• 25.05.2010

Private Sicherheitsfirmen im Auslandseinsatz

Deutsche Söldner, private Dienste

Militärische Dienstleistungen werden zunehmend privatisiert. Die deutsche Firma Asgaard will Söldner nach Somalia schicken und stößt damit auf Kritik.von Ulrike Winkelmann

  • 23.11.2010 13:17 Uhr

    von soso:

    Interessantes Thema!

    Eins darf man nicht vergessen. Selbst wenn es keine im Ausland aktiven deutschen Sicherheitsfirmen gäbe, würden einige ehm. Bundeswehrangehörige in anderen Sicherheitsdiensten der Welt aktiv werden.

    Wichtig ist nur, dass die staatlichen Organisationen wie Bundesnachrichtendienst, MAD, Bundespolizei etc. ein wachsames Auge auf die militärisch ausgerichteten Firmen wirft.

    Diese Firmen verfügen trotz allem über ein gefährliches Potenzial, welches der Demokratie in der BRD gefährlich werden könnte. Insbesondere wenn Firmen wie Asgaard vermeintlich rechtsextreme Anleihen besitzen könnte.

    @gaijinette: Man sollte seine Kommentare so schreiben, das man sie auch verstehen kann.

  • 28.05.2010 18:03 Uhr

    von gaijinette:

    'Durchfüttern', @ Sebastian? Ich wünsche Dir dennoch nicht, daß Du mal arbeitslos wirst.

    @ dylan... ich wundere mich einfach nicht mehr. Ich kann mich bloß nicht entscheiden, haben wir jetzt das IV. oder doch noch das III. Reich; in jedem Fall ist es subtilst verpackt. Also, kontraste hatte schon 2009 (in zwei Beiträgen: 1,
    2) aufgedeckt, daß die Bundeswehr mit Nazitradition arbeitet und eigentlich auch wirbt... kommt doch immer gut, das Verbotene...

    Das geheime (Bundeswehr-) Killer-Spezial-Kommando KSK wurde gar nicht erwähnt, aber die sind journalistischer Berichterstattung, also der Kontrolle der Öffentlichkeit, sowieso entzogen... waren die nicht in Afghanistan, bevore die Bundeswehr offiziell dort war, damals, Missionare befreien? Und schon gibt's eine Überleitung zur Papstbefrei... ähm... Papstbewachung: Brzoska soll was sein? Ein Friedensforscher?? Und dann auch noch nur einer von mehreren (wg. 'mancher') dieser ""wissenschaftlichen"" Ansicht... also ich erinnere mich noch daran, daß Frieden einmal Frieden bedeutet hat, aber vielleicht lebe ich ja schon zu lang, das ist jedenfalls die Meinung meiner BND-Freunde...

    @ 'Ichschmeissmichweg' -- so habe ich das noch nicht gelesen, aber genau, Wehrsportgruppen! Der VS hat übrigens schon ein Auge draufgeworfen, also eigentlich reingeworfen, gleich mehrere, also soviele, die gucken jetzt zurück, also... wollt' sagen, das braune Gesocks (könnte saarländisch sein, klingt aber allgemeinverständlich...) besteht doch zu 99,9 Prozent plus Dunkelziffer aus VS-Leuten, vom militärnäheren BND gar nicht zu reden...

    Zum Thema Mörder GmbH & Co. KG, wie bereits von den USA praktiziert, zwei Beispiele:

    Obama hatte vor kurzer Zeit einen gezielten Mord im Ausland befürwortet: U.S. Approves Targeted Killing of American Cleric, oder auch US approves killing US-born cleric Anwar al-Awlaki. Die New York Times weist dabei übrigens darauf hin, daß normalerweise Militär und CIA alleine jemanden auf eine solche Todesliste setzen.

    Das also sind Aufgaben einer solchen Mörderfirma: Targeted Killing im Ausland. Und das sollte vor einigen Jahren auch in der BRD stattfinden. Ich bin ja nun selber eitel, aber wie man Eitelkeit anderer zu Enthüllungen benutzen kann, beweist, und Nomen ist hier aber auch sowas von Omen, Vanity Fair im Bericht über den Blackwater/Xe-Gründer: Tycoon, Contractor, Soldier, Spy. Ohne Wissen und Tolerierung durch 'Dienste' wie vornehmlich den BND konnte das hier natürlich nicht stattfinden. Das hat auch Ströbele schon gesagt..

    --gaijinette

    P.S.: Kaltegärtner? Ist der Name echt? Klingt wie ein anderes Wort für Totengräber...

  • 28.05.2010 13:04 Uhr

    von Uli:

    Zukünftig deutsche Söldner in Somalia? Noch dazu im Auftrag eines somalischen „Klan - Chefs“ der gegen die international anerkannte Übergangsregierung Krieg führt. Solche Zustände schreien zum Himmel. Da muss die Bundesregierung schnell ihre Versäumnisse nachholen, denn bereits im November 2008 haben fraktionsübergreifend Abgeordnete (auch der heutige Verteidigungsminister) die Bundesregierung in der Söldnerfrage in einem Antrag zum Handeln aufgefordert. Umgesetzt ist bislang noch nichts. Das ist eine Schande! Denn schon seit Jahren sind deutsche im Söldnereinsatz in Kriegsgebieten unterwegs. Völlig vorbei an parlamentarischer Kontrolle. Wenn diesem Treiben nicht wenigstens von deutschem Boden aus ein Riegel vorgeschoben wird, dann gilt weltweit in unsicheren Gebieten wohl weiterhin: „ Wer ausreichend Geld einsetzt, kann Töten lassen.“ Und das ohne effektive Strafverfolgung. Der Minister zu Guttenberg muss jetzt selbst aktiv werden, um den von ihm selbst unterstützten Antrag an die Bundesregierung zum Thema privater militärischer Sicherheitsunternehmen, umzusetzen. Anderenfalls macht er sich unglaubwürdig. Es ermutigt, dass die Empörung über Politiker aus Regierungsparteien und Opposition bis hin zum Bundeswehrverband reicht. Die für Zivilpersonen tödlichen negativen Erfahrungen mit der inzwischen umbenannten amerikanischen Sicherheitsfirma „Blackwater“ im Irak Einsatz sind skandalös und Grund genug für strenge politische Reglementierung.

  • 26.05.2010 14:34 Uhr

    von Eric:

    Ich nehme mir mal die Freiheit, die Genauigkeit zu bemängeln:
    Es gibt keine deutschen Söldner - Söldnerfirmen ja, Söldner selber nicht.
    Quellen: §109h StGB und §28 StAG

  • 26.05.2010 14:07 Uhr

    von EstenSi:

    Ihren Kommentar hier eingeben
    Ich kann nicht erkennen,worin langfristig der Gewinn fuer den demokratischen Rechtsstaat bestehen soll, das Gewaltmonopol auszulagern.Freilich,wenn derjenige zahlen soll, dessen Interessen bedient werden, duerfte einer weitgehenden Privatisierung kaum zu widersprechen sein. Allein die tatsaechlichen Verhaeltnisse duerften in den meisten hier angesprochenen Faellen eine andere Sprache sprechen.

  • 26.05.2010 13:44 Uhr

    von Patricia:

    Frage an den Redakteur:

    "Bundestagsabgeordnete fast aller Fraktionen forderten am Dienstag, dass Asgaard sofort Einhalt geboten werde – egal wie. Das Parlament treffen die Nachrichten nicht ganz unvorbereitet."

    Was heißt das? Wer fordert da was? Und welche Fraktionen fordern nichts?



  • 26.05.2010 12:06 Uhr

    von Mathias:

    noch Fragen ?

    http://www.youtube.com/watch?v=WwjtsOwust0

  • 26.05.2010 08:53 Uhr

    von Ichschmeissmichweg:

    Wenn ich mir den Namen und das Logo der Firma anschaue, habe ich den leisen Verdacht, daß die guten alten Wehrsportgruppen ausgedient haben. Jetzt geht es ins Ausland. Da wird nicht nur Geld verdient. Da darf auch endlich echter Krieg geführt werden. Vielleicht sollte der Verfassungsschutz mal ein Auge auf diese Firma werfen...

  • 26.05.2010 07:25 Uhr

    von vic:

    "Service made in Germany"
    http://www.asgaard-gsg.de/index1.html

    "Der Papst, Vermögende in aller Welt, Diplomaten bräuchten Personenschutz",
    meint Herr Brzoska, der Friedensforscher.
    Na wenn das kein Argument ist.

  • 26.05.2010 01:36 Uhr

    von Flo:

    Eine deutsche Sicherheitsfirma die militärische Berater nach Somalia schickt mag zwar auf den ersten Blick übertrieben aussehen, man sollte jedoch nicht vergessen das deutsche Söldner/Berater schon seit Jahren im Irak und in Afghanistan im Einsatz sind und niemand aus der Politik/Medien stört sich groß daran!

    Wenn sich (westliche) Staaten nicht in der Lage / Verantwortung sehen den Bürgerkrieg zu beenden, (AU + Regierungsmilizen sind darin gescheitert) dann sollte man nicht heuchlerisch auf die privaten Firmen zeigen, wenn die eigenen Regierung gerade mal die Schiffe vor Somalia schützt!

    Ein privater Einsatz kann einen Konflikt wesentlich schneller beenden als wenn der Krieg noch Jahre weiterläuft und der Westen tatenlos zuschaut. Siehe Sandline Int. in Liberia/Sierra Leone.

    Das die zunehmende Privatisierung der (westlichen) Militäraufgaben diskussions- und kritikwürdig ist, steht außer Frage, aber man sollte das Thema etwas differenzierter betrachten.

  • 25.05.2010 22:59 Uhr

    von dylan:

    Das Wappen von Asgaard German Security Group enthält in Runenschrift (!) die Begriffe Treue, Ehre und Disziplin...
    Normalerweise erwarte ich sowas auf Thor Steinar-Bekleidung. Weiß jemand etwas über die Drahtzieher von Asgaard und deren politischen Background?

  • 25.05.2010 22:24 Uhr

    von global observer:

    1961 gab es in Muenchen eine Vermittlung fuer "Landsknechte" fuer "Auslandseinsaetze" - wie Moises Tschombes "Katanga Gendarmes", fuer die Fremdenlegion Israels, "Aufsicht" ueber Arbeiter in Aegypten. Das war bekannt unter den Deutschen welche aus der franzoesischen Fremdenlegion ausgemustert wurden. Die Schweizer Garde des Vatikans hat ein Anweberbuero in der Schweiz - aber nur fuer katholische Schweizer. Frankreich und Spanien haben Fremdenlegionen, und die Briten "mieten" ganze Regimenter von Nepal "Ghurkas" (welche die BBC nie beim Einsatz in Afghanistan zeigt...)

  • 25.05.2010 21:42 Uhr

    von ich:

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4499868

  • 25.05.2010 21:39 Uhr

    von wow:

    dreifache vom soldatengehalt? wow.. also der gefahrenbonus der soldaten der da ist 800 € steuerfrei am tag x 3.. + monatsgehalt? junge junge und ich dachte fussballprofis verdienen gut.

  • 25.05.2010 21:10 Uhr

    von askalaphos:

    Cia, einiges falsch gemacht die Firma, ständen sie auf der politisch korrekten Seite wären es statt Söldnern laut Taz-Schreibe "Aktivisten"

  • 25.05.2010 19:16 Uhr

    von Sebastian:

    Wo ist das Problem? Ist doch alles auf freiwilliger Basis, da wird doch niemand zu gezwungen. Mir ist das so wesentlich lieber als wenn man noch mehr Arbeitslose hätten die der gemeine deutsche Michel durchfüttern muss.

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