahren ist eine Sauerei, und Nazis mag ich überhaupt nicht. Aber wie steht es um das Werfen von Brandsätzen? Hat der vermummte Täter den Brandsatz absichtlich so geworfen, dass dieser "keinen größeren Schaden" anrichtet? Oder hat er vielleicht - genauso wie die Idioten am Steuer des Tatfahrzeugs - billigend in Kauf genommen, dass seine Attacke Menschen verletzen oder töten könnte?

    Ganz im Ernst: Die Szenen beim Aufeinandertreffen von linken und rechten Extremisten erinnern mich stark an das Verhalten von Hooligans. Steine und Flaschen fliegen, es wird herumgegröhlt und geprügelt, was das Zeug hält. Wer auf welcher Seite steht, ist für Außenstehende kaum zu unterscheiden. Auch beim morgigen friedlichen Protest wäre es das erste Mal, dass der schwarze Block auf einer Veranstaltung wie dieser wirklich friedlich bleibt.

    ... just my 2 cent.

  • 09.10.2009 11:20 Uhr

    von Daniel:

    Auch wenn kaum zu vermuten ist, dass der Anschlag tatsächlich aus dem linken Spektrum kam, ist eine klare Distanzierung der Linken von Anschlägen dieser Art wünschenswert. Die Versuchung, hier in vorauseilender Verblendung einen 'Sieg' in eigener Sache zu verbuchen, ist hoffentlich nicht größer als die Abscheu vor solchen Taten.
    Anschläge mit klarer Tötungsabsicht (oder zumindest billigender Inkaufnahme) sind in keinerweise begründbar, relativierbar oder entschuldbar. Egal von wem.

    Ansonsten: Wir sehen uns Samstag auf der Gegendemo.

  • 09.10.2009 10:54 Uhr

    von Lars:

    "Linksextreme" in teuren Audis habe ich persönlich noch nie gesehen.

    Und wer Lynchjustiz betreiben will muß sich hinterher nicht über Verluste bei diesem Versuch beklagen.

    Ist Enrico eigentlich ein deutscher Name?

  • 09.10.2009 10:51 Uhr

    von vortecks:

    Moment mal, da wirft einer zwei Brandsätze in ein Lokal, wo sich zu diesem Zeitpunkt grade 40 Menschen aufhalten, ein anderer liegt noch im Koma, und quasi alles worum es in diesem Artikel geht, ist die Problematisierung einer Nazi-Demo? Bei aller Antipathie gegen dumpfes Schlägerpack, das ist dennoch heftig, liebe taz!

  • 09.10.2009 09:17 Uhr

    von Mr.D.:

    Ganz klar ein Rockerangriff - welcher berliner Antifa Aktivist fährt schon einen Audi? (oder überhaupt ein Auto)

  • 09.10.2009 09:08 Uhr

    von Kommentator:

    Hab zwar keine Antifa-Bezüge und -Bestrebungen, muss aber meinem Vorredner (Arthur H.) recht geben:

    Der gesamtgesellschahftliche Rechtsruck geht schon ein paar Jahre, fing mit dem Rechtsputsch der SPD seit 12 Jahren an und dem Abbau von freiheitlichem Gedankengut in nahezu allen Parteien, der Großen Koalition und jetzt Schwarz-Gelb, man führt wieder völkerrechtswidrige Kriege und schafft nen krassen Überwachungsstaat im Innern.
    Auf wieviel Gegenliebe Rüttgers, Sarrazin und andere Rassisten und Chauvinisten stoßen bestätigt dies. Da wird man selbst aus taz-Artikeln nicht mehr schlau...

    Hoffen wir, dass es nicht wieder so wird wie Anfang der 90er oder noch krasser.

    Präventiv, bevor hier die PI-, Welt-, JF- und Altermedia-Kommentierer wieder loslegen:

    *Der Vorfall beim Lokal "Zum Henker" sieht imo nicht nach ner Antifa-aktion aus*.

    1. Dieser fette, neue Audi sieht einfach zu luxuriös aus. Der würde in Berlin womöglich von durchgeknallten Antifas abgefackelt werden.

    2. Professionelle Mollis, Nummernschild verdreckt, professioneller und skrupelloser Ablauf.

    3. Das deutet eher auf die in Gerüchten kursierenden Konflikte des Betreibers mit den Bandidos MC. Geht wohl um Koks oder Schutzgeld...

    Aber auch das ist nur Spekulation.

    Msg, Kommentator.

    PS: Schmeißt die Faschos raus- ein für alle mal.

  • 09.10.2009 08:58 Uhr

    von der patriot:

    man fragt sich nur welche ziele, absichten die regierung (CDU/CSU)verfolgt. sie sind selber der überzeugung das die npd verfassungsfeindlich sei. da fragt man sich was haben die unternommen um diese partei zu verbieten. ein teil der regeirung behauptet selber das v-männer welche die regierung nicht abziehen will, nicht v männer aus überzeugung für den staat arbeiten, eher im gegenteil, mit dem einkommen was die v-leute bekommen sogar die parteikassen der npd auffüllen.
    warum will die CDU/CSU so eine partei nicht verbieten? welche ziele strebt die CDU/CSU mit dem nicht verbot an?

  • 08.10.2009 17:28 Uhr

    von Arthur H.:

    Sieht ganz so aus, als ob die regionale rechte Szene den Vorfall für seit Jahren nicht dagewesene Mobilisierungserfolge benutzt. Eine Spontandemo mit 300 Neonazis - wann gab es das in den letzten 10 Jahren in Berlin schon?

    Auch für Samstag ist mit mehr als 1000 Rechten aus der gesamten BRD zu rechnen. Und das gesellschaftliche Klima scheint ja auch günstig: so titelt nicht nur die Bild-Zeitung heute bezogen auf die rassistischen Äußerungen unseres ehemaligen Innensenators "Sagt Sarrazin die Wahrheit?", auch das nach dem 27.9. nach rechts verschobene gesellschaftliche Kräfteverhältnis stellt für rechte Extremisten einen excellenten Nährboden dar.

    Als Demokrat und Antifaschist sollte jeder anständige Berliner ein derartiges Wiedererstarken der radikalen Rechten hier zu verhindern suchen. Denn eine starke rechte Szene bedeutet überall auch immer vermehrte Übergriffe auf Migranten oder (vermeindliche) Linke, rassistische Pöbeleien oder andere unangenehme Vorfälle. Die Proteste gegen den Aufmarsch kommenden Samstag sind bei der Verhinderung eines solchen Szenario ein wichtiger Anfang und können nur erfolgreich sein, wenn sich Menschen aller Altersgruppen und aller gesellschaftlicher Schichten anschließen.

    Ständig aktuelle Infos zum Samstag, auch zu Anlaufpunkten für demokratisch gesinnte Gegendemonstranten finden sich bei der "Antifaschistischen Schüler Vernetzung" unter
    asvantifa.blogsport.de/2009/10/07/10102009-naziaufmarsch-berlin/

    Wir sehen uns Samstag!

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