• 26.02.2010

Pfusch beim U-Bahn-Bau

Kölner Klüngel

Weil bei Planung und Bau geschlampt wurde, muss in Köln jetzt eine riesige U-Bahn-Grube geflutet werden. Die Wände sind nicht stabil genug.von Pascal Beucker

  • 27.02.2010 12:14 Uhr

    von Morgenrot:

    Lustig, dass der Neoliberalismus jetzt auch am Einsturz des Stadtarchivs und am U-Bahn-Pfusch schuld sein soll. Mir scheint es eher ein Problem der Checks and Balances zu sein. Wenn jemand sich selbst kontrolliert, ist das niemals gut. Ob dieser Jemand öffentlich oder privat ist, ist dabei nun wirklich herzlich egal. Mich wundert, was eine vorgefasste ideologische Position so alles aus dem Alltagsgeschehen herausliest.

  • 27.02.2010 11:42 Uhr

    von Kay Meiners:

    Lustig, dass der Neoliberalismus jetzt auch am Einsturz des Stadtarchivs und am U-Bahn-Pfusch schuld sein soll. Mir scheint es eher ein Problem der Checks and Balances zu sein. Wenn jemand sich selbst kontrolliert, ist das niemals gut. Ob dieser Jemand öffentlich oder privat ist, ist dabei nun wirklich herzlich egal. Mich wundert, was eine vorgefasste ideologische Position so alles aus dem Alltagsgeschehen herausliest.

  • 26.02.2010 14:35 Uhr

    von Einwurf:

    @ Maulwurf

    Die Bauleitung ist immer an der Ausführungsplanung beteiligt und wenn Bewehrung "verschwindet", dann ist diese (die Bauleitung) in der vollen Haftung, da diese sich von der ordungsgemäßen Ausführung überzeugen muss.

  • 26.02.2010 13:14 Uhr

    von Sondermann:

    Am 19. Feber nannte der Westdeutsche Rundfunk das Köln der 60er Jahre die Verbrechenshauptstadt Deutschlands. Dummse Tünn und Schäfers Nas waren die Milieugrößen, später auch der Düres. Und heute? Stehen ihnen Bills Finger und Bergers Konsorten kaum nach...

  • 26.02.2010 12:30 Uhr

    von straßenbahnschnecke:

    Zum Glück wohne ich nicht in Karlsruhe, wo man nach jahrelangem Hickhack die städtische Straßenbahn eingraben will (sog. Kombilösung).

    Angesichts der Peinlichkeiten die sich KA in letzter Zeit leistet könnte es da mulmig werden.

    Immerhin: Den Einsturz eines historisch bedeutsamen Stadtarchives, Doms oder sonstwas wichtigem braucht man in KA nicht zu fürchten.

  • 26.02.2010 12:07 Uhr

    von ChristianSchwarz:

    Blacky
    Ist es nicht ein wunderschönes Beispiel, wie der Markt das regelt? Der schlanke Staat machts möglich. Durch Privat vor Staat wird es nicht billiger, auch wenn es Politiker immer wieder vorbeten.

  • 26.02.2010 11:49 Uhr

    von hella charlot:

    Tja,
    @audio001
    und wer ist Schuld an allem? Sind das nicht die Hartz IV Empfänger, die so negativen Einfluß auf die schwarz-gelbe Klientel ausüben, dass diese nun sogar verleitet wurde, das Prinzip des großangelegten Betrugs bei sich einzuführen?

  • 26.02.2010 11:34 Uhr

    von clementine:

    So, so. 83 Prozent der Eisenbügel fehlen, aber: "Die entdeckten Manipulationen hätten ebenfalls "keine Auswirkungen auf die Standfestigkeit" der anderen Baustellen."

    Wenn somit angeblich 17 % der Eisenbügel auch ausreichen, warum hat man dann von Beginn an 100% Eisenbügel vorgesehen?

    Findet man als Laie sehr merkwürdig.

  • 26.02.2010 10:03 Uhr

    von Amos:

    Das ist die sogenannte Elite, die dem "einfachen Menschen" weismachen will, was sie doch für tolle Hirsche sind. Einer von denen hat sich ja gut aus der Affäre gezogen. Jener dem nur der Sinn danach stand auf Veranstaltungen zu Glänzen und Karnevalsmützen auszuprobieren. Da kann man mal wieder sehen, was diesen Leuten das Volk angeht.

  • 26.02.2010 09:51 Uhr

    von Wolfgang:

    Wenn nichts mehr geht, dann wird "ge-sint-flutet".
    Hatten wir schon mal, aber brachte ja auch nichts.
    Der Klüngel geht weiter, so oder so.

  • 26.02.2010 09:48 Uhr

    von Kölsch:

    Wieder zuschütten und gut is' ....

  • 26.02.2010 09:18 Uhr

    von Maulwurf:

    Um genau zu sein hat nicht die Planung "geschlampt" (chic, diese ausgerechnet in alternativen Kreisen mode gewordene Bezeichnung), sondern die Bauaufsicht. Diese bemerkte die Veräußerung von 80% der Bewehrung beim Schrotthändler nicht.

  • 26.02.2010 09:12 Uhr

    von Mr.Mandrake:

    Ich entsinne mich gelesen zu haben, dass die inkriminierte Firma Bilfinger Berger auch am Projekt Stuttgart 21 maßgeblich beteiligt ist.Da geht es darum, die hallbe Stadt umzubauen, um den Hauptbahnhof samt allen Ferngleisen ein, zwei Geschosse tiefer legen zu können. Da kann einem ja angst und bange werden...

  • 26.02.2010 09:00 Uhr

    von Freddy:

    Schon die Headline Ihres Berichts ist irreführend - und damit der Inhalt des ganzen Artikels obsolet. Die Planung für diese Baugrube sah von Anfang an vor, sie ab einem gewissen Pegelstand (zwischen 6 und 6,5 Metern, wie ich gehört habe) kontrolliert zu fluten. Das ist Routine in Hochwasserzeiten und steht in keinerlei (!!) Zusammenhang mit etwaigen Mängeln an den Schlitzwänden. Im Übrigen werden in Köln bei Hochwasser verschiedene Bauwerke bei Bedarf geflutet, um Standsicherheit zu gewährleisten.

  • 26.02.2010 08:58 Uhr

    von ich:

    Es wird so lange delegiert, bis sich niemand mehr verantwortlich fühlt und nicht mehr zu ermitteln ist, wer verantwortlich war.

    Dass die beteiligten Metall-Diebe und Protokoll-Fälscher noch nicht im Knast sitzen, lässt vermuten, dass die Verfahren gegen sie im Sande verlaufen.

    Und wir beschweren uns über die Bulgarische Staatsmafia? *lach*

  • 26.02.2010 08:27 Uhr

    von saalbert:

    Die "Messungsprotokolle" heißen wohl Messprotokolle.

    "Es besteht der Verdacht, dass mehr als die Hälfte der Protokolle zu 600 Metallankern, die die Stützwände der Trasse sichern sollen, möglicherweise gefälscht wurden." - "Der Verdacht, dass möglicherweise" ist vielleicht doch ein bisschen vage, und zwar doppelt. Und "die Hälfte wurden"? Ist "die Hälfte" kein Singular mehr?

  • 26.02.2010 02:34 Uhr

    von vic:

    Ich habe das ganze nun auf Frontal/ZDF und Monitor/ARD verfolgt. Es ist wirklich phantastisch, wozu gierige Menschen fähig sind.
    Ich denke auf der Skala korrupter Staaten bringt uns das einen Schritt weiter.
    Btw, in Stuttgart beginnen die Tiefbauarbeiten zum Projekt Stuttgart 21 - mitten durch die Innenstadt...

  • 25.02.2010 23:14 Uhr

    von Major D. Saster:

    Als Wahlkölner habe ich schon öfter manches über den sogenannten kölschen Klüngel gehört, jedoch hielt ich das nur für eine lokalkolorite Umschreibung "gewöhnlicher" Korruption.

    Die Offenlegung(sic) der Baumängel hat selbst mir als Bauingineur schlicht die Sprache verschalgen. Meines Erachtens zieht sich in der Schuldfrage der rote Faden vom Polier bis zum Bauherren durch jede Ebene, denn in jedem anderen Fall wäre eine Kettenreaktion diesen Ausmaßes nicht eingetreten.

    Da die vorgeschriebene Überprüfung der fachgerechten Ausführung von statikrelevanten Elementen stets auch von unabhängigen Gutachtern durchgeführt werden muß, bleibt für mich neben eklatanter fachlicher Inkompetenz nur eine systematische Bestechung bei allen Kontrollinstanzen als Erklärung für die "unbemerkten" massiven Manipulationen übrig.

    Ich zwar in der Baubranche schon einiges an Pfusch und Abzocke gewöhnt, aber sowas hielt ich hier in Deutschland eigentlich für unmöglich.

    Der kölsche Klüngel hat sich hiermit auch mir offenbart: Korruption als Usus, eine wohl in fast allen Bereichen der lokalen Entscheidungsträgerschaft angewandte kriminelle Methode zur profilierung und persönlicher Bereicherung, die zum eingenen Vorteil selbst Kollateralschäden billigend in Kauf nimmt... oder kurz: MAFIA.

  • 25.02.2010 23:07 Uhr

    von eppelein:

    wenn 83% der Stahlbügel fehlen hätte das keine Auswirkungen auf die Stabilität... Ich habe in einer Bauüberwachung - Großbaustelle - gearbeitet. Kein Mensch und Statiker plant 600% Sicherheit! Dann wurde also bewußt statisch nicht benötigtes Material geplant - um es zu verkaufen? d.h. der die Ausschreibung machte ist der Anfang der Baumafia-Kette? oder der Statiker der sagte: Ihr braucht soviele Stahlbügel (in der Ausschreibung)... Rätsel gehen anders. Hier geht es um klare Korruption. generalstabsmäßig geplant

  • 25.02.2010 20:20 Uhr

    von Karl:

    Sehr schön!

    "standfest" also; mh und ich dachte die Bewehrung ist für die Aufnahme von Zugbelastungen, der Beton verteilt den Druck.....

    Da sich nun nicht mehr allzuviele gebettete zugstäbe finden, wollen wir mal abwarten ob es wieder zum hydraulischen Grundbruch kommt.

    Und ob das Sedimentgefüge nach dem Hochwasser noch die gleiche Lastaufnahmefähigkeit hat wie zuvor?

    Schließlis sollte ja die Baugrube irgendwann wieder trocken sein?

    Glück auf!

    Karl

  • 25.02.2010 20:12 Uhr

    von audio001:

    Bananenrepublik Deutschland...

    Wo man im Moment als Bürger hingreift, hat man nur noch Sch... an den Händen: Überforderte ''Null-Ahnung'' Politiker wohin man schaut, Politiker und Parteien lassen sich Sponsorn, die Regierung verteilt Steuergeschenke, eine Landesbischöfin hat eine im Kahn und fährt Auto, Landesbanken lassen sich von Betrügern abzocken,Tausende haben seit Jahrzehnten Schwarzgeldkonten in anderen Ländern, Banken vertreiben ominöse Finanzprodukte, geflpoppte Rüstungsprojekte kosten dem Steuerzahler Milliarden, in Berlin liegt die S-Bahn danieder, systematischer Pfusch am Bau ...

    In diesem Land ist offensichtlich nichts mehr unmöglich! Ich glaube wir haben ein Problem in diesem, unserem Land!?



    Jetzt fehlt nur noch das einer aufsteht und behauptet es gäbe gar keinen Weihnachtsmann...

  • 25.02.2010 19:55 Uhr

    von Pedersolli:

    Noch ein paar Fische mit rein, alles super.

  • 25.02.2010 19:46 Uhr

    von joHnny:

    ...folgen spätrömischer dekadenz bzw. aktuellen kölner klüngels des cdu-karnevalisten und ex-oberbürgermeisters fritz schramma - partei- und sponsorenfreund jürgen rüttgers läßt grüßen...

  • 25.02.2010 19:11 Uhr

    von Lennart S.:

    Mir stellt sich die Frage in Hinblick auf die Stahlträger, dass wenn trotz eines so hohen Maßes an Divergenz der Vorhergesehen und tatsächlich Eingebauten Stahlträger keinerlei Sicherheitsbedenken bestehen, warum wurden dann überhaupt soviele eingeplant? Hat dort dann nicht auch noch der Statiker oder die Statikerin gepfuscht, oder die Preise hoch zu treiben versucht?

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