• 29.01.2012

Pleiten in der Fotovoltaikindustrie

Zehn kleine Solarunternehmer

Derzeit geht es in der deutschen Fotovoltaikindustrie zu wie bei den zehn kleinen Jägermeistern: Es erwischt einen nach dem anderen. Was ist da los? Eine Analyse.von Ingo Arzt

  • 23.02.2012 09:14 Uhr

    von solartritze:

    Solarworld hat neben den Milliadensubventionen durch den deutdchen Stromvetbraucher direkte Subventionen pro Arbeitsplatz in Höhe von 90.000 Euro respektive 240 Mio erhalten. Das Gejammere ist höchst heuchlerisch.

  • 22.02.2012 21:27 Uhr

    von Efried:

    Leider war die Strategie teure Solarmodule zu fördern nicht eben förderlich für deren Weiterentwicklung. M.E. muß das Produkt PV an die Anforderungen angepaßt werden. Auch können indirekte Maßnahmen wie Kühlung oder Reflexion die Ausbeute vergrößern ohne dass mehr Silizium eingesetzt werden muss.

  • 29.01.2012 17:14 Uhr

    von lef:

    Jede solare Energieerzeugung in Europa (auch in Spanien ff!) ist nur mit massiver Förderung finanziell tragbar - das ist weiterhin trotz billigerer Solaranlagen Fakt und der Boden der Preise ist erreicht.
    In Fernost (nicht nur in China) sind hochqualifizierte Arbeiter(innen) an jeglicher Form von Elektronik zu Billigstpreisen zu haben, da ist der deutsche Vorsprung schon länger eingeholt.

    Extreme Subventionierung per EEG machte Deutschland zu einem interessanten Absetzgebiet, da sind die Firmen in Fernost natürlich gwern eingestiegen.

    "Illegale Subventionierung" - der Vorwurf ist ein grandioser Witz! Nur weil hier der Stromkunde nach Kopf (arm oder reich ist egal) bezahlt und nicht (per Steuer) proportional zum Einkommen?

    Interessant ist, was passiert, wenn Deutschland die Förderungen endlich beendet.
    Dann platzt hoffentlich endlich der Traum vom billiger Sonnenkraft endgültig, weil dann die tatsächlichen Kosten klar werden.

    (Zum ersten Kommentar: Thermische Solarenergie ist genau so unsinnig teuer!)

  • 29.01.2012 17:07 Uhr

    von Schau an!:

    Sehr geehrter Herr Messer,

    Sie vergessen eines, auch hierzulande wird massiv subventioniert, nämlich mittels des EEGs, letztlich zu Lasten aller. Ohne diese Subventionen, in völlig absurder Höhe, wäre diese Branche in Deutschland schlicht nicht existent.

  • 29.01.2012 16:56 Uhr

    von viv:

    Ich denke, Solar-Großkraftwerke sind wie jedes Großkraftwerk- von gestern.
    Dezentral heißt die Zukunft.

  • 29.01.2012 16:08 Uhr

    von drubi:

    Wären die "Eliten" unseres Landes weitsichtig gewesen, hätten sie schon anfang der 90er Jahre massiv die Förderungen für die Kernenergie in die Solartechnik umgelenkt. Damals hätte man es noch eher als Forschungs- und Entwicklungsförderung rechtfertigen können, weil kaum ein anderes Land darin ein Potential erkannte, während in Deutschland die Grundlagen bereits recht gut überschauen konnte.

    Heute subventionieren wir genauso wie andere - und nicht nur in diesem Bereich. Ohne das Theater der steuerlichen Absetzbarkeit wäre die deutsche Automobilindustrie ebenfalls anders dran, wie man leicht aus den jeweiligen Anteilen von Firmenfahrzeugen ablesen kann. Für wie blöd haltet ihr eigentlich die Chinesen und Inder ? Solange jeder Paragraphenreiter und Erbsenzähler bessere wirtschaftliche Zukunftsperspektiven in diesem Land hat als Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker und viele andere, die wirklich produktive Arbeit leisten, solange sehe ich ziemlich schwarz für unsere mittel- und langfristige Zukunft.

    Solange nur diejenigen entscheiden dürfen, die am arrogantesten ihre Ellbogen ausfahren, solange besteht wenig Hoffnung, dass in unsrem Land sachgemäße Entscheidungen getroffen werden. Und solange wir uns mit einem demokratischen Notbetrieb zufrieden geben, braucht man auch nicht zu hoffen, dass gut begründete und breit unterstützte Entscheidungen getroffen werden.

  • 29.01.2012 15:15 Uhr

    von Wolfgang Messer:

    Diese Entwicklung war schon lange abzusehen - auch, weil China seine Solar-Unternehmen durch Pseudo-"Kredite" verdeckt subventioniert. Dagegen kann ein deutscher Konkurrent nicht anstinken. Als ehemaliger SolarWorld-Mini-Aktionär habe ich das mit büßen müssen ...
    http://fastvoice.net/2010/05/20/solarwerte-schmelzen-wie-butter-in-der-sonne/

    Bleibt ohnehin die Frage, ob Photovoltaik in unseren Breiten die ideale Form der regenerativen Energieerzeugung ist. Wir haben uns stattdessen für Sonnenkollektoren auf dem Dach entschieden. Da spart man ordentlich Heizöl und ist nicht von den unvorhersehbaren politischen Entscheidungen bei den Einspeisevergütungen abhängig.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder