• 21.01.2010

Rechnitz-Diskussion in Zürich

Diabolische Brillanz

Im Schauspielhaus Zürich wurde über Schweizer NS-Lasten debattiert - "Liegt Rechnitz in der Schweiz?"von Rudolf Walther

  • 21.01.2010

Rechnitz-Diskussion in Zürich

Diabolische Brillanz

Im Schauspielhaus Zürich wurde über Schweizer NS-Lasten debattiert - "Liegt Rechnitz in der Schweiz?"von Rudolf Walther

  • 21.01.2010 10:14 Uhr

    von David R L Litchfield:

    I find it terribly frustrating that in discussions such as the one you write of, people still claim to be mystified as to the Swiss protection of the Thyssen-Batthyanys. As you know from my book, it is all based on a financial deal and is devoid of any moral issues. The Thyssens, based in Lugano, used Switzerland for their personal and corporate banking, in return for which they received protection. This included Margit Batthyany and her lovers and the fact that Heinrich Thyssen (with the assistance of his son Heini) had continued to run his German companies from Switzerland throughout the war with impunity. As far as the Austrian citizens of Rechnitz are concerned, people were paid to keep quiet with Thyssen money. End of story.

    Es ist für mich äusserst frustrierend in Diskussionen wie der hier beschriebenen, dass Leute immer noch sagen, sie verstünden nicht, wieso die Thyssen-Batthyanys durch die Schweiz geschützt wurden. Wie Sie nach der Lektüre meines Buches wissen, dreht sich hier alles um eine finanzielle Abmachung und keineswegs um moralische Erwägungen. Die Thyssens, mit Zentrum in Lugano, unternahmen persönliche wie geschäftliche Bankangelegenheiten in der Schweiz. Als Gegenleistung erhielten sie schweizer Schutz, der auch Margit Batthyany und ihre Liebhaber mit einschloss, und die Verschweigung der Tatsache, dass Heinrich Thyssen (mit Hilfe seines Sohnes Heini) seine Geschäfte in Deutschland durch den gesamten 2. Weltkrieg hindurch von der Schweiz aus gelenkt hatte. Was die österreichischen Einwohner von Rechnitz angeht, so wurden sie mit Thyssen Geld bezahlt, damit sie nicht redeten. Das wars.

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