• 31.08.2009

Plutonium-Irrtum im Lager Asse

Sie haben sich einfach nur verzählt

In dem maroden Atommülllager lagert dreimal mehr Plutonium als jahrelang vom Betreiber angegeben. Es sei ein einfacher Übertragungsfehler gewesen, so die Begründung.von Jürgen Voges

  • 03.09.2009 23:23 Uhr

    von marina:

    @ Andreas: Nein, Du hast es immer noch nicht kapiert. Es geht nicht darum, ob das eine schlimmer ist, als das andere, sondern dass sich beides addiert, wenn nicht sogar mehr als das (multipliziert wäre wohl verkehrt, aber gegenseitige wirkungsverstärkung von schäden meine ich).

    außerdem irrst du dich, dass jedes gramm dieses mülls für ein gutes leben unverzichtbar sei. wenn nicht alles, aber sehr viel müll ist verzichtbar. atommüll gehört dazu.

  • 01.09.2009 19:50 Uhr

    von Andreas:

    @bernado und marina: nein, ich sage nicht, dass plutonium nicht schlimmer ist (nunja, wenigstens hat es eine halbwertszeit, wenn auch ne lange). Aber unsere Gesellschaft produziert eine menge böses zeug für zukünftige generationen. Kämpft ihr genauso gegen DIESE zivilisatorischen Gifte wie gegen die Kernkraft?! Nein, denn euer Leben würde erheblich unangenehmer werden, hättet ihr diese zivilisatorischen Annehmbarkiten nicht, die diese zivilisatorischen Bösartigkeiten wie Müll hervorbringen!

  • 01.09.2009 07:56 Uhr

    von Chris M:


    Super Ausrede!
    "Ups, haben wir uns wohl verzählt. Naja, nächster Punkt auf der Tagesordnung: Kaffeepause."

    Aber wenn man Dezimalbrüche mit den Fingern zusammenzählt, kann das schon einmal passieren. Ist ja auch nicht so groß, der Unterschied zwischen 9 und 28.

    Aber die Ausrede muß ich mir merken:
    Hab ich doch nur 6 der zwölf Abschläge meiner Stromrechnung bezahlt.
    Ups, da hab ich mich wohl verzählt! Also kein Grund mir gleich den Saft abzudrehen.

  • 01.09.2009 00:59 Uhr

    von be. wa.:

    @ Andreas: Deine suggerierte Logik geht genau in die falsche Richtung. Aus den von Dir genannten Fakten folgt nicht, dass die Lage harmloser ist, als von den Atommüllgegnern dargestellt, sondern sogar noch schlimmer!

    Also wenn schon sowieso so viel hochproblematischer Müll herumliegt, ist jedes Gramm Plutonium, das noch dazu kommt, umso schlechter.

    Übrigens hat Arno Nym zurecht auf zusätzliche Gefahren von Plutonium hingewiesen, neben der biochemischen Giftigkeit.

  • 01.09.2009 00:48 Uhr

    von marina:

    @ Andreas: Dein Argument kenne ich schon lange.

    Aber seit wann wird Plutonium am Ort x durch Arsen am Ort y ungiftig?

    Mit anderen Worten: Du tust so, als wäre das Plutonium ja doch harmlos weil es noch schlimmeres gibt.

    Das ist Propaganda und ich frage mich, ob Leute die damit kommen, das eigentlich selber merken (also so böswillig sind) oder nicht (also so dumm sind).

    Im ersten Fall scheinen solche Leute die anderen ja ganz für schön blöd zu halten. Das passt dann freilich wieder zur Boshaftigkeit.

  • 31.08.2009 16:25 Uhr

    von Andreas:

    @marina:in der Untertagedeponie Herfa-Neurode (in Hessen, also Süddeutschland) liegt genug Arsen, um die gesamte Menschheit zu vergiften!!!!

    (l 220 000 Tonnen quecksilberhaltiger Abfälle liegen hier – meist in Form kontaminierter Böden; 127 000 Tonnen zyanidhaltiger Abfälle, die bei der Oberflächenbehandlung und Veredelung von Stahl angefallen sind; 690 000 Tonnen dioxin- und furanhaltigen Mülls, der beispielsweise bei der Hausmüllverbrennung übrig bleibt; 83 000 Tonnen arsenhaltiger Abfälle, die vor allem bei der Herstellung von Kupfer entstehen. Arsen ist hochgiftig, allein 70 Milligramm genügen, um einen Menschen zu töten!)

    ....und da regen wir uns wirklich ernsthaft darüber auf, ob es 9 oder 30 KILOGRAMM Plutonium sind!?

  • 31.08.2009 12:54 Uhr

    von rolff:

    So hatten die vom Helmholz-Zentrum sich das gedacht: Erst einmal schön verechnen und sich dann für das Kontrollieren bis zum St.-Nimmerleins-Tag den Job sichern.
    Bisher war alles, was aus diesem Institut kam, ungenau, falsch oder schlicht gelogen. Wer löst diesen Verein endlich auf?

  • 31.08.2009 11:07 Uhr

    von Konrad:

    Das Material für mehreren Atombomben wird der UN-Atomenergiebehörde nicht gemeldet. Das ist eine Verletzung des Atomwaffensperrvertrages. Und wenn der UN-Sicherheitsrat dann noch eine Dringlichkeitssitzung einberuft, kann's sehr schnell noch ordentlich Ärger geben.

  • 31.08.2009 10:18 Uhr

    von Ludwikowski:

    Ich sage nur: OK (Organisierte Kriminalität!)

  • 31.08.2009 09:09 Uhr

    von Axel Dörken:

    Ja, da kann "man" sich ja auch mal verrechnen. Haben Ackermann und Mehdorn doch auch gemacht. Hoffe, dass die Konsequenzen diesmal schmerzlicher ausfallen. Glauben, tu ich daran kaum. Es soll allerdings schon Pferde vor der Apotheke gegeben haben...

    Wer die Entsorgung ungeklärt weiß, sollte, meiner Ansicht nach, von der weiteren Produktion von Atomstrom und Atommüll Abstand nehmen.

    Liebe Grüße
    Axel Dörken

  • 30.08.2009 22:09 Uhr

    von onesimus:

    Hey, die sind doch einfach genial. Wenn sie uns alle erst mal umgebracht haben, braucht auch keiner mehr Strom in diesem unseren Lande! :-(

  • 30.08.2009 20:51 Uhr

    von wird:

    Wozu aufregen? Frau Angela wird das regeln. Auf die war immer schon Verlass.

  • 30.08.2009 20:12 Uhr

    von Martin:

    Lächerlich! Die Kontrolle unserer Atommülllager liegt in Händen von Menschen, die nicht einmal in der Lage sind, Zahlen korrekt zu übertragen. Und dann sollen wir deren Aussagen und Zusicherungen weiterhin glauben? Wohl kaum.

  • 30.08.2009 19:51 Uhr

    von Arno Nym:

    Glaubt man Wikipedia, so liegt die kritische Masse bein 239-Plutonium bei 10kg. Oder anders gesagt: Wenn man 10kg von diesem Plutonium-Isotop "zusammenschüttet", dann gibt es eine atomare Kettenreaktion. Somit machen sich 9,6kg natürlich weit besser als offizielle Zahl als 26kg, denn in jedem Fall wäre damit eine "unterirdische Atombombe" ausgeschlossen (davon ausgegangen, dass es sich nicht um andere Isotope handelt, deren kritische Massen bis hinunter zu 3,1kg handelt.)

    Vermutlich war aber wirklich niemand so bescheuert, das Zeug so nahe aufeinander zu lagern.

    Obwohl Plutonium auch rein chemisch als Gift auf den Körper wirkt, ist seine Radioaktivität gefährlicher. "Zur sicheren Entstehung von Krebs reicht vermutlich eine Menge von einigen Mikrogramm aus" ist im Weltwissen Wikipedia zu lesen.

    Was soll man dazu noch sagen? Ist doch klar: "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Zivilbevölkerung."

    Schönen Sonntag noch und viel Spaß mit dem Tatort.

  • 30.08.2009 17:43 Uhr

    von marina:

    und das zeug ist so giftig, dass schon ein kleiner bruchteil davon alle in deutschland lebenden menschen umbringen könnte.

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