• 28.01.2010

Portrait Reinhard Erös

Der Taliban-Flüsterer

Reinhard Erös ist Arzt, Soldat und bayerischer Gemütsmensch und kennt überdies noch Afghanistan wie seine Westentasche. Und er hat schon vor vielen, vielen Jahren mit den Taliban verhandelt.von Ulrike Winkelmann

  • 17.03.2011 20:58 Uhr

    von Bahirdar:

    Herr Erös sollte heute seinen Afghanistan-Vortrag im mittelfränkischen Schwabach halten. Nach gut 30-minütiger Verspätung und schlechter Laune, weil nicht viele Zuhörer im Saal saßen, übte er erstmal zur Einleitung Kritik an einen Grünen Jungspund ("Ungepflegte lange Haare, rhetorisch eine Null ...") und an den evang. Landesbischof Friedrich (Anm.: Die Grünen und das evang. Bildungswerk hatten eingeladen), die am gestrigen Abend über das Erdbeben in Japan in der TV-Diskussion "Münchner Runde" eingeladen waren. Ein Zuhörer fragte vorsichtig nach: "OK, das ist ein anderes Thema. Bitte fangen Sie mit Afghanistan an." ... Dann sah Erös rot, nahm den 500-Euro-Check der Evang.Landjugend mit und haute mit Frau und Bücherkorb ab. Schade, hätte gedacht, dass er souveräner wäre, nachdem was er alles bereits geleistet und erlebt hat, müsste er eigentlich gelassener sein und nicht wie das HB-Männchen gleich in die Luft gehen. Austeilen kann er, einstecken aber nicht.

  • 27.02.2011 09:17 Uhr

    von Willi K:

    Luegenbaron Muenchhausen wird blass, wenn Eroes dreist chwadroniert... Aus leidvoller Erfahrung kann ich zur Vita anfuegen Bei der Deutschen Afghanistan Stiftung in Pakistan wurde er Ende der 80er wegen korrupter Geschaefte des Landes verwiesen.
    Als Arzt war er waehrend der Sowjetkriegs in Afghanistan nie taetig. Praktisch aerztlich taetig war er nie. Wie viele Kalte Krieger liess er es sich in sicheren Peshawar gut gehen, kolportierte stattdessen Maerchen von der Front.
    So auch waehrend unseres Einsatzes in Ost-Timor. Verdienstkreuze sagen bekanntermassen nichts ueber menschliche Qualitaeten aus.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Er%C3%B6s

  • 25.01.2011 20:18 Uhr

    von weissefeder:

    Diesem Schwätzer sollte man schleunigst die Bilder der Mädchen zeigen, deren Gesichter durch Säureangriffe
    seiner Freunde, den Taliban -"Kämpfern", zerstört wurden.
    Von wegen - Taliban fragen nach Mädchenschulen!

  • 16.11.2010 22:52 Uhr

    von Siggi:

    Vielen Dank für einen Artikel, der weitaus mehr hergibt und sich traut als die meisten Artikel die man heutzutage lesen kann/darf.

    Ich komme gerade von einem dieser Vorträge von Herrn Erös. Seine Leistungen wird ihm keiner absprechen auch ich finde sie bemerkenswert.
    Seine durchaus vulgäre Umgangsform und auch seine Grundeinstellung zur Bundeswehr empfand ich als äußerst abschreckend.
    Es braucht keinen Herrn Erös der an unsere Schulen kommt und uns glauben machen will, dass es nur eine, nämlich seine Art gibt mit den Dingen in Afghanistan umzugehen. Wenn er seine Vorträge selber kritisch hinterfragen würde, tut er das im eigenen Land was unsere Bundeswehr dort tut. Nur tut er es mit Worten, Worte die keine andere Meinung zulassen. Auch bei uns ließ er keinen zu Wort kommen.
    Die Ausdrücke: Scheißegal, alles scheiße, blödsinn, vielen mehrfach.
    Ein Anwesender der Bundeswehr, welcher 2008 in Afghanistan diente erhob sich und wollte sich zu den Anschuldigungen: "die deutschen Bundeswehrler haben in Afghanistan noch nie eine Kaserne von aussen gesehen wieso auch, sie haben da ja alles. Kommen dann aber heim und brauchen auf Grund eines posttraumatischem Stressyndroms einen Psychologen. (lacht)" von Erös äußern. Er ließ den jungen Mann nicht zu Wort kommen, erst redete er ihm zu schnell, dann zu leise und dann sowieso nur scheiß.
    Schade das man so versuchen muss die Leute auf die eigenen Taten aufmerksam zu machen.
    Mich hätte ja noch interessiert ob er Bezüge der deutschen Bundeswehr empfängt, welche er ja wie er selbst sagt verachtet. Wenn ja würde das gegen all seine Überzeugungen sprechen. Denn "der Afghane ist nicht materealistisch und ich bin es auch nicht" so Erös. Das habe er gelernt.

    Leider hat er mir diese Frage nicht beantwortet.

  • 29.03.2010 18:33 Uhr

    von K.Abraham:

    Rubeninjo kann man nur beipflichten.
    Diesen Kommentar von U.Winkelmann als "Portrait" von Herrn Reinhard Erös auszugeben ist wohl etwas daneben.
    Oder wollte sie nur aufzeigen, wie man gebaut sein muß, um etwas durchzuziehen, wo andere, die über die volle Infrastruktur verfügen immer nur versagen?

    Und dann wäre da noch der Leserkommentar von Manfred D.-F. Dieser hat offensichtlich sein als Niederlage empfundenes Erlebnis aus den 70er Jahren nicht aufgearbeitet. Nun, wenn die sog. Linken - wo er sich offensichtlich immer noch wohl fühlt - nur einen Bruchteil ihrer Energie in derartige Projekte investieren würde, dann könnte man vielleicht das pöpelhafte Randalieren, die ausgelebten Aggressionen gegen Alles und Jeden in anderen Lichte sehen.
    Und dann noch seine Einlassung mit der Radikalenerlass-Story i.V. mit dem damaligen Engagement eines Reinhard Erös.
    Offensichtlich hat M. D.-F. immer noch nicht begriffen, um was es eigentlich ging und geht.

  • 08.02.2010 12:02 Uhr

    von Manfred D.-F.:

    Ein Paar zusätzliche Fakten zu Herrn Erös:

    1975 als RCDS-Mitglied Hauptorganisator für eine Veranstaltung zur Befürwortung des sog. Radikalenerlasses (Berufsverbote)in Freiburg. Diese Veranstaltung wurde damals von ca 500 Linken verhindert. Anzeigenerstattung gegen einzelne Linke durch den RCDS. 1977 "RCDS-Prozess" in Freiburg. Hauptzeuge der Anklage: Herr Erös. Selbstdarstellung im Prozess als harmloses Opfer linker Gewalttätigkeiten. (Er, der ja nach seiner jetzigen Selbstdarstellung stolz berichtet, Linken Zähne ausgeschlagen zu haben.)Verurteilung sämlicher 11 Angeklagter. (Einer davon war ich selbst.) Ich enhalte mich besser jeden weiteren Kommentars.

  • 05.02.2010 19:37 Uhr

    von Rubeninjo:

    Toll, soviel Buchstaben für eine differenzierte Charakterisierung von jemandem, der seinen Teil dazu beiträgt, der eigentlich auch mal eine positive nachricht aus afghanistan wert wäre.
    der Artikel verfehlte sein Ziel wohl etwas, liebe Ulrike. Oder war es gewollt, den Herrn Erös einfach nur runterzuputzen?
    Ich denke, man sollte lieber beurteilen was getan wird. Und da sind Herrn Erös und seinem Verein keine Vorwürfe zu machen. Oder machen Sie es besser, Frau Winkelmann?

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