Pekka Haavisto schafft es in die Stichwahl um das höchste Staatsamt. Favorit Sauli Niinistö gewinnt die meisten Stimmen. Die
"Wahre Finnen" sind abgeschlagen. von Reinhard Wolff
Meine Stimme geht für Pekka Haavisto. Nicht weil er den Grünen bei gehört, nicht weil er schwul ist sondern weil ich wünsche, dass unser Finnland gemäss seiner Werte und Gedanken geleitet wird. Und da ist mir alles weitere zweitrangig.
30.01.2012 11:27 Uhr
von Michaela:
Hallo und viele Grüße aus Finnland!
Es ist unglaublich schade, dass den ausländischen Medien das Größte an dieser zweiten Wahlrunde nun ein wenig verborgen bleibt. Schuld daran sind die finnischen Medien, die wohl im Namen der Gleichberechtigung (und genau mit diesem Versuch erscheinen sie nun richtig parteiisch) nicht wirklich viel darüber berichten:
Die Kampagne des Haavisto wird weiterhin natürlich von ihm und seinem Team geführt. Überschattet wird dieses allerdings von den privaten Kampagnen für den Kandidaten, die überall in Finnland ins Leben gerufen werden. Alleine durch private Spenden ist die Kampagnekasse nun fast gleich mit der von Niinistö. Jung und alt geht auf die Straßen und veranstaltet Pekka- flash mobs mit Haavistomasken, an vielen Fenstern leuchtet eine grosse 2 (Haavisto's Kandidatennummer) aus Weihnachtslichtern gebastelt, Privatleute schliessen sich zusammen und produzieren Werbefilme für Haavisto, schreiben Lieder und machen Musikvideos. Sogar bei der gestrigen Jussi Gala (finnischer Filmpreis) riefen 3 Prominente unabhängig von einander auf der Bühne in der Live-Übertragung dazu auf für Haavisto zu stimmen.
Es ist wirklich fast vergleichbar mit der Obama Wahl in den Staaten. Und dabei wächst das Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenhalts ganz ungemein.
Man will den letzten Polls nicht glauben, die sagten, dass nur 36% für Haavisto stimmen wird. Und es wird meiner Meinung nach auch nicht so ausgehen. Knapp wird es werden - in welche Richtung auch immer.
Viele Grüße von einer nicht-unparteiischen Deutschen in Helsinki
Leserkommentare
02.02.2012 20:59 Uhr
von Hedvig:
Meine Stimme geht für Pekka Haavisto. Nicht weil er den Grünen bei gehört, nicht weil er schwul ist sondern weil ich wünsche, dass unser Finnland gemäss seiner Werte und Gedanken geleitet wird. Und da ist mir alles weitere zweitrangig.
30.01.2012 11:27 Uhr
von Michaela:
Hallo und viele Grüße aus Finnland!
Es ist unglaublich schade, dass den ausländischen Medien das Größte an dieser zweiten Wahlrunde nun ein wenig verborgen bleibt. Schuld daran sind die finnischen Medien, die wohl im Namen der Gleichberechtigung (und genau mit diesem Versuch erscheinen sie nun richtig parteiisch) nicht wirklich viel darüber berichten:
Die Kampagne des Haavisto wird weiterhin natürlich von ihm und seinem Team geführt. Überschattet wird dieses allerdings von den privaten Kampagnen für den Kandidaten, die überall in Finnland ins Leben gerufen werden. Alleine durch private Spenden ist die Kampagnekasse nun fast gleich mit der von Niinistö. Jung und alt geht auf die Straßen und veranstaltet Pekka- flash mobs mit Haavistomasken, an vielen Fenstern leuchtet eine grosse 2 (Haavisto's Kandidatennummer) aus Weihnachtslichtern gebastelt, Privatleute schliessen sich zusammen und produzieren Werbefilme für Haavisto, schreiben Lieder und machen Musikvideos. Sogar bei der gestrigen Jussi Gala (finnischer Filmpreis) riefen 3 Prominente unabhängig von einander auf der Bühne in der Live-Übertragung dazu auf für Haavisto zu stimmen.
Es ist wirklich fast vergleichbar mit der Obama Wahl in den Staaten. Und dabei wächst das Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenhalts ganz ungemein.
Man will den letzten Polls nicht glauben, die sagten, dass nur 36% für Haavisto stimmen wird. Und es wird meiner Meinung nach auch nicht so ausgehen. Knapp wird es werden - in welche Richtung auch immer.
Viele Grüße
von einer nicht-unparteiischen Deutschen in Helsinki