Der Präsident ist weg. Im Inselstaat Malediven trat Mohammed Nasheed nach einer Meuterei der Polizei zurück. Sein Nachfolger soll der bisherige Stellvertreter Waheed Hassan werden.

Erfolgreicher Hitlervergleich: Der Präsident der Malediven ist zurückgetreten Bild: dapd
MALE afp | Der Präsident der Malediven, Mohammed Nasheed, ist nach Angaben der der Streitkräfte des Landes zurückgetreten. Nach Protesten und einer Meuterei der Polizei, die das Staatsfernsehen unter ihre Kontrolle gebracht hatten, habe der Präsident in einer Fernsehansprache erklärt, dass es "in der derzeitigen Situation besser sei, zurückzutreten".
Nach Angaben der Streitkräfte wird das Amt der bisherige Stellvertreter Mohammed Waheed Hassan übernehmen.
Präsident Nasheed wurde 2008 zum Präsident gewählt. Nach der umstrittenen Festnahme eines Richters war es in den vergangenen Wochen in dem südasiatischen Inselstaat immer wieder zu Protesten gekommen.
In der Hauptstadt Male hatte zuletzt Soldaten mit Gummigeschossen auf Polizeibeamte geschossen. Diese hatten gegen eine umstrittene Anordnung der Regierung demonstriert: Die Polizei war angewiesen worden, nicht länger für die Sicherheit von Demonstranten zu sorgen.
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