• 18.07.2010

Pro-Deutschland in Berlin

Die rechten Bettler

Der Parteitag von Pro Deutschland in Berlin war eine kleine Veranstaltung mit großem Spendenaufruf. Nur die Gäste wetterten gegen den "Zuwanderungs-Tsunami".von A. Speit & S. Puschner

  • 22.07.2010 16:17 Uhr

    von Lügendetektor:

    Die letzten 10 Jahre haben doch beispiellos gezeigt dass für Wirtschaft und Gesellschaft gewisse Gesetze gelten, die mittelfristig nicht überwunden werden können und im Großen wie im Kleinen gelten.

    (1)
    Hauskauf ohne Geld und Einkommen?
    Mit Schulden reich werden?
    Wachstum durch Konsum?

    Diese US-Wirtschafts-"Wunder" funktionierten einige Jahrzehnte und wurde den sparsamen und vorsichtigen Deutschen sogar zur Nachahmung empfohlen. Heute wissen wir: alles Lug und Trug auf Kosten anderer, die nach Möglichkeit auch noch die Zeche mitzahlen sollen.
    Jede normale Familie weiss dass sie so Bankrott gehen würde und ihre Bank gleich mit. Die Experten erklären natürlich Volkswirtschaft ist nicht Familienwirtschaft etc. Heute wissen wir: alles Nebelkerzen gekaufter Lobbyisten.

    (2)
    Fremdenhass als wirtschaftliches/psychologisches Phänomen?
    Dumpfe Ängste geschürt von rechten Populisten?

    Sagen wir auf der Nordseeinsel "Neuwark" leben 40 Personen aus 4 alten friesischen Familien. Sie gehört zur Großstadt "Lammburg" und wird vom Sozialamt durch einige zugewanderte Moslems bereichert.

    Aus 2 werden 4, dann 8.
    Es entsteht langsam Unruhe auf der Insel, aber die Lammburger Sozialsenatorin wirbt um Toleranz und Weltoffenheit während die Mainstream-Medien Titelstories über den einen Moslem bringt, der als Fischer angeheuert hat. Das Leben auf Neuwark ist nicht mehr dasselbe, die Türen werden abends abgeschlossen, die Kneipe hat kein Schweinefleisch mehr auf der Karte.

    Aus 8 werden 16.
    Es entbrennt ein offener Machtkampf auf Neuwark. Die Friesen versuchen verzweifelt ihren alten Lebensstil zu verteidigen, sehen sich aber massiver Einschüchterung durch die Moslems und starker Ablehnung in Presse und Politik gegenüber.

    Aus 16 werden 32
    Neuwark ist eine islamische Insel geworden. Die friesischen Männer haben die Insel verlassen, zurück bleiben mit Moslems verheiratete und konvertirte Frauen. Landwirtschaft und Fischfang liegen danieder, das Geld kommt vom Sozialamt Lamburg und als Spende aus den Golfstaaten.

    Waren das jetzt dumpfe Ängste der Neuwarker, geschürt aus Ressourcen Mangel? Ein psychologisches Problem, kein existentielles? Etwas was nur im kleinen Gültigkeit hat, da Gesellschaft auf der Ebene der Nation viel komplizierter ist?

    Das Verstehen der grundsätzlichen Vorgänge ist oft recht einfach und gar nicht so sehr von Bildung abhängig. Deshalb werden ja von allen (interessierten) Seiten permanent Nebelkerzen geschmissen.



  • 21.07.2010 19:04 Uhr

    von lalelu:

    @Journalist_i_R "gutmenschlich-verblödete Kommentare"

    Wenn Sie den Willen und das Streben, *gute Menschen* bzw *moralisch gut* bzw *aufgeschlossen* *friedlich* *nicht rassistisch* zu sein, als "verblödet" begreifen, dann läuft bei Ihnen ganz gehörig was falsch.
    Eine Einstellung, nach der (Kultur-)Rassismus angeblich dem "klaren Durchblick" und "der Realität" entsprechen soll, ist genau der Punkt, ab dem einem der Ekel hochsteigt. Denn eine solche "Realität", in der Menschen nicht mehr als Individuen, sondern als homogenisierte, anonymisierte Volksgruppen erscheinen, sind das Pendant zu den "wissenschaftl. Beweisen" des Nazi- und Kolonial-Rassismus (erst diese Entindividualisierung hat -ganz nebenbei- Pogrome und 'Gasöfen' möglich gemacht).

    Um zu derartigen Einschätzungen zu gelangen, muss man sich nur ein wenig auf den seit Jahrzehnten gültigen Stand der Rassismusforschung oder Soziologie oder Psychologie oder Geisteswissenschaften bringen - da finden sich alle Belege über die Mechanismen von Fremdenfeindlichkeit, die bei Ihnen so schön hässlich zum Vorschein treten. Zudem wird Ihre Interpretation von Wirklichkeit dort wissenschaftlich fundiert als grundlegendes Missverständnis und Verbiegen von Realität widerlegt.


    Wem das intellektuell zu anspruchsvoll ist, darf sich mit 'Herz & Verstand' der "Realität" zuwenden - es gibt weder 'Beweise' noch Ausreden für das kleine große Arschloch Fremdenfeindlichkeit, das Deutschland wohl noch lange beschäftigen wird. Leider.
    Wer meint, mal eben KZ und Gasöfen bauen, was erst mit in Grund&BodenBomben von ganz Deutschland beendet werden konnte, sei 2-3 Generationen später nur noch Geschichte, hat keine Ahnung von Psychologie, nationaler wie familiärer Identität & kollektivem (Unter-)Bewusstsein. Wie man hier mal wieder schön vorgeführt bekommt.

    "Der Schoß ist fruchtbar noch,
    aus dem das da kroch".
    Genau so ist es.


    PS: Wenn ein 'jüdischer Israeli mit dt. Wurzeln' kritisiert haben soll, dass die heutige brd "kriecherisch(!) gegenüber der halben Welt(!)" sei und als Gegenrezept "dt. Nationalstolz" empfiehlt, dann fangen meine Ohren zu schlackern an...

    Doch wahrscheinlich stützt Ihr Freund auch jene Forderung nationalstolzer, niemals-vor-der-welt-kriechen-wollender Deutscher, die "Entschädigungszahlungen an Israel & Holocaustopfer (endlich) einzustellen", oder?!?!
    (aber auch das mag es geben. eine welt voller individuen, wie gesagt)

  • 21.07.2010 10:35 Uhr

    von Stefan K.:

    @ Journalist_i_R

    Was im Negativen aus Berlin geworden ist haben wir zum Großteil dem CDU-Filz der Insel zu verdanken. Die Schuldenlast der Berliner Bankenkrise engt auch heute noch die politischen Möglichkeiten der Stadt erheblich ein.
    J.F.K. für Fremdenhass und Rassismus heranzuziehen ist ja wohl der Gipfel der Frechheit.
    Nationalismus ist immer auch eine Abgrenzung. Wir sind hier aber nicht von Feinden umgeben, wie Israel.

    @ Lügendetektor
    Ihre Projektionen auf mich entlarven Ihr eigenes Denken.

    Fremdenhass steigt proportional zur Verknappung von Ressourcen - über diesen Umstand lohnt es sich Nachzudenken; und natürlich darüber, wer Vorteile aus der Spaltung einer Gesellschaft zieht.

  • 21.07.2010 08:46 Uhr

    von Michael:

    Gut, dass einige hundert Menschen lautstark protestiert haben und es offensichtlich auch dazu kam, dass einige der Populisten_innen nicht zu der Veranstaltung gelangen konnten, weil es Blockaden gab.
    Nicht gut, dass ein unverhältnismäßig großes Polizeiaufgebot dafür sorgte, dass der Parteitag doch stattfinden konnte und während dem homophob über den obersten Dienstherren der im Einsatz befindlichen Beamten palabert werden konnte. Schlimm, dass ein rot roter Senat eine derartige Veranstaltung schützt und Staatsdiener unverhältnismässig gegen einen Protest vorgehen, zu dem wiederum deren oberster Dienstherr, Klaus Wowereit, mit aufgerufen hatte.
    Denk ich an Deutschland in der Nacht....
    Noch vor wenigen Tagen war z.B. der Kudamm teilweise lahmgelegt, es kam zu Sachbeschädigung, homophoben und ausländerfeindlichen Äußerungen ganzer Horden „Deutschland“ grölender besoffener Fussballfans_innen, da habe ich wenig Einsatz von Polizei bemerkt. Die sogenannte öffentliche Ordnung durfte mal eben so lahm gelegt werden. Gegenteilig dazu der gestrige Einsatz der Beamten gegen ein "paar hundert" Demonstranten_innen, die ihr demokratisches Grundrecht wahrnahmen. Hier stimmt das Verhältnis keinesfalls.

  • 21.07.2010 04:03 Uhr

    von Lügendetektor:

    @stefan

    Die Methodik ist bekannt:

    - zunächst Utopien für die Zukunft aufstellen, die offensichtlich weltfremd sind, aber auch nicht so einfach falsifiziert werden können (Gesellschaft ist eben komplex)

    - Wenn die Zukunft eingetreten und die Utopie (natürlich) gescheitert ist, das jetzt für alle offensichtliche Scheitern umdeuten (selbsterfüllende Prophezeiung etc)

    - Dabei immer den Status des irdischen Stellvertreters eines absolut Guten bewahren und sich klammheimlich über die gesellschaftlichen Verwüstungen der gescheiterten Utopie freuen. Den Schaden hat ja das verhasste Bürgertum - oder die deutsche Unterschicht und ihre Kinder, aber das ist ja ideologisches Kananonfutter.

    Eigentlich dumm und durchschaubar das Ganze, aber leider nur für viel zu wenige Menschen.

  • 20.07.2010 19:44 Uhr

    von Mac-Lennox:

    In einigen Beiträgen laß ich von "Multi-Kulti-Gesellschaft", was ohne Umwege den so genannten Linken angedichtet wurde. Historisch betrachtet sorgte die CDU unter Kanzler Adenauer für eine ethnisch heterogene Gesellschaft, indem massenweise Arbeitskräfte in den 50er und 60er in die BRD geholt worden sind (später unter Kanzler Erhard und Kiesinger).

    Als Adenauer noch Kanzler war, protestierten besonders die Gewerkschaften und die SPD gegen diese Form der Einwanderungspolitik, weil sie Arbeitskräftekonkurrenz befürchteten. Aber die Wirtschaft sollte schließlich brummen. Ironischerweise wurde der Anwerbestopp unter einem SPD-Kanzler verkündet (Brandt m.W.; kann aber auch Schmidt gewesen sein).

    PS: Wurde in den 70er in der DDR geboren und selbst ich weiß das. Apropos DDR! Auch dort kamen Arbeitskräfte besipielsweise aus Vietnam, Kuba oder Mosambique. Ihnen wurde der Familiennachzug verboten, so dass heute z.B. in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg nur 2% Migrantenanteil zu verzeichnen sind. Etwas mehr "Multi-Kulti" würde ich daher sehr begrüßen.

  • 20.07.2010 16:35 Uhr

    von Manuel:

    @ Lügendetektor und Konsorten:
    Sie haben das glaube ich ein kleinwenig missverstanden, wer an der angeblich gescheiterten Mulit-Kulti Gesellschaft schuld ist. Es sind nicht die Linken mit ihrer angeblichen verrückten Ideologie, sondern die Konservativen mit ihrer faktisch verrückten Ideologie. Die Jahrzehnte lange Politik der Ignoranz der konservativen Eliten in diesem Land wollte die Integration verhindern, denn sie haben eine gesellschaftliche Partizipation der Menschen unmöglich gemacht, verhindert und ihren Gastarbeiter Status als akzeptierte aber nie willkommene unterstrichen. Die Konservativen und teilweise auch Neoliberalen Deutschlands haben dies zu verantworten und nun versuchen diese uns den schwarzen Peter zu zuschieben, aber so einfach darf mans den Rechten nicht machen.
    Dies vielleicht bedenken und erneut Gedanken machen.
    Danke.

  • 20.07.2010 14:15 Uhr

    von Stefan K.:

    @ Lügendetektor

    Die Konservativen haben aufgrund ihrer selbsterfüllenden Prophezeiung teilweise recht behalten, denn diese taten nichts für die Integration. Im Gegenteil. Der Gastarbeiterstatus vermittelte eine Duldung, aber kein Willkommen und keinesfalls eine gesellschaftliche Partizipation der Migranten.
    Das wirkt immer noch nach.

    Auch für die Hugenotten brauchte es mehr als zwei Generationen bis diese als Bereicherung der Stadt angesehen wurden (diese stellten 20% der Einwohner Berlins dar)siehe auch "Edikt von Potsdam".

  • 20.07.2010 13:57 Uhr

    von Stefan K.:

    Niemand hat gesagt, Großstadt sei Harmonie. Im Gegenteil, die Metropolen leben von den Spannungen und dem permaneten Umbau - sowohl gesellschaftlich als auch baulich.

    Wer es nicht mag, kann ja wieder wegziehen.

  • 20.07.2010 11:50 Uhr

    von Journalist_i_R:

    Ich bin nicht erschüttert über die falschen - im Sinne politisch korrekter Berichterstattung modifizierten - Zahlenangaben in diesem Artikel, sondern über die gutmenschlich-verblödeten Kommentare. Offensichtlich haben sich nur wenige Kommentatoren einen klaren Durchblick bewahrt, wobei ich hoffe, dass das Gros der Kommentatoren zu diesem Artikel nicht repräsentativ für die Intelligenz der Berliner Bevölkerung ist. Mei Vater, ein gebürtiger Berliner, würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er erleben müßte, was aus seiner Heimatstadt und Ihren Bewohnern geworden ist.
    Ist ja toll, wenn Ihr Berliner Euch in Eurer Multikulti-Gesellschaft mit all den "Vorzügen", die sie Euch bringt, wohlfühlt. Ein jüdischer Freund von mir mit deutschen Wurzeln, jetzt in Israel lebend, erklärte mir kürzlich, er verstehe sein Herkunftsland nicht mehr: kriecherisch gegenüber der halben Welt, sind die Deutschen geradezu erpicht darauf, ihr Land zu verraten. Er schloß mit der Frage, "Habt ihr denn gar keinen Nationalstolz mehr?"
    Aber wenn ein Kommentator feststellt, er fände es eher befremdlicher, wenn jeder Zweite in seinem Kiez mit schwäbischer Mundart spricht als Frauen mit Kopftüchern zu sehen, erübrigt sich jedes weitere Wort. J.F. Kennedy würde heute bestimmt nicht mehr ausrufen, er sei ein Berliner......

  • 19.07.2010 21:33 Uhr

    von schachmatt:

    Ich bin weder Rechter noch Linker, aber wenn ich mir die meisten Kommentare so durchlese, bekomme ich das kalte Grausen.
    Wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft, hat man - insbesondere in Berlin - sehr schnell erkannt, daß die Multi-Kulti Gesellschaft gescheitert ist, wie übrigens in vielen anderen Ländern auch. Natürlich sind daran einzig und allein die Deutschen schuld. Was ein hanebüchener Quatsch.
    Aber den linken Weltverbesserern und Gutmenschen fällt offenschtlich gar nicht mehr auf, in welcher Puppenwelt sie sich bewegen. Der Blick für die Realität scheint ihnen total abhanden gekommen zu sein. Was in Berlin so alles abläuft, ist schlicht nicht mehr normal. Aber die Migranten sind natürlich nicht schuld daran. Unerträglich.

    Wenn ich ins Detail gehen würde, käme ich aus dem Schreiben gar nicht mehr raus ....

  • 19.07.2010 20:45 Uhr

    von J.B.:

    Habt ihr tollen Weltverbesserer mal in das Wahlprogramm der PRO-Leute für Berlin geschaut?
    bei Themen wie z.B.:
    -Schulen statt Moscheen
    -Wirtschaftsförderung statt Durchfüttern von integrationsunwilligen Menschen
    kann ich nun absolut keinen Nazi erkennen,
    aber es ist ja so schön einfach, der ungeliebten Opposition und dem geistigen Sprachrohr von über 50% aller Deutschen das "braune Mäntelchen" umzuhängen, nur dass die Leute auf diese Demagogie nicht mehr hereinfallen (statt 6000 nur ein paar Hundert, wie jämmerlich für Berlin)und einfach herausfinden, dass der linke gewaltbereite Kern wesentlich schlimmer ist und was diese Leute von Ausländern halten, solltet ihr vorher mal in euren islamischen Teestübchen klären, ich glaub, ihr erschreckt vor euren eigenen "Kämpfern"

  • 19.07.2010 20:44 Uhr

    von Peter:

    >>>19.07.2010 13:10 Uhr:
    von Stefan K.:

    Berlin lebt nicht nur von der Vielfalt, Berlin ist diese Vielfalt.<<<

    @: Leidkultur:

    Wie Stefan K. erkannt hat lebt nicht Berlin sondern diese Vielfalt vom Länderfinanzausgleich.

  • 19.07.2010 14:22 Uhr

    von Lügendetektor:

    Ja wie jetzt, sind das jetzt Nazis die auf populistische Weise dumpfe Ängste schüren oder Widerstandskämpfer gegen eine linke Meinungs- und Gesinnungsdiktatur die dieses Land (und ganz Europa) in den Abgrund führt?

    In 2-3 Generationen wissen wir Bescheid (so 2040 - 2050). Der Mensch unterscheidet sich allerdings vom Tier dadurch, dass er Prognosen über die Zukunft erstellen und aus der Vergangenheit lernen kann.

    Denken wir zurück in die 70er und 80er Jahre als die Linken eine bunte Multi-Kulti-Gesellschaft und einige ewiggestrige Konservative ethnische Ghettos in Großstädten vorhergesagt haben.

    Wer hat Recht behalten?
    Die Konservativen.

    Wer hat gewonnen?
    Die Linken! Ich habe noch kein Irrtums- und Schuldeingeständnis aus dem Mund eines linken Utopisten gehört.

    Hier ist etwas Abstraktionsfähigkeit gefordert: erkennen, dass bei den Linken Schein (ihre Utopien) und Sein (ihre wahren Ziele) weit auseinanderklaffen und dass sie im Scheitern ihrer Utopien ihre wahren Ziele erreichen.
    Im (unausweichlichen) Scheitern von Multi-Kulti, im (unausweichlichen) Scheitern reformierter Gesamtschulen, im (unausweichlichen) Scheitern einer demokratischen EU erreichen die Linken die Vernichtung des verhassten Bürgertums sowie die Zersetzung der Nationalstaaten, die ja in direkter Konkurrenz zu ihrer supranationalen Ideologie stehen.

  • 19.07.2010 13:10 Uhr

    von Stefan K.:

    Berlin lebt nicht nur von der Vielfalt, Berlin ist diese Vielfalt.
    Man muss nur mal einen Blick zurück in die Zeit der Industriealisierung werfen und wird feststellen, das Wachstum der Stadt resultierte am wenigsten aus höheren Geburtenraten der echten Berliner.
    Die Unterscheidung von echtem Berliner, Berliner und Rucksackberliner ist Teil der städtischen Kulturgeschichte aufgrund der hohen Zuwanderung. Daraus folgt, die Zuwanderung ist Teil der Kultur der Stadt.
    Aktuell finde ich es eher befremdlicher, wenn jeder Zweite in meinem Kiez mit schwäbischer Mundart spricht als Frauen mit Kopftüchern zu sehen - aber auch das wird die Metropole verkraften.

    Das Berlin den Wandel von einer Industriemetropole schon viel eher als andere Städte/Regionen volziehen musste liegt in der Geschichte unseres landes begründet.

    Erste Deindustrialisierung am Ende des Zweiten Weltkrieges, als alle kriegswichtigen Produktionsstätten in den süddeutschen Raum verlegt wurden, Reparationen im Ostteil der Stadt, Teilung der Stadt und weiterer Abbau von industrieellen Produktionsstätten im Westteil und nach dem Fall der Mauer die komplette Zerstörung des Industriestandortes im Ostteil der Stadt.
    So einen radikalen Umbau der Einkommensstrukturen hatte kein anderes Land und keine andere Stadt jemals zu verkraften. Profitiert haben davon andere Länder, weshalb der Ausgleich absolut gerechtfertigt ist.

  • 19.07.2010 12:20 Uhr

    von Nigredo:

    Interessant, wieviele Pro-Parteimitglieder eigentlich gar keine Anhänger der Partei sind...

  • 19.07.2010 11:35 Uhr

    von Urgestein:

    @BerlinMarcus

    Wenn Du meinst, Toleranz wäre eine funktionierende Strategie gegenüber den Intoleranten, dann verwechselst Du sie wohl mit Gleichgültigkeit.

  • 19.07.2010 10:38 Uhr

    von Das Selbst:

    Ich bin zwar kein Anhänger dieser Pro... finde es jedoch bedenklich das Bürger bereit sind geltendes Rechte zu verletzen, während sie selbst doch immer auf ihre Rechte pochen.

  • 19.07.2010 08:55 Uhr

    von BerlinMarcus:

    Ich weiß nicht wer mir MEHR Angst macht.... die von pro Deutschland oder die Dagegen sind...intolerant sind scheinnbar BEIDE...!!!

  • 19.07.2010 07:23 Uhr

    von Manuel:

    „Sie fangen schon wieder an“ sangen die Gebrüder Engel, „Früher warns die Juden, heut sans die Türken“ singt Hans Söllner. Wie recht diese Beiden doch haben.
    Hier schießen sich bürgerlich getarnte Rassisten auf eine Minderheit ein. Zur Zeit des Nationalsozialismus waren die Opfer Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und andere Minderheiten, heute sollen es also Moslems und am Besten noch andere südländisch, nicht europäische Ausländer sein. Nur weil man keinen (offenen) Antisemitismus pflegt, ist man noch lange nicht kein Nationalsozialist. Naja vielleicht sollte man das Sozialist durch Kapitalist ersetzen und sie somit Nationalkapitalisten nennen. Denn der einzige Unterschied zwischen den Pro Bewegungen und den Republikanern im Vergleich zu DVU und NPD sind ihre differenten wirtschaftlichen Ansichten Bessern tut es ihre zerstörerische Ideologie allemal nicht. Hoffen kann man nur, dass diese Menschen nicht allzu viel Zulauf genießen werden.

  • 18.07.2010 23:30 Uhr

    von Leidkultur:

    diese Stadt lebt von ihrer Vielfalt.

    -----------------

    Falsch. Sie lebt vom Länderfinanzausgleich.

  • 18.07.2010 19:32 Uhr

    von wanderlust:

    PS
    Für bedenklich halte ich darüber hinaus, jenseits der grammatischen Fehlerhaftigkeit des Textes, seinen Duktus eines Sportreporters im Radio.
    "Ein Rechter geht, wird abgeschirmt von der Polizei, erreicht das Podium und sagt das Ieh-Bäh-Wort. Ein Linker fackelt nur kurz und ein Auto ab. Wutschnaubend."

  • 18.07.2010 18:37 Uhr

    von oliver:

    Was soll das bedeuten?
    "Eine ausstehende Forderung von 25.000 Euro des schwedischen Millionärs an einem Dritten, soll er überschrieben haben. Applaus kam in dem schmucklosen Saal auf. Aus Protest waren alle Fahnen von den Holzwänden entfernt wurden."

    Welche Fahnen wurden entfernt, und aus Protest gegen was?

  • 18.07.2010 18:26 Uhr

    von agtrier:

    Alle Jahre wieder...

    eine neue rechtsextreme "Partei", die sich im Glanz ihres "Neu-Seins" sonnt, und denn wieder ganz schnell in dem Gulli verschwindet, aus dem sie gekrochen ist.

    Man erinnere sich: vor ein paar Jahren haben genau diese noch versucht, die Politik in Köln aufzurollen, inzwischen haben die Kölner kapiert, was hinter diesem "Verein" steckt, und es kräht heute kein Hahn mehr nach ihnen.

    Das wird in Berlin nicht anders laufen. Wichtig ist nur, dass die Aufklärungsarbeit über diese sauberen Brandstifter nicht nachlässt - denn nur solange sie sich in einen Schafspelz wickeln können, sind die Rechten wirklich gefährlich.

  • 18.07.2010 17:28 Uhr

    von Steffen:

    Ich halte diese Menschen von Pro Deutschland nicht für rassistisch, Nazis, nicht mal für rechts. Ich halte sie im Grunde für völlig unpolitisch. Ihre Arbeit bassiert auf Misstrauen, Enttäuschungen, Ängste, Sorgen und Depressionen. Diese Leute haben keine politischen Forderungen, dafür aber hohe Anzeichen für psychische Krankheiten. Diese Menschen brauchen keinen Protest, sondern dringend therapeutische Hilfe.

  • 18.07.2010 16:51 Uhr

    von Fährmann:

    Schade das die Taz nicht etwas mehr die Art des Polizeieinsatzes beleuchtet. Die Polizei ging ziemlich gewalttätig vor und zeigte ein ziemlich aggressives Verhalten. Teilweise mußte man sich ziemlich bedrohliche Kommentare anhören. Einmal konnte ich sehen wie ein Polizist einen Demonstranten brutal in den Rücken trat.

  • 18.07.2010 16:40 Uhr

    von Patachon:

    Die Politik ist bei denen wohl eher unwichtig. Ich erinnere nur an Schill in HH. Er nannte sich auch erst PRO (Hamburg?) und dann erst Schill-Partei.
    Programmatisch lag ihm die Ausländerkriminalität sehr am Herzen.

    Zum Schluss kam heraus das er beste Verbindungen ins Rotlichtmilieu hätte. Kumpel Nr1 war der Osmani-Albaner von der Reeperbahn. Als Schill Innensenator wurde, sollte die Polizei auf Harley umsteigen (schön lahm und teuer) und Osmani kriegte jede Menge Baugenehmigungen.

    Kurz gesagt:
    Diese Typen sind wohl weniger ein Fall für den Verfassungsschutz als vielmehr für KriPo.

  • 18.07.2010 16:26 Uhr

    von Peter Müller:

    Erst wenn der letzte "Andersgläubige" gesteinigt, die letzte 10 Jährige verheiratet und die letzte Schweinemetzgerei geschlossen wurde, dann werden einige erkennen, was es wirklich bedeutet, in einem islamischen Land zu leben.

  • 18.07.2010 16:21 Uhr

    von deviant:

    Wozu braucht es diese "Pro"-Parteien eigentlich, wo die sich doch kaum von der Union unterscheiden?
    Oder steckt gar die Union dahinter, die dieses Deckmäntelchen benutzt, um endlich mal richtig vom Leder zu ziehen? Unwahrscheinlich, Koch wurde auch mit "Pro"-paganda gewählt...
    Jedenfalls fällt auf, dass die rechtspopulistischen Hetzer von CDU/CSU/FDP sich nicht offen distanzieren...

  • 18.07.2010 16:11 Uhr

    von vic:

    "Rotes Gesocks", ergänzte ein Mann, "die nennen uns Nazis".
    Ja, tun wir.
    Noch was; offenbar haben die Rechtspopulisten die Wirkungsweise eines Tsunami nicht kapiert.
    Das Objekt zieht sich tatsächlich vollkommen zurück, bevor es mit Macht zurückkehrt und über alles hereinbricht um es auf seinem zweiten Rückzug mit unvorstellbarer Kraft mitzureißen.
    So, das ist ein Tsunami.
    Diese Killerwelle mit dem Thema Migrantenfamilien in Verbindung zu bringen, zeugt von eurer Menschenverachtung, ihr Nazis.

  • 18.07.2010 16:00 Uhr

    von Peter W.:

    So eine kritische Berichterstattung würde ich mir auch über die LINKE wünschen...schön wärs.

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