Zerstört die Krise unsere Lebensgrundlagen? Der marxistische Philosoph Antonio Negri über verfehlte Kritik und neue Bedingungen der Ausbeutung.von Thomas Atzert & Alexandra Weltz
Die "Freien Kräften des Marktes" regeln alles. Das ist korrekt, insbesondere desshalb, weil man Markt mit Massen gleichsetzen kann. Das bedeuted das auf lange Sicht die Massen, die im übrigen zum jetzigem Zeitpunkt nicht so frei sind wie vorgegeben, sich diese Freiheit zurückerkämpfen werden, dies geschieht unweigerlich da von den zirkulierneden Gtern zu wenig bei ihnen ankommt(heute kann man die armut durch die globalisierung noch auf andere Kontinente verfrachten aber sie wird sich ausdehnen). Diese, also der Markt, regeln alles und vernichten den kapitalismus auf revolutionäre weise . Dann haben die Massen/der Markt alles geregelt, nur ebend nicht so wie man sich das heute in der Finanzwelt vorstellt. Das ist der natürliche Lauf der Dinge und wird sich solange wiederholen, bis die Massen einen Bildungsstandart erreicht haben, welcher es ihnen ermöglicht eine Gesellschaft auf die Beine zu stellen welche keine Revolution mehr benötigt. Grundvorraussetzungen dafür sind mit sicherheit die Aufgabe jeglicher nationaler grenzen, hohe Bildung, Demokratie, Egalitarismus usw.
29.05.2009 18:04 Uhr
von nik:
we must try? herrje, Herr Negri erklärt stellt den Zusammenhang zwischen zwischen Ausbeutung und Wertschöpfung a.d. Kopf: es bedarf nicht nur einer abstrakten Produktionsstätte (wie z.B. die Uni als Wissensproduzent) um Mehrwert zu erzielen, es bedarf der Umwandlung dessen in eine Warenform - damit über Kauf und Verkauf ein Erlös zustande kommt. Das Problem dabei ist nur, dass die Warenproduzenten von diesem Prozess bzw. dem Markt abgeschnitten sind und eben nicht am Erlös beteiligt werden - so funktioniert Ausbeutung. Und: wer finanziert Universitäten und das öffentliche Leben in dem ach so viel verwertbares Zeug herumwabert? Die Finanzindustrie? Lächerlich, damit eine Uni funktioniert muss sie erstmal gebaut werden, damit eine Stadt funktioniert muss sie gebaut sein - damit eine kapitalist. Gesellschaft funktioniert, muss sie gebaut und unterhalten werden - und bitte wer baut diese Maschinerie und die zugehörige Staatlichkeit - na? Wohl doch der Mensch, d.h. der real arbeitende und nicht der dummschwätzend - intellektuelle Mensch mit Aktien und allerlei Versicherungen i.d. Tasche - Herr Negri erklärt das Kapital in Abstraktion von Arbeit, vermutlich weiß er nicht was das ist und weshalb jede Wertschöpfung darauf beruht. Auf diesem Niveau kann dann auch ein Obama zum Linken ernannt werden - ach du liebes Bißchen, versuche mal lieber alleine Negri.
25.05.2009 16:59 Uhr
von Amos:
Der Böse war immer der Sozialist. Jetzt da der Sozialismus abgeschafft, zerfleischt sich der Kapitalismus untereinander. Welchen Weg will der Kapitalismus eigentlich gehen und wo ist sein Ziel? Der Kapitalismus ist eigens für Räuber und Ausbeuter interessant. Für eigennützige und "klevere" Idioten ist der Kapitalismus "der Himmel auf Erden". Damit meine ich den ungezügelten Kapitalismus der jetzt überall grasiert. Wie sich gezeigt hat bringt er nur Unglück für diejenigen, die auf dem Teppich bleiben. Der "Turbo-Kapitalismus" stürzt die Systeme und schafft Kriege. Er beeinflusst die Justiz und kauft sich Politiker ein. Er macht aus der Demokratie eine Plutokratie. Jemand aus der Politik hat mal behauptet, dass die "Freien Kräfte des Marktes" alles regeln würden. Derselbst hatte 14-Nebenpöstchen und hat also damit, obwohl er in der Politik sein Einkommen hatte , 14 Menschen die Arbeit geklaut. Mit Beziehungen und Einfluss hört sich das mit den "Freien Kräften des Marktes" sehr gut an. Für diejenigen die für die "freien Kräften des Marktes" ihren Arbeitsplatz verlieren müssen,- müssen,wohlgemerkt, sonst können die freien Kräfte des Marktes ja nicht wirken.
14.05.2009 21:58 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
'We must try' ist eine gute Empfehlung, aber sie reicht für den revolutionären Ordnungsübergäng in die evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung nicht aus. Wir müssen wissen, wo und wie wir suchen und versuchen müssen. Chaosphysiker wissen, dass es in Phasen von Ordnungsübergängen auf die klitzkleine Tipping-Point-Änderung (ich verwende den Begriff Geniepunkt-Änderung, GP-Ä.) ankommt, von der aus der Exodus aus der alten Ordnung angestoßen werden kann. Diese GP-Änderung aber muß man vorher erkannt haben und evolutionsprozess-theoretisch erfasst haben, um zu öffentlich und wissenschaftlich kommunizieren zu können, so dass alle Durchblicker (= die potenzielle revolutinäre Gruppe) alle erkennen, dass dies wirklich der revolutionsmächtige Tipping-Point ist. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, dann wird der Exodus aus dem Ancien Régime kinderleicht. Nach meiner getesteten Politikerfahrung ist diese dominomächtige GP-Änderung der Ersatz der Tariflohnerhöhungen durch ein energie- und sachkapital-steuerfinanziertes Zweiteinkommen für Jedermann - sowohl national wie additiv global. Wird diese Tipping-Point-Option diskutiert, brechen in kürzester Zeit die Aktienkurse ein, weil alle Akteure das Ende des kapitalstockmaximierenden 2%-Wachstumszwang-Regimes vorwegnehmen.
11.05.2009 10:08 Uhr
von hto:
Nichts gehört dem Mensch allein - sogar seine Gedanken nicht, weil sie immer abhängig von der "Gemeinschaft" geprägt wachsen!
Wenn wir weg von unseren "individualbewußten" Illusionen von / in "Wer soll das bezahlen" wollen, hin zu einem geistig-heilenden Selbst- und Massenbewußtsein ohne Stumpf- und Wahnsinn, dann nur auf der Basis eines unabhängigen / bedingungslosen Menschenrechts auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit, mit allen daraus resultierenden / wahrhaft-menschenwürdigen Konsequenzen / Möglichkeiten.
11.05.2009 08:42 Uhr
von hto:
"Zerstört die Krise unsere Lebensgrundlagen?"
Die "Krise" ist symptomatischer Teil unserer bisher stets nur z e i t g e i s t l i c h-illusionären Lebensgrundlagen, im "gesunden" Konkurrenzdenken des "freiheitlichen" Wettbewerbs seit der "Vertreibung aus dem Paradies" - systemrationale Überproduktion von Kommunikationsmüll im Tanz um den heißen Brei!
10.05.2009 21:13 Uhr
von Dr. Harald Wenk:
Der wesentliche Punkt am Anfang: Das Finanzkapital bestimmt die Geldverteilung und verdient am meisten und die konkreten Fähigkeiten, Erlebnisse und Produkte, bei dem hohen Maschinisierungsgrad und einer fast "zufälligen" Zuordnung zum Arbeitslohn, stehen in keinem halbwegs nachvollziehbaren Verhältnis dazu oder "haben kein Maß".
Das ist wirkliche Unverbundenheit auf einer sehr hohen formalen Stufe. Da Zusammenhang und Kooperation aber wirklich lebenswichtig für alle Mitglieder de Gesellschaft sind, besteht die Chance und die Notwendigkeit, ihn von allen Basiszusammenhängen ab Individuum aufwärts wieder herzustellen.
Eine Art verlorener Finanzwirtschaftsweltkrieg.
Das Geld als abstrakter Zusammenhang in seiner Gestalt als Finanzkapital als konkreter Herr und größtenteils nur Verwalter desselben, hat versagt.
Den aktuellen Staatsparteien traut man zu recht aus schlechter Erfahrung, Problem Massenarbeitslosigkeit, Handling der deutschen Einheit, keine wirkliche und tragbare Lösung zu. Nicht das "die Welt unterginge", dafür klappen die Maschinen zu gut.
Trotzdem ist die parlamentarische Politik, der Staat und die Gesetzgebung als noch funktionierender Zusammenhang das "Spielfeld", auf dem möglichst direkt mit institutioneller Dauerinstutionalisierung die neuen Zusammenhänge festgeklopft und dingfest gemacht werden sollten.
Damit sie "bleiben".
Die einfachste und direkteste auf der Höhe des Finanzkapitalproblems vom Anfang ist die Verstaatlichung der Finanzindustrie. Wird von den LINKEN erhoben und ist in Schweden schon relativ gut ausprobiert. Das nimmt die Sache bleibend in die Hand und zerstört erst einmal nichts. Alles andere sind "Ausreden", die die Probleme wieder einmal nicht lösen können werden.
Negri hat vollkommen recht: Tote müssen und sollten nun wirklich sein.
Ein wirklich sehr erhellender Artikel.
09.05.2009 03:12 Uhr
von Bernhard H. Johannes Wagner:
Großteils bin ich ähnlicher Ansicht wie A. Negri, wenn auch nicht in allen Punkten, z. B. denke ich, dass marxistische Theorien nicht erst heute, sondern auch früher schon viel falscher waren, z. B. bzgl. des von Negri angesprochenen gesellschaftlichen Reichtums. Der wurde noch n i e nur in den Fabriken produziert, vgl. z. B. die Arbeit der sogenannten "Hausfrauen", und vgl. auch - so bildungsbürgerlich das klingt, aber langfristig ist es nicht zu unterschätzen, - von Intellektuellen wie einem F. Chopin, einem H. Heine, einer Marie Olympe de Gouge, einer G. Sand u.s.w. inklusive etwa des Autors der "Grundrisse" und der "Pariser Manuskripte" etc. (K. Marx). Mindestens insofern ist überhaupt das "Klassen"-Konzept fehlerbehaftet. Letztlich geht es darum, in wieweit eine Gesellschaft den Menschen Fähigkeiten im Sinne der "Capabilities" bei Martha Nussbaum oder Grundgüter im Sinne von John Rawls ermöglicht oder vorenthält, und das kann auch durch nicht-kapitalistische Repression geschehen wie bis heute in Nordkorea. Dieser Ansatz geht daher weiter und ist insofern griffiger um "Inhumanität" zu begreifen und zu verändern.
Was den Green New Deal angeht: Ja, der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber in der Form wie ihn z. B. die European Greens oder die Linksgrünen in Island oder ähnliche verstehen, auch ähnlich Hermann Scheer (der es immer noch tapfer in der SPD aushält), und 'Ökos' in der Linkspartei (obwohl dort das Papier bis heute umweltbewusster ist, als das Bewusstsein der Mitglieder-Mehrheit, scheint mir) ... eine Möglichkeit vieles zum Besseren zu verändern.
Daher: Für ein W U M S am 07. Juni ! Unsere Stimmen für Rebecca Harms etc.!
Leserkommentare
02.06.2009 16:15 Uhr
von Amal Shalom:
Die "Freien Kräften des Marktes" regeln alles. Das ist korrekt, insbesondere desshalb, weil man Markt mit Massen gleichsetzen kann. Das bedeuted das auf lange Sicht die Massen, die im übrigen zum jetzigem Zeitpunkt nicht so frei sind wie vorgegeben, sich diese Freiheit zurückerkämpfen werden, dies geschieht unweigerlich da von den zirkulierneden Gtern zu wenig bei ihnen ankommt(heute kann man die armut durch die globalisierung noch auf andere Kontinente verfrachten aber sie wird sich ausdehnen). Diese, also der Markt, regeln alles und vernichten den kapitalismus auf revolutionäre weise . Dann haben die Massen/der Markt alles geregelt, nur ebend nicht so wie man sich das heute in der Finanzwelt vorstellt. Das ist der natürliche Lauf der Dinge und wird sich solange wiederholen, bis die Massen einen Bildungsstandart erreicht haben, welcher es ihnen ermöglicht eine Gesellschaft auf die Beine zu stellen welche keine Revolution mehr benötigt. Grundvorraussetzungen dafür sind mit sicherheit die Aufgabe jeglicher nationaler grenzen, hohe Bildung, Demokratie, Egalitarismus usw.
29.05.2009 18:04 Uhr
von nik:
we must try? herrje, Herr Negri erklärt stellt den Zusammenhang zwischen zwischen Ausbeutung und Wertschöpfung a.d. Kopf: es bedarf nicht nur einer abstrakten Produktionsstätte (wie z.B. die Uni als Wissensproduzent) um Mehrwert zu erzielen, es bedarf der Umwandlung dessen in eine Warenform - damit über Kauf und Verkauf ein Erlös zustande kommt. Das Problem dabei ist nur, dass die Warenproduzenten von diesem Prozess bzw. dem Markt abgeschnitten sind und eben nicht am Erlös beteiligt werden - so funktioniert Ausbeutung.
Und: wer finanziert Universitäten und das öffentliche Leben in dem ach so viel verwertbares Zeug herumwabert? Die Finanzindustrie? Lächerlich, damit eine Uni funktioniert muss sie erstmal gebaut werden, damit eine Stadt funktioniert muss sie gebaut sein - damit eine kapitalist. Gesellschaft funktioniert, muss sie gebaut und unterhalten werden - und bitte wer baut diese Maschinerie und die zugehörige Staatlichkeit - na?
Wohl doch der Mensch, d.h. der real arbeitende und nicht der dummschwätzend - intellektuelle Mensch mit Aktien und allerlei Versicherungen i.d. Tasche - Herr Negri erklärt das Kapital in Abstraktion von Arbeit, vermutlich weiß er nicht was das ist und weshalb jede Wertschöpfung darauf beruht.
Auf diesem Niveau kann dann auch ein Obama zum Linken ernannt werden - ach du liebes Bißchen, versuche mal lieber alleine Negri.
25.05.2009 16:59 Uhr
von Amos:
Der Böse war immer der Sozialist. Jetzt da der Sozialismus abgeschafft, zerfleischt sich der Kapitalismus untereinander. Welchen Weg will der
Kapitalismus eigentlich gehen und wo ist sein Ziel?
Der Kapitalismus ist eigens für Räuber und Ausbeuter
interessant. Für eigennützige und "klevere" Idioten
ist der Kapitalismus "der Himmel auf Erden". Damit
meine ich den ungezügelten Kapitalismus der jetzt
überall grasiert. Wie sich gezeigt hat bringt er
nur Unglück für diejenigen, die auf dem Teppich bleiben. Der "Turbo-Kapitalismus" stürzt die Systeme und schafft Kriege. Er beeinflusst die Justiz und kauft sich Politiker ein. Er macht aus
der Demokratie eine Plutokratie. Jemand aus der
Politik hat mal behauptet, dass die "Freien Kräfte
des Marktes" alles regeln würden. Derselbst hatte
14-Nebenpöstchen und hat also damit, obwohl er in
der Politik sein Einkommen hatte , 14 Menschen
die Arbeit geklaut. Mit Beziehungen und Einfluss
hört sich das mit den "Freien Kräften des Marktes"
sehr gut an. Für diejenigen die für die "freien
Kräften des Marktes" ihren Arbeitsplatz verlieren
müssen,- müssen,wohlgemerkt, sonst können die
freien Kräfte des Marktes ja nicht wirken.
14.05.2009 21:58 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
'We must try' ist eine gute Empfehlung, aber sie reicht für den revolutionären Ordnungsübergäng in die evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung nicht aus. Wir müssen wissen, wo und wie wir suchen und versuchen müssen. Chaosphysiker wissen, dass es in Phasen von Ordnungsübergängen auf die klitzkleine Tipping-Point-Änderung (ich verwende den Begriff Geniepunkt-Änderung, GP-Ä.) ankommt, von der aus der Exodus aus der alten Ordnung angestoßen werden kann. Diese GP-Änderung aber muß man vorher erkannt haben und evolutionsprozess-theoretisch erfasst haben, um zu öffentlich und wissenschaftlich kommunizieren zu können, so dass alle Durchblicker (= die potenzielle revolutinäre Gruppe) alle erkennen, dass dies wirklich der revolutionsmächtige Tipping-Point ist. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, dann wird der Exodus aus dem Ancien Régime kinderleicht. Nach meiner getesteten Politikerfahrung ist diese dominomächtige GP-Änderung der Ersatz der Tariflohnerhöhungen durch ein energie- und sachkapital-steuerfinanziertes Zweiteinkommen für Jedermann - sowohl national wie additiv global. Wird diese Tipping-Point-Option diskutiert, brechen in kürzester Zeit die Aktienkurse ein, weil alle Akteure das Ende des kapitalstockmaximierenden 2%-Wachstumszwang-Regimes vorwegnehmen.
11.05.2009 10:08 Uhr
von hto:
Nichts gehört dem Mensch allein - sogar seine Gedanken nicht, weil sie immer abhängig von der "Gemeinschaft" geprägt wachsen!
Wenn wir weg von unseren "individualbewußten" Illusionen von / in "Wer soll das bezahlen" wollen, hin zu einem geistig-heilenden Selbst- und Massenbewußtsein ohne Stumpf- und Wahnsinn, dann nur auf der Basis eines unabhängigen / bedingungslosen Menschenrechts auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit, mit allen daraus resultierenden / wahrhaft-menschenwürdigen Konsequenzen / Möglichkeiten.
11.05.2009 08:42 Uhr
von hto:
"Zerstört die Krise unsere Lebensgrundlagen?"
Die "Krise" ist symptomatischer Teil unserer bisher stets nur z e i t g e i s t l i c h-illusionären Lebensgrundlagen, im "gesunden" Konkurrenzdenken des "freiheitlichen" Wettbewerbs seit der "Vertreibung aus dem Paradies" - systemrationale Überproduktion von Kommunikationsmüll im Tanz um den heißen Brei!
10.05.2009 21:13 Uhr
von Dr. Harald Wenk:
Der wesentliche Punkt am Anfang: Das Finanzkapital
bestimmt die Geldverteilung und verdient am meisten und die konkreten Fähigkeiten, Erlebnisse und Produkte, bei dem hohen Maschinisierungsgrad und einer fast "zufälligen" Zuordnung zum Arbeitslohn,
stehen in keinem halbwegs nachvollziehbaren Verhältnis dazu oder "haben kein Maß".
Das ist wirkliche Unverbundenheit auf einer sehr hohen formalen Stufe.
Da Zusammenhang und Kooperation aber wirklich lebenswichtig für alle Mitglieder de Gesellschaft sind, besteht die Chance und die Notwendigkeit,
ihn von allen Basiszusammenhängen ab Individuum aufwärts wieder herzustellen.
Eine Art verlorener Finanzwirtschaftsweltkrieg.
Das Geld als abstrakter Zusammenhang in seiner Gestalt als Finanzkapital als konkreter Herr und größtenteils nur Verwalter desselben, hat versagt.
Den aktuellen Staatsparteien traut man zu recht aus schlechter Erfahrung, Problem Massenarbeitslosigkeit, Handling der deutschen Einheit, keine wirkliche und tragbare Lösung zu.
Nicht das "die Welt unterginge", dafür klappen die Maschinen zu gut.
Trotzdem ist die parlamentarische Politik, der Staat und die Gesetzgebung als noch funktionierender Zusammenhang das "Spielfeld",
auf dem möglichst direkt mit institutioneller Dauerinstutionalisierung die neuen Zusammenhänge
festgeklopft und dingfest gemacht werden sollten.
Damit sie "bleiben".
Die einfachste und direkteste auf der Höhe des Finanzkapitalproblems vom Anfang ist die Verstaatlichung der Finanzindustrie.
Wird von den LINKEN erhoben und ist in Schweden schon relativ gut ausprobiert.
Das nimmt die Sache bleibend in die Hand und zerstört erst einmal nichts.
Alles andere sind "Ausreden", die die Probleme wieder einmal nicht lösen können werden.
Negri hat vollkommen recht: Tote müssen und sollten nun wirklich sein.
Ein wirklich sehr erhellender Artikel.
09.05.2009 03:12 Uhr
von Bernhard H. Johannes Wagner:
Großteils bin ich ähnlicher Ansicht wie A. Negri, wenn auch nicht in allen Punkten, z. B. denke ich, dass marxistische Theorien nicht erst heute, sondern auch früher schon viel falscher waren, z. B. bzgl. des von Negri angesprochenen gesellschaftlichen Reichtums.
Der wurde noch n i e nur in den Fabriken produziert, vgl. z. B. die Arbeit der sogenannten "Hausfrauen", und vgl. auch - so bildungsbürgerlich das klingt, aber langfristig ist es nicht zu unterschätzen, - von Intellektuellen wie einem F. Chopin, einem H. Heine, einer Marie Olympe de Gouge, einer G. Sand u.s.w. inklusive etwa des Autors der "Grundrisse" und der "Pariser Manuskripte" etc. (K. Marx). Mindestens insofern ist überhaupt das "Klassen"-Konzept fehlerbehaftet. Letztlich geht es darum, in wieweit eine Gesellschaft den Menschen Fähigkeiten im Sinne der "Capabilities" bei Martha Nussbaum oder Grundgüter im Sinne von John Rawls ermöglicht oder vorenthält, und das kann auch durch nicht-kapitalistische Repression geschehen wie bis heute in Nordkorea. Dieser Ansatz geht daher weiter und ist insofern griffiger um "Inhumanität" zu begreifen und zu verändern.
Was den Green New Deal angeht: Ja, der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber in der Form wie ihn z. B. die European Greens oder die Linksgrünen in Island oder ähnliche verstehen, auch ähnlich Hermann Scheer (der es immer noch tapfer in der SPD aushält), und 'Ökos' in der Linkspartei (obwohl dort das Papier bis heute umweltbewusster ist, als das Bewusstsein der Mitglieder-Mehrheit, scheint mir) ... eine Möglichkeit vieles zum Besseren zu verändern.
Daher: Für ein W U M S am 07. Juni !
Unsere Stimmen für Rebecca Harms etc.!