Polizeiliche Willkür beim "Christival"
Knüppel gegen Knutschende
Zwei junge Queer-AktivistInnen klagen gegen die Bremer Polizei, weil diese sie während des evangelikalen Christivals in Gewahrsam genommen und durchsucht hatte. Warum es dazu kam, ist unklar.von Eiken Bruhn
Leserkommentare
29.01.2010 19:17 Uhr
von vic:
"In diesem Fall hätte die Polizei gegen das grundgesetzlich geschützte Versammlungsrecht verstoßen."
Also nur ein Tag wie jeder andere.
29.01.2010 13:28 Uhr
von Schulz:
Das ist wohl ein Faschingsscherz.
Egal ob bunt oder dunkel, schwarz oder weiss gekleidet,
gruen in Beamtenfarben oder im Mix,
das kann kein Grund fuer Gewaltverhalten von Polizisten sein.
Beamte nehmen manchmal auch dauernd Medikamente
oder Stimmungsmedikamente----Staerkungsmittel
Beruhigungsmittel... (die wirken dann gegenteilig)
Ausserdem ist Heilung ein vielstrapazierter Begriff
von Umerziehung (Umerziehungslager?)
ueber Therapieversuche
bis hin zu Glaubenswechsel (etwas wird als gut
oder als schlecht anerkannt, nur weil andere
es so wollen?)
Damit wird unterstellt, wenn ein Mensch bzw.
eine Gruppe von Menschen andere Gedanken
"annimmt", wird eine koerperliche Reaktion
ueber die Hirnregion ausgeloest,
welche zur Heilung von Gewohnheiten,
Symptomen von Krankheitsbildern, Koerpermerkmalen
und anderem fuehrt.
Also meisst ist es ein Versuch
der Suggestion
Hypnoseaerzte gibts ja schliesslich auch.
29.01.2010 11:04 Uhr
von Burger:
So wichtig es ist, auf Homophobie und willkürliche Polizeigewalt aufmerksam zu machen, sollte doch so weit recherchiert worden sein, dass das Christival nicht als evangelikale Veranstaltung bezeichnet wird.
29.01.2010 10:56 Uhr
von vantast:
Die Hemmschwelle frustrierter Polizisten sinkt, wenn sie vor Vorgesetzten und Gericht immer Recht bekommen.Diese Kameraderie zwischen Polizeiführung / Justiz und den Polizisten vor Ort ist schlecht und erlaubt die Übergriffe leichter.
Letztlich führt diese Haltung dazu, daß man Polizisten nur noch als Knüppel des Staates sieht und entsprechend negativ auf sie reagiert. Ich selber habe Angst davor, wie ich reagieren werde, wenn mich ein Polizist anfaßen würde.
29.01.2010 10:54 Uhr
von Juli:
Das klingt für mich nach einer ziemlichen Farce. Selbst wenn die beiden einen Platzverweis gehabt hätten - wieso wäre das in einer derart unübersichtlichen Situation den Polizist*Innen überhaupt bewusst gewesen? Das scheint mir doch ziemlich konstruiert von Seiten der Polizei - aber leider ist das in Punkto Polizeigewalt kein Einzelfall.
Darüber hinaus sind alle die Schikanen nach der Verhaftung ein Skandal für sich - das geht ja wohl mal gar nicht ....
29.01.2010 10:15 Uhr
von Fragender:
Wird hier eigentlich überhaupt dran gedacht das die "Evangelikalen" ein Recht haben ihre Veranstalltung in Ruhe abzuhalten?
Inwieweit die Maßnahmen der Polizei übertrieben waren ist ein anderes Thema. Aber Personen die eine ordnungsgemäße und friedliche Veranstaltung stören wollen, gehören meiner Meinung nach dran gehindert. Da ist ein Platzverweis wohl mehr als angemessen und wenn dieser nicht befolgt wird kann schon mal "abgedrängt" werden.
Wie würden s.g. Queeraktivisten reagieren wenn ein Gruppe Christen kommt und auf ihrer Veranstaltung betet?
29.01.2010 09:53 Uhr
von TAZ:
Naja, ist eigentlich schon schade, dass immer wieder die friedliche Minderheit "Evangelikale" gemobbt wird. Die Gründe sind ja angeblich löblich. Soll doch jeder für sich entscheiden, was er als natürlich oder unnatürlich empfindet!
29.01.2010 09:49 Uhr
von Andreas H.:
In meinem Kopf formen sich Bilder von Demonstationen und Gegendemonstrationen von Rechts- und Linksextremen. Ich finde es sehr erschreckend, dass religiöse Fanatiker - andern kann man Evangelikale nicht bezeichnen - mit solchen Mitteln von "friedlichen" Aktivisten geschützt werden müssen. Hatten die "Spinner" Angst, dass die Aktivisten ihre Werte in den Dreck ziehen? Halten die Homosexualität für eine hochansteckende, tödliche Krankheit?
29.01.2010 09:28 Uhr
von Fritz:
Die Bremer Polizei ist ja nun nicht unbedingt unbekannt für Willkür. Ist aber schön, dass mal jemand dagegen klagt, auch wenn wie bei fast allen Ermittlungen gegen die Polizei nichts dabei heraus kommen wird.