• 06.07.2010

Rechte Regionalzeitungen

"Die NPD stößt in ein Vakuum"

Volksnahe Themen, unauffällige Titel: Rechtsextreme gehen immer häufiger unter die Zeitungsverleger, vor allem im Osten. Die Strippen ziehen meistens NPD-Funktionäre.von Andreas Speit

  • 12.07.2010 10:03 Uhr

    von Besserwisser:

    @Chemiedreieck
    Da haben Sie sicher nicht ganz unrecht.
    Wobei mir Ihr letzter Gedanke weniger unbehagen bereitet, da die lokale Anzeigenpresse hier z.B. in Berlin noch schönster DDR-Journalismus ist...
    Ein paar nonkonforme Gedanken sind mir da wesentlich lieber.

  • 10.07.2010 19:03 Uhr

    von Piet:

    Arbeit, Familie, Heimat?

    Travail - Famille - Patrie!

    Das Motto der Nazi-Kollaborateure um Marschall Pétain.

  • 09.07.2010 00:07 Uhr

    von Chemiedreieck:

    @ Besserwisser:

    Beobachtet man die politische Entwicklung und die unverkennbaren Tendenzen, darf und kann man weder die SPD noch die Grünen zum eher linken oder linksliberalen Spektrum zählen. Die SPD ist, ob sie sich dessen bewusst ist, oder nicht, eindeutig dem Neoliberalismus näher gerückt, als das echte Staatsmänner in den Siebzigern jemals für möglich gehalten haben. Die SPD heute noch als links anzusehen, ist eine - für unsere Demokratie - fatale Fehleinschätzung.
    Dass die Grünen nicht nur bei Kriegseinsätzen einknicken, sondern an sich Wertigkeiten aufgegeben haben, um in den einem oder anderen Bundesland mit regieren zu dürfen, sollte ebenso zum Nachdenken anregen. Es ist eben nicht alles wahr, was gedruckt wird. Und dass eine "gedruckte Homogenität" zu mehr Politikvertrauen führen kann, zeigt die stoische Ignoranz unserer Bürger.
    Egal bei welchem Thema, die da oben haben immer Recht. Das letzte Bollwerk, also der Lokaljournalismus, droht nun den Rechten in die Hände zu fallen. Herzlichen Glückwunsch, sterbende Demokratie...

  • 08.07.2010 21:57 Uhr

    von Horst:

    Lieber Ricotti,

    tut mir leid, Ihnen den Tag verdorben zu haben, aber es sind nun einmal Fakten. Diese Journalisten repräsentieren, zumindest politisch, eben nicht die Mitte der Gesellschaft. Dies hat Besserwisser deutlich dargestellt und auch eine Studie von 2010 gibt dies wieder:

    http://www.pro-medienmagazin.de/?id=journalismus&news[action]=detail&news[id]=3050

    MfG

    Horst

  • 08.07.2010 14:14 Uhr

    von Besserwisser:

    @chemiedreieck:
    Ja, da hat Klaus K. leider recht, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen. Er meint wahrscheinlich die Studie "Journalismus in Deutschland 2005" der Sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Uni Hamburg. Die sieht nämlich so aus:

    Umfrage zur Parteineigung von Journalisten aus dem Jahre 2005

    CDU…………………………………………8,7
    SPD………………………………………..26,0
    FDP………………………………………….6,3
    Bündnis 90/Die Grünen………………35,5
    PDS………………………………………….0,8
    Sonstige……………………………………3,2
    ich neige keiner Partei zu…………….19,6

    Gibts auch als schöne Tortengrafik!!
    Da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.

  • 08.07.2010 10:56 Uhr

    von Oma Kruse:

    Wer finanziert das? Na wir, die Steuerzahler finanzieren das, weil unser politisches Personal zu dämlich war, diese NSDAP-Nachfolgepartei zu verbieten!

  • 07.07.2010 23:30 Uhr

    von Chemiedreieck:

    @ Klaus K.: Das mit der Linkslastigkeit der (etablierten) Medien ist nicht wirklich Ihr ernst, oder etwa doch? Welche Studie soll das denn sein?
    Wenn wir hier tatsächlich über Etablierte schreiben, sehe ich grundsätzlich nur einen Haufen neoliberaler Schreiberlinge, die Vereinen wie der Bertelsmann- Stiftung nach dem Mund oder sogar davon abschreiben. Links sieht grundsätzlich anders aus.
    Ich fühle mich durch jahrzehntelanger kritischer Auseinandersetzung mit etablierten Blättern in der glücklichen Lage, auch Botschaften zwischen den Zeilen lesen zu können. Die nachhaltige Verarsche der steuerzahlenden Bürger ging ja nur über das gedruckte Wort, also über die Etablierten. Sollten nun Lokalredaktionen nach und nach weiter dem Rotstift anheim fallen, stirbt auch der letzte Zweig objektiver Berichterstattung. Und, sowar ich hier tippe, ich werde jedem, der mir eines dieser "Gegenöffentlichkeitsersatzblätter" unter die Nase hält, das Pamphlet postwendend um die vakuumverpackenden Ohren hauen. Gegenöffentlichkeit? Pah, nichts als eine weitere Strategie der gezielten Wahrnehmungsverfälschung von braunen Ideologen. Die Skinheads (versuchsweise) vereinnahmt und verheizt/ fallen lassen und mit dem Makel der extremen Politik allein gelassen (Vergewaltigung einer eher an der Arbeiterklasse orientierten Jugendbewegung ginge mir da gerade durch den Kopf), Schulhof- CDs, selbst vor afroamerikanisch geprägtem Hip-Hop wird für den Transport der weißen Botschaft nicht halt gemacht.
    Und nun das. Für eine ausgewogene Meinungsbildung genügen unsere Hauptmedien nicht mehr. Das stimmt so und das unterschreibe ich bis hierhin. Jedoch muss unser Journalismus zu dem zurückfinden, was es mal gewesen war oder sein wollte: investigativ, hinterfragend/ infrage stellend, berichtend (gern auch nüchtern), und vor allem UNABHÄNGIG! Da unsere Verlagshäuser hier in Deutschland aber eher den neoliberalen Haufen aus Politik und Wirtschaft als Werbetrommel dienen, bleibt alles beim alten. Es sei denn, die Ossis lassen sich nicht länger verarschen, weder von den Etablierten, noch von den NPD- "Geschenken".

  • 07.07.2010 19:09 Uhr

    von Ricotti:

    @ Horst

    Und so einen Müll wie Ihren Kommentar zu lesen, verdirbt mir den Tag.

  • 07.07.2010 11:35 Uhr

    von Horst:

    Diese "unabhängigen und überparteilichen" Zeitungen, allen voran die Mitteldeutsche Zeitung werde ich nicht vermissen. Treibt doch diese Zeitung eine Kampagne nach der anderen durchs Land. Von Journalismus kann da keine Rede mehr sein. Diese Journalisten repräsentieren nicht mehr den Kern der Bevölkerung. Sie sind moderne Staatsbürgerkundelehrer. Insofern kann man sich über rechte Blätter sicher nicht beklagen. Sie bedienen eben genau die Richtung, die von allen anderen so vernachlässigt wird. Heimatpatriotismus ist nicht böses liebe etablierten Zeitungen. Und nein, wir wollen auch nicht immer nur Gemecker lesesn. Das verdirbt mir den Tag.

  • 07.07.2010 11:32 Uhr

    von m6T:

    War die NPD nicht pleite?

  • 07.07.2010 10:20 Uhr

    von Ego:

    Wie die völlig bankrotte NPD mehrere Lokalzeitungen finanziert, die sich anscheinend wirtschaftlich nicht rechnen, ja diese sogar kostenlos verteilen soll, ist mir nicht ganz klar.

  • 07.07.2010 10:11 Uhr

    von Danny:

    Die selbsternannten Hüter der Demokratie sind eben zu sehr damit beschäftigt, sich über Redewendungen bei Fernsehmoderatorinnen aufzuregen, eine liberale Partei in die rechte Ecke zu stellen oder Demos gegen schwarzrotgoldene Autobeflaggung durchzuführen.

    Ansonsten kann ich meinen Vorrednern nur Recht geben: Man kann sich stundenlang über solche Zeitungen oder über grenzwertige Medien wie PI aufregen: Erschaffen wurden diese nicht von ihren Machern, sondern von der Ignoranz der "alten" Meinungsmacher in Politik und Medien.

  • 07.07.2010 09:45 Uhr

    von deviant:

    0Klaus K.

    Solange xenophobe Erzkonservative wie Friede Springer und Liz Mohn die Linien der Medien vorgeben, können die Journalisten noch so links sein...

    Aber wer tatsächlich glaubt, die Medien in Deutschland seien linkslastig, dürfte sich auch über die NPD-Zeitungen freuen, weil die endlich mal neutral berichten.

    Aber von einer linksradikalen wie Angela Merkel und überzeugten Kommunisten wie Guido Westerwelle regiert werden, tut sich da ja doch nix...

  • 07.07.2010 09:36 Uhr

    von wolf:

    hamburger x vllt sollten sie dann auch lieber ihre einwanderekritische zeitung weiterlesen da das forum vollmüllen und uns mit ihrem quatsch verschonen?? ihnen scheint nicht bewusst zu sein wie sehr 4 zeilen eine ganze person wiederspiegel können.

  • 06.07.2010 16:49 Uhr

    von peter:

    mitunter stößt die NPD auch in das Vakuum einiger Köpfe (siehe HamburgerX)

  • 06.07.2010 16:22 Uhr

    von Udo Radert:

    So traurig und vor allem erschreckend das auch ist, um etwas zu ändern, muss man sich zunächst einmal ehrlich (!) der Frage nach Ursache und Wirkung stellen.

    Was wir jetzt an beginnenden Aufstieg neonazistischer Zeitungen erleben, sind zum großen Teil die giftigen Früchte einer seit mindestens zwei Jahrzehnten andauernden Politik der Ignoranz gegenüber der eigenen Bevölkerung.

    Es ist das Ergebnis der schlichten Feigheit und des Desinteresses von Politikern ALLER demokratischen Parteien (und damit also gerade auch der Grünen) die Probleme, die sich z.B. mit der Zuwanderung und anderen Sachen ergeben auch öffentlich und ehrlich auszudiskutieren.

    Die Leute fühlten (und fühlen) sich zu einem sehr erheblichen Teil, belogen und hintergangen, die Glaubwürdigkeit der Politiker schlechthin sinkt immer weiter.

    In *dieses* Vakuum stoßen jetzt die Rattenfänger mit ihren Printmedien und sage mir einer, sowas wäre nicht vorherzusehen gewesen.

    Bevor wir also das, was da jetzt in MeckPom und Thüringen beginnt (aber keineswegs in diesen beiden Ländern bleiben wird) ändern können, müssen wir erstmal unser eigenes Fehlverhalten, was sich im Laufe der Jahre eingeschlichen hat (und ja immer sooo bequem und "einfach" war) verändern.

    Erst mit dem Zurückgewinnen von Glaubwürdigkeit bei den Leuten, was uns selber betrifft, erst dann könn(t)en wir (dann aber mit guter Aussicht auf Erfolg) auch den Kampf gegen die Braunen Rattenfänger gewinnen.

  • 06.07.2010 15:13 Uhr

    von Klaus K.:

    >>>Mit Blick auf die allgemeine Medienentwicklung glaubt auch BDZV-Referent Eggert, dass der politische Meinungsbildungsprozess gefährdet sei. In manchen Regionen könnten irgendwie nur noch 'nationale Zeitungen' lokale Themen aufgreifen: "Mit Meinungsvielfalt hat das nichts mehr gemein."<<<

    Die Linkslastigkeit unserer Medien mach mir aber auch sorgen. Es gibt da so eine Studie dass die meisten Journalisten links sind und die Meinung in Deutschland beeinflussen wollen.

    Berichtet endlich politisch neutral dann haben Nazis wie die NPD Leute keine Chance.
    (Darf als Aufruf an alle Zeitungen verstanden werden.)

  • 06.07.2010 14:58 Uhr

    von Sebastian:

    Und wie können diese kostenlosen Zeitungen finanziert werden? Bestimmt gibt es keinerlei Querverbindungen mit der Präsenz der NPD in den Landtagen... Wieder mal ein guter Grund, diese "Partei" zu verbieten.

  • 06.07.2010 13:31 Uhr

    von HamburgerX:

    Die NPD stößt noch in ein ganz anderes Vakuum: Nämlich der weiterhin erfolgenden Beschönigung der Einwanderungspolitik der letzten 50 Jahre durch fast alle Parteien bishin zum neuen Bundespräsidenten Wulff.

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