Ich schliesse mich ganz Frau Bulling in ihren Ausführungen an und kann nur kopfschüttelnd feststellen, wie offensichtlich taz-journalist_Innen strukturellen und institutionllen Rassismus unkommentiert darstellen und wiederkäuen, anstatt sich ein tatsächliches Bild von der Situation der Asylsuchenden in Möhlau zu machen. Es ist tragisch genug, dass erst ein Vorfall/Unfall, wie der von Herrn Murad zu einer Berichterstattung zum Thema Asyl stattfindet. Mit der Art von polemischer Berichterstattung ist aber den Betroffenen wohl kaum geholfen. Eine Darstellung der Situation in der Sammelunterkunft Möhlau aus Sicht der Bewohner_Innen finden Sie hier:http://togoactionplus.wordpress.com/2009/07/04/lager-mohlau-dieser-alltag-ist-struktureller-rassismus-und-die-heimleitung-scheut-das-licht-der-offentlichkeit/
11.02.2011 17:54 Uhr
von Paula Bulling:
Für mein Gefühl schiebt der Artikel den in Möhlau lebenden Asylsuchenden unter, sie würden mit der "Nazi-Theorie" nur Legendenbildung betreiben. Dass die Ängste von Flüchtlingen ganz real sind, zeigt sich in Sachsen-Anhalt aber immer wieder. Statistisch gesehen ist Dessau, in dessen Nähe Möhlau liegt, die Stadt mit den meisten rechts motivierten Gewalttaten bundesweit. Selbst wenn ein einzelner Flüchtling zufällig noch keinen Nazi persönlich gesehen hat, so gibt es doch eine kollektive Erfahrung, die sich nicht wegnegieren lässt. Ein Kommentare wie "eine saubere Familie. Nett, sie passen sich gut an" kriegt in dem Zusammenhang eine Funktion, die übers Zitat hinausgeht; ich möchte von einem Autor oder einer Autorin der taz eigentlich hoffen, dass Sauberkeit, Nettigkeit und Angepasstheit nicht die Werte sind, nach denen Menschen beurteilt werden.
11.02.2011 17:54 Uhr
von Denninger:
Na ja, laut LVZ-online hat sich der Verdacht, die Verletzungen habe er im Rahmen der Brandstiftung in der Imbissbude erlitten wohl bestätigt. Schade, schade, wohl wieder keine bösen "Nazis" am Werk. Mit jeder dieser falschen Behauptungen sinkt die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber rechtsradikalen Taten.
06.07.2009 15:20 Uhr
von mein Name:
Ich schliesse mich ganz Frau Bulling in ihren Ausführungen an und kann nur kopfschüttelnd feststellen, wie offensichtlich taz-journalist_Innen strukturellen und institutionllen Rassismus unkommentiert darstellen und wiederkäuen, anstatt sich ein tatsächliches Bild von der Situation der Asylsuchenden in Möhlau zu machen. Es ist tragisch genug, dass erst ein Vorfall/Unfall, wie der von Herrn Murad zu einer Berichterstattung zum Thema Asyl stattfindet. Mit der Art von polemischer Berichterstattung ist aber den Betroffenen wohl kaum geholfen. Eine Darstellung der Situation in der Sammelunterkunft Möhlau aus Sicht der Bewohner_Innen finden Sie hier:http://togoactionplus.wordpress.com/2009/07/04/lager-mohlau-dieser-alltag-ist-struktureller-rassismus-und-die-heimleitung-scheut-das-licht-der-offentlichkeit/
04.07.2009 21:35 Uhr
von Paula Bulling:
Für mein Gefühl schiebt der Artikel den in Möhlau lebenden Asylsuchenden unter, sie würden mit der "Nazi-Theorie" nur Legendenbildung betreiben. Dass die Ängste von Flüchtlingen ganz real sind, zeigt sich in Sachsen-Anhalt aber immer wieder. Statistisch gesehen ist Dessau, in dessen Nähe Möhlau liegt, die Stadt mit den meisten rechts motivierten Gewalttaten bundesweit. Selbst wenn ein einzelner Flüchtling zufällig noch keinen Nazi persönlich gesehen hat, so gibt es doch eine kollektive Erfahrung, die sich nicht wegnegieren lässt. Ein Kommentare wie "eine saubere Familie. Nett, sie passen sich gut an" kriegt in dem Zusammenhang eine Funktion, die übers Zitat hinausgeht; ich möchte von einem Autor oder einer Autorin der taz eigentlich hoffen, dass Sauberkeit, Nettigkeit und Angepasstheit nicht die Werte sind, nach denen Menschen beurteilt werden.
04.07.2009 09:44 Uhr
von Denninger:
Na ja, laut LVZ-online hat sich der Verdacht, die Verletzungen habe er im Rahmen der Brandstiftung in der Imbissbude erlitten wohl bestätigt. Schade, schade, wohl wieder keine bösen "Nazis" am Werk. Mit jeder dieser falschen Behauptungen sinkt die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber rechtsradikalen Taten.
Leserkommentare
11.02.2011 17:54 Uhr
von mein Name:
Ich schliesse mich ganz Frau Bulling in ihren Ausführungen an und kann nur kopfschüttelnd feststellen, wie offensichtlich taz-journalist_Innen strukturellen und institutionllen Rassismus unkommentiert darstellen und wiederkäuen, anstatt sich ein tatsächliches Bild von der Situation der Asylsuchenden in Möhlau zu machen. Es ist tragisch genug, dass erst ein Vorfall/Unfall, wie der von Herrn Murad zu einer Berichterstattung zum Thema Asyl stattfindet. Mit der Art von polemischer Berichterstattung ist aber den Betroffenen wohl kaum geholfen.
Eine Darstellung der Situation in der Sammelunterkunft Möhlau aus Sicht der Bewohner_Innen finden Sie hier:http://togoactionplus.wordpress.com/2009/07/04/lager-mohlau-dieser-alltag-ist-struktureller-rassismus-und-die-heimleitung-scheut-das-licht-der-offentlichkeit/
11.02.2011 17:54 Uhr
von Paula Bulling:
Für mein Gefühl schiebt der Artikel den in Möhlau lebenden Asylsuchenden unter, sie würden mit der "Nazi-Theorie" nur Legendenbildung betreiben. Dass die Ängste von Flüchtlingen ganz real sind, zeigt sich in Sachsen-Anhalt aber immer wieder. Statistisch gesehen ist Dessau, in dessen Nähe Möhlau liegt, die Stadt mit den meisten rechts motivierten Gewalttaten bundesweit.
Selbst wenn ein einzelner Flüchtling zufällig noch keinen Nazi persönlich gesehen hat, so gibt es doch eine kollektive Erfahrung, die sich nicht wegnegieren lässt.
Ein Kommentare wie "eine saubere Familie. Nett, sie passen sich gut an" kriegt in dem Zusammenhang eine Funktion, die übers Zitat hinausgeht; ich möchte von einem Autor oder einer Autorin der taz eigentlich hoffen, dass Sauberkeit, Nettigkeit und Angepasstheit nicht die Werte sind, nach denen Menschen beurteilt werden.
11.02.2011 17:54 Uhr
von Denninger:
Na ja, laut LVZ-online hat sich der Verdacht, die Verletzungen habe er im Rahmen der Brandstiftung in der Imbissbude erlitten wohl bestätigt.
Schade, schade, wohl wieder keine bösen "Nazis" am Werk.
Mit jeder dieser falschen Behauptungen sinkt die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber rechtsradikalen Taten.
06.07.2009 15:20 Uhr
von mein Name:
Ich schliesse mich ganz Frau Bulling in ihren Ausführungen an und kann nur kopfschüttelnd feststellen, wie offensichtlich taz-journalist_Innen strukturellen und institutionllen Rassismus unkommentiert darstellen und wiederkäuen, anstatt sich ein tatsächliches Bild von der Situation der Asylsuchenden in Möhlau zu machen. Es ist tragisch genug, dass erst ein Vorfall/Unfall, wie der von Herrn Murad zu einer Berichterstattung zum Thema Asyl stattfindet. Mit der Art von polemischer Berichterstattung ist aber den Betroffenen wohl kaum geholfen.
Eine Darstellung der Situation in der Sammelunterkunft Möhlau aus Sicht der Bewohner_Innen finden Sie hier:http://togoactionplus.wordpress.com/2009/07/04/lager-mohlau-dieser-alltag-ist-struktureller-rassismus-und-die-heimleitung-scheut-das-licht-der-offentlichkeit/
04.07.2009 21:35 Uhr
von Paula Bulling:
Für mein Gefühl schiebt der Artikel den in Möhlau lebenden Asylsuchenden unter, sie würden mit der "Nazi-Theorie" nur Legendenbildung betreiben. Dass die Ängste von Flüchtlingen ganz real sind, zeigt sich in Sachsen-Anhalt aber immer wieder. Statistisch gesehen ist Dessau, in dessen Nähe Möhlau liegt, die Stadt mit den meisten rechts motivierten Gewalttaten bundesweit.
Selbst wenn ein einzelner Flüchtling zufällig noch keinen Nazi persönlich gesehen hat, so gibt es doch eine kollektive Erfahrung, die sich nicht wegnegieren lässt.
Ein Kommentare wie "eine saubere Familie. Nett, sie passen sich gut an" kriegt in dem Zusammenhang eine Funktion, die übers Zitat hinausgeht; ich möchte von einem Autor oder einer Autorin der taz eigentlich hoffen, dass Sauberkeit, Nettigkeit und Angepasstheit nicht die Werte sind, nach denen Menschen beurteilt werden.
04.07.2009 09:44 Uhr
von Denninger:
Na ja, laut LVZ-online hat sich der Verdacht, die Verletzungen habe er im Rahmen der Brandstiftung in der Imbissbude erlitten wohl bestätigt.
Schade, schade, wohl wieder keine bösen "Nazis" am Werk.
Mit jeder dieser falschen Behauptungen sinkt die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber rechtsradikalen Taten.