• 12.10.2009

Polizei prüft Ermittlungsverfahren

Antifaschisten bedroht

Neonazis rufen bei der Demonstration dazu auf, Rache an Linken zu nehmen. Polizeipräsident will Vorfall nachprüfen.

  • 13.10.2009 12:40 Uhr

    von alcibiades:

    Der Herr Glietsch sollte mal etwas Ordnung in seinem Laden halten. Bei der Demo gegen Vorratsdatenspeicherung gibt es ein Mordsheckmeck und gebrochene Nasen wegen eines bescheuerten alten Punksongs aus einem Lautsprecher des Antifawagens, und bei diesem Naziaufmarsch kriegt der Polizeipräsident keine Rückmeldung, wenn in offiziellen Redebeiträgen zu Straftaten gegen konkrete Personen aufgerufen wird. Abgesehen davon, dass ein sofortiges Einschreiten der umstehenden Beamten, ein Abbruch der Demo und anschliessende Räumung nur dem entsprochen hätte, was die Polizei bei Demonstrationen aus anderen politischen Ecken sofort tun würde. Wieviele Rechte gibt es denn so bei der Berliner Polizei? Wenn Herr Glietsch seinen Job ernst nimmt, wäre es langsam mal an der Zeit, daß er das herausfindet und sich was überlegt.

  • 13.10.2009 12:32 Uhr

    von robson:

    das schlimme ist, dass die polizei diese "demo" genehmigte, obwohl im vorfeld schon bekannt war, dass die täter nicht aus der linke szene waren. eine freudige gelegenheit der nazis, ihren idiotisch-verräterischen frust auf dieser demo kund zu tun. die polizei macht sich einmal mehr zum steigbügelhalter (unfreiwillig?) der rechten szene...
    das einzige was hilft, ist das totale verbot von npd und ihnen angegliederter organisationen.

  • 13.10.2009 10:33 Uhr

    von herbert arnheim:

    Am Samstag den 10.10. fuhren wir nach der Gegendemo mit der U-Bahn zur
    Frankfurterallee. Als wir dort vor dem Ringcenter die Treppen hoch liefen
    bermerkten wir leider viel zuspät das um die Treppe oben 50-60 Neonazis
    herum standen. Die Polizei stand mit einer Hundertschaft vor dem Eingang,
    also dachten wir das wir das wir noch relativ sicher wären, die Nazis
    spuckten zwar und warfen Flaschen auf uns, bis dahin war aber noch alles
    relativ ruhig. Als die Neonazis die Polizei aber aufforderten sich zu
    verziehen das sie uns platt machen könnten, kamen die Polizistinnen und
    Polizisten dieser Aufforderung mit einem Lächeln in unsere Richtung nach und
    gingen aus unserer Sichtweite, daraufhin stürmten die Neonazis auf uns zu.
    Eine Gruppe von Antifschistinnen und Antifaschisten konnten Richtung anderen
    U-Bahn Ausgang flüchten, da ein Freund und ich aber schon zuweit auf der
    Treppe standen konnten wir nicht mehr ausweichen. Wir hatten noch Glück das
    die Nazis mehr interesse an der flüchtenden Gruppe hatten und uns nur im
    vorbei laufen mit Tritten und Schlägen traktierten. Die Anderen konnten
    durch den Tunnel flüchten. Mein Begleiter erlitt mehrere Verletzungen an der
    Wirbelsäule da er zu Boden getreten wurde sowie eine leichte
    Gehirnerschütterung. Ich wurde gegen die Wand gedrückt und mit Schlägen und
    Tritten am ganzen Körper, glücklicherweise außer einer Gehirnerschütterung
    und vielen Blauenflecken nicht ernsthaft verletzt. Als wir im Anschluss den
    Leiter der Hundertschaft zur Rede stellen wollten antwortete er nur mit
    einem :" sonst wollt ihr doch auch nichts von uns wissen, warum sollten wir
    euch also schützen? Und jetzt verpisst euch sonst gibts auch von uns
    Nocheinmal richtig Ärger!" Als wir uns die Dienstnummern geben lassen
    wollten stiegen sie alle soschnell wie möglich in ihren Wagen und
    verschwanden! Da wir uns aber die Helmnummern und das Nummernschild
    aufschreiben konnten, stellten wir heute eine Anzeige gegen diese Gruppe der
    Berliner Polizei.

  • 12.10.2009 21:57 Uhr

    von Tobi Wacke:

    Die Berliner Polizei hat dieses Wochenende wieder eindeutig gezeigt wo sie steht.
    Da werden Menschen verhaftet, die ihren Schal (Keine Sonnenbrille oder Kapuze!) bis zur Unterlippe ziehen, oder sich in ihre Jacke ducken wenn die Faschos einen fotographieren festgenommen, die Nazidemo hingegen läuft größtenteils vermummt rum, jagt im Bahnhof Alexanderplatz Antifas und ruft "Juden raus".
    Deutsche Polizisten Gärnter und Floristen!

  • 12.10.2009 20:14 Uhr

    von bastian:

    Wer es noch nicht gehört hat:
    Die "Nationalen Sozialisten" (so stands auf deren Lauti) haben offiziel (vom Lauti aus) auch Rache für den Tod Horst Wessels (neben vielen anderen historischen Nazis) aufgerufen, kurz bevor durch ihren Lauti die Aussage kam: "an der Samariterstraße liegt gleich Sylvio Meier"...

    Von mir keine Träne für Horst, keine Träne für Enrico!

    Abgeschirmt war übrigens nicht die ganze Zeit; an einigen Stellen, wo die Gegendemonstranten weniger waren, liefen die Cops an andere Stellen um dichtere Ansammlungen von Gegendemonstranten zu attackieren während die Nazis spuckten und vereinzelnd zuschlugen.

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