Rapper Malik über Diskriminierung

„Ich haue euch lyrisch aufs Maul“

Ismael Hares aka „Rapper Malik“ erzählt vom Rappen im Rollstuhl – und über die Freundschaft zu einem Mann, der zum Massenmörder wurde.

Ein Mann mit Käppi guckt herausfordernd

Ismael Hares ist auch radikal – radikal gegen rechts Foto: Karsten Thielker

taz am wochenende: Herr Hares, wann ist Ihr Publikum größer – wenn Sie als Rapper Malik auftreten oder als Freiburger Lokalpolitiker Ismael Hares für die SPD?

Malik Hares: Das ist eine gemeine Frage. Die Antwort hängt sehr ab von den Umständen. Wenn ich als Lokalpolitiker spreche, dann ist das ja oft eine Mitgliederversammlung für alle anderen Genossinnen und Genossen. Deshalb kommen da wahrscheinlich sogar ein paar mehr Hansel als zu mir als als Rapper.

Und wie kann man mehr erreichen? Als Politiker oder als Rapper?

Mittlerweile verschmilzt das alles bei mir in eine Gesamtfigur. Es ist keine Kunstfigur, weil ich da ja nichts erfinde, das bin alles ich, der Rapper und der Lokalpolitiker. Aber ich glaube, dass ich Herzen und Menschen eher über die Musik erreiche, weil da eine ganz andere Emotionalität dahintersteckt. Die Politik ist da schwieriger: Es gibt zwar hin und wieder gute Momente, aber vor allem ist es eine permanente Auseinandersetzung, da sind schon sehr viele Egos unterwegs …

Das ist im HipHop ja auch nicht anders.

Im HipHop wird das aber offen ausgetragen. In der Kommunalpolitik sind diese Konflikte eher versteckt.

Aber die Politik und der HipHop haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sein dürfte: In beiden ist derselbe Gedanken zentral, in der Politik heißt er Wettbewerb, im Rap Competition.

Ein wichtiger Unterschied ist, dass im HipHop der Wettbewerb nur indirekt entschieden wird: Auf Facebook schreibt der eine, es gefällt ihm, und der andere, es gefällt ihm nicht. Wenn man sich um ein Amt bewirbt, dann weiß man nach der Wahl ganz genau, wie viele für einen und wie viele gegen einen gestimmt haben. Aber stimmt, ansonsten ist es schon ähnlich: Man braucht in beidem einen langen Atem, man bohrt hier wie dort in der Regel dicke Bretter, wenn man kein Popsternchen-Überflieger ist. Man muss ständig und lange am Ball bleiben, das ist sowohl in der Kommunalpolitik als auch im Musikgeschäft gefragt. Und beides ist viel Netzwerken, viel Klüngel, es geht darum, sich in Position zu bringen. Das ist allerdings in der Politik viel ausgeprägter als im HipHop – und ab einem gewissen Niveau wird es richtig ungemütlich.

Sie haben also nicht vor, in die ganz große Politik einzusteigen? Sie sind glücklich in der Kommunalpolitik?

Früher hätte ich gesagt: auf gar keinen Fall. Mittlerweile sage ich: Man soll niemals nie sagen. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mich auch als einer von vier Kandidaten beworben um eine Nominierung als Bundestagskandidat. Aber wenn man sich meinen Background ansieht: Behindert, Straßen-Rapper – ich weiß nicht, ob es irgendeine Partei in Deutschland gibt, die bereit ist, so einen an die Spitze zu stellen.

Sind Sie als behinderter Rapper mit sogenanntem Migrationshintergrund nicht der Traum für jede Partei außer der AfD? Sie decken gleich mehrere Minderheiten ab und könnten noch die jungen Leute erreichen …

Das Gefühl habe ich überhaupt nicht. Durch meine Musik bin ich in Freiburg, ja in ganz Baden-Württemberg nicht ganz unbekannt, aber das ruft schnell Neider auf den Plan. Es gibt andere, die sind da in der Lokalpolitik schon seit Jahrzehnten am Machen und Tun. Wenn da so ein Quereinsteiger kommt, wird der schnell mal gemobbt.

Hadern Sie mit der SPD?

Ja, aber dazu muss man einschränkend sagen: Jeder Genosse und jede Genossin hadert immer mit der SPD. Das ist eine Grundkrankheit dieser Partei. Wer damit nicht klarkommt, der darf nicht in die SPD eintreten.

Gilt das nur für die SPD, oder ist das in allen Parteien so?

Ich denke, das hat die SPD in dieser Form exklusiv. In der CDU gibt das Präsidium die Richtung vor, da ist Hadern nicht erlaubt. In der SPD aber sind Hadern und Ärgern Grundvoraussetzungen – und Sauersein sowieso.

Warum sind Sie gerade in die SPD eingetreten?

Als ich 13, 14 war, da war Hoyerswerda, Solingen, die Toten von Mölln – und ich bin mit allen anderen auf die Straße gegangen und habe protestiert. Das war meine frühe Politisierung. Dann hatten wir in der Schule das Dritte Reich und haben die berühmte Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz 1933 im Reichstag durchgenommen. Das hat einen unfassbaren Eindruck bei mir hinterlassen, der Mut dieses Mannes. Seitdem bin ich im Herzen Sozialdemokrat.

Haben Sie denn das Gefühl, Sie können in dieser Partei alles erreichen, was Sie erreichen wollen?

Ich bin da skeptisch. Aber das bezieht sich nicht nur auf die SPD, sondern ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Man muss ja nur mal in den Bundestag gucken: Der einzige Abgeordnete mit einer Behinderung ist Wolfgang Schäuble – und der saß da schon, bevor er durch die Messerattacke zum Behinderten wurde. Ich glaube, wir haben über sechs Millionen Menschen in diesem Land mit einer anerkannten Schwerbehinderung, aber das spiegelt sich in keinster Weise im Parlament wieder. Das ist doch ein Unding.

Der Mann: Geboren ist er 1978 in Kabul. Wegen eines Gen­defekts kommt Ismael behindert zur Welt. Als er sechs Monate alt ist, flüchtet seine Familie aus Afghanistan nach Deutschland.

Der Rapper: 1998 steht er erstmals als Rapper Malik auf einer Bühne. 2001 folgt die erste Veröffentlichung. Hares tritt mit Xavier Naidoo, Gentleman oder Pharcyde auf. 2007 erscheint sein Debütalbum „Gerecht gerächt“, mehr als ein Jahrzehnt später nun der Nachfolger: „Die Zukunft“ (Hares/Tonpool).

Der Politiker: Seit 2010 ist er in der SPD, 2013 wird er Vorsitzender des Freiburger Ortsverbandes Wiehre-Vauban.

Sie sind seit 2013 Vorsitzender des SPD Ortsverbandes Wiehre-Vauban, also im allerschönsten Klischee-Freiburg. Auf Ihrem neuen Album rappen Sie: „Ich rolle durch die Stadt und muss so viel Elend sehen.“ Das ist jetzt aber keine Beobachtung aus Ihrem Ortsverband?

Ich gebe zu, Wiehre-Vauban ist eher das Freiburg, wie man es sich vorstellt: Man kann gar nicht weit genug spucken, ohne einen Alnatura-Laden zu treffen. Die Fallhöhe mag in Freiburg nicht so hoch sein wie in Berlin. Aber auch da gibt es Menschen, die im Müll nach Pfandflaschen suchen. Es gibt auch bei uns Armut. Und ich bin auch nicht in Vauban aufgewachsen, sondern in Weingarten und Haslach, wo es Hochhäuser gibt und Menschen, die wirtschaftlich nicht so gut gebettet sind. Da bekommt man schon einen anderen Zugang zu sozialen Themen.

Kommt Ihnen als Lokalpolitiker nicht manchmal der Rapper in die Quere? Der eine muss ausgewogen formulieren, der andere auf die Kacke hauen.

Ja und nein. Es gibt den Politiker Ismael Hares und den Rapper Malik, und natürlich ist mein Wording als Rapper ein anderes als als Politiker, weil die Codes jeweils vollkommen andere sind. Aber ich glaube, mir gelingt dieser Spagat ganz gut. Aber ich benutze heutzutage als Rapper einige Begriffe tatsächlich nicht mehr, die ich früher vielleicht noch benutzt habe – aber das liegt nicht so sehr daran, dass ich jetzt Politiker bin, sondern dass ich älter geworden bin und gemerkt habe, was Worte bei anderen auslösen können. Aber früher habe ich im direkten Schlagabtausch mit Rapper-Konkurrenten schon mal gerappt: „Dein Style ist schwul.“ Das steht im typischen Rapper-Vokabular ja auch nicht für homosexuell, sondern für schwach und schlecht. Aber so etwas mache ich heute nicht mehr.

Das ist klassischer Battle-Rap, den es auch auf Ihrem neuen Album gibt. Da kicken Sie Gegner weg und rappen – auch eine klassische Battle-Rap-Zeile: „Fick dich, bitch.“

Auf meinem Album ist eine bitch?

Ja, im Song „Keiner“.

Ja, okay. Es ist eben Battle-Rap, das ist Übertreibung, das ist Kunst.

Battle-Rap ist eine Kunstform, das ist auch das Argument von Kollegah und Farid Bang, Zeilen wie „mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“, „komm an mit dem Molotow“ zu erklären.

Der Kollege Tobias Rapp vom Spiegel

„Der Rollstuhl, ja. Manche haben mir das auch ganz offen gesagt: Ein Rapper im Rollstuhl, das geht nicht“

… der auch lange taz-Musikredakteur war.

Genau, der hat es gut auf den Punkt gebracht: Diese Lines selbst sind nicht antisemitisch, weil sie nicht zu antisemitischen Handlungen aufrufen. Aber sie sind natürlich geschmacklos, weil sie Antisemitismus bei jungen Menschen befördern, die diese Zeilen nicht einordnen können und auch die Kunstform Battle-Rap nicht wirklich verstehen. Im Battle-Rap geht es um einen Wettbewerb, um die beste Performance, um die besten Texte, Vergleiche und Reime: Wenn ich sage, ich haue euch aufs Maul, dann meine ich, ich haue euch lyrisch aufs Maul. Wenn ich jemanden wegkicke, dann ist bei jemandem wie mir natürlich eigentlich klar, dass ich das nicht wörtlich meinen kann.

Wo werden Sie mehr diskriminiert als Behinderter: in der Politik oder im Musikgeschäft?

Ich würde sagen, dass in der Politik die Diskriminierung nicht so ausgeprägt ist, zumindest vordergründig, weil dort andere Reglementarien greifen. Grundsätzlich hat man dort die gleichen Chancen wie jeder andere. Das ist in der Musik­industrie anders: Da bestimmen einzelne Männer in Plattenfirmen, wer veröffentlicht wird, andere Männer, über wen in der Musikpresse berichtet wird. Das ist heutzutage nicht mehr so drastisch, weil durch die Digitalisierung und die dadurch ausgelöste Krise eine gewisse Demokratisierung passiert ist. Aber wenn einer im Rollstuhl ankommt, dann kollidiert das so sehr mit allen popmusikalischen Gesetzen, wie ein Rapper auszusehen hat, dann hört man eben von den Verantwortlichen: Dein Songmaterial finden wir gut, aber wir glauben nicht, dass du in deiner spezifischen Situation Erfolg haben wirst.

Die spezifische Situation ist …

… der Rollstuhl. Manche haben mir das auch ganz offen gesagt: Ein Rapper im Rollstuhl, das geht nicht.

Erleben Sie in der HipHop-Szene womöglich auch positive Diskriminierung? Anders gefragt: Hatten Sie es womöglich einfacher, Gigs zu kriegen als Exot, aber werden dafür auch nicht so ernst genommen?

Manche finden es sicher krass, dass es einen wie mich gibt, der im Rollstuhl sitzt und rappt. Aber grundsätzlich ist es im HipHop wie im richtigen Leben: Es gibt Leute, die kommen damit klar, und andere nicht, weil sie sonst auch keinen Kontakt zu Behinderten haben. Manche können dir nicht mal in die Augen gucken, man merkt, wie unangenehm ihnen das ist. Aber das kann auch der Schaffner sein, der lieber meine Frau als mich fragt, ob ich eine Fahrkarte habe. Das kommt so oft vor, das die mittlerweile sagt: Fragen Sie ihn doch selber.

Es gibt nicht nur Battle-Rap auf Ihrem neuen Album, sondern auch politische Songs. In „Todesengel“ stilisieren Sie sich zum nazifressenden Rächer und rappen: „Ich bin hochgradig faschistoid, geht es um Faschisten.“ Ist das die Lösung, mit Gewalt auf Gewalt reagieren?

Natürlich ist das eine Übertreibung. Der Song ist entstanden in der Zeit, als es die Auseinandersetzungen mit der NPD Breisgau gab, ich war damals auf hun­dert­achtzig. Das war auch eine Reaktion auf den NSU und darauf, welchen Rassismus die Ermittlungen offenbarten. Da brauchte ich ein Ventil, um mal Dampf abzulassen. Aber natürlich: Gewalt ist nicht die Lösung. Allerdings: Das kommt immer darauf an, in welchen Zustand eine Demokratie ist. Ich kann mir vorstellen, dass es den Punkt gibt, wo man auch mit Gewalt für dieses Grundgesetz einstehen muss.

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Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo. Und bei Facebook und Twitter.

Seit der so genannten Flüchtlingskrise geht ein Riss durch dieses Land. Geht der auch durch den HipHop?

Ja, natürlich. Im HipHop gibt es viele, die sich pro Refugees ausgesprochen haben, aber eben auch Leute, die haben selber diesen Migrationshintergrund – und heulen dann über die Neuankömmlinge, wollen Leute ausweisen. Das ist manchmal schon sehr schizophren.

Auf Ihrem Album gibt es auch die Zeile „Kein anderer Rapper hat so viele Hits gebunkert“. Tatsächlich gibt es einen Track, den Sie gebunkert haben, der eine Menge Leute interessiert: „Wir leben füreinander“, den Sie zusammen mit einem gewissen Deso Dogg aufgenommen haben. Wie viele Menschen haben den schon gehört?

Vielleicht zehn Leute.

Auch der Verfassungschutz?

Nein. Obwohl: Vielleicht haben die ihn ja längst gehört, ohne dass ich es weiß. [lacht]

Deso Dogg hieß eigentlich Denis Cuspert und wurde berühmt, als er dem Rapper-Dasein abschwor, dann so etwas wie der Pressesprecher des IS wurde, in Syrien kämpfte und mehrfach für tot erklärt wurde – zuletzt in diesem Januar. Worum geht es in Ihrem gemeinsamen Song?

In dem Song geht es um Nächstenliebe, darum, dass man füreinander einstehen soll, dass man sich engagieren soll. Es ist tragisch, wenn man bedenkt, was er nur vier Jahre später getrieben hat. Ich habe das bis zum heutigen Tag nicht überwunden. Eigentlich müsste ich diesen Song veröffentlichen, es ist einer der letzten, die er aufgenommen hat, die Öffentlichkeit hat da natürlich ein Interesse. Aber ich tue mich natürlich schwer damit. Vielleicht stelle ich ihn zum kostenlosen Download online.

Sie waren mit ihm befreundet. Wie eng war diese Freundschaft?

Er war ein Freund, auf jeden Fall. Wir haben uns ein Jahr lang oft gesehen, er war immer sehr herzlich, ein angenehmer Typ, sympathisch. Dann 2010 hat er mir gesagt, er hätte jetzt ein neues Handy, gab mir seine neue Nummer – und danach habe ich ihn nie wieder gesehen. Stattdessen tauchten diese dubiosen YouTube-Videos auf, in denen er von Pierre Vogel bearbeitet wird: Bruder, wir müssen die Kinder erreichen. Da dachte ich noch: Vielleicht will er als Rapper seine Zielgruppe erweitern. Dann hat er per Video dem Rap abgeschworen, weil Musik des Teufels ist. Und dann kamen Berichte von Bekannten, die ihn mit weißem Kaftan, Salafistenbart und Muslim-Kappe gesehen hatten, er hatte sich seine Tätowierungen weglasern lassen. Und dann hatte er sich auch schon abgesetzt und es kamen die ersten Videos, in denen er damit angibt, mit ungeschärften Messern Schiiten die Kehlen durchgeschnitten zu haben. Es war absurd: Lange Jahre hatte er sich selbst als Schiit bezeichnet und war megastolz darauf.

Was ist das für ein Gefühl, mit jemandem befreundet gewesen zu sei, der zum Massenmörder wurde?

Kein gutes Gefühl natürlich. Ich denke oft, ich hätte mehr tun sollen, als nur ein paar Mails zu schreiben. Ich hätte mich in den Zug setzen und nach Berlin fahren sollen, um ihm den Kopf zu waschen. Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Man denkt ja nicht: Mein Kumpel ist ein bisschen komisch in letzter Zeit, der wird zum Massenmörder. Wer rechnet denn mit so was?

Hat bei Ihnen selbst jemals die Gefahr einer solchen Radikalisierung bestanden?

Ich habe zum Glück ein solides, liebevolles Elternhaus. Aber ich habe mich trotzdem radikalisiert. Ich bin radikal gegen rechts. Und radikal gegen jede Form von Extremismus. Da kann ich auch mal ungemütlich und laut werden.

Was halten Sie als gläubiger Muslim von der „Der Islam gehört zu Deutschland“-Diskussion? In der Seehofer-Variante gehört er ja nicht dazu.

Vor zehn Jahren gab es mal die Befürchtung, dass es einen Kulturkampf geben könnte in Deutschland. Ich hielt das damals für Blödsinn. Heute stecken wir mitten drin in diesem Kulturkampf. Und was da unser Heimatminister sagt, das ist natürlich totaler Schwachsinn. Das Grundgesetz garantiert bekanntlich die freie Religionsausübung.

Seehofer sagt allerdings: Der Islam gehört nicht zu Deutschland, aber der einzelne Muslim, der hier lebt, sehr wohl.

Ja, aber das ist doch Kleinkrämerei. Wie viele Pils muss man trinken, um auf so eine Aussage zu kommen? Hätte er ja auch sagen können: Die Autofahrer gehören zu Deutschland, aber ihre Autos nicht.

Heimat, rappen Sie, sei „eine Kultur, die dich berührt“. Welcher Teil der deutschen Kultur berührt Sie?

Goethe zum Beispiel. Zwar nicht alles von ihm. Als wir Götz von Berlichingen in der Schule lesen mussten, habe ich mich gefragt: Warum feiern diesen Goethe alle ab? Aber dann kam der Werther und hat mich bekehrt. Und vorher schon der Faust: ein ganzes Buch in Reimform. Goethe ist der Ur-Rapper!

Homer war noch mal mehr als 2.000 Jahre früher dran.

Stimmt. Homer ist der Ur-Ur-Rapper. Eigentlich ist Goethe schon New School.

Thomas Winkler, 52, vermisst den deutschen Conscious-Rap.

Karsten Thielker, 53, mag den Rapper aus der Berliner U-Bahn, der seinen Sammelbecher als Mikro benutzt.

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