Queer Lecture 26.11.

„Tragt den rosa Winkel!“

Der Historiker Sébastien Tremblay analysiert die Bedeutung des Rosa Winkels in Nordamerika und Deutschland.

Tremblay lädt ein zum Nachdenken über das Zeit-Verständnis, welches die Benutzung des Rosa Winkels innerhalb queerer politischer Kreise prägt Bild: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Wofür steht und stand der Rosa Winkel in unterschiedlichen Momenten des queeren Aktivismus diesseits und jenseits des Atlantiks? Vielen scheint das Symbol an die Opfer der nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung zu erinnern. Aber die historischen Perspektiven entdecken hinter dem für LGBTQIA+ Bewegungen zentralen Zeichen eine komplexere, konflikt- und spannungsreiche Geschichte.

Sébastien Tremblay präsentiert Thesen und Ergebnisse seines aktuellen Forschungsprojekts. Er analysiert die transatlantische Geschichte des Rosa Winkels in den USA, Kanada und Deutschland. So nimmt er die Bedeutung des Symbols genauer in den Blick und entwickelt eine Begriffs- und Ideengeschichte transatlantischer LGBTQIA+ Identitätskonstruktionen. Welche Rolle spielte und spielt dabei die transnationale Erinnerung an den Holocaust?

Wann: Mo., 26.11.2018, 19.00 Uhr

Wo: taz Konferenzraum

Friedrichstraße 21

10117 Berlin

Eintritt frei

Tremblay konzentriert sich auf entscheidende Momente in der Entstehung eines queeren kollektiven Gedächtnisses und lädt schließlich zum Nachdenken über das Zeit-Verständnis ein, welches die Benutzung des Rosa Winkels innerhalb queerer politischer Kreise prägt.

Sébastien Tremblay M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Globalgeschichte und Mitglied des Graduiertenkollegs „Global Intellectual History“ am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.

Der Abend wird moderiert von Benno Gammerl.

In Kooperation mit Queer Nations.