Eier gibt es längst von glücklichen Hühnern. Vorschriften für die artgerechte Haltung von Kaninchen dagegen fehlen. Gibt es da noch den korrekten Braten?von Eva Völpel
Mehr als 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch werden pro Jahr in Deutschland gegessen. Ein Fünftel davon wird aus Ländern der Europäischen Union, aber auch aus Drittländern wie China importiert. Doch der weitaus größte Teil wird in Deutschland "produziert", es handelt sich um rund 22 Millionen Tiere. In kommerziellen Betrieben werden die Tiere in engen, niedrigen Käfigen auf Metall- oder Kunststoffrosten gehalten - meist ohne Eínstreu. Dabei treten Verletzungen der Pfoten auf. Durch den Bewegungsmangel verkrümmt sich bei vielen Kaninchen die Wirbelsäule. Durch die beengte, reizarme Haltung kommt es zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung. Bis zu 50% der "Masttiere" sterben aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen und an Infektionskrankheiten.
08.04.2009 11:18 Uhr
von zauberhase:
Tierschutz bedeutet Leben zu erhalten und jedes Leben zu schützen und da sollte auch zwischen einem Zwergkaninchen als Haustier und einem Mast- kaninchen kein Unterschied gemacht werden. Beide Haltungsformen sollten langfristet abgeschafft werden. Das zweite ist eindeutig vorrangig! Ja, es stimmt, kein Tier will freiwillig sterben. Fangen wir endlich mit der Abschaffung jeglicher Ausbeutung an, lieber heute als morgen
08.04.2009 07:46 Uhr
von Theresa:
Wenn vermeintliche Tierschützer eine sog. artgerechte Haltung von Mastkaninchen fordern, dann liegt hier ein weit verbreiteter Irrtum über den Begriff des Tierschutzes vor, ebenso eine massive Verbrauchertäuschung. Denn kein Kaninchen möchte geschlachtet werden, auch dann nicht, wenn es ein schönes Leben hatte. Ansonsten könnten Kinderschützer auch Strafnachlaß für Kinderschänder fordern, die sich ihre Opfer aus intakten Familien ausgesucht haben. Es geht, um es ganz klar zu sagen, um die Abschaffung des Unrechts, nicht um die Erleichterung des vermeintlichen Gewissens.
07.04.2009 18:06 Uhr
von Dr. Schreck:
Bis sie einmal versehentlich den Osterhasen persönlich erwischen. Dann landen sie selbst hinter Gittern, jawoll!
Leserkommentare
16.04.2009 15:42 Uhr
von Antonietta:
Mehr als 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch werden pro Jahr in Deutschland gegessen. Ein Fünftel davon wird aus Ländern der Europäischen Union, aber auch aus Drittländern wie China importiert. Doch der weitaus größte Teil wird in Deutschland "produziert", es handelt sich um rund 22 Millionen Tiere. In kommerziellen Betrieben werden die Tiere in engen, niedrigen Käfigen auf Metall- oder Kunststoffrosten gehalten - meist ohne Eínstreu. Dabei treten Verletzungen der Pfoten auf. Durch den Bewegungsmangel verkrümmt sich bei vielen Kaninchen die Wirbelsäule. Durch die beengte, reizarme Haltung kommt es zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung. Bis zu 50% der "Masttiere" sterben aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen und an Infektionskrankheiten.
08.04.2009 11:18 Uhr
von zauberhase:
Tierschutz bedeutet Leben zu erhalten und jedes Leben zu schützen und da sollte auch zwischen einem Zwergkaninchen als Haustier und einem Mast- kaninchen kein Unterschied gemacht werden.
Beide Haltungsformen sollten langfristet abgeschafft werden. Das zweite ist eindeutig vorrangig! Ja, es stimmt, kein Tier will freiwillig sterben.
Fangen wir endlich mit der Abschaffung jeglicher Ausbeutung an, lieber heute als morgen
08.04.2009 07:46 Uhr
von Theresa:
Wenn vermeintliche Tierschützer eine sog. artgerechte Haltung von Mastkaninchen fordern, dann liegt hier ein weit verbreiteter Irrtum über den Begriff des Tierschutzes vor, ebenso eine massive Verbrauchertäuschung. Denn kein Kaninchen möchte geschlachtet werden, auch dann nicht, wenn es ein schönes Leben hatte. Ansonsten könnten Kinderschützer auch Strafnachlaß für Kinderschänder fordern, die sich ihre Opfer aus intakten Familien ausgesucht haben.
Es geht, um es ganz klar zu sagen, um die Abschaffung des Unrechts, nicht um die Erleichterung des vermeintlichen Gewissens.
07.04.2009 18:06 Uhr
von Dr. Schreck:
Bis sie einmal versehentlich den Osterhasen persönlich erwischen. Dann landen sie selbst hinter Gittern, jawoll!
Vegetarische Grüße, Dr. E. Schreck