In Frankreich ist es jetzt verboten, den Völkermord an den Armeniern zu verleugnen. In der Türkei löst das Frust aus. Um den abbzubauen, kann man Präsident Sarkozy verhauen – im Netz.

Oyna: Spielen! Und draufhauen! Bild: screenshot: sunoyun.com
BERLIN taz | 200 Kilometer pro Stunde mit der Hand muss man schon schaffen, wenn man Sarkozy eine runterhaut. Sonst gibt's keine Glückwünsche, nur Bedauern. Auf der türkischen Spieleseite Sunoyun – Sonnenspiele – kann man jetzt seinen Frust über den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy abbauen.
Begleitet von Balkanbeats holt man aus, zielt und knallt Sarkozy eine Ohrfeige ins Gesicht. Je nachdem, wie schnell man war, gibt's ein Feedback: "Leider!", wenn's nicht genug geknallt hat und "Herzlichen Glückwunsch", wenn der Schmerz groß genug war. Sarkozy hat dann auch ein blaues Auge und Schrammen im Gesicht zur Belohnung.
155.000 Mal ist "Klatsch den Sarkozy" bereits gespielt worden, Sunoyun hat 46.000 Fans bei Facebook. In sieben Sprachen ist das Spiel verfügbar – Französisch gehört nicht dazu.
Trotz Drohungen der Türkei hat der französische Senat am Montag ein neues Genozid-Gesetz verabschiedet, Sarkozy war die treibende Kraft dahinter. Gesetzlich anerkannte Völkermorde dürfen jetzt nicht mehr geleugnet werden, dazu gehört auch der Genozid an Armeniern während des Ersten Weltkriegs.
Der türkische Ministerpräsident hatte daraufhin Sarkozy rassistische und türkenfeindliche Politik vorgeworfen. Er sollte die Seite Sunoyun aufsuchen, das hilft. BÖ
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
29.02.2012 21:37 | wahrheitsager
@von broxx:zu offensichtlich undzu primitiv.
27.01.2012 19:50 | Gardiyan
Wie Christen durch Zusammenhalt falsche Geschichte schreiben wollen. Ihr wollt einfach keinen Frieden und wundert euch dann ...
26.01.2012 12:34 | ela
@bronxx: Sie sollten mal etwas auf ihre Audrucksweise achten und den Menschen mit etwas mehr Respekt begegnen. ...