• 04.09.2011

Protest gegen Neonazi-Marsch

Randale in Dortmund

Tausende protestierten am Samstag gegen einen Neonazi-Marsch. Dabei kam es zu Krawallen. Die Polizei spricht von Attacken seitens Linksautonomer. Die Linkspartei kritisiert polizeiliche Übergriffe.

  • 05.09.2011 21:17 Uhr

    von Ulrike:

    Zu den Äußerungen des Polizeipräsident Hans Schulze:
    -die Polizei provozierte allein schon deswegen, weil man die Leute die zu einer angemeldeten Kundgebung gelangen wollten immer von Sperre zu Sperre schickte und es lange dauerte bis man iregendwo durchkam..
    -desweiteren traten die Beamten selber sehr provokant auf so trugen sie Quarzsandhandschuhe und Teleskopschlagstöcke (beide sind in NRW verboten)
    -außerdem saßen vermummte vollgepanzerte Beamte in Bullis einer Seitenstraße,diese ließen sich mehr mit Soldaten als mit Polizisten vergleichen.

  • 04.09.2011 19:47 Uhr

    von Susanne Hoffmann:

    Schließe mich der Kritik von Julian an. Von der taz erwarte ich anderes. Wir Abonentinnen zahlen für eine unabhängige Qualitätsberichterstattung. Und erwarten diese auch. Die Aktion des Dortmunder Bündnises ist für Dortmund unglaublich wichtig, eine gut recherchierte Berichterstattung deshalb besonders geboten. Bitte nachbessern!

  • 04.09.2011 17:25 Uhr

    von gartenzaun:

    Find ich blöd, einfach die PM der Bullen abzukupfern!
    Und dann noch Fotos von Menschen einer Blockade ins Internet stellen, ohne diese unkenntlich zu machen!
    Ein bisschen mehr kritische Berichterstattung wär schon angebracht denk ich.

  • 04.09.2011 16:56 Uhr

    von Ökomarxist:

    54 und 2 Tage nach dem 1. Weltfriedenstag, demonstrieren die Enkel derer, die den Zweiten Weltkrieg ausgelöst haben für Frieden. Sie stellen damit die Geschichte auf dem Kopf. Am Abend haben am Wilhelmsplatz in Dortmunder Stadtteil Dorstfeld Nazis das Friedensfest gestört. Die Polizei war da zuerst nur mit wenigen Kräften vor Ort und konnten Sie erst nach etwa einer halben Stunde vom Platz verweisen. Die Nazis haben sich also auch nicht dort aufgehalten, wo sie sollten. Die ganze Gesellschaft muss sich Ihnen in den Weg stellen.

  • 04.09.2011 16:54 Uhr

    von @ wolfgang:

    Dass es gerade die Polizei ist, aus deren Reihen immer wiederaußerlegale Gewalttaten begangen werden, ist kein Geheimnis - dass dies solange gedeckelt wird, wie es im Sinne dieser Herrschaft ist, auch nicht.

    xoxo,
    antidemokratische aktion dortmund nrdstdt
    -> w. banjamin, zur kritik der gewalt:
    http://www.sciacchitano.it/Pensatori%20epistemici/Benjamin/Zur%20Kritik%20der%20Gewalt.pdf

  • 04.09.2011 16:47 Uhr

    von Marc:

    War ja klar, dass die Linkspartei noch selbst in den dumpfesten linksautonomen Gewaltschläger noch soetwas wie einen Säulenheiligen zu erkennen vermag. Meinetwegen kannste NDP und Linkspartei in einen Sack packen.

  • 04.09.2011 16:42 Uhr

    von Andreas:

    Die Falschheit in der Pressemitteilung durch die Dortmunder Polizei und ihren Präsidenten Hans Schulze erscheint mir mehr als dreist, geradezu gefährlich, da sie bewusst über Sachverhalte hinwegtäuscht! Möglicherweise aus eigenem Interesse, um den negativen Debatten aus dem Vorfeld des Nazi-Aufmarsches entgegen zu arbeiten. Oder um den nächsten Überfall von Nazis auf Andersdenkende schonmal im Vorfeld zu relativieren, so wie man es von der Dortmunder Polizei kennt.
    Unterhält man sich mit unterschiedlichen Menschen die gestern in der Dortmunder Nordstadt unterwegs waren, so scheint die Polizei mit ihrer Darstellung von "1.500 gewaltbereiten" (!) Gegendemonstranten ein Bild erzeugen zu wollen das sich keineswegs mit der Realiät deckt.
    Dies ist ein Skandal für eine demokratisches Land und bedarf drigend aufgearbeitet zu werden!

  • 04.09.2011 16:29 Uhr

    von lalelu:

    @Julian:
    Deine Kritik in allen Ehren, der Bericht ist allerdings nicht von einem taz-Redakteur, sondern eben von Nachrichtenagenturen geschrieben. Das wird für den Leser auch so gekennzeichnet: Am Anfang steht "Dortmund dpad/dpa".
    Wäre es ein taz-eigener Text stände dort der Name des Mitarbeiters und "taz".

    Grüße

  • 04.09.2011 16:18 Uhr

    von Dankwart Lehr:

    Gerne hätte ich hier gelesen:
    "Dortmund zeigt braunem Mob die rote Karte" oder "Bürger buhen Neo-Nazis aus" oder "Deutsche und Ausländer demonstrieren friedlich gegen Nazi-Aufmarsch".

    Statt dessen lautet das allgemeine Presse-Echo: "Autonome randalieren bei Neonazi-Demo" oder "Rechter Aufmarsch - linke Gewalt" oder "Gewaltexzesse von Autonomen bei Neonazi-Demo". Die TAZ schreibt: Randale in Dortmund.

    Ich frage mich verzweifelt, wie man diese hirnlosen Idioten, die sich selbst als "links" bezeichnen, bloß stoppen kann. Welche friedliche Bürger geht denn noch freiwillig nächstes Jahr auf die Straße, wenn der braune Mob wieder seine Selbstinszenierung zelebriert? Wenn diese pubertierenden schwarzgekleideten linksautonomen Schwachköpfe zuviel Kraft haben, sollen sie in einen Boxring steigen oder sich von mir aus auch die Birne mit Drogen zuhauen.

    Solche Schlagzeilen sind unglaublich kontraproduktiv. Wie soll man nach solchen Schlagzeilen noch ältere Menschen, Leute aus kirchlichen Zusammenhängen oder Familien mit Kindern dazu bewegen, gegen Rechts auf die Straße zu gehen?

    Das "Die Linkspartei" schon weiss, das die Polizei angefangen hat, möchte ich nicht kommentieren.

  • 04.09.2011 16:00 Uhr

    von Silvia:

    DIESELBE DEMO:
    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Friedlicher-Protest-id5026310.html

  • 04.09.2011 15:37 Uhr

    von Lorenz:

    @ Julian:

    Vielen Dank für deinen Kommentar, du hast völlig Recht. Heute Nacht auf der Heimfahrt von Dortmund hat es mich furchtbar geärgert, dass der Radiobericht mit "Linksextreme haben mit gewalttätigen Ausschreitungen einen Neonaziaufmarsch in Dortmund begleitet..." begonnen hat. Ich habe gehofft, dass diese unnötige Gewalt einer kleinen Minderheit wenigstens in der taz nicht vor dem friedlichen Protest eines riesigen bunt-schwarzen Bündnisses gestellt wird. Doch leider unterscheidet sich dieser taz-Artikel in keinster Weise vom Radiobericht.

  • 04.09.2011 14:42 Uhr

    von vic:

    In Dortmund war ich nicht dabei. Aber von anderen Demonstrationen weiß ich; wenn vermummte Polizisten prügeln, Wasserwerfer schießen, und die Luft voll Tränengas ist, wird das von Rechts-Staat und Medien als "linksautonome Randale" verkauft.
    Immer.

  • 04.09.2011 14:32 Uhr

    von Urgestein:

    Warum wohl ist Dortmund eine Nazi-Hochburg?

    Weil die sogenannten "Ordnungshüter" - ähnlich wie in Dresden oder Stuttgart - von Polizei bis Staatsanwaltschaft genau wissen, wo sie stehen. Auch wenn das mit Verfassung und Rechtsstaatlichkeit nicht mehr viel gemein hat.

  • 04.09.2011 14:28 Uhr

    von Mac-Lennox:

    Herr Weinmann,

    haben Sie überhaupt den Text gelesen? Oder sind Sie so hasserfüllt, dass Sie für Argumente nicht mehr zugänglich sind?

    Der Landtagsabgeordnete der Linkspartei bittet um Aufklärung und verurteilte noch niemanden.

    PS: In ihrem Hass auf die Linkspartei haben Sie mehr mit den Neonazis gemein als Ihnen vielleicht lieb ist.

  • 04.09.2011 14:26 Uhr

    von Thomas:

    @ Wolfgang,

    ich würde dich ganz einfach bitten am 13.Februar 2012 nach Dresden zu kommen, betrachte das als eine Einladung.

  • 04.09.2011 14:14 Uhr

    von Annikarla:

    Ich kann hier Julian nur recht geben. Diese Zusammengestückel aus der Agentur reicht einfach nicht aus! Die Behauptung von 1.500 Gegendemonstranten, die die Beamten "massiv angriffen", ist quatsch. Womit die Angriffe von Autonomen auf die Polizei nicht verharmlost oder gerechtfertigt werden sollen, sondern lediglich in Art und Umfang in einen Gesamtrahmen eingeordnet werden!
    Die engagierten Diskussionen in der Stadt im Vorfeld der Demonstrationen mit der Frage, ob Blockaden zulässig sind oder nicht, hat in Dortmund viel in Bewegung gesetzt. Dass ein Konzept von gewaltlosen aber entschlossenen Blockaden bei der massiven Komplettabriegelung eines halben Stadtteils mit tausenden Polizeibeamten eine Gratwanderung ist, sollte jeder kapieren. Dass es unterschiedliche Einschätzung auf Seiten von Polizei und Demonstranten gibt, was dabei erlaubt oder notwendig ist, ebenso. Das das Zerstören eines Polzeibullis nicht sachdienlich ist, dito.
    Gerade deshalb:
    Die Entwicklung in Dortmund hat eine differenzierte Betrachtung verdient. Gerade durch die Taz.

  • 04.09.2011 13:44 Uhr

    von Dortmunder:

    Leider wird in der gesamten Berichterstattung verschwiegen, dass die Nazis das ganze Jahr über die Stadtbewohner mit feigen Angriffen terrorisieren und insbesondere in den zwei Wochen vor ihrem Aufmarsch jeden Tag mindestens einen Anschlag verübt haben.

    Bei ihrem Aufmarsch bleiben sie dann vermeintlich friedlich und nehmen ja nur ihre demokratischen Grundrechte wahr. Ein Trauerspiel, dass die Presse auf diese zugegebenermassen geschickt Strategie herein fällt.

    Zehntausende protestieren friedlich und ein paar Idioten sorgen dann für die "linksautonome Gewalttäter verletzen Polizisten" Schlagzeile, die bereitwillig aufgegriffen wird.

    Traurig.


    An diejenigen, die den Bullenwagen angegriffen haben:

    Rafft ihr das nicht, dass ihr damit den Nazis in die Hände spielt und dass ihr unseren ganzen Protest, die Mühe und die Arbeit zunichte macht?

  • 04.09.2011 13:11 Uhr

    von Julian:

    Liebe taz,

    es ist ein Armutszeugnis für eine in der Selbstdarstellung "alternative" Tageszeitung die nicht-verantwortbaren Übregriffe einer Minderheit von Demonstranten auf die Polizei zur Schlagzeile für die gesamte Nazi-Demo und deren Gegenveranstaltungen macht.

    Wenn sich ein taz-Reporter die Mühe gemacht hätte, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen und nicht nur Meldungen der Nachrichtenagenturen zusammenzustellen, dann wäre ein anderes Bild von den Gegenprotesten herausgekommen. Nämlich dass auch ein großteil der schwarzgekleideten Demonstranten sich friedlich verhalten hat, zusammen mit den bürgerlichen Bündnissen.

    Aber Gewaltausbrüche von wenigen scheinen für die taz inzwischen auch interessanter zu sein als friedlicher Protest oder ein kompromissloser Poliezeieinsatz.

    Schade.

  • 04.09.2011 13:06 Uhr

    von Wolfgang Weinmann:

    Nazis, Linksautonome, Linkspartei .... die Antidemokraten dieses Staates auf einem Platz vereint. Wobei ich noch eines hinzufügen muß: Bei den Nazis und Linksautonimen weiß man woran man ist. Am übelsten von diesem Trio ist jedoch die Linkspartei, die ganz subtil diesen Staat vernichten will und besonders gerne auf diesen einschlägt. So wie hier, wo die Polizei von der selbstherrlichen Linkspartei wieder den schwarzen Peter zugeschoben bekam.

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