Kurz vor neuen Friedensgesprächen wird der Mentor der Regierungspartei Schas ausfällig. Rabbi Ovadia Josef bittet Gott, die Palästineser ins Verderben zu führen.von Susanne Knaul
Rainer: Du glaubst gar nicht wie oft Menschen dort von Israelischen Truppen getötet werden oder beschossen werden, ohne das du auch nur irgendwas davon mitbekommst. Das passiert mehrmals die Woche!!! Aber um das zu verstehen und zu wissen, müsste man sein Blickfeld erweitern und auch andere Quellen durchforsten als nur die Deutschen
13.09.2010 13:19 Uhr
von sam:
@Rainer David W. Früh Ovadia ist der spirituelle Führer von Schas (Also von mindestens 10% der Israelischen Bewölkerung). was Ovadia sagt nehmen viele sehr ernst in seiner Gemeinde ... ich verstehe nicht warum wudert man sich, wenn darüber berichtet wird.. es wurde über den ermördeten vier israelis nicht explizit berichtet, Über dass zbs. gar auch nicht: "Israeli tank fire kills three in Gaza".. "One report said the two of those killed were a 91-year-old man and his 33-year-old grandson" "One Thai farm worker in Israel has been killed by rocket fire from Gaza in the past 18 months while scores of Palestinians in Gaza have been killed over the same period" Quelle bbc: http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-11278903
01.09.2010 21:34 Uhr
von Rainer David W. Früh:
Auch interessant, dass die TAZ lieber über einen altesdementen, wunderlichen Rabbi berichtet, als über vier von Palästinensen ermordete Israelis.
01.09.2010 16:09 Uhr
von Happes:
Immer, absolut immer wenn professionelle Religiosität (ganz gleich welche Religion!) und signifikanter politischer Einfluss Hand in Hand gehen, kommt so ein verblödeter Bockmist dabei heraus. Oder kann mir jemand ein schlüssiges Gegenbeispiel nennen?
Mit atheistischen Grüßen, ...
01.09.2010 15:22 Uhr
von Joseph C.:
Ich bezweifle, dass Rabbi Josef alle Palästinenser meinte! Er wendet sich vermutlich nur gegen die Fatah von Präsident Abbas, die früher ganz offensichtlich eine terroristische Organisation war. Seit den Friedensverhandlungen unter Jassir Arafat gilt die Fatah im Westen als "gemäßigt". Aber viele Israelis trauen der Fatah immer noch nicht. Sie hat ihrer Meinung nach nicht genug getan, um den palästinensischen Terror gegen Israelis zu stoppen. Dass die Zahl der Anschläge in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, liegt hauptsächlich an dem von Israel erbauten Sicherheitszaun.
01.09.2010 13:41 Uhr
von Stefan:
>>Möge "Gott eine Plage über sie bringen und über all die schlechten Palästinenser, die Israel verfolgen"<< Was für ein schlechter Mensch. Ich glaube, es wäre im Artikel erwähnt worden, wenn er der Vorsitzende der Regierungspartei wäre, wie du uns Glauben machen möchtest. Egal, seine radikalisierten Anhänger laufen bewaffnet durch die Gegend und versuchen Palästinenser zu erschießen. Da hatten die unbekannten Palästinenser aber Glück, als sie in der Nähe von Hebron von den beiden israelischen Paaren angegriffen worden sind und glücklicherweise die Angreifer incl. einer schwangeren Frau töten konnten. Ich hätte mich an deren Stelle auch aus dem Staub gemacht, ehe die Besatzer da wieder einen Terroranschlag draus konstruieren. Denen kann man nicht trauen.
01.09.2010 10:32 Uhr
von sue:
@paula merz der mann ist als einflussreicher rabbi mentor (!)der regierierungspartei (!)schas - selbstverständlich ist das eine nachricht wert, wenn er hassreden auf die palästinensische bevölkerung schwingt. danke, susanne knaul!
01.09.2010 07:02 Uhr
von Sondermann:
Au weia, Josef!
31.08.2010 20:18 Uhr
von Alex B.:
@Stefan: Ovadja Josef ist mitnichten nur ein Privatmann und "bekloppter Rabbi", sondern das Oberhaupt einer Partei, die auf fast 10% der Stimmen kommt und in den letzten Jahren an einigen Koalitionen beteiligt war. Er ist kein israelischer Sarrazin ohne wirkliche Macht, der nur ein bisschen provoziert, sondern eine einflussreiche Figur. Und ein Einzelfall ist das Ganze auch mal mitnichten. Recherchieren Sie dochmal, was Matan Vilnai, damals Israels Vize-Verteidigungsminister, im Gaza-Krieg über die Palästinenser kommen lassen wollte.
31.08.2010 09:36 Uhr
von Paula Merz:
Susanne Knaul hatte ja selten zur Nahostpolitik etwas Profundes beizutragen. Ist ihr aber inzwischen so sehr der Schreibstoff ausgegangen, daß sie unbedingt die (völlig uninteressanten) verbalen Ausfälligkeiten eines israelischen Rabbiners in einer deutschsprachigen Zeitung verbreiten lassen muß? Gibt es sonst zum Thema weiter nichts zu schreiben? Dann sollte sie es lieber lassen und auf bessere Zeiten warten. Oder sich einem anderen Thema zuwenden. Bitte, liebe TAZ-Redaktion, verschone uns in Zukunft vor den Artikel von Susanne Knaul zum Thema Nahost!
31.08.2010 02:02 Uhr
von Alex B.:
Da sieht man mal wieder, wie wenig sich Fundamentalisten und Reaktionäre der verschiedenen Religionen doch unterscheiden. Mittlerweile sind nicht nur die Palästinenser im Griff der Hassprediger, sondern die Israelis ebenso immer mehr. Erst, wenn beide Seiten die religiösen Einpeitscher abschütteln, ist ein Frieden möglich.
31.08.2010 01:38 Uhr
von Ano Nymus:
Bin ja mal gespannt, auf welche Weise Broder Kritik an den Aussagen von Ovadia Josef mit Antisemitismus gleichsetzen wird...
30.08.2010 18:28 Uhr
von Stefan:
Natürlich sind solche Aussagen ein Problem für Israel, weil sie nicht die Meinung der Israelis wiedergibt. Weiterhin gilt bezüglich Israel die Devise, dass ein belgter Einzelfall der Beweis für das Gesamte darstellt. Wen interessiert da schon die offizielle "staatliche" Hetze der PA gegen Israel? Also keine bekloppten Privatleute, sondern Offizielle! Interessant, dass eine solche Äußerung als Torpedierung von Friedensgesprächen geswertet wird, während sich wohl keiner die Frage stellt, ob die Hetze der PA wirklich dem Frieden nützen? "Ein Dauerthema bei den bisherigen Verhandlungen ist für Israel die antiisraelische Hetze in den palästinensischen Medien und zum Teil noch in den Schulbüchern." Genau, ein Thema für Israel, aber sicher nicht für uns. Wir hypen lieber einen bekloppten Rabbi zum Friedenshindernis.
Fatah, Hamas, Islamische Djihad, Hisbollah und alle Palästinenser warten quasi auf einen Friedenvertrag und dann kommt so ein bekloppter Rabbi, der ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Das ist bitter.
30.08.2010 18:13 Uhr
von Otto:
"Die während des Holocaust Getöteten, so erklärte er vor gut einem Jahr, seien "Wiedergeburten von Sündern früherer Generationen."
Wow, ein ultraorthodoxer Jude, der den Holocaust auf einer religiösen Ebene quasi relativiert? Eine neue Spezies!
Wieder einmal ein Zeichen dafür, dass Religion allgemein dazu tendiert, Schaden anzurichten. Bei den angesprochenen hunderttausenden von Anhängern dieses Lobotomierten will ich gar nicht daran danken, wie viele von denen tatsächlich dem Aufruf ihres Führers folgen werden, zumal der Zeitpunkt dieser Provokation, angesichts der bevorstehenden Zusammenkunft von Netanjahu und Abbas, mit Sicherheit kein Zufall ist.
Leserkommentare
22.09.2010 08:05 Uhr
von TOM:
Rainer: Du glaubst gar nicht wie oft Menschen dort von Israelischen Truppen getötet werden oder beschossen werden, ohne das du auch nur irgendwas davon mitbekommst. Das passiert mehrmals die Woche!!! Aber um das zu verstehen und zu wissen, müsste man sein Blickfeld erweitern und auch andere Quellen durchforsten als nur die Deutschen
13.09.2010 13:19 Uhr
von sam:
@Rainer David W. Früh
Ovadia ist der spirituelle Führer von Schas (Also von mindestens 10% der Israelischen Bewölkerung).
was Ovadia sagt nehmen viele sehr ernst in seiner Gemeinde ... ich verstehe nicht warum wudert man sich, wenn darüber berichtet wird..
es wurde über den ermördeten vier israelis nicht explizit berichtet, Über dass zbs. gar auch nicht:
"Israeli tank fire kills three in Gaza"..
"One report said the two of those killed were a 91-year-old man and his 33-year-old grandson"
"One Thai farm worker in Israel has been killed by rocket fire from Gaza in the past 18 months while scores of Palestinians in Gaza have been killed over the same period"
Quelle bbc: http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-11278903
01.09.2010 21:34 Uhr
von Rainer David W. Früh:
Auch interessant, dass die TAZ lieber über einen altesdementen, wunderlichen Rabbi berichtet, als über vier von Palästinensen ermordete Israelis.
01.09.2010 16:09 Uhr
von Happes:
Immer, absolut immer wenn professionelle Religiosität (ganz gleich welche Religion!) und signifikanter politischer Einfluss Hand in Hand gehen, kommt so ein verblödeter Bockmist dabei heraus. Oder kann mir jemand ein schlüssiges Gegenbeispiel nennen?
Mit atheistischen Grüßen, ...
01.09.2010 15:22 Uhr
von Joseph C.:
Ich bezweifle, dass Rabbi Josef alle Palästinenser meinte!
Er wendet sich vermutlich nur gegen die Fatah von Präsident Abbas, die früher ganz offensichtlich eine terroristische Organisation war. Seit den Friedensverhandlungen unter Jassir Arafat gilt die Fatah im Westen als "gemäßigt". Aber viele Israelis trauen der Fatah immer noch nicht. Sie hat ihrer Meinung nach nicht genug getan, um den palästinensischen Terror gegen Israelis zu stoppen. Dass die Zahl der Anschläge in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, liegt hauptsächlich an dem von Israel erbauten Sicherheitszaun.
01.09.2010 13:41 Uhr
von Stefan:
>>Möge "Gott eine Plage über sie bringen und über all die schlechten Palästinenser, die Israel verfolgen"<<
Was für ein schlechter Mensch.
Ich glaube, es wäre im Artikel erwähnt worden, wenn er der Vorsitzende der Regierungspartei wäre, wie du uns Glauben machen möchtest. Egal, seine radikalisierten Anhänger laufen bewaffnet durch die Gegend und versuchen Palästinenser zu erschießen. Da hatten die unbekannten Palästinenser aber Glück, als sie in der Nähe von Hebron von den beiden israelischen Paaren angegriffen worden sind und glücklicherweise die Angreifer incl. einer schwangeren Frau töten konnten. Ich hätte mich an deren Stelle auch aus dem Staub gemacht, ehe die Besatzer da wieder einen Terroranschlag draus konstruieren. Denen kann man nicht trauen.
01.09.2010 10:32 Uhr
von sue:
@paula merz
der mann ist als einflussreicher rabbi mentor (!)der regierierungspartei (!)schas - selbstverständlich ist das eine nachricht wert, wenn er hassreden auf die palästinensische bevölkerung schwingt.
danke, susanne knaul!
01.09.2010 07:02 Uhr
von Sondermann:
Au weia, Josef!
31.08.2010 20:18 Uhr
von Alex B.:
@Stefan:
Ovadja Josef ist mitnichten nur ein Privatmann und "bekloppter Rabbi", sondern das Oberhaupt einer Partei, die auf fast 10% der Stimmen kommt und in den letzten Jahren an einigen Koalitionen beteiligt war. Er ist kein israelischer Sarrazin ohne wirkliche Macht, der nur ein bisschen provoziert, sondern eine einflussreiche Figur.
Und ein Einzelfall ist das Ganze auch mal mitnichten. Recherchieren Sie dochmal, was Matan Vilnai, damals Israels Vize-Verteidigungsminister, im Gaza-Krieg über die Palästinenser kommen lassen wollte.
31.08.2010 09:36 Uhr
von Paula Merz:
Susanne Knaul hatte ja selten zur Nahostpolitik etwas Profundes beizutragen. Ist ihr aber inzwischen so sehr der Schreibstoff ausgegangen, daß sie unbedingt die (völlig uninteressanten) verbalen Ausfälligkeiten eines israelischen Rabbiners in einer deutschsprachigen Zeitung verbreiten lassen muß? Gibt es sonst zum Thema weiter nichts zu schreiben? Dann sollte sie es lieber lassen und auf bessere Zeiten warten. Oder sich einem anderen Thema zuwenden.
Bitte, liebe TAZ-Redaktion, verschone uns in Zukunft vor den Artikel von Susanne Knaul zum Thema Nahost!
31.08.2010 02:02 Uhr
von Alex B.:
Da sieht man mal wieder, wie wenig sich Fundamentalisten und Reaktionäre der verschiedenen Religionen doch unterscheiden. Mittlerweile sind nicht nur die Palästinenser im Griff der Hassprediger, sondern die Israelis ebenso immer mehr. Erst, wenn beide Seiten die religiösen Einpeitscher abschütteln, ist ein Frieden möglich.
31.08.2010 01:38 Uhr
von Ano Nymus:
Bin ja mal gespannt, auf welche Weise Broder Kritik an den Aussagen von Ovadia Josef mit Antisemitismus gleichsetzen wird...
30.08.2010 18:28 Uhr
von Stefan:
Natürlich sind solche Aussagen ein Problem für Israel, weil sie nicht die Meinung der Israelis wiedergibt. Weiterhin gilt bezüglich Israel die Devise, dass ein belgter Einzelfall der Beweis für das Gesamte darstellt. Wen interessiert da schon die offizielle "staatliche" Hetze der PA gegen Israel? Also keine bekloppten Privatleute, sondern Offizielle!
Interessant, dass eine solche Äußerung als Torpedierung von Friedensgesprächen geswertet wird, während sich wohl keiner die Frage stellt, ob die Hetze der PA wirklich dem Frieden nützen? "Ein Dauerthema bei den bisherigen Verhandlungen ist für Israel die antiisraelische Hetze in den palästinensischen Medien und zum Teil noch in den Schulbüchern." Genau, ein Thema für Israel, aber sicher nicht für uns. Wir hypen lieber einen bekloppten Rabbi zum Friedenshindernis.
Fatah, Hamas, Islamische Djihad, Hisbollah und alle Palästinenser warten quasi auf einen Friedenvertrag und dann kommt so ein bekloppter Rabbi, der ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Das ist bitter.
30.08.2010 18:13 Uhr
von Otto:
"Die während des Holocaust Getöteten, so erklärte er vor gut einem Jahr, seien "Wiedergeburten von Sündern früherer Generationen."
Wow, ein ultraorthodoxer Jude, der den Holocaust auf einer religiösen Ebene quasi relativiert? Eine neue Spezies!
Wieder einmal ein Zeichen dafür, dass Religion allgemein dazu tendiert, Schaden anzurichten. Bei den angesprochenen hunderttausenden von Anhängern dieses Lobotomierten will ich gar nicht daran danken, wie viele von denen tatsächlich dem Aufruf ihres Führers folgen werden, zumal der Zeitpunkt dieser Provokation, angesichts der bevorstehenden Zusammenkunft von Netanjahu und Abbas, mit Sicherheit kein Zufall ist.