• 30.06.2010

Public Viewing bei der Präsidentenwahl

Wollen wir das wirklich sehen?

Heute wird ein neuer Präsident gewählt. Die ARD ist nicht nur live dabei. Sie überträgt auch auf Großleinwand vor dem Reichstag. Muss das sein? Vier Antworten.von N. Apin, C. Prößer, U. Rada, E. Tasdemir

  • 30.06.2010 12:51 Uhr

    von Lars:

    Es sind nicht 4 Kandidaten. Es sind 3 Kandidiaten und ein ....

    (der Rest war leider so beleidigend formuliert, dass es gegen unsere Statuten verstieß, die red.)

  • 30.06.2010 12:08 Uhr

    von Dennis:

    Sind Vuvuzelas erlaubt?

  • 30.06.2010 12:02 Uhr

    von emil:

    warum denn nicht, vielleicht mal ein bisschen politik an die wand werfen, statt einem bildungsfernen jugendmob beim ball spielen zu sehen?

  • 30.06.2010 11:53 Uhr

    von alexander van essen:

    "Die ARD ist nicht nur live dabei. Sie überträgt auch auf Großleinwand vor dem Reichstag."

    Das wirft bei mir die Frage auf, wer das Spektakel eigentlich bezahlt? Die ARD? Gehört das zum Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks?

  • 30.06.2010 11:38 Uhr

    von Bert:

    Sind es nicht 4 Kandidaten ?

  • 30.06.2010 11:30 Uhr

    von hto:

    Hören, Sehen und LESEN, die konfusionierende Überproduktion von systemrational-zeitgeistlichem Kommunikationsmüll, im stumpf- wie wahnsinnigen Tanz um den heißen Brei / das Marionetten-Theater im Glauben an die unveränderbare Hierarchie von materialisticher "Absicherung" - damit die gebildete Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche den Pfad des "gesunden" Konkurrenzdenkens dieser "freiheitlich-demokratischen" Welt- und "Werteordnung" NICHT für EINDEUTIGE Wahrheit verläßt!?

  • 30.06.2010 11:21 Uhr

    von Thomas Sch.:

    Liebe TAZ, ich will ja nicht meckern, aber zur journalistischen Sorgfalstprlicht gehört es ja doch wohl, mitzutelen, daß es vier Kandidaten gibt und nicht nur drei. Ob Sie ihn nun mögen oder nicht, es sind vier !

  • 30.06.2010 11:15 Uhr

    von ASTA:

    Hauptsache der Urnenpöbel wird unterhalten!

  • 30.06.2010 11:10 Uhr

    von Karl der Große:

    Natürlich ist es für viele Menschen interessant zu beobachten, wie eine Bundestagspräsidentenwahl vor sich geht.Warum nicht?

    Ich finde die Idee der "Liveübertragung"... übrigens auch anderer politischer Veranstaltungen gut und richtig.

    Eine andere Frage ist, inwieweit die Kandidatenkür und der ganze Wahlakt nun wirklich unserem Grundgesetz entspricht..,- daran habe ich zumindest teilweise echte Zweifel.

    Denn.., :wenn ein Herr Gerhardt öffentlich bekundet, das er wohl parteistrategisch wählen wird..- dann verläßt er schließlich hier bereits unsere demokratische Grundordnung..,
    denn er ist nicht seiner Partei, sondern nur seinem Gewissen gegenüber verantwortlich.

    Wenn aber das Vertrauen in die Demokratie derart gering ist.. bzw. das in seines Gewissens.., was will man dann noch von diesen "Volksvertretern" erwarten.

    Gerade die FDPler, von denen immerhin einige mittlerweile aufgewacht sind, rühmen sich ebenfalls damit, reine Bürgervertreter und seinen Gruppen zu sein und eben keine echten Volksvertreter. Auch diese "Lobbyistenordnung"....entspricht keinesfalls unserem Grundgesetz.

    Wie gut.., das eine große Mehrheit des Volkes die
    Aushebelung des Grundgesetzes ablehnt und die FDP zumindest den Umfragen nach zur Zeit im Bundestag nichts mehr zu suchen hätte.

    Schade eigentlich, denn diese Partei hat durchaus Potential..., nur werden die guten und wichtigen Themen unterdrückt...

  • 30.06.2010 11:05 Uhr

    von Clingel:

    Wie lange dauert es noch bis es mehr Demokratie in Deutschland gibt. Wollte Angela Merkl nicht "mehr Demokratie wagen" Aber statt mehr direkte Demokratie wird das Volk mit Pseudobeteiligung per TV ruhig gestellt. Schlaft vor dem Fernseher vor lauter Langeweile ein. Statt sich für eine Veränderung zu engagieren. Und die rote Karte für eine solche Politik zu ziehen!

  • 30.06.2010 10:58 Uhr

    von Phillip Sidek:

    Wenn schon Public Viewing, dann konsequenter Weise auch Public Voting!
    Mehr direkte Demokratie jetzt!

  • 30.06.2010 10:44 Uhr

    von Tajmahal:

    In meinen Augen ist dieses 'public viewing' eine inhaltsleere Veranstaltung ohne jeden Wert, aber Feigenblatt für die seit langem fehlenden Konzepte politischer Bildung im ÖR-Fernsehen. Offenbar Antwort auf die Frage: wie können wir unserer ständigen Publikumsverblödung einen Hauch von Seriosität geben, so inhaltsleer wie möglich? Klar: Präsidentenwahl!

  • 30.06.2010 10:44 Uhr

    von Peter:

    Wenn man sich das Titelbild dieses TAZ-Artikels ansieht, sieht man zumindest an der Anordnung der Bilder der drei Kandidaten sowie an der Breite der Photos, bei wem die Präferenz der TAZ liegt...

  • 30.06.2010 10:31 Uhr

    von Axel Wartburg:

    Na, unbedingt!

    Genau wie beim Fußball möchten sich andere den oder die Toten vor der Beisetzung noch einmal ansehen können.

    Oder hab ich die Übersetzung des Begriffs falsch erfasst:

    U.S. funeral customs:
    'Viewing' refers to the period of time in which the body (open-casket viewing) or the casket (closed casket viewing) of the deceased can be viewed to pay last respects. 'Public viewing' means that anyone can attend the viewing . 'Family viewing' or 'private viewing' means that the viewing is restricted to family members and friends of the deceased.


    Das liebe ich so an "Brot & Spiele":
    Die Idioten (abgleitet vom griechischen "Idios", was jene Gruppen (Massen) bezeichnete, die zu malochen und das System nicht zu hinterfragen hatten) machen noch heute das Gleiche wie früher. Nur subtiler.

    Sie lassen sich verblöden.

    Daher glauben ja auch so viele, dass Demokratie etwas anderes als eine Diktatur ist. Dabie ist sie die Diktatur einer Minderheit über die Mehrheit. Schon immer so gewesen.

    Wie wäre es da mit eindeutigen deutschen Worten?

    1. gemeinsam ansehen
    2. Mitbestimmung

    Nee, das ist unkühl.

  • 30.06.2010 10:05 Uhr

    von olofur:

    Ich finde diese ansammlung an pseudo-intelektueller arroganz a la "ich schaue keine TV" mehr als enttäuschend. was ist an PV denn nun wirklich so verwerflich? und warum sollen die menschen nicht dabei zusehen, wenn die von ihnen gewählten das staatsoberhaupt wählen? ist doch immer noch besser, als wenn alles ganz heimlich und leise im RT passiert und niemand hats gesehen.

  • 30.06.2010 09:50 Uhr

    von Matthias:

    also Leute...alle zum Reichstag mit Vuvuzela...Delling und Netzer weden auch Moderieren...spannender gehts nicht mehr...Jogie for President.

  • 30.06.2010 09:41 Uhr

    von xonra:

    Diese Präsidentenwahl kann getrost unter der Überschrift Brot und Spiele abgehakt werden. Die demokratischen Vorgänge in dieser Republik sind immer mehr nur Medienspektakel mit darauf folgenden Umfragen.
    Wenn Demokratie ernst genommen würde, müßte diese schwarz gelbe Regierung zurücktreten, bevor weitere Fehlentscheidungen getroffen werden. Leider ist die Opposition kaum besser, deshalb ist die Partei Wählnix auf der Siegerstrasse.

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