• 31.01.2010

Räumungen in Ostjerusalem

Der Protest wird breiter

Ein israelisches Gericht erlaubt Demos im Ostjerusalemer Viertel Scheich Dscharrah gegen die Räumung palästinensischer Familien. Für die ist die juristische Lage kompliziert.von Susanne Knaul

  • 11.02.2010 13:49 Uhr

    von end.the.occupation:

    Apropos Grossmann:

    >> Schriftsteller David Grossman geht zur Demo gegen die Räumungen: "Manchmal ist es unmöglich zu schweigen".

    Grossmann zählt zu der bekannten Sorte Zionisten, die vor dem Krieg gegen ihn sind - während des Krieges dafür - und nach dem Krieg wieder gegen ihn.

    Diese Art 'Unterstützer' für die Rechte der Palästinenser dienen allein einem Zweck: den Anschein einer demokratisch-humanistischen Zivligesellschaft in Israel zu erwecken.

    Ein Feigenblatt, so wie Frau Knaul es schätzt.


    PS.: Zwischenzeitlich haben die ach so friedliebenden Besatzer in Ramallah - dort 'herrscht' bekanntlich der 'autonome' pal. 'Präsident' - die Büros eine der wichtigsten NGO im Widerstand gegen die Mauer gestürmt und verwüstet.

    Offensichtlich haben die vielen Petitionen - die wenigstens zur Freilassung einiger Aktivisten geführt haben (sogar die taz hat dabei eine Rolle gespielt - wenn natürlich auch nicht Frau Knaul) - die Besatzer ein wenig verärgert.

  • 05.02.2010 16:47 Uhr

    von aso:

    @ max:
    Ich halte mich im wesentlichen an Fakten, für die ich Zitate und Links anführe.
    Wollten Sie Aussagen von mir widerlegen, so sollten Sie diese zitieren, und ihre (belegte?) Gegendarstellung benennen.

    So verläuft üblicherweise eine Diskussion. Vielleicht ist dies ja auch ein Mißverständnis, und Sie verwechseln eine Diskussion mit einem Meinungsaustausch? Bei der Diskussion geht es um den Austausch von Argumenten.

    Statt glasklarer Argumente verlieren Sie sich in Verallgemeinerungen und winden sich wie ein Aal um ja keine meiner Argumente konkret zu erwidern.

    Sie schwadronieren herum mit Unterstellungen, Halbwahrheiten und eigenen Phantasien.
    Nichts davon hat Hand und Fuß...

    Umgekehrt könnte man feststellen: statt sich an irgendwelche belegbaren Fakten zu halten, kommen Sie mit checkpoints - Gruselstorys aus dem Palliwood-Studio.
    Auch dies natürlich nicht belegt.
    Um es konkret zu machen zwei besonders krasse Beispiele:

    1.„...was auch immer du schreibst, eines wirst du nicht begreifen: inhumanes vorgehen ist nicht rechtfertigbar...“:
    Das sehe ich auch so. Und was gibt es inhumaneres als den in der Hamas-Charta geplantem Völkermord an den Juden? Mir fällt nichts ein. Ihnen?
    Dieser Hauptbremsklotz eines Friedens wird von Ihnen ignoriert, daß es schon peinlich ist.

    2.„...ein verhalten, was jedes normalen menschen moral hohn spricht, ...“:
    Genauso würde ich die Praxis bezeichnen, mit der Kleinkindern schon Haß eingepflanzt wird, um sie zu Kindersoldaten zu erziehen, und das Märtyrertum zu verherrlichen.

    3.Jedes meiner Argumente kann ich mit Beispielen, Zitaten und Links belegen. Welche benötigen Sie?

  • 04.02.2010 12:32 Uhr

    von max:

    lieber aso,

    was auch immer du schreibst, eines wirst du nicht begreifen: inhumanes vorgehen ist nicht rechtfertigbar.
    du versuchst hier allen weiß zu machen, israel hätte jedes recht der welt, all das zu tun, was es tut. dass du dabei auch auf diverse entgegengesetzte rechtsauffassungen stößt ficht dich nicht. verständlich, denn deine völkische rechtsauffassung geht andersrum mir auch am allerwertesten vorbei.
    wenn du mit rechtsauffassungen zugunsten israels nicht recht weiterkommst, dann kommen als nächstes die vermeintlichen rechtsauffassungen der araber, die wiederum so grässlich sind, dass israelisches vorgehen wiederum gerechtfertigt wird. und wenn alles nichts mehr hilft, dann bleibt dir stets und immer zu sagen: "aber die araber sind noch viel schlimmer." "wenn die könnten wie sie wollten, dann würden sie ..."
    ich frage mich beständig, ob du und deinesgleichen sich bewusst darüber sind, dass ihr euch die ganze zeit redlich bemüht, ein verhalten, was jedes normalen menschen moral hohn spricht, zu rechtfertigen.
    wie du den menschen, die an den checkpoints krepieren, weil sie nicht schnell genug (oder garnicht) ins nächste krankenhaus gelassen werden, deren kinder erschossen wurden, weil sie steine warfen, deren länder zum bau eines zaunes verwüstet und enteignet werden, ohne das sie etwas getan hätten, wie du denen erzählen willst, dass sie selber schuld seien, das würde mich wirklich interessieren.

  • 03.02.2010 20:00 Uhr

    von A.W.:

    Also ich muss Max Recht geben auch wenn man über die Art und Weise wie er die Fakten rübergebracht hat streitbar ist. Bei so viel Ignoranz ist das aber auch nicht verwunderlich!

    Einfach herrlich, dass es Leute hier gibt die sich darüber aufregen wenn Araber fordern, dass Juden nicht in Ost-Jerusalem wohnen dürfen. Regen sich denn die gleichen Leute auch darüber auf, dass sich Israel als Judenstaat definiert? Ist halt ein Dilemma, aber anders funktioniert das mit der sicheren Heimstätte halt nicht, wenn man riskiert wieder die Minderheit zu werden. Genau deshalb sollten sie den Palästinensern auch ein paar Zugeständnisse machen. Die Palästinenser bzw. die Fatah hat doch längst akzeptiert, dass sie nur Ost-Jerusalem kriegen und nicht das ganze Jerusalem. Doch Israel will von diesem Deal nix wissen.

    Amüsant finde ich auch, dass Leute das Handeln von dem angeblich demokratischen Staat Israel mit dem von Schurkenstaaten vergleichen. Diesen Vergleich zu gewinnen verdient ja wohl kein Lob, ihn zu verlieren wäre hingegen dramatisch.

    Richtig wütend werde ich aber über die Leute die ständig behaupten, dass die doofen Palästinenser doch einfach in die umliegenden arabischen Staaten integriert werden sollen. Mehr Ignoranz geht nicht! Ich hab palästinensische Freunde die hinter der Mauer wohnen, deren Vorfahren in Jaffa wohnten und ich hab israelische Freunde die in Tel Aviv wohnen.

  • 03.02.2010 17:26 Uhr

    von Publicola:


    "Ost-Jerusalem war 1967 von Israel erobert worden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte die Besetzung und auch die EU erkennt sie nicht an. Nach ihrem Verständnis gehören Gaza, das Westjordanland und Ost-Jerusalem zu einem künftigen palästinensischen Staat."
    • Beitrag: »Diskussion um den Status Jerusalems - EU-Außenminister schwächen Nahosterklärung ab«
    • tagesschau.de-Die Nachrichten der ARD-website / Stand: 08.12.2009 13:54 Uhr
    • www.tagesthemen.de/ausland/eunahost100.html

  • 03.02.2010 15:55 Uhr

    von aso:

    @ max:
    Ein schönes Beispiel ihrer Vereinfachungsstrategie:
    „...die araber sind ja alle gleich...“:

    Sicher nicht.
    Es geht nicht um „DIE Araber“, sondern um die Ideologie die hinter ihnen steht, und deren Gefangene sie selbst sind, da Apostasie teilweise mit Todesstrafe belegt ist.

    Wären Sie in der Lage gewesen meinem Text inhaltlich zu folgen, so wäre ihnen folgende Passage nicht entgangen:

    „... Dessen jüdische Bevölkerung wurde VERTRIEBEN, das jüdische Viertel in der Altstadt ZERSTÖRT, und der Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, blieb Juden fortan VERSPERRT... „

    Aber das ist natürlich kein Aufreger, gell? Weil Unrecht aus Ihrer einäugigen Perspektive natürlich niemals von Arabern ausgehen kann...

    Die UN-Resolution 181, der Teilungsplan, war völkerrechtlich nicht bindend, sondern eine EMPFEHLUNG.
    Natürlich wird eine Empfehlung durch Ablehnung einer beteiligten Seite nichtig.
    Wie soll man ein Verhalten nennen, das zunächst diesen Teilungsplan ablehnt, ihn also für ungültig erklärt,
    sich später jedoch ständig auf ihn beruft?

    Leider ist zu einer solchen Differenzierung mehr nötig als Ihre simpel gestrickte Weltsicht von Gut und Böse...
    Wenn ich Sie mal fragte, wie Frieden mit der aktuellen Hamas-Charta vorstellbar wäre, war bei Ihnen immer Funkstille: woran mag das liegen...?

    „...(spanien ist in gefahr! Haha!)...“:

    Daß Sie sich über „das heilige gesetz der rückeroberung“ lustig machen, offenbart krass ihre Unkenntnisse über
    den globalen Djihadismus, und den Querverbindungen der Terroristen von Madrid mit Al Qaida:
    http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/der_islam_und_europa/europaeischer_islamismus/articlecnatl_1.104542.html

    Sind Sie „Biodeutscher“, oder würde ihr richtiger Name eher in die Richtung deuten, die Sie vertreten, und Sie verstecken sich hinter einem deutschem Namen?

  • 03.02.2010 11:08 Uhr

    von max:

    hallo aso,
    sind wir wieder in deiner bunten welt des "wir finden ihnen immer gute gründe für inhumanes verhalten, solange es gegen die araber geht"?
    die araber sind ja alle gleich, deswegen gilt auch für alle das heilige gesetz der rückeroberung (spanien ist in gefahr! haha!). und die menschen, die dort lebten durften von den jüdischen einwohnern israels vertrieben werden, weil ja "die araber" den teilungsplan nicht anerkannten.
    alles nix neues. aso sagt dir wer die guten sind. die bösen darf man dann mit aller inhumanität behandeln, die einem zur verfügung steht.
    du hältst dich sich sicher auch noch für einen moralischen menschen. sei gewiss, du wärst ein verdammt guter williger vollstrecker ...

  • 03.02.2010 05:35 Uhr

    von aso:

    @ max:
    Die globale Hirnschmelze hat bereits begonnen:
    Schwachmaten-Festival bei „max“...
    Gern präsentiert er seine grandiose Sternstunde des Halbwissens:

    Zunächst noch eine Korrektur eines taz-Fehlers:
    „...Nach dem Krieg von 1967 übernahm die jordanische Regierung die Verwaltung...“:
    soll wohl heißen: Nach dem Palästina-Krieg 48-49.

    „...Jordanien, das am 30. Mai 1967 einen Verteidigungsvertrag mit Ägypten geschlossen hatte, griff Westjerusalem und Netanja an...

    Die IDF verloren das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems und den Osten der Stadt an die Arabische Legion Jordaniens.
    Jerusalem blieb deshalb bis 1967 in das israelische Westjerusalem und das jordanische Ostjerusalem geteilt.
    Dessen jüdische Bevölkerung wurde vertrieben, das jüdische Viertel in der Altstadt zerstört, und der Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, blieb Juden fortan versperrt...

    Die israelische Position besagt, dass die Resolution 181 der Vollversammlung als völkerrechtlich
    nicht bindendes Dokument
    keine Gültigkeit besitze und aufgrund der arabischen Ablehnung niemals relevant gewesen sei...“ (Wiki).

    „...der teilungsplan von 1948/49 gilt bestimmt nicht mehr, weil die araber zuerst die bösen waren...“:

    sondern weil der Teilungsplan nie umgesetzt wurde: Die arabischen Staaten betrachteten ihn als unzumutbaren Verzicht
    auf einen Teil des „Dar al Islam“ insbesondere was Jerusalem als Prestige-Opbjekt angeht.

    Ihnen dürfte bekannt sein, daß islamisch erobertes Land nach deren Rechtsauffassung nicht wieder abgegeben werden kann, sondern zurückerobert werden muß?
    (gilt auch für Spanien...).

    Das Flüchtlingsproblem mit dem bis heute bekanntem Konfliktpotential wurde künstlich geschaffen,
    weil die arabischen Nachbarstaaten sich weigerten die Flüchtlinge zu integrieren und einzubürgern...

    „...auf einem auge blind...“ scheint @ max in der Tat zu sein.

    @ end.the.sinnfrei:
    Dürfen Ihrer extrem kompetenten Meinung nach...
    die nach Staatsgründung aus den umliegenden Islamstaaten vertriebenen Juden auch mit irgendeiner Rückgabe oder Entschädigung rechnen...?

  • 02.02.2010 09:56 Uhr

    von max:

    hier tobt sich ja richtig die antideutsche intelligenzia aus.
    die siedler haben ein recht auf "ihr land", weil es ihnen 1922 zugesprochen wurde ...juhu! der teilungsplan von 1948/49 gilt bestimmt nicht mehr, weil die araber zuerst die bösen waren, oder weil er antisemitisch ist. und humanismus ist auch antisemitisch, der gilt auch nicht. und die un gelten schon garnicht, denn da sind zuviele araber drin. deswegen muss sich israel auch an keine un-resolutionen halten (sowieso antisemtisch) und überhaupt ist es eine frechheit, wie die palästinenser die jüdischen israelis unterdrücken dort im nahen osten. die sollen dankbar sein, wenn sie am leben gelassen werden, so wie die sich aufführen. einfach den jüdischen israelis ihr gutes recht zur vertreibung streitig zu machen! wo kommen wir denn dahin?
    liebe dirks, stefans, gandalfs, adams, ihr seid so widerlich, inhuman, selbstgerecht, auf einem auge blind, unerträglich zynisch, mit euch könnte man hervorragend eine diktatur aufbauen, denn ihr findet für jedwede greuel eine rechtfertigung. zum kotzen!
    siedelt doch einfach über ins heilige land. ihr werdet von den dortigen rechtsradikalen gebraucht, denn nicht alle israelischen soldaten sind so bedenkenlos bereit menschen ins gesicht zu treten, wie ihr es offenbar seid.

  • 02.02.2010 09:48 Uhr

    von Publicola:

    Was verhindert einen - dauerhaften - Frieden ?


    » […] „Das Fehlen einer Lösung des Problems der Demarkation der Grenzen innerhalb des historischen Landes Israel - und nicht eine iranische Bombe - ist die ernsteste Bedrohung der Zukunft Israels,“ erklärte [der israelische Verteidigungsminister] Barak […].«
    • http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArtVty.jhtml?sw=iran+ehdud+barak&itemNo=1145244
    • Artikel: “Barak: Peace process failures greater threat than Iran nukes”
    • Haaretz – 26.01.2010

    » Barak sagte: „… wenn zwischen dem Jordan [Fluß] und [Mittelmeermeer] es nur eine [einzige] politische Entität, genannt 'Israel' gibt, wird [diese Entität] zwangsäufigerweise entweder nicht jüdisch oder nicht demokratisch sein, und wir werden zu einem einen Apartheid Staat werden „«
    • http://www.jpost.com/Israel/Article.aspx?id=166939
    • Artikel: „'Lack of borders within Israel is our greatest threat' „
    • The Jerusalem Post – 27.01.2010


  • 01.02.2010 22:12 Uhr

    von Dirk Gober:

    Gut zu wissen, daß die Israelis auch nur ein Volk wie jedes andere sind und ebenfalls in ihrer Mitte Gutmenschen haben.
    Ebenso wie in Deutschland zeichnen sich diese durch absolute, fast schon sträfliche, Naivität und sinn-, gedanken- und bedenkenloses Geplappere aus, bei dem es einem intelligenten Menschen die Schuhe auszieht.
    Dummheit ist leider international und verschont auch Teile des "auserwählten Volks" nicht.

    Wie dumm kann man sein, zu fordern, Juden dürften in bestimmten Gebieten nicht wohnen? Warum schließt man nicht Araber aus anderen aus; doch nicht etwa, weil das Rassismus wäre?
    Es erinnert doch sehr an die von Intelligenzallergikern verwendete Rechtfertigung für den Massenterror (Intifada 2), für die Sharons Besuch auf dem Tempelberg herhalten mußte. Verbietet man Moslems den Besuch chrtistlicher und jüdischer Religionsstätten? Ist der Tempelberg nicht ein ursprünglich christlich-jüdisches Symbol, erst Jahrhunderte später von Moslems geraubt?

    Goebbels' Schüler haben noch gar nichts verlernt und es ist schade, daß sich auch diverse jüdische Dummköpfe für dieses schmutzige Spiel hergeben.

  • 01.02.2010 18:47 Uhr

    von Stefan:

    Bravo, das 1948 ethnisch (von Juden) gesäuberte Ost-Jerusalem ist also ein arabisches Viertel?

    Mal praktisch betrachtet: Wann war oder seit wann ist Jerusalem eine für alle Religionen offene Stadt?

    Was soll eigentlich das heuchlerische Gejaule? Jeder hält es für selbstverständlich, wenn die Palis ihre Gebiete judenfrei haben oder haben wollen. Wenn es wirklich so wäre, wie von Susanne Knaul beschrieben, dann wären das doch nur die Pali-Rules in sehr abgemilderter Form.
    Im Gaza-Streifen lebt ein einziger Jude, und zwar seit 1318 Tagen - als Geisel der Hamas-Terroristen.

    Gilad, wir vergessen dich nicht!






  • 01.02.2010 17:21 Uhr

    von frischer:

    "Judaisierung der Stadt" ... oioioi! Solche Worte bei der taz?!
    Wenn man diese Vokabel im Passiv betrachtet, wäre man bei "ethnischer Säuberung", oder?!

  • 01.02.2010 16:41 Uhr

    von Gandalf:

    Völkerrechtlich haben Palästinenser kein Anrecht auf Jerusalem. Im Zuge der Neuordnung des Nahen Ostens nach Untergang des osmanischen Reiches hat der Völkerbund 1922 einen politischen Anspruch auf das winzige Gebiet westlich des Jordans einschließlich Jerusalem für die Juden ausschließlich anerkannt.

    Parallel sagte der Völkerbund Ansprüche der Araber auf riesige Gebiete zu, heute Syrien, Irak und Libanon. Das heutige Saudi-Arabien und Ägypten erlangten einige Jahre davor ihre Selbständigkeit. Es folgten weitere 17 arabische Staaten, zusammen ca. 10% der Landoberfläche der Welt, alles durch islamische Eroberung geschaffen. Aber sie fordern wie selbstverständlich Jerusalem und das winzige Israel.


    Die jüdischen Siedler sind nicht illegal, denn das ist ihr Land.

  • 01.02.2010 16:33 Uhr

    von dem kleinen Bongo:

    Die Art, wie die Siedler die Kontrolle über Ostjerusalem übernehmen würden, sei eine einzige "Frechheit"

    Na dann soll man nur froh sein, dass die Juden nicht die Methoden der Hamas übernehmen.

  • 01.02.2010 16:26 Uhr

    von Adam Wiesent:

    "...mehrere Familie zu nachtschlafender Zeit von Polizisten aus ihren Wohnungen vertrieben."

    Das ist eine Prozedur die von allen Polizeien der Welt so gemacht wird, ich kann es mir kaum vorstellen, dass man in Deutschland mit illegalen Hausbesetzern anders umgeht.
    Wie man mit illegalen israelischen Siedlern in Gaza umgehen würde, brauche ich nicht zu beschreiben, die Hamas, gewählte palästinensische Vertreter sind für ihre Sensibilität und Humanismus sehr bekannt.

  • 01.02.2010 15:45 Uhr

    von HeiligsMichal:

    "...mehrere Familie zu nachtschlafender Zeit von Polizisten aus ihren Wohnungen vertrieben."
    Das jetzt nur niemand Vergleiche zieht mit einer Zeit in der deutschen prähistorischen Vergangenheit. Dann wird hier nämlich mordsmäßig zensiert werden.

  • 01.02.2010 15:10 Uhr

    von Wiener:


    Wir dürfen nicht vergessen, dass Ostjerusalem im Jahr 1948 von Jordanien völkerrechtswidrig besetzt wurde und erst 1967 von der israelischen Armee befreit wurde , die Araber die sich in diesen Gebieten in der Zeit niedergelassen haben, mussten es wissen, dass das nicht rechtens ist und das die Richtigen Besitzer ein Anspruch auf die Häuser, Wohnungen und Grundstücke haben, dass Israelis jetzt ihr Recht durchsetzen, kann man ihnen nicht vorwerfen, das würde in Deutschland auch nicht anders ablaufen.

    Ich bin aber schockiert, dass Juden für ein judenfreies Ostjerusalem demonstrieren, denn das gab es zuletzt in Deutschland zur Zeit der Nazis.

  • 01.02.2010 14:42 Uhr

    von end.the.occupation:

    Die Palästinenser warten auf die Rückgabe von über 500 Dörfern - in denen sie nachweislich gewohnt haben, bis diese von isr. Truppen zerstört wurden - und teilweise 'israelische' Orte auf ihnen errichtet wurden - inkl. Sderot.

    Das die Rechte von Nichtjuden - Arabern - in Israel grundsätzlich völlig bedeutungslos sind - das ist das eigentliche Problem.

    Es geht in Sheikh Jarrah - wie alle Zionisten ist Frau Knaul natürlich unfähig, arabische Orte korrekt zu bezeichnen - auch nicht nur um drei Häuser, sondern um das ganze Viertel - um 1500 Menschen - wozu Frau Knaul wie für sie üblich schweigt.














  • 01.02.2010 11:37 Uhr

    von Paco:

    Ich bin aus zweierlei Gründen schockiert: Einmal über die Vorgehensweise der israelischen Autoritäten, die sich zum Werkzeug von sog. "Siedlern" machen lassen und zum Zweiten über die bisherigen Kommentare,die vor Einseitigkeit und unterschwelligem Rassismus nur so strotzen. Und wenn hier schon Ansprüche aus der Zeit vor 1948 geltend gemacht werden, wie sieht es dann mit den ab 1948 widerrechtlich annektierten arabischen Dörfern und den seit 1967 stattfindenden Enteignungen palästinensischen Landes aus? - Mein Respekt gilt denjenigen Israelis, die sich an die Seite der palästinensischen Opfer stellen!

  • 01.02.2010 11:21 Uhr

    von max:

    liebe frau knaul,
    in der wahl der worte dergestalt, dass am ende die ganze sache nicht halb so wild zu lasten israels aussieht, wie sie ist, sind sie wirklich gut, selbst wenn es darum geht, einen artikel zu schreiben, der kritik an israel beinhaltet.
    es ist mitnichten so, dass ostjerusalem dem staat israel im verlaufe des sechs-tage-krieges "zufiel". das war ja keine tombola. israel ist in ostjerusalem einmarschiert, hat es besetzt und es entgegen allen un-resolutionen (auch seither) zu seinem staatsgebiet erklärt. der "zufall" hatte bei dieser sache seine hände nicht im spiel.
    auch nicht wenig geschickt ist die zitierung derjenigen, die etwas gegen den zuzug von jüdischen israelis nach ostjerusalem haben in der form, dass komentare wie die bereits geschriebenen geradezu provoziert werden, die da rufen "die rassistischen antisemitischen araber wollen ein judenfreies ost-jerusalem".
    bei allem verständnis für die ablehnung von antisemitismus und rassismus sollte man an dieser stelle mal die kirche im dorf lassen. israel hat die annektierung ostjerusalems erklärt. israel hat ganz jerusalem zu seiner haupstadt, der hauptstadt des "judenstaates" erklärt. israel betriebt durch räumungen und (be-)siedlungen eine eindeutige strategie der vertreibung der palästinenser, welche im gleichen zug keine baugenehmigungen in ostjerusalem mehr erhalten. die strategie ist klar. ostjerusalem soll jüdisch besiedelt, kolonisiert werden.
    nun den kolonisierten rassismus vorzuwerfen, weil sie die kolonialherren nicht da haben wollen ist einfach bescheuert. den selben blödsinn hat man schon den tibetern hinsichtlich der chinesen vorgeworfen.
    es ist schlicht ein hohn, der gewaltsamen kolonisierung das wort zu reden, indem man die kolonisierten als borniert und rassistisch darstellt, wenn sie sich gegen den mit zwang durchgesetzten "zuzug" der kolonialherren zur wehr setzen.
    mit dieser argumentation ist jedweder imperialismus (um mal das böse wort zu benutzen) rechtfertigbar.

    im ergebnis dennoch schön, dass die israelische zivilgesellschaft mal wieder gesicht zeigt und darüber berichtet wird.

  • 31.01.2010 23:08 Uhr

    von Magdalena Sawatzki:

    Verstehe ich es richtig: Araber hätten gerne ein Judenfreies Ostjerusalem und israelische Intellektuelle sind dafür ?

  • 31.01.2010 23:06 Uhr

    von Andreas Palatinajkos:

    Die Häuser gehören doch den Juden, somit sind sie die Besitzer, wenn sie die Mieter raus haben wollen, dann ist das ihr gutes Recht, in Deutschland läuft das auch nicht anders.

  • 31.01.2010 23:04 Uhr

    von Cecilia :

    "Dies ist ein arabisches Wohnviertel, deshalb sollten hier nur Palästinenser leben."

    Das empfinde ich als eine ziemlich rassistische Aussage.

  • 31.01.2010 22:31 Uhr

    von Meredith:

    Noy, Sprecherin von "Ir Amim", dennoch könnte eine kollektive Petition, auch wenn sie nur symbolisch wäre, Israel "in eine peinliche Lage sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Bühne bringen".

    Aha, da ist wieder der Pallywood-typische antiisraelische Medienkrieg. Zuträglicher für den Frieden wäre es,wenn Ramallah zur Hauptstaat des Palästinenserstaates werden würde, denn Jerusalem sollte von Israel verwaltet werden. Jeder der in Jerusalem gelebt hat, weiß, dass der Zugang zu den heiligen Stätten in Israels Hand liegen muss, um die Stadt weiterhin attraktiv zu halten.

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