Rechte Gewalt in Berlin
Fighting in Friedrichshain
Ein Student wird von Neonazis fast totgeschlagen. Autonome schlagen zurück. Nirgendwo sonst in Berlin gibt es so viele Nazi-Übergriffe wie im alternativen Friedrichshain. Warum?von P. Gessler & T. Masberg
Leserkommentare
11.02.2011 17:55 Uhr
von Sven:
Ich lese hier: "Das heißt die schlichte Anwesenheit der anderen provoziert sie zu ihrem Vernichtungsangriff". Kommentare wie die von SPIN erwecken bei mir den Eindruck, dass dies eher für die selbsternannte ANTIFA zutrifft.
Ich lese hier: "MigrantInnen oder Linke hätten angefangen, sagen die Nazis immer." Dummerweise sagen das aber nicht die Nazis, sondern der Polizeibericht. Und die zahlenmäßige Übermacht der Linken bei dem VOrfall (10 zu 4) spricht wohl eher für die Darstellung der Polizei.
Denen, die sich gern provoziert fühlen, möchte ich sagen: dümmer geht's nimmer. Wenn mir die Klamotten nicht gefallen, in denen einer herumläuft, dann denke ich bei mir, "jeder macht sich zum Depp, so gut er kann"; schlimmstenfalls guck ich halt woanders hin. Wenn einer mich mit dümmlichen Ideologien zutextet, egal ob links, rechts, Kreationist, Moslem oder Globalisierer, dann erzähle ich dem, wie Scheisse die Fritten bei Maccens schmecken; irgendwann merkt der schon, dass er bei mir gegen die Wand redet. Wenn einer radikale Hassparolen abläßt, dann ist das nicht meine Baustelle - gebt einen Tip an den Staatsschutz - die sollen mal was tun für ihr Geld. Und wenn mir einer an die Wäsche geht, dann probier ich erst mal, wer schneller laufen kann. Gewalt ist einfach nur grottendumm. Wer nichts Besseres einfällt als Gewalt, der kann seine Meinung getrost für sich behalten, ist eh nur Scheisse.
11.02.2011 17:55 Uhr
von graswurzel:
Es ist einfach lächerlich als taz zu fragen, warum wohl so viele Angriffe in Friedrichshain stattfinden.
der taz-Stil ist immer dasselbe: Outsider, mit Straßencafes und dann noch Ströbele erwähnen, um Wahlkampf zu machen.
Es ist nichts anderes als Terror!
Es ist falsch, die Schutzbehauptung der Täter als realen Ablauf hinzustellen.
Zum kleinen 1x1 jedes Gerichts sollte gehören: es sind wahllose Angriffe, die irgendeinen treffen. der so aussieht. Das ist politisch motivierter Terror der Rechtsradikalen. Auf gar keinen Fall darf eine Rolle spielen, was das Opfer dachte oder wie er/ sie aussah. Es gibt zum Glück eine Zeugin.
MigrantInnen oder Linke hätten angefangen, sagen die Nazis immer. Das heißt die schlichte Anwesenheit der anderen provoziert sie zu ihrem Vernichtungsangriff.
Ich zweifle, ob die Initiativen hier die richtigen Aktionen machen, um den Terror zu stoppen, denn die Selbstsicherheit der Nazis hat einfach zugenommen.
die Nazis können mit Akzeptanz rechnen, und deshalb greifen sie an.
11.02.2011 17:55 Uhr
von Jan Schmaldienst:
"Wo gehobelt wird, fallen Späne" aufgrund der Frage, weshalb es massiert in dem Stadtteil Berlins Friedrichhain dauerhaft zu rechter Gewalt käme! Eigentlich war die Antwort schon im Zeitungsartikel vorhanden, nämlich das dort subkulturell-alternativ ausgeprägte Sozialmillieu und demgegenüber ein anderer, angrenzender sozial schwacher Stadtteil, wo sich besonders unter Jugendlichen durch gesellschaftliche Exklusion u.a. rechtsextremistische Einstellungen stark verbreiteten. Wenn dann auch noch gentrifizierte Neureiche mit Bachelorabschluss und mehr oder weniger richtig Geld monatlich daherkommen und in das schöne Friedrichshain hinziehen, ist die Reibungs -und Anziehungskraft rechter Schläger gegeben für ihre Opfersuche als Ventilfunktion. Ob die dann auch noch dort angeblich in irgendeiner scheiß Disco abends rumhängen, ist völlig nebensächlich.
11.02.2011 17:54 Uhr
von heisenberg:
@ cpt. planet:
huiuiui... drei unterstellungen in zwei sätzen.
Und keine auch nur annährend zutreffend.
Es lag mir fern, jemanden herabsetzen oder diskreditieren zu wollen! Das habe ich auch m.e. weder in wortwahl noch inhalt getan. Im gegensatz zu deinem/ihrem beitrag. Die folgerungen in letzterem in das zitat reinzudeuten, finde ich arg weit hergeholt und sagen lediglich etwas über ihren autor aus.
Aus welchen bundesländern ein mensch stammt, oder aus welchem staat, welche hautfarbe er/sie hat, welchen geschmack, orientierung, frisur, elternhaus usw. usf., bemerke ich in der regel höchstens am rande. (Ausgenommen die person möchte mich in meiner freiheit einschränken oder versucht eine gesellschaftsordnung umzusetzten, die darauf abzielt). Ich hoffe, das wäre damit geklärt.
Eine revolution macht das aus '89 aber immer noch nicht.
heiterweiter :-]
11.02.2011 17:54 Uhr
von heisenberg:
@ AndyConstr:
"Von deutschem Boden ging noch nie auch nur eine Revolution aus - geschweige denn eine erfolgreiche. Lassen Sie sich nichtsweißmachen. Was dem am nächsten käme, ist der Freibieraufstand* in München: die hatten wenigstens Erfolg. 1848 war kriteriumsgemäß keine Revolution und 1989 sowieso nicht - das war bankrottbedingter Kollaps"
Zitat Prof. em Dr. disc. pol. Hammerich
*selbiges wurde gestrichen. DAS hat die Leute auf die Strasse gebracht...
11.02.2011 17:54 Uhr
von bichette:
wie oft muss man noch sagen und schreiben, dass die etablierten parteien den nazis den geldhahn zudrehen sollten. diese terroristen leben vom geld des steuerzahlers und das geld für die eingeschleusten verdeckten "staatsschutz"-leute könnte man zusätzlich sparen um die dringend notwenige aufklärungsarbeit gegen rechts in den schulen anständig leisten zu können.
11.02.2011 17:54 Uhr
von AndyConstr:
Solange die national gesinnten Leute sich an dem organisierten Vernichter Hitler orientieren, kann man ihnen kaum auf Augenhöhe begegnen.Sie bleiben gehorsame Untertanen.Besser wäre da ein Vorbild wie Hecker der 1848 die erste deutsche Revolution anführte.Freies Denken ist der erste Schritt des Menschen zu einer besseren Gesellschaft.Ein kleiner Schritt für den Einzelnen, ein großer für Deutschland.Die Fahnen schwenken wir, aber eine Nation sind wir wohl nicht.
22.07.2009 12:18 Uhr
von Sven:
Ich lese hier: "Das heißt die schlichte Anwesenheit der anderen provoziert sie zu ihrem Vernichtungsangriff". Kommentare wie die von SPIN erwecken bei mir den Eindruck, dass dies eher für die selbsternannte ANTIFA zutrifft.
Ich lese hier: "MigrantInnen oder Linke hätten angefangen, sagen die Nazis immer." Dummerweise sagen das aber nicht die Nazis, sondern der Polizeibericht. Und die zahlenmäßige Übermacht der Linken bei dem VOrfall (10 zu 4) spricht wohl eher für die Darstellung der Polizei.
Denen, die sich gern provoziert fühlen, möchte ich sagen: dümmer geht's nimmer. Wenn mir die Klamotten nicht gefallen, in denen einer herumläuft, dann denke ich bei mir, "jeder macht sich zum Depp, so gut er kann"; schlimmstenfalls guck ich halt woanders hin. Wenn einer mich mit dümmlichen Ideologien zutextet, egal ob links, rechts, Kreationist, Moslem oder Globalisierer, dann erzähle ich dem, wie Scheisse die Fritten bei Maccens schmecken; irgendwann merkt der schon, dass er bei mir gegen die Wand redet. Wenn einer radikale Hassparolen abläßt, dann ist das nicht meine Baustelle - gebt einen Tip an den Staatsschutz - die sollen mal was tun für ihr Geld. Und wenn mir einer an die Wäsche geht, dann probier ich erst mal, wer schneller laufen kann. Gewalt ist einfach nur grottendumm. Wer nichts Besseres einfällt als Gewalt, der kann seine Meinung getrost für sich behalten, ist eh nur Scheisse.
21.07.2009 17:43 Uhr
von CafeMalaria:
Wow, habe mir gerade die Fotos aus dem Jeton angeschaut. Ich bin entsetzt und nicht nur deswegen. Sondern auch, dass die Polizei mal wieder nur die sogenannten Linken durch Hausdurchsuchungen u.ä. Schikanen belästigt. Die Verharmlosung der Polizei ist mir schon bei mehreren Demos in Deutschland aufgefallen. Ich erinnere da auch an die Polizisten aus Sachsen-Anhalt, die nicht wussten wer Anne Frank ist und schon gar nicht über die geschichtliche Bedeutung ihrer Tagebucheinträge aufgeklärt waren.
Die Verharmlosung dieses Zwischenfalls der hier eingestellten Kommentare zeigt mir, dass die Resignation schon sehr weit vorangeschritten ist.
Ich erinnere nur an die Weltwirtschaftskrise in den 20ern, die gescheiterte Weimarer Republik - irgendwie erinnert mich das an eine Art Dejá-vus-Erlebnis, denn momentan gibt es ja wieder ne Wirtschaftskrise und die große Koalition wankt - den Auftakt hat da wohl Schleswig-Holstein gemacht.
21.07.2009 16:16 Uhr
von graswurzel:
Es ist einfach lächerlich als taz zu fragen, warum wohl so viele Angriffe in Friedrichshain stattfinden.
der taz-Stil ist immer dasselbe: Outsider, mit Straßencafes und dann noch Ströbele erwähnen, um Wahlkampf zu machen.
Es ist nichts anderes als Terror!
Es ist falsch, die Schutzbehauptung der Täter als realen Ablauf hinzustellen.
Zum kleinen 1x1 jedes Gerichts sollte gehören: es sind wahllose Angriffe, die irgendeinen treffen. der so aussieht. Das ist politisch motivierter Terror der Rechtsradikalen. Auf gar keinen Fall darf eine Rolle spielen, was das Opfer dachte oder wie er/ sie aussah. Es gibt zum Glück eine Zeugin.
MigrantInnen oder Linke hätten angefangen, sagen die Nazis immer. Das heißt die schlichte Anwesenheit der anderen provoziert sie zu ihrem Vernichtungsangriff.
Ich zweifle, ob die Initiativen hier die richtigen Aktionen machen, um den Terror zu stoppen, denn die Selbstsicherheit der Nazis hat einfach zugenommen.
die Nazis können mit Akzeptanz rechnen, und deshalb greifen sie an.
20.07.2009 23:19 Uhr
von heisenberg:
p.s. (zu s.u.)
...weil es wirklich ein trauerspiel ist, wie und worüber sich (nicht nur) hier aufgeregt wird:
Sabine_Schmidt hat es auf den punkt gebracht.
Jeden tag werden menschen von zunehmend professionell geschulten, organisierten, menschenverachtend indoktrinierten menschen (ja, wenn man letzteres übersieht ist die eigene haltung auch gefährlich nah an der braunen soße dran), provoziert, bedrängt, genötigt, verfolgt, gefilmt, fotografiert, in listen geführt, diffamiert, verhöhnt, gezielt und spontan angegriffen, verletzt und/oder getötet!
Und während rechtsaussen feixend rethorische nebelkerzen verteilt, disinformiert, unterwandert und jede nische füllt, die formaljuristisch ausdehnbar ist... streitet sich der rest, der noch nicht mit "na, mich betrifft das ja zum glück nicht" mit droge no.1 (tv) versackt, lieber wer die förmchen jetzt wem zuerst weggenommen hat?
mich fröstelt's !
20.07.2009 19:26 Uhr
von Harald:
An aso:
Mein Eindruck bei den Münchner Nazidemos ist es aber durchaus immer, dass von den Typen, die da mit ihren Fackeln und Fahnen rumstehen, die überwiegende Mehrheit Glatzen sind.
Der Rest, die "Promis" und zwei, drei uralte Männer und Frauen, tragen freilich keine Glatzen, ebenso wenig die immer mehr werdenden Frauen, aber die überwiegende Mehrheit eben schon.
Und deshalb ist es durchaus legitim, entsprechende Bilder zu veröffentlichen, solange sie das öffentliche Bild wiedergeben.
Abgesehen davon nervt es mich ungemein, dass sich in jeder, wirklich jeder Debatte um Faschos irgendeiner zu Wort meldet und es ungemein wichtig findet darauf hinzuweisen, dass Skinheads an sich ja keine Nazis waren oder sind.
20.07.2009 19:06 Uhr
von Jan Schmaldienst:
"Wo gehobelt wird, fallen Späne" aufgrund der Frage, weshalb es massiert in dem Stadtteil Berlins Friedrichhain dauerhaft zu rechter Gewalt käme! Eigentlich war die Antwort schon im Zeitungsartikel vorhanden, nämlich das dort subkulturell-alternativ ausgeprägte Sozialmillieu und demgegenüber ein anderer, angrenzender sozial schwacher Stadtteil, wo sich besonders unter Jugendlichen durch gesellschaftliche Exklusion u.a. rechtsextremistische Einstellungen stark verbreiteten. Wenn dann auch noch gentrifizierte Neureiche mit Bachelorabschluss und mehr oder weniger richtig Geld monatlich daherkommen und in das schöne Friedrichshain hinziehen, ist die Reibungs -und Anziehungskraft rechter Schläger gegeben für ihre Opfersuche als Ventilfunktion. Ob die dann auch noch dort angeblich in irgendeiner scheiß Disco abends rumhängen, ist völlig nebensächlich.
20.07.2009 17:48 Uhr
von heisenberg:
@ cpt. planet:
huiuiui... drei unterstellungen in zwei sätzen.
Und keine auch nur annährend zutreffend.
Es lag mir fern, jemanden herabsetzen oder diskreditieren zu wollen! Das habe ich auch m.e. weder in wortwahl noch inhalt getan. Im gegensatz zu deinem/ihrem beitrag. Die folgerungen in letzterem in das zitat reinzudeuten, finde ich arg weit hergeholt und sagen lediglich etwas über ihren autor aus.
Aus welchen bundesländern ein mensch stammt, oder aus welchem staat, welche hautfarbe er/sie hat, welchen geschmack, orientierung, frisur, elternhaus usw. usf., bemerke ich in der regel höchstens am rande. (Ausgenommen die person möchte mich in meiner freiheit einschränken oder versucht eine gesellschaftsordnung umzusetzten, die darauf abzielt). Ich hoffe, das wäre damit geklärt.
Eine revolution macht das aus '89 aber immer noch nicht.
heiterweiter :-]
20.07.2009 14:18 Uhr
von Sabine Schmidt:
Die Einstellungen, die bei einem Großteil der Leserbriefe zu diesem Artikel durchschimmern, sind entweder dumm, naiv oder gefährlich. Rechte Gewalt wird nicht wahrgenommen bzw. verharmlost (hallo, jemand sollte durch einen Kopftritt getötet werden), gegen junge Linke, die sich meiner Meinung nach zu Recht von Neonazis durch Auftreten und Kleidung im Friedelhain provoziert fühlen, wird gewettert.
Was ist das, verkehrte Taz-Welt? Oder ham sich hier ein paar Rechte eingeschlichen und wollen Meinungen machen?
20.07.2009 13:17 Uhr
von cpt. planet:
@heisenberg:
1989 keine Revolution?
Stimmt, waren ja Ostdeutsche,Menschen zweiter Klasse.
Als revolutinär gescheiterte Alt-68er würde mir das auch nicht passen.
20.07.2009 12:39 Uhr
von aso:
@ Christoph:
„... kurze Frage an die Redaktion:
Warum sind denn auf jedem Foto zu diesem Thema Glatzköpfe zu sehen?“:
Vielleicht ist es in der Redaktion noch niemandem aufgefallen, daß der Dress-Code sich längst gewandelt hat.
Vielleicht wäre es auch zu peinlich, würde man authentische Bilder zeigen, und denken,
...Hey, die sehen aus wie die linken Krawallmacher aus dem schwarzem Block...
20.07.2009 01:47 Uhr
von Reiner Durst:
boah... ist mir schlecht... ich darf keine taz-leserkommentare mehr lesen...
soviel beschönigendes, relativierendes, verharmlosendes, ja fast rechtfertigendes geschreibsel in bezug auf nat.-soz. gedanken"gut" und daraus resultierender gewalt, kannte ich bisher nur aus der anderen bürgerlichen presse.
übrigens: hat jemand schonmal erlebt, gehört oder gelesen, dass linke jemanden per bordsteinkick töten wollten? haben linke jemals im rudel schwarze, obdachlose, behinderte oder gleich ganze heime für asylsuchende angegriffen?
und ja, mensch kann auch durch kleidung provozieren. und provokation erzeugt meist eine reaktion ;)
19.07.2009 15:34 Uhr
von Spin:
@ Rainer: Schlecht informiert meets stumpfe Gesinnung, oder?
"Laut Polizeibericht war es doch wohl so, dass erst 10 'Linke' 4 'Rechte' angegriffen haben, wegen 'unpassender Kleidung'. Das scheint aber im Antifa-Universum völlig in Ordnung und nicht weiter kritikwürdig zu sein."
Nur mal so wegen unpassender Kleidung: Informieren Sie sich, inwiefern "Thor Steinar T-Hemden" ein klarer Nazicode sind; auch darüber, dass die Rechten allesamt zum rechtsradikalen Braunfeld im Berliner Umland gehören, in der Disko Jeton auch gerne mal den Hitlergruß machen usw. Eine Gefahr für Linke, Punks, Ausländer und andere! Die Gesinnung der Täter, die Brutalität des Übergriffes und die Folgen rechtfertigen jedenfalls die antifaschistische Intervention im Nachhinein deutlich.
Zum Zweiten: "Leider wird beim 'Kampf gegen Rechts' allerdings viel gelogen und es geht wie o.a. eigentlich nur um die politisch korrekte Zugehörigkeit"
Jaja, die armen Rechten, haben so eine harmlose Ideologie (Nationalismus, Rassismus, Kampf gegen Minderheiten, Geschichtsrevisionismus) und sind ja auch sonst echt gute Kameraden. Und wie man sieht, auch nicht so brutal wie die "politisch Korrekten Gutmenschen", die, "wenn dann der Schuss nach hinten los geht, ... den Aufstand der Anständigen" einklagen.
Also, mein Credo für einen anständigen Aufstand: Solidarisch im Kampf gegen Nazis, und den Nationalismus und seine Verharmlosung in der deutschen Mitte entlarven!
19.07.2009 13:57 Uhr
von heisenberg:
@ AndyConstr:
"Von deutschem Boden ging noch nie auch nur eine Revolution aus - geschweige denn eine erfolgreiche. Lassen Sie sich nichtsweißmachen. Was dem am nächsten käme, ist der Freibieraufstand* in München: die hatten wenigstens Erfolg. 1848 war kriteriumsgemäß keine Revolution und 1989 sowieso nicht - das war bankrottbedingter Kollaps"
Zitat Prof. em Dr. disc. pol. Hammerich
*selbiges wurde gestrichen. DAS hat die Leute auf die Strasse gebracht...
19.07.2009 11:59 Uhr
von h t t p://moslem.blogger.de:
Dieses öde "Warum" scheint eine deutsche Krankheit zu sein.
Ist doch völlig klar, warum die Neoflaschos in Friedrichshain herum gammeln: Sie brauchen neuen Lebensraum.
Das hat schon der Föhrärr gewusst.
19.07.2009 05:06 Uhr
von Spin:
SEhr schön, wenn nicht alles täuscht waren wir samstag mehr als 5000, eine beeindruckende, entschlossene, aber auch besonnene demo. wenn wir jetzt auch im alltag zusammen halten, haben die nazis keine chance. der jeton-betreiber darf sich fragen, wie lange er noch hools und nazis beherbergen will.
leider wird gerade in den medien viel linke gegen rechte gewalt aufgerechnet. schade, es wäre auch der mühe wert, mehr über nationalismus zu diskutieren, die ideologie, die die gewalt macht. warum ist dieser blödsinn unter jugendlicen gerade so anschlusssfähig? ich würde sagen, es verschafft eine veremeintliche stärke in der globalen konkurrenz und gibt der verschwimmenden identität klare kontur. nationale identität als ersatz für schwindende sicherheit.
19.07.2009 01:31 Uhr
von Stefan:
Liebe Gessler/Masberg, es ist eben auch Ihre undifferenziert "kämpferische" Schreibweise, de Frust und Gewaltbereitschaft geradezu herbeiruft. Solange Sie in den Klischees "Rechts=Gewalt" und "Gewalt=Rechts" hängenbleiben, gehören Sie zu den geistigen Brandstiftern. Gewaltbereitschaft hat relativ wenig mit Gesinnung zu tun. Wer das wissen will findet genügend Quellen, die seine Meinung stützen.
18.07.2009 22:14 Uhr
von H.D.:
Es gab eine Ein-Mann-Demonstration vor dem neuen Laden am Frankfurter Tor. "Sauerstoffgerät hab ich immernoch dabei" - HipHop Klassiker
18.07.2009 17:43 Uhr
von Sören W.:
Man sollte sich einfach mal die bisherigen Ermittlungen der Polizei anschauen und wird merken, dass der Autor hier zwar ein Weltbild rüberbringt, aber nicht sachlich und wahrheitsgemäss berichtet.
Es war demnach so, das 10 Linksradikalen 4 Rechte angriffen und die "mutigen" Linken trotz ihrer Übermacht einen drauf bekamen, einer der Angreifer so heftig, dass er schwerer verletzt wurde. Dieser Schwerverletzte war übrigens auf Grund schwerer Gewaltdelikte schon vielfach in Erscheinung getreten.
Dass es jetzt so hingestellt wird, dass es heisst "Autonome schlagen zurück" ist schlichtweg Unfug, waren die doch die Agressoren.
Eine viel grössere Gefahr für das Leib und Leben anderer geht in Berlin nicht von Rechtsradikalen, sondern von Linksfaschisten aus, z.B. solchen die am 1. Mai versuchten Polizisten mit Benzin zu übergiessen und anzuzünden.
18.07.2009 17:35 Uhr
von Wolfgar:
Also die zunehmende Gewalt durch Überfrendumg von Islamisten finde ich wesentlich greifbarer und realer.
Wo sieht man schonmal Rechtsradikale, ausser in der Taz
18.07.2009 13:41 Uhr
von Gott:
"Nirgendwo sonst in Berlin gibt es so viele Nazi-Übergriffe wie im alternativen Friedrichshain. Warum?"
Die Frage lässt sich leicht beantworten. Egal wie oft IRGENDETWAS passierst, irgendwo muss es einen Ort geben, an dem dieses am häufigsten passiert, selbst wenn sich dieser Ort von nichts durch andere Orte unterscheidet.
Das liegt einfach an statistischen Schwankungen: Wenn ich einen Würfel 5 mal werfe kann ich anschließend auch darüber philosophieren, warum diese eine (oder wahrscheinlich eher zwei) Zahlen gar nicht getroffen wurde und alle anderen Zahlen häufiger als erwartet (erwarten kann man 5/6 Treffer für jede Zahl, also weniger als einen Treffer und damit liegt jeder Treffer über dem Durchschnitt).
18.07.2009 13:07 Uhr
von hermit:
das irre an dem ganzen geschrei ist: nicht wird erwähnt, daß es die linken waren, die angefangen haben, in der überzahl, die rechten haben sich eben gewehrt! was wäre passiert, wäre ein rechter in die situation gekommen: hätte er überlebt?! die beiden extreme gleichen sich so komplett für einen außenstehenden, daß all diese kopfanalysen total lächerlich klingen: in diesen analysen wird immer vorrausgesetzt, daß die linken die guten sind: sie morden und brennen für einen guten zweck, die rechten für einen bösen zweck. manichäisches weltbild eben und üußerst bequem: alles ist entschuldigt, denn ich bin auf der guten seite, denkt sich der linke straftäter und hat somit absolut kein unrechtsbewußtsein, wenn er z.b. autor abfackelt - sind ja nazikisten (woran erkennt man das eigentlich!?)
18.07.2009 12:09 Uhr
von Mans Hahr:
...und so bastelt sich die Linke ihr Feind- und Weltbild (was in Konsequenz oft identisch ist) zusammen.
Euer Hauptanliegen ist es, Euch selbst so sehr von der "rechten Gefahr" zu überzeugen, dass auch Ihr eines Tages, wie Eure Väter, sagen könnt, dass Ihr "nichts gewusst" habt von der echten, tatsächlich drohenden Gefahr.
18.07.2009 11:58 Uhr
von Hartmut:
Das ist ja sehr schön, dass Frau Klebba nach Antworten sucht. Aber bis diese gefunden sind, muss doch auch etwas passieren. Ich bin kein Freund von massiver Polizeipräsenz. Aber mittlerweile hier in Friedrichshain schon. Das müssen ja keine Mannschaftswagen sein. Aber wieso nicht eine Truppe in Zivil, die eingreifen kann, wenn es Ärger gibt. Oder bürgernahe Beamte, die man ansprechen kann.
Es geht ja nicht nur um rechte Gewalt. Auch ansonsten wird es immer unerträglicher. Ab Donnerstag wird der Südkiez von einer Lawine Prolos überrollt, die die Bewohner besoffen anpöbeln, dauerngrölend durch die Straßen laufen und ein einziges Scherbenmeer hinterlassen. Der Lehnbachplatz ist eine riesige Müllhalde, an der Revalerstrasse werden Autos am laufenden Band eingetreten und abgefackelt.
Da nach Antworten suchen als alleinige Lösung ist ein bisschen wenig und die Menschen hier fühlen sich verdammt verarscht und allein gelassen.
18.07.2009 09:51 Uhr
von bichette:
wie oft muss man noch sagen und schreiben, dass die etablierten parteien den nazis den geldhahn zudrehen sollten. diese terroristen leben vom geld des steuerzahlers und das geld für die eingeschleusten verdeckten "staatsschutz"-leute könnte man zusätzlich sparen um die dringend notwenige aufklärungsarbeit gegen rechts in den schulen anständig leisten zu können.
18.07.2009 05:37 Uhr
von vic:
Ich hoffe bald, besser sehr bald, werden Nazis wieder auf Normalmaß gestutzt. Am besten mit ihren eigenen Mitteln.
Weshalb nicht in Friedrichshain damit anfangen?
Wenn ich´s nur nicht so verdammt weit hätte um mitzuhelfen. Ich stecke im schwarzen Süden fest.
18.07.2009 03:07 Uhr
von Karl Mond:
Ja! Schön, wenn die Geistlosigkeit das Zepter übernimmt! Wenn die Bildung abgeschafft wird, gibt´s mehr Geld für Öl und Banken. Der "Mob" wird sich schon totschlagen.
Und der Banker und der Politiker? Die sind um die Zeit sowieso nicht unterwegs. Schon gar nicht in dieser Gegend.
18.07.2009 02:28 Uhr
von rugero:
Wenn es so bekannt ist und offensichtlich jeder weiß, wo die rechten Dumpfbacken nächtens Randale machen, wundert mich daß dort nicht mehr Polizeiarbeit den rechtskriminellen Idioten entgegengestellt wird.
18.07.2009 00:57 Uhr
von Rainer:
Leider ist vieles, was zum Thema 'rechte Gewalt' geschrieben wird mit Vorsicht zu 'genießen'.
Gerade auch in der taz und besonders von Autoren, die routinemäßig mit dem Thema befasst sind.
Es ist ähnlich wie bei George W. Bush: 'Entweder du bist mit uns oder gegen uns'.
Diese Parteilichkeit geht mir ziemlich auf den Zeiger und ich vermisse soliden, an Fakten interessierten Journalismus.
Laut Polizeibericht war es doch wohl so, dass erst 10 'Linke' 4 'Rechte' angegriffen haben, wegen 'unpassender Kleidung'. Das scheint aber im Antifa-Universum völlig in Ordnung und nicht weiter kritikwürdig zu sein. Wenn dann der Schuss nach hinten los geht, ist das Geschrei auf einmal groß. Dann wird unmittelbar auf allen Kanälen 'der Aufstand der Anständigen' eingeklagt.
Vor diesem Hintergrund erscheint mir die plötzlich aufgetauchte Zeugin eher unglaubwürdig.
Ob sich die Szene mit ins Genick treten wirklich so abgespielt hat? Wenn ja, gehört sowas natürlich streng bestraft.
Leider wird beim 'Kampf gegen Rechts' allerdings viel gelogen und es geht wie o.a. eigentlich nur um die politisch korrekte Zugehörigkeit und erst nachrangig um wahrhaftige Berichterstattung.
Leider ist die taz hier keine Ausnahme.
17.07.2009 22:53 Uhr
von Christoph:
kurze Frage an die Redaktion:
Warum sind denn auf jedem Foto zu diesem Thema Glatzköpfe zu sehen? Ich habe noch in keinem einzigen Artikel die definitive Bestätigung gelesen, dass auch wirklich Nazi-Skinheads an den Übergriffen beteiligt waren?!
Und unabhängig davon OB Skinheads wirklich beteiligt waren ist der Skinhead als solcher per se auch noch kein Nazi! Gerade in Berlin gibt es sehr viele linke Skins denen ihr mit solchen undifferenzierten Anschuldigungen das Leben nicht unbedingt leichter macht!
Insofern würde ich euch bitten, die Auswahl der Artikel-Bilder noch einmal zu überdenken.
Danke
17.07.2009 20:14 Uhr
von AndyConstr:
Solange die national gesinnten Leute sich an dem organisierten Vernichter Hitler orientieren, kann man ihnen kaum auf Augenhöhe begegnen.Sie bleiben gehorsame Untertanen.Besser wäre da ein Vorbild wie Hecker der 1848 die erste deutsche Revolution anführte.Freies Denken ist der erste Schritt des Menschen zu einer besseren Gesellschaft.Ein kleiner Schritt für den Einzelnen, ein großer für Deutschland.Die Fahnen schwenken wir, aber eine Nation sind wir wohl nicht.